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Elektroheizung Kosten berechnen

3.848 €
Elektroheizung pro Jahr
321 €
im Monat, über das Jahr gemittelt
1.283 €
Wärmepumpe pro Jahr zum Vergleich

Die Elektroheizung verbraucht 10.400 Kilowattstunden im Jahr. Eine Wärmepumpe käme mit 3.467 Kilowattstunden aus und würde 2.565 Euro im Jahr sparen.

Den Energiebedarf finden Sie im Energieausweis. Richtwerte nach den Energieklassen des Gebäudemodernisierungsgesetzes: Klasse A bis 50, B bis 75, C bis 100, D bis 130, E bis 160, F bis 200, G bis 250 Kilowattstunden. Voreingestellt ist der durchschnittliche Haushaltsstrompreis 2026 laut BDEW. Die Jahresarbeitszahl 3 ist eine Rechenannahme. Ergebnis ohne Gewähr.

Das Wichtigste in Kürze

Die Elektroheizung Kosten bestehen fast nur aus Strom: Die Geräte sind billig, der Betrieb ist teuer. Als Hauptheizung kostet sie bei 80 Quadratmetern und Energieklasse D rund 3.848 Euro im Jahr. Sinnvoll ist sie als Zusatzheizung, für selten genutzte Räume und in sehr gut gedämmten Häusern.

  • Strom kostet Haushalte 2026 laut BDEW im Schnitt 37,0 Cent pro Kilowattstunde, Erdgas im Einfamilienhaus 11,93 Cent.
  • Ein Gerät mit 2000 Watt kostet bei voller Leistung 74 Cent pro Stunde (eigene Rechnung).
  • Eine Wärmepumpe braucht für dieselbe Wärme etwa ein Drittel des Stroms, gerechnet mit Jahresarbeitszahl 3.
  • Seit 2026 regelt § 46 Gebäudemodernisierungsgesetz den Einbau: im Bestand nur bei 30 Prozent besserem Wärmeschutz, mit Ausnahme für selbst bewohnte Ein- und Zweifamilienhäuser.
  • Die KfW fördert Elektroheizungen nicht. Den Tausch einer Nachtspeicherheizung gegen eine Wärmepumpe bezuschusst sie mit 30 Prozent plus Boni.

Was kostet eine Elektroheizung im Monat?

Eine Elektroheizung als Hauptheizung kostet in einer Wohnung mit 80 Quadratmetern und Energieklasse D rund 321 Euro im Monat, wenn man die Jahreskosten gleichmäßig verteilt. Im Jahr sind das 3.848 Euro. Gerechnet ist mit 130 Kilowattstunden pro Quadratmeter und dem Strompreis von 37,0 Cent, den der BDEW für 2026 nennt.

Die Rechnung ist einfach, weil eine Elektroheizung keinen Umweg macht. Sie wandelt Strom direkt in Wärme um, aus einer Kilowattstunde Strom wird rund eine Kilowattstunde Wärme. Der Heizstrom entspricht deshalb ungefähr dem Energiebedarf des Hauses:

Die Formel

Wohnfläche mal Energiebedarf pro Quadratmeter mal Strompreis. Beispiel: 80 Quadratmeter mal 130 Kilowattstunden sind 10.400 Kilowattstunden. Mal 0,37 Euro ergibt das 3.848 Euro im Jahr.

Wie viel Ihr Haus braucht, steht im Energieausweis. Die Tabelle rechnet mit den oberen Grenzen der Energieklassen B, D und F aus dem Gebäudemodernisierungsgesetz. Klasse B steht für ein gut gedämmtes Haus, Klasse F für einen kaum sanierten Altbau.

