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Das Wichtigste in Kürze

PAC ist die Wechselstromleistung, die der Wechselrichter einer Photovoltaikanlage in diesem Augenblick abgibt. Der Wert steht in Watt oder Kilowatt auf dem Display oder in der App und ändert sich mit jeder Wolke. Er zeigt die Leistung, die im Haus tatsächlich nutzbar ist.

  • PAC liegt rund 2 Prozent unter der Gleichstromleistung der Module (PDC), weil Wechselrichter einen Wirkungsgrad um 98 Prozent haben (Fraunhofer ISE).
  • Die Modulleistung liegt in Deutschland im Mittel knapp 10 Prozent über der AC-Nennleistung der Wechselrichter, PAC bleibt deshalb unter dem kWp-Wert (Fraunhofer ISE).
  • Bei großen Südanlagen beträgt die AC-Nennleistung typischerweise um 85 Prozent der Modulleistung (Fraunhofer ISE).
  • Beim Balkonkraftwerk ist PAC auf höchstens 800 Voltampere Wechselrichterleistung begrenzt (Bundesnetzagentur).
  • Über das Jahr kommen 80 bis 90 Prozent des rechnerisch möglichen Ertrags an, diese Kennzahl heißt Performance Ratio (Fraunhofer ISE).

Was ist PAC in der Photovoltaik?

PAC ist die Wechselstromleistung einer Photovoltaikanlage, gemessen am Ausgang des Wechselrichters. Das Kürzel setzt sich aus P, dem Formelzeichen für Leistung, und AC zusammen, der englischen Abkürzung für Wechselstrom. Oft steht es auch als PAC im Datenblatt oder in der App.

Solarmodule erzeugen Gleichstrom, mit dem im Haus kein Gerät etwas anfangen kann. Erst der Wechselrichter macht daraus Wechselstrom für Steckdose und Stromnetz. PAC ist die Leistung nach diesem Schritt und damit der Wert, der im Haushalt wirklich ankommt.

PAC ist ein Messwert für den Augenblick. Zeigt die App 3.800 Watt, liefert die Anlage in diesem Moment 3.800 Watt. Zieht eine Wolke vor die Sonne, steht dort Sekunden später eine andere Zahl. In der Nacht ist der Wert null.

PAC, PDC, kWp und kWh: Was ist der Unterschied?

PAC, PDC, kWp und kWh beschreiben vier verschiedene Dinge, die in Apps und Angeboten oft nebeneinander stehen. PAC und PDC sind Messwerte für den Augenblick, kWp ist ein fester Wert der Anlage, und kWh ist die Strommenge, die am Ende auf der Abrechnung steht.

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Die vier Größen im Überblick. Der Wirkungsgrad von rund 98 Prozent stammt vom Fraunhofer ISE.
GrößeWas sie beschreibtEinheitÄndert sich
PDCGleichstromleistung, die die Module gerade liefernWatt, Kilowattlaufend
PACWechselstromleistung hinter dem Wechselrichter, rund 2 Prozent weniger als PDCWatt, Kilowattlaufend
kWpNennleistung der Module unter genormten TestbedingungenKilowatt-Peaknicht
kWhStrommenge über einen Zeitraum, also Leistung mal ZeitKilowattstundewächst über den Tag

Der Abstand zwischen PDC und PAC ist klein. Das Fraunhofer ISE gibt den Wirkungsgrad von Wechselrichtern mit rund 98 Prozent an. Liefern die Module 5.000 Watt Gleichstrom, kommen rechnerisch etwa 4.900 Watt Wechselstrom heraus. Der Rest wird im Gerät zu Wärme.

Wichtiger für den Alltag ist der Unterschied zwischen Leistung und Strommenge. PAC sagt, wie stark die Anlage gerade arbeitet. Der Ertrag in Kilowattstunden sagt, was über den Tag zusammengekommen ist. Eine Stunde mit 5 Kilowatt ergibt 5 Kilowattstunden. Wie viel eine Anlage im Jahr schafft, erklärt der Beitrag zu Kilowatt-Peak.

Wie hoch kann PAC werden?

PAC kann höchstens so hoch werden wie die AC-Nennleistung des Wechselrichters. Mehr gibt das Gerät nicht ab, auch wenn die Module mehr liefern könnten. Diese Grenze liegt fast immer unter der Modulleistung in kWp, und das ist gewollt.

Wechselrichter werden laut Fraunhofer ISE zur besseren Auslastung häufig kleiner gewählt als das Modulfeld. Im deutschen Mittel liegt die Modulleistung knapp 10 Prozent über der AC-Nennleistung. Bei großen Südanlagen beträgt die AC-Nennleistung typischerweise um 85 Prozent der Modulleistung.

Der dritte Balken betrifft die Einspeisung, nicht PAC selbst. Neuanlagen in der Einspeisevergütung mit mehr als 2 und weniger als 100 Kilowatt dürfen nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums nur 60 Prozent ihrer Leistung ins Netz abgeben, bis ein intelligentes Messsystem eingebaut ist. Was Sie im Haus selbst verbrauchen, zählt nicht mit. PAC darf also höher sein, solange der Überschuss am Hausanschluss unter der Grenze bleibt.

