Jetzt teilen!
Elektroheizung Kosten 2026: Rechner, Verbrauch & Vergleich aller Typen
🔢 Elektroheizung Kostenrechner

Jährliche Heizkosten:

Ø Monat (Jahresdurchschnitt):

Ø Monat (Heizsaison):

Heizenergiebedarf: kWh/Jahr

Annahme: Heizenergiebedarf laut Dämmstandard. Tatsächliche Kosten hängen von Nutzungsverhalten, Raumtemperatur und Gebäudegeometrie ab.

☀️ Mit Solarstrom Heizkosten senken

© Solar.red | Alle Angaben ohne Gewähr. Strompreis-Voreinstellung: Ø Bestandskunden Februar 2026 (Quelle: Strom-Report, BDEW).

Was ist eine Elektroheizung?

Eine Elektroheizung wandelt Strom direkt in Wärme um. Sie benötigt keinen Brennstoff wie Gas oder Öl und schließt sich direkt an das Stromnetz an. Dadurch entfällt ein Schornstein, ein Brennstofflager oder eine aufwendige Verrohrung.

Die Installation ist unkompliziert. Im Gegensatz zu Gasheizungen oder Pelletheizungen reicht ein Stromanschluss aus. Wartungsarbeiten wie Entlüften oder Schornsteinfegerprüfungen entfallen komplett.

Der größte Nachteil: hohe Betriebskosten. Strom kostet Bestandskunden durchschnittlich 31 Cent/kWh (Februar 2026, Quelle: Strom-Report). Neukunden zahlen teils deutlich weniger (~23 ct/kWh), Grundversorgungs-Tarife oft mehr (~43 ct/kWh). Im Vergleich zu Gas oder Fernwärme ist Strom als Heizenergie teuer. Deshalb eignen sich Elektroheizungen primär als Zusatzheizung, für selten genutzte Räume oder in Kombination mit einer Photovoltaikanlage.

~100 %
Wirkungsgrad (alle Direkt-E-Heizungen)
120 kWh/m²
Ø Heizenergiebedarf/Jahr
0,31 €/kWh
Ø Strompreis Bestands­kunden 02/2026
50–1.000
Anschaffung je Gerät

Elektroheizung Kosten im Überblick 2026

Die folgende Tabelle zeigt aktuelle Richtwerte für Anschaffung und Betrieb. Alle laufenden Kosten basieren auf dem durchschnittlichen Bestandskunden-Strompreis von 0,31 €/kWh (Stand: Februar 2026). Die Jahreskosten ergeben sich aus: Leistung × typische Heizstunden × Strompreis. Neukunden mit günstigeren Tarifen (~23 ct/kWh) zahlen entsprechend weniger.

Tabelle seitlich scrollen
Elektroheizung Kosten: Anschaffung, Leistung und laufende Kosten nach Typ (Stand: Februar 2026)
Typ Anschaffung Leistung Kosten/Jahr* Geeignet als
Infrarotheizung ab 50–200 €/Gerät 200–1.500 W ca. 75–670 € Zusatzheizung, gut gedämmte Räume
Flächenspeicher­heizung 200–500 €/Gerät 500–3.000 W ca. 410–1.230 € Selten genutzte Räume, Ergänzung
Elektr. Fußboden­heizung 20–50 €/m² 100 W/m² ca. 37 €/m² Bad, Küche, mit PV-Anlage
Konvektor / Radiator ab 50 € 750–2.000 W ca. 1.130–3.000 € Hobbykeller, Gartenhaus, Übergang
Naturstein­heizung 500–1.000 € 500–1.000 W ca. 410–840 € Dekoelement, Zusatzwärme
Nacht­speicher­heizung ca. 1.000 € 2.000–4.000 W ca. 1.640–3.280 € ⚠️ Nicht mehr empfehlenswert
Wärmepumpe 12.000–35.000 € COP 3–5 ca. 1.100–2.500 € Hauptheizung (Neu- & Altbau)

* Laufende Kosten basieren auf 0,31 €/kWh (Ø Bestandskunden Feb. 2026). Neukunden zahlen ggf. weniger (~23 ct/kWh). Quellen: Destatis, Strom-Report, BDEW. Preise sind Richtwerte und variieren regional. Formel: Leistung (kW) × Heizstunden × Strompreis.

Elektroheizung vs. andere Heizsysteme

Der Vergleich zeigt: Elektroheizungen punkten bei Anschaffung und Flexibilität. Für die dauerhafte Beheizung ganzer Wohnungen schneiden andere Heizungsarten jedoch deutlich besser ab – sowohl bei den Betriebskosten als auch bei der Energieeffizienz.