Tabelle seitlich scrollen
Elektroheizung Kosten nach Wohnfläche und Energieklasse: eigene Rechnung mit 37,0 Cent pro Kilowattstunde (BDEW, Durchschnitt 2026) und 75, 130 und 200 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr
WohnflächeKlasse B pro JahrKlasse D pro JahrKlasse D pro MonatKlasse F pro Jahr
30 m²832 €1.443 €120 €2.220 €
50 m²1.388 €2.405 €200 €3.700 €
60 m²1.665 €2.886 €240 €4.440 €
80 m²2.220 €3.848 €321 €5.920 €
100 m²2.775 €4.810 €401 €7.400 €
120 m²3.330 €5.772 €481 €8.880 €

Zwei Dinge sollten Sie beim Lesen der Tabelle wissen. Erstens fallen die Kosten nicht gleichmäßig an: Im Sommer zahlen Sie fast nichts, im Januar ein Mehrfaches des Monatswerts. Zweitens enthält der Wert im Energieausweis bei Gas- und Ölheizungen auch die Verluste des Kessels. Eine Elektroheizung hat diese Verluste nicht, der echte Verbrauch liegt deshalb meist etwas unter dem Ausweiswert.

Wollen Sie mehrere Heizarten nebeneinander sehen, hilft der Rechner unter Heizkosten berechnen. Wie Ihr Haus eingestuft ist, erfahren Sie unter Energieeffizienzklasse berechnen.

Was kostet eine Elektroheizung pro Stunde?

Eine Elektroheizung mit 2000 Watt kostet bei voller Leistung 74 Cent pro Stunde, ein Gerät mit 1000 Watt 37 Cent. Die Rechnung: Leistung in Kilowatt mal Strompreis. Grundlage ist der Haushaltsstrompreis von 37,0 Cent pro Kilowattstunde, den der BDEW als Durchschnitt für 2026 nennt.

Die Wattzahl steht auf dem Typenschild. Teilen Sie sie durch 1000, dann haben Sie die Kilowatt. So lässt sich jedes einzelne Gerät schnell einschätzen, vom kleinen Heizpaneel im Bad bis zum Ölradiator im Hobbyraum.

Tabelle seitlich scrollen
Stromkosten einer Elektroheizung nach Leistung bei voller Leistung: eigene Rechnung mit 37,0 Cent pro Kilowattstunde (BDEW, Durchschnitt 2026)
Leistungpro Stundebei 4 Stunden am Tagin 30 Tagen
500 Watt0,18 €0,74 €22 €
750 Watt0,28 €1,11 €33 €
1.000 Watt0,37 €1,48 €44 €
1.500 Watt0,55 €2,22 €67 €
2.000 Watt0,74 €2,96 €89 €
2.500 Watt0,93 €3,70 €111 €

Die Werte gelten für Dauerbetrieb auf voller Stufe. Mit Thermostat schaltet das Gerät ab, sobald der Raum warm ist, und läuft dann nur einen Teil der Stunde. Je besser der Raum gedämmt ist, desto länger sind diese Pausen. Zu Heizlüftern gibt es einen eigenen Beitrag: Stromverbrauch von Heizlüftern.

Welche Elektroheizung ist die sparsamste?

Beim Stromverbrauch gibt es keine sparsamste Elektroheizung. Infrarotheizung, Konvektor, Ölradiator und Heizlüfter wandeln Strom alle direkt in Wärme um, aus einer Kilowattstunde Strom wird rund eine Kilowattstunde Wärme. Die Bauarten unterscheiden sich darin, wie schnell und wo die Wärme ankommt, und im Kaufpreis.

Das ist der Punkt, an dem Werbung gern mehr verspricht. Ein Gerät mit 1000 Watt verbraucht in einer Stunde eine Kilowattstunde, egal ob Heizpaneel oder Radiator. Sparen lässt sich nur über die Art der Nutzung: Wer gezielt den Platz am Schreibtisch wärmt statt den ganzen Raum, braucht weniger Laufzeit.