Beim Balkonkraftwerk ist die Grenze fest. Als Steckersolargerät gilt laut Bundesnetzagentur nur eine Anlage, deren Wechselrichter höchstens 800 Voltampere abgibt. Mehr als rund 800 Watt wird die App dort nie anzeigen, auch wenn die Module mehr Leistung haben.

Warum schwankt der PAC-Wert?

Der PAC-Wert schwankt, weil er der Sonneneinstrahlung auf die Module folgt. Weniger Licht bedeutet weniger Gleichstrom und damit weniger Wechselstrom. An einem klaren Tag ergibt das eine Kurve, die morgens ansteigt, mittags ihren höchsten Punkt erreicht und abends wieder abfällt.

Die flache Stelle am Mittag ist kein Fehler. Sie entsteht, wenn der Wechselrichter an seiner Grenze arbeitet, und heißt in der Fachsprache Clipping. Bei Anlagen mit kleinerem Wechselrichter ist sie an sonnigen Tagen normal.

Neben der Tageszeit wirken vier weitere Einflüsse auf den Wert:

  • Wolken senken PAC innerhalb von Sekunden. Bei bedecktem Himmel liefert nur noch die diffuse Strahlung Strom.
  • Im Winter steht die Sonne tiefer und kürzer am Himmel. Der Jahresgang zeigt sich direkt im PAC-Verlauf.
  • Heiße Module arbeiten schwächer. An sehr heißen Sommertagen kann PAC deshalb trotz voller Sonne unter dem Wert eines kühlen Frühlingstags liegen.
  • Schatten von Schornstein, Gaube oder Baum drückt den Wert oft stärker, als die beschattete Fläche vermuten lässt. Mehr dazu im Beitrag zur Verschattung.

Praxis: PAC ist niedriger als erwartet

Ein niedriger PAC-Wert ist in den meisten Fällen kein Defekt. Ein einzelner Blick in die App sagt wenig, weil der Wert vom Wetter der letzten Sekunden abhängt. Aussagekräftig wird er erst im Vergleich. Gehen Sie in dieser Reihenfolge vor.

  1. Vergleichen Sie gleiche Bedingungen. Nehmen Sie einen klaren Tag um die Mittagszeit und vergleichen Sie ihn mit einem ähnlichen Tag aus derselben Jahreszeit.
  2. Prüfen Sie die Kurve. Ist sie mittags flach, arbeitet der Wechselrichter an seiner Grenze. Zeigt sie jeden Tag zur selben Uhrzeit eine Delle, liegt dort ein Schatten auf den Modulen.
  3. Schauen Sie aufs Dach. Laub, Vogelkot oder ein gewachsener Baum sind häufige Ursachen.
  4. Vergleichen Sie den Jahresertrag. Teilen Sie die erzeugten Kilowattstunden durch die kWp Ihrer Anlage und halten Sie das Ergebnis neben den Wert, den ein Ertragsrechner wie PVGIS für Ihren Standort nennt.
  5. Rufen Sie den Fachbetrieb, wenn PAC bei Sonne auf null steht, der Wechselrichter einen Fehler meldet oder der Jahresertrag deutlich unter der Erwartung bleibt.
Welche Abweichung normal ist

Keine Anlage bringt ihre rechnerische Leistung vollständig ans Ziel. Das Verhältnis von tatsächlichem zu rechnerisch möglichem Ertrag heißt Performance Ratio. Laut Fraunhofer ISE liegt sie im Jahresmittel typischerweise bei 80 bis 90 Prozent. Darin stecken Wärme, Schmutz, Schatten, Leitungen und der Wechselrichter.

Sinkt der Ertrag über Jahre langsam, ist das meist normale Alterung der Module. Was dabei üblich ist, steht im Beitrag zur Degradation.

Wofür Sie den PAC-Wert im Alltag nutzen

Im Alltag zeigt der PAC-Wert, wann sich das Einschalten großer Verbraucher lohnt. Liegt PAC über dem, was das Haus gerade braucht, gibt es Überschuss. Dann laufen Waschmaschine, Geschirrspüler oder Wallbox mit eigenem Strom statt mit Strom vom Versorger.

Ein Energiemanagementsystem erledigt diesen Abgleich von selbst. Es vergleicht PAC laufend mit dem Verbrauch und schaltet Wärmepumpe, Wallbox oder Batteriespeicher zu, sobald genug Leistung da ist. So steigt der Eigenverbrauch, ohne dass Sie auf die App schauen müssen.

Für die Abrechnung spielt PAC keine Rolle. Der Netzbetreiber vergütet die Kilowattstunden, die der Zähler am Hausanschluss misst. Was dort ankommt, ist PAC abzüglich des Verbrauchs im Haus.

Häufige Fragen zu PAC

Was bedeutet PAC in der Photovoltaik?

PAC steht für die Wechselstromleistung einer Photovoltaikanlage. P ist das Formelzeichen für Leistung, AC die englische Abkürzung für Wechselstrom. Der Wert zeigt, wie viel Leistung der Wechselrichter in diesem Augenblick abgibt, angegeben in Watt oder Kilowatt.