Tabelle seitlich scrollen
Vergleich: Elektroheizung vs. Gas, Öl und Wärmepumpe (Stand: 2026)
System Vorteile Nachteile Eignung
Elektro­heizung Keine Abgase, günstige Anschaffung, einfache Installation, mobil einsetzbar Hohe Betriebskosten, strompreisabhängig Zusatzheizung, gut isolierte Gebäude
Gas­heizung Effizientere Wärmeerzeugung, geringere Betriebskosten Abgase, Wartung, Gasanschluss nötig, steigende CO₂-Abgabe Hauptheizung (Bestand)
Wärme­pumpe COP 3–5, erneuerbare Energie, bis 70 % Förderung Hohe Anschaffung, gute Dämmung vorteilhaft Hauptheizung (Neu- & Altbau)
Pellet­heizung Erneuerbar, moderate Betriebskosten Pelletlager nötig, regelmäßige Wartung Hauptheizung (Altbau)
💡 Tipp: Heizkosten vergleichen

Mit unserem Heizkostenrechner ermitteln Sie die tatsächlichen Kosten verschiedener Heizsysteme für Ihre individuelle Situation – inklusive aktuellem Strompreis und Energiebedarf.

Arten von Elektroheizungen im Detail

Infrarotheizungen

Infrarotheizungen strahlen Wärme direkt auf Objekte und Personen ab. Ähnlich wie Sonnenstrahlung erwärmen sie Oberflächen statt Luft. Dadurch kann sich der Raum bei niedrigerer Lufttemperatur trotzdem warm anfühlen – das ermöglicht unter Umständen eine geringere Thermostateinstellung.

⚡ Gut zu wissen

Alle Direkt-Elektroheizungen (Infrarot, Konvektor, Radiator, elektrische FBH) wandeln Strom nahezu 1:1 in Wärme um. Der Wirkungsgrad ist also kein Unterscheidungsmerkmal. Einsparungen entstehen durch Regelung und Nutzung – also punktuelles Heizen, kürzere Laufzeiten und gute Gebäudedämmung.

✅ Vorteile

  • Sofortwärme: Schnelle Reaktionszeit ohne Vorlaufphase
  • Flexibles Design: Als Bild, Spiegel oder Deckenheizung integrierbar
  • Wartungsfrei: Keine beweglichen Teile, keine Verschleißteile

❌ Nachteile

  • Hohe Stromkosten: Als Alleinheizung wirtschaftlich ungünstig
  • Begrenzte Raumgröße: Effektiv nur bis ca. 20–25 m² pro Gerät

Fazit: Infrarotheizungen eignen sich als Zusatzheizung in gut gedämmten Räumen – vor allem dort, wo punktuell und kurzzeitig geheizt wird. In Kombination mit einer PV-Anlage lassen sich die Stromkosten in Übergangszeiten spürbar senken.

Flächenspeicherheizungen

Flächenspeicherheizungen kombinieren Konvektion und Strahlungswärme. Sie speichern Wärme in einem Schamotte- oder Natursteinkern und geben sie über Stunden gleichmäßig ab. Damit bieten sie eine bessere Wärmeverteilung als reine Konvektoren.

Ideal für Räume mit seltener Nutzung: Gästezimmer, Hobbyräume oder Ferienwohnungen profitieren von der flexiblen Steuerung und den moderaten Anschaffungskosten von 200–500 € pro Gerät.

Elektrische Fußbodenheizung

Elektrische Fußbodenheizungen erwärmen den Boden über Heizmatten oder -schlangen. Die Wärme steigt gleichmäßig auf und sorgt für ein angenehmes Raumklima ohne sichtbare Heizkörper. Detaillierte Informationen zum Nachrüsten finden Sie in unserem Ratgeber Fußbodenheizung nachrüsten.

Wirtschaftlich vor allem mit eigenem Solarstrom. Im Neubau oder bei Renovierungen lässt sich die elektrische Fußbodenheizung gut mit einer Photovoltaikanlage und einem Batteriespeicher kombinieren. In Übergangszeiten deckt der Solarstrom einen spürbaren Teil des Heizbedarfs – im Winter bleibt der PV-Anteil begrenzt.

Konvektoren und Radiatoren

Konvektoren und Radiatoren sind die günstigste Einstiegslösung. Ab 50 € erhältlich, eignen sie sich als mobile Heizlösung für Hobbykeller, Gartenhäuser oder Badezimmer ohne feste Heizung. Mehr zum Stromverbrauch von Heizlüftern erfahren Sie in unserem separaten Ratgeber.