Tabelle seitlich scrollen
Elektroheizung Arten im Vergleich: Preise aus dem Onlineangebot eines deutschen Baumarkts, abgerufen am 10. Oktober 2026. Stromkosten eigene Rechnung mit 37,0 Cent pro Kilowattstunde
BauartÜbliche LeistungKaufpreisStrom pro StundePasst für
Infrarotheizung300 bis 1.200 Watt58 bis 599 €0,11 bis 0,44 €Bad, Arbeitsplatz, gezielte Wärme
Konvektor500 bis 2.500 Watt30 bis 304 €0,19 bis 0,93 €Raum schnell aufheizen
Ölradiator400 bis 2.500 Watt25 bis 155 €0,15 bis 0,93 €Hobbyraum, längere Laufzeit
Heizlüfter600 bis 3.000 Watt10 bis 125 €0,22 bis 1,11 €wenige Minuten, etwa im Bad

Infrarotheizung

Eine Infrarotheizung erwärmt vor allem Flächen und Personen im Raum und weniger die Luft. Die Wärme ist sofort spürbar, ähnlich wie Sonne auf der Haut. Das macht sie zur guten Wahl für das Bad am Morgen oder den Arbeitsplatz im sonst kühlen Zimmer. Als Heizung für ein ganzes ungedämmtes Haus wird sie teuer.

Konvektor, Ölradiator und Heizlüfter

Ein Konvektor erwärmt die Luft, die dann durch den Raum zieht. Er ist schnell und günstig, die Wärme ist aber rasch wieder weg. Der Ölradiator braucht länger, hält die Wärme dafür nach dem Abschalten noch eine Weile. Der Heizlüfter bläst sofort warme Luft in den Raum, ist laut und für Dauerbetrieb nicht gedacht.

Elektrische Fußbodenheizung und Flächenspeicherheizung

Die elektrische Fußbodenheizung liegt als Heizmatte unter Fliesen oder Laminat. Sie passt gut ins Bad, wo wenige Quadratmeter für kurze Zeit warm werden sollen. Mehr dazu im Ratgeber Fußbodenheizung nachrüsten. Flächenspeicherheizungen haben einen Kern aus Schamotte oder Naturstein, der Wärme speichert und über Stunden abgibt. Für beide Bauarten nennt dieser Beitrag keine Kaufpreise, weil sie stark vom Einbau abhängen.

Nachtspeicherheizung

Die Nachtspeicherheizung lädt nachts ihren Speicherkern auf und gibt die Wärme am Tag ab. Sie stammt aus einer Zeit, in der Nachtstrom deutlich billiger war. Wer heute noch eine betreibt, sollte den Tausch prüfen: Für den Ersatz einer Nachtspeicherheizung durch eine Wärmepumpe gibt es bei der KfW einen eigenen Bonus.

Ist elektrisch heizen billiger als Gas?

Nein, elektrisch heizen ist deutlich teurer als Gas. Haushalte zahlten 2026 laut BDEW im Schnitt 37,0 Cent pro Kilowattstunde Strom und 11,93 Cent pro Kilowattstunde Erdgas im Einfamilienhaus. Für dieselbe Wärmemenge kostet die Elektroheizung damit rund das Dreifache. Günstiger wird Strom erst mit einer Wärmepumpe.

Die Grafik zeigt nur die Energie. Bei der Gasheizung kommen Wartung, Schornsteinfeger und die Verluste des Kessels hinzu, bei der Wärmepumpe die hohe Anschaffung. Die Elektroheizung spart genau diese Posten: kein Kessel, kein Schornstein, keine Wartung. Bei hohem Verbrauch reicht das aber nicht, um den Strompreis auszugleichen.

Die Jahresarbeitszahl sagt, wie viel Wärme eine Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom macht. Bei 3 sind es drei Kilowattstunden. Deshalb braucht eine Luft-Wasser-Wärmepumpe für dieselbe Wärme nur etwa ein Drittel des Stroms. Einen Überblick über alle Systeme gibt der Beitrag Heizungsarten.

Wann ist eine Elektroheizung sinnvoll?