Was ist der Unterschied zwischen PAC und PDC?

PDC ist die Gleichstromleistung, die die Solarmodule liefern. PAC ist die Wechselstromleistung, die der Wechselrichter daraus macht. PAC liegt immer etwas darunter, weil beim Umwandeln Verluste entstehen. Bei einem Wirkungsgrad von rund 98 Prozent, wie ihn das Fraunhofer ISE für Wechselrichter nennt, sind das etwa 2 Prozent.

In welcher Einheit wird PAC angegeben?

PAC wird in Watt oder Kilowatt angegeben, 1.000 Watt sind 1 Kilowatt. Balkonkraftwerke zeigen den Wert meist in Watt, Dachanlagen in Kilowatt.

Ist PAC dasselbe wie die Nennleistung in kWp?

Nein. Die Nennleistung in Kilowatt-Peak ist ein fester Wert der Module unter genormten Testbedingungen. PAC ist ein Messwert, der sich mit Sonne, Temperatur und Tageszeit laufend ändert. Der höchste mögliche PAC-Wert ist die AC-Nennleistung des Wechselrichters.

Warum schwankt der PAC-Wert?

PAC folgt der Sonneneinstrahlung auf die Module. Morgens und abends steht die Sonne flach, mittags hoch, und jede Wolke senkt den Wert innerhalb von Sekunden. Dazu kommen Schatten, die Temperatur der Module und die Jahreszeit.

Warum erreicht PAC nie die kWp-Leistung meiner Anlage?

Dafür gibt es drei Gründe. Die Testbedingungen der Module treffen auf dem Dach selten zusammen, der Wechselrichter verliert beim Umwandeln etwa 2 Prozent, und er ist oft kleiner ausgelegt als das Modulfeld. Laut Fraunhofer ISE liegt die Modulleistung in Deutschland im Mittel knapp 10 Prozent über der AC-Nennleistung.

Wie wird aus PAC der Ertrag in kWh?

PAC ist eine Leistung, der Ertrag eine Strommenge. Läuft eine Anlage eine Stunde lang mit 5 Kilowatt, hat sie 5 Kilowattstunden erzeugt. Über das Jahr kommen Dachanlagen nach einem Wert des Fraunhofer ISE auf rund 920 Kilowattstunden je Kilowatt-Peak, bei 10 Kilowatt-Peak sind das rechnerisch rund 9.200 Kilowattstunden.

Was tun, wenn PAC bei Sonnenschein null anzeigt?

Dann arbeitet der Wechselrichter nicht. Prüfen Sie zuerst, ob er eine Fehlermeldung zeigt und ob im Haus der Strom ausgefallen ist, denn bei einem Netzausfall schaltet sich die Anlage ab. Bleibt der Wert bei Sonne länger auf null, sollte ein Fachbetrieb die Anlage prüfen.

Fazit

PAC ist der Wert, der zeigt, was Ihre Solaranlage in diesem Augenblick wirklich leistet. Er ist immer etwas niedriger als die Leistung der Module und fast immer niedriger als der kWp-Wert aus dem Angebot. Beides ist normal.

Unser Rat: Lassen Sie sich von einzelnen Zahlen nicht verunsichern und schauen Sie auf die Tageskurve und den Jahresertrag. Wer PAC ein paar Wochen beobachtet, bekommt schnell ein Gefühl dafür, was die eigene Anlage kann. Welche Größe zu Ihrem Dach passt, zeigt der Solarrechner.

Quellen und Methodik

Wirkungsgrad, Verhältnis von Modul- zu Wechselrichterleistung, Performance Ratio und der Jahresertrag je Kilowatt-Peak stammen aus der Studie des Fraunhofer ISE und sind sinngemäß wiedergegeben. Die Beispiele mit 5.000 Watt und 10 Kilowatt-Peak sind eigene Rechnungen mit diesen Werten. Solar.red hat keine eigenen Messungen vorgenommen, die Tageskurve ist eine schematische Darstellung.

  1. Fraunhofer ISE: Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland - Wirkungsgrad der Wechselrichter, Auslegung, Performance Ratio, Jahresertrag
  2. Bundesnetzagentur: Balkon-Solaranlagen - Wechselrichterleistung von Steckersolargeräten
  3. Bundeswirtschaftsministerium: FAQ zur Energierechtsnovelle zur Vermeidung von Stromspitzen - 60-Prozent-Begrenzung der Einspeisung
  4. Europäische Kommission, Joint Research Centre: PVGIS - kostenloser Ertragsrechner für jeden Standort

Hinweis: Dieser Beitrag dient der unabhängigen Information und ersetzt keine Prüfung durch einen Fachbetrieb. Leistungswerte hängen von Anlage, Standort und Wetter ab. Solar.red steht in keiner Verbindung zu den genannten Einrichtungen. Über die Anzeigen auf dieser Seite werden Anfragen an Fachbetriebe vermittelt, dafür erhält Solar.red eine Vergütung.

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