Als Dauerheizung ungeeignet: Bei intensiver Nutzung steigen die jährlichen Kosten schnell auf über 3.000 € für eine 80 m² Wohnung. Sie sollten ausschließlich als Überbrückungslösung eingesetzt werden.

Nachtspeicherheizungen

Nachtspeicherheizungen gelten als veraltet. Sie wurden in den 1960er–80er Jahren als Stromabnehmer für Überkapazitäten konzipiert. Günstige Nachtstromtarife existieren heute kaum noch, weshalb die Betriebskosten mit 1.640–3.280 €/Jahr deutlich über moderneren Alternativen liegen.

⚠️ Empfehlung

Besitzer einer Nachtspeicherheizung sollten einen Umstieg auf eine Wärmepumpe prüfen. Die BEG-Förderung übernimmt bis zu 70 % der Investitionskosten – gerade beim Austausch alter Elektroheizungen lohnt sich das besonders.

Elektroheizung & Förderung 2026

Reine Elektroheizungen wie Infrarot oder Konvektoren sind nicht förderfähig. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bezuschusst ausschließlich Heizsysteme auf Basis erneuerbarer Energien: Wärmepumpen, Biomasseanlagen, Solarthermie und Fernwärmeanschlüsse.

Die BEG-Förderung 2026 im Überblick: Über das KfW-Programm 458 erhalten Eigentümer 30 % Grundförderung plus bis zu 40 % Boni. Die maximale Gesamtförderung beträgt 70 % der förderfähigen Kosten (max. 30.000 € für eine Wohneinheit). Der Geschwindigkeitsbonus von 20 % gilt noch bis Ende 2028. Die Förderung steht unter Vorbehalt verfügbarer Haushaltsmittel.

Wichtig für 2026: Die Bundesregierung plant, das Gebäudeenergiegesetz (GEG) durch ein neues „Gebäudemodernisierungsgesetz" abzulösen – Inhalte und Zeitplan sind noch unsicher. Für Großstädte über 100.000 Einwohner greift die 65%-EE-Pflicht für neue Heizungen nach Vorliegen der kommunalen Wärmeplanung bzw. spätestens nach den gesetzlichen Fristen (30.06.2026). Bestehende Heizungen dürfen weiterbetrieben werden, solange sie funktionsfähig sind.

💰 Indirekte Förderung für Elektroheizungen

Auch wenn Elektroheizungen selbst nicht gefördert werden: Eine Photovoltaikanlage senkt Ihre Heizstromkosten erheblich. Zudem profitieren Sie 2026 von niedrigeren Strompreisen durch reduzierte Netzentgelte (staatlicher Zuschuss: 6,5 Mrd. €).

Tipps zur Senkung der Elektroheizungskosten

Raumtemperatur gezielt senken: Bereits 1 °C weniger spart bis zu 6 % der Heizkosten. In Schlafzimmern reichen 16–18 °C, in Wohnräumen 20–21 °C.

Smart-Thermostate einsetzen: Programmierbare Thermostate ermöglichen automatische Nachtabsenkung und Abwesenheitserkennung. Das reduziert den Verbrauch um 10–15 % ohne Komfortverlust.

Dämmung verbessern: Eine gute Isolierung von Wänden, Fenstern und Dach ist die effektivste Maßnahme. Die Energieeffizienzklasse Ihres Hauses zeigt, wo das größte Einsparpotenzial liegt.

Stoßlüften statt Kipplüften: Fünf Minuten Stoßlüften tauscht die Luft aus, ohne den Raum komplett auskühlen zu lassen. Gekippte Fenster verschwenden dagegen konstant Wärme.

Heizkörper freihalten: Möbel und Vorhänge vor Heizkörpern blockieren bis zu 20 % der Wärmeleistung. Halten Sie mindestens 30 cm Abstand.

Rollläden und Vorhänge nutzen: Geschlossene Rollläden reduzieren den Wärmeverlust durch Fenster nachts um bis zu 30 %.

Elektroheizung mit Photovoltaik kombinieren

Die Kombination einer Elektroheizung mit einer PV-Anlage ist wirtschaftlich sinnvoll. Selbst erzeugter Solarstrom kostet effektiv nur 8–12 Cent/kWh (laut Fraunhofer ISE) – weniger als ein Drittel des Netzstroms. Allerdings fällt der PV-Ertrag im Winter deutlich geringer aus als der Heizbedarf.