Eine Elektroheizung ist sinnvoll, wenn wenig Wärme gebraucht wird: als Zusatzheizung, in selten genutzten Räumen oder in einem sehr gut gedämmten Haus. Dann zählt der niedrige Kaufpreis mehr als der teure Strom. Als einzige Heizung in einem schlecht gedämmten Haus wird sie zur Kostenfalle.

Hier passt sie

  • Bad, das morgens für eine halbe Stunde warm sein soll
  • Gästezimmer, Hobbyraum oder Gartenhaus
  • Übergangszeit, wenn die Hauptheizung noch aus ist
  • Sehr gut gedämmtes Haus mit kleinem Wärmebedarf
  • Überbrückung, wenn die Heizung ausfällt

Hier wird sie teuer

  • Altbau der Klassen E bis H als einzige Heizung
  • Große Wohnfläche mit Dauerbetrieb
  • Mietwohnung mit schlecht gedämmten Außenwänden
  • Haushalte mit teurem Grundversorgungstarif

Eine einfache Probe: Rechnen Sie oben im Rechner Ihre Jahreskosten aus und teilen Sie den Unterschied zur Wärmepumpe durch Ihre Wohndauer. Bei 80 Quadratmetern und Klasse D spart die Wärmepumpe rund 2.565 Euro Strom im Jahr. In zehn Jahren sind das über 25.000 Euro, die für eine sparsamere Heizung zur Verfügung stehen. Was eine Anlage kostet, steht im Beitrag Wärmepumpe Kosten mit Installation.

Für einzelne Räume gibt es einen Mittelweg: Eine Luft-Luft-Wärmepumpe, also ein Klimagerät, das auch heizt, arbeitet ohne Heizkörper und Rohre und braucht deutlich weniger Strom als ein Heizlüfter.

Ist eine Elektroheizung als Hauptheizung erlaubt?

Ja, eine Elektroheizung ist als Hauptheizung erlaubt. Das Gebäudemodernisierungsgesetz nennt die Stromdirektheizung ausdrücklich als Option beim Heizungstausch. In ein bestehendes Wohngebäude darf sie nach § 46 aber nur eingebaut werden, wenn dessen Wärmeschutz die gesetzlichen Anforderungen um mindestens 30 Prozent unterschreitet, das Haus also gut gedämmt ist.

Das Gebäudemodernisierungsgesetz, kurz GModG, hat 2026 das Gebäudeenergiegesetz abgelöst. Bundestag und Bundesrat haben es am 10. Juli 2026 gebilligt. Die frühere Pflicht, neue Heizungen zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien zu betreiben, ist damit entfallen. Für Elektroheizungen im Bestand gelten zwei Ausnahmen von der Dämmregel:

  • Ein- und Zweifamilienhaus: Die Regel gilt nicht in Gebäuden mit höchstens zwei Wohnungen, wenn der Eigentümer eine davon selbst bewohnt.
  • Austausch: Wer eine vorhandene Einzelraum-Elektroheizung durch eine neue ersetzt, muss die Dämmregel ebenfalls nicht einhalten.

Für Vermieter eines Mehrfamilienhauses heißt das: Vor dem Einbau von Elektroheizungen als neuer Heizung muss ein Fachmann den Wärmeschutz nachweisen. Für Eigentümer im eigenen Einfamilienhaus ist der Weg frei. Erlaubt heißt aber nicht günstig, die Stromkosten bleiben dieselben.

Gibt es Förderung für Elektroheizungen?

Nein, für Elektroheizungen gibt es keine staatliche Förderung. Das KfW-Programm 458 fördert laut Merkblatt vom September 2026 Wärmepumpen, Solarthermie, Biomasseheizungen, Brennstoffzellen und den Anschluss an ein Wärmenetz. Stromdirektheizungen wie Infrarotheizungen oder Konvektoren stehen nicht auf der Liste. Wer eine solche Heizung kauft, zahlt sie vollständig selbst.

Interessant wird die Förderung, wenn Sie von der Elektroheizung wegwollen. Der Tausch einer funktionierenden Nachtspeicherheizung gegen eine Wärmepumpe gehört zu den Fällen, für die es den Klimageschwindigkeitsbonus gibt. Die Tabelle zeigt die Sätze für selbstnutzende Eigentümer.

Tabelle seitlich scrollen
KfW-Zuschuss 458 für den Heizungstausch laut Merkblatt, Stand September 2026
BausteinHöheBedingung und Termin
Grundförderung30 %für alle Antragsteller
Klimageschwindigkeitsbonus16 %unter anderem beim Tausch einer Nachtspeicherheizung, sinkt ab 1. Februar 2027 halbjährlich um 4 Punkte, endet zum 1. August 2028
Einkommensbonus10 bis 40 %bei zu versteuerndem Haushaltseinkommen bis 50.000 Euro, gestaffelt
Höchstsatz70 %80 % bei Einkommen bis 30.000 Euro
Förderfähige Kosten28.000 €für die erste Wohneinheit, sinkt ab 1. Februar 2027 halbjährlich um 750 Euro
Erst Antrag, dann Auftrag

Der Antrag muss vor Beginn des Vorhabens bei der KfW gestellt sein. Wer vorher einen Vertrag ohne Vorbehalt unterschreibt, verliert den Anspruch. Bonus und Höchstbetrag sinken ab dem 1. Februar 2027, maßgeblich ist der Tag des Antrags.

Alle Einzelheiten stehen im Beitrag zur Wärmepumpen-Förderung. Ob sich eine Wärmepumpe für Ihr Haus rechnet, zeigt der Wärmepumpen-Rechner.

Elektroheizung mit Photovoltaik: Lohnt sich das?

Eine Elektroheizung mit Photovoltaik lohnt sich nur zum Teil, weil Sonne und Heizbedarf zeitlich nicht zusammenpassen. Eine Anlage mit 10 Kilowattpeak in der Mitte Deutschlands erzeugt laut PVGIS rund 10.620 Kilowattstunden im Jahr, davon aber nur 295 im Dezember und 331 im Januar.

Von Oktober bis März fallen nur rund 30 Prozent des Jahresertrags an, also in genau den Monaten, in denen geheizt wird. Zum Vergleich: Die Wohnung aus dem Rechenbeispiel braucht 10.400 Kilowattstunden Heizstrom im Jahr, den größten Teil davon im Winter. Das Dach liefert in dieser Zeit nur einen Bruchteil.

Gut funktioniert die Kombination im Frühjahr und Herbst. An sonnigen Tagen im März oder Oktober läuft die Heizung mit Strom vom eigenen Dach, der sonst für wenige Cent ins Netz ginge. Ein Batteriespeicher verschiebt Solarstrom vom Mittag in den Abend, aber nicht vom Sommer in den Winter. Was Ihr Dach liefert, zeigt der Solarrechner, mehr zum Thema steht unter Eigenverbrauch.

Elektroheizung Kosten senken: Was bringt wirklich etwas?

Die Kosten einer Elektroheizung sinken nur, wenn sie weniger läuft. Am meisten bringen eine niedrigere Raumtemperatur, ein programmierbares Thermostat und ein günstigerer Stromtarif. Das Umweltbundesamt empfiehlt im Wohnbereich höchstens 20 Grad, in der Küche 18 und im Schlafzimmer 17 Grad.

  • Thermostat mit Zeitprogramm: Programmierbare Thermostate sparen laut Umweltbundesamt etwa 10 Prozent Energie. Viele günstige Geräte haben nur einen Drehregler, ein Zwischenstecker mit Thermostat rüstet das nach.
  • Absenken bei Abwesenheit: Bei einigen Stunden außer Haus und nachts genügen laut Umweltbundesamt etwa 18 Grad, bei einigen Tagen Abwesenheit 15 Grad.
  • Kurz und kräftig lüften: Fünf Minuten Stoßlüften statt gekippter Fenster, dabei die Heizung ausschalten.
  • Rollläden schließen: Nachts geschlossene Rollläden verringern die Wärmeverluste am Fenster laut Umweltbundesamt um etwa 20 Prozent.
  • Heizgerät frei stellen: Möbel und Vorhänge gehören nicht davor, sonst verteilt sich die Wärme schlecht.
  • Tarif prüfen: Jeder Cent weniger pro Kilowattstunde spart bei 10.400 Kilowattstunden 104 Euro im Jahr. Den eigenen Verbrauch rechnen Sie mit dem Stromkostenrechner nach.

Der größte Hebel bleibt die Dämmung. Wer von Energieklasse F auf D kommt, senkt den Heizstrom bei 80 Quadratmetern von 16.000 auf 10.400 Kilowattstunden. Das sind beim Strompreis von 37,0 Cent rund 2.072 Euro weniger im Jahr.

Häufige Fragen

Wie viel kostet eine Elektroheizung im Monat?

Eine Elektroheizung kostet in einer Wohnung mit 80 Quadratmetern und Energieklasse D rund 321 Euro im Monat, gerechnet über das ganze Jahr. Grundlage sind 10.400 Kilowattstunden Heizstrom und der Strompreis von 37,0 Cent pro Kilowattstunde, den der BDEW für 2026 nennt. In einem gut gedämmten Haus der Klasse B sind es 185 Euro.

Welche Elektroheizung ist die sparsamste?

Keine Bauart ist beim Strom klar sparsamer. Infrarotheizung, Konvektor, Ölradiator und Heizlüfter machen aus einer Kilowattstunde Strom jeweils rund eine Kilowattstunde Wärme. Sparen können Sie nur über die Nutzung: nur die Räume heizen, in denen Sie sich aufhalten, ein Thermostat verwenden und die Laufzeit kurz halten.

Ist elektrisch heizen billiger als Gas?

Nein. Strom kostete Haushalte 2026 laut BDEW im Schnitt 37,0 Cent pro Kilowattstunde, Erdgas im Einfamilienhaus 11,93 Cent. Für 10.000 Kilowattstunden Wärme zahlen Sie mit einer Elektroheizung rund 3.700 Euro, mit einer Gasheizung rund 1.193 Euro Brennstoff, ohne Verluste des Kessels gerechnet.

Was kostet eine Elektroheizung mit 2000 Watt pro Stunde?

Eine Elektroheizung mit 2000 Watt verbraucht bei voller Leistung 2 Kilowattstunden pro Stunde. Beim Strompreis von 37,0 Cent pro Kilowattstunde kostet das 74 Cent pro Stunde. Läuft das Gerät vier Stunden am Tag, sind es 2,96 Euro am Tag und rund 89 Euro in 30 Tagen. Ein Thermostat senkt die tatsächliche Laufzeit.

Ist eine Elektroheizung als Hauptheizung erlaubt?

Ja, aber im Bestand mit einer Bedingung. Nach § 46 des Gebäudemodernisierungsgesetzes darf eine Stromdirektheizung in ein bestehendes Wohngebäude nur eingebaut werden, wenn dessen Wärmeschutz die Anforderungen um mindestens 30 Prozent unterschreitet. Ausgenommen sind Häuser mit höchstens zwei Wohnungen, in denen der Eigentümer selbst wohnt.

Gibt es Förderung für Elektroheizungen?

Nein. Die KfW fördert im Programm 458 Wärmepumpen, Solarthermie, Biomasseheizungen und den Anschluss an ein Wärmenetz, aber keine Stromdirektheizung. Wer eine Nachtspeicherheizung gegen eine Wärmepumpe tauscht, bekommt dagegen 30 Prozent Grundförderung und als selbstnutzender Eigentümer derzeit 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus. Mehr dazu unter Wärmepumpen-Förderung.

Lohnt sich eine Elektroheizung mit Photovoltaik?

Nur teilweise. Eine Photovoltaikanlage liefert den meisten Strom, wenn kaum geheizt wird. Laut PVGIS fallen in der Mitte