Der größte Effekt entsteht in den Übergangsmonaten. Von März bis Mai und September bis November deckt eine PV-Anlage einen spürbaren Teil des Heizstrombedarfs. Im Dezember und Januar ist der PV-Beitrag dagegen gering. Ein Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauch, gleicht aber die winterliche Ertragslücke nicht vollständig aus.

Rechenbeispiel für 80 m² (teilsaniert, 120 kWh/m²·a): Jährliche Heizkosten bei 0,31 €/kWh Netzstrom: 2.976 €. Mit einer 10 kWp PV-Anlage, Speicher und optimierter Steuerung kann die Ersparnis je nach Standort und Lastprofil 20–40 % übers Jahr betragen – in den Übergangsmonaten deutlich mehr, im Hochwinter deutlich weniger.

☀️ PV-Anlage planen

Nutzen Sie unseren Solarrechner, um das Potenzial Ihres Dachs zu ermitteln. Oder konfigurieren Sie Ihre individuelle Anlage mit dem Photovoltaik-Konfigurator. Aktuelle Kosten und Einspeisevergütung finden Sie in unseren Ratgebern.

Fazit

Elektroheizungen sind eine flexible und wartungsarme Lösung – aber kein Sparwunder. Ihre hohen Betriebskosten machen sie als alleinige Hauptheizung für die meisten Haushalte unwirtschaftlich. Als Zusatzheizung für selten genutzte Räume oder in Kombination mit einer PV-Anlage können sie jedoch sinnvoll sein.

Langfristig führt kein Weg an der Wärmepumpe vorbei. Mit einem COP von 3–5, bis zu 70 % Förderung (unter Vorbehalt) und sinkenden Strompreisen bietet sie die beste Kombination aus Effizienz, Kosten und Klimaschutz. Wer aktuell eine Wärmepumpe mit Installation plant, profitiert noch vom Geschwindigkeitsbonus von 20 % bis Ende 2028.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Alle Direkt-Elektroheizungen wandeln Strom nahezu 1:1 in Wärme um – der Wirkungsgrad ist kein Unterscheidungsmerkmal. Infrarotheizungen gelten als sparsam, weil sie Objekte statt Luft erwärmen und die gefühlte Temperatur bei niedrigerer Lufttemperatur erreicht wird. Echte Einsparungen entstehen durch gute Regelung, punktuelles Heizen und eine solide Gebäudedämmung.

Ja, besonders die Kombination mit einer PV-Anlage ist sinnvoll. In Übergangszeiten deckt der Solarstrom einen spürbaren Teil des Heizbedarfs. Im Winter bleibt der PV-Anteil begrenzt. Ein Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauch. Die jährliche Ersparnis hängt stark von Lastprofil, Speicher und Steuerung ab.

Elektroheizungen erreichen einen elektrischen Wirkungsgrad von nahezu 100 %. Im Vergleich: Wärmepumpen arbeiten mit einem COP von 3–5 – sie erzeugen aus 1 kWh Strom 3–5 kWh Wärme. Energetisch betrachtet sind Wärmepumpen also deutlich effizienter.

Vor Ort erzeugen Elektroheizungen keine CO₂-Emissionen. Die Gesamtbilanz hängt vom Strommix ab. Bei Nutzung von Ökostrom oder eigenem Solarstrom heizen sie nahezu klimaneutral. Mit konventionellem Strommix liegen die indirekten Emissionen jedoch über denen von Gasheizungen.

Für eine 80 m² Wohnung (teilsaniert) bei 0,31 €/kWh: ca. 248 € im Jahresdurchschnitt pro Monat. In der Heizsaison (ca. 6 Monate) liegen die tatsächlichen Kosten bei ca. 496 €/Monat, in den Sommermonaten bei null. Mit einer PV-Anlage reduzieren sich die Kosten – vor allem in Übergangszeiten.

Reine Elektroheizungen sind nicht förderfähig. Die BEG-Förderung (30–70 % Zuschuss, unter Vorbehalt verfügbarer Haushaltsmittel) gilt nur für Heizsysteme mit erneuerbaren Energien. Indirekt profitieren Elektroheizungen von der PV-Förderung und sinkenden Netzentgelten 2026.

Hinweis: Alle Angaben zu Preisen und technischen Daten basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen und Herstellerangaben (Stand: Februar 2026). Strompreise basieren auf Daten von Strom-Report und BDEW. Preise sind Richtwerte ohne Installation und können je nach Händler und Region variieren. Für verbindliche Angebote und technische Beratung wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Heizungsbauer. Dieser Artikel dient ausschließlich der unabhängigen Information.

© 2026 Solar.red – Unabhängig seit 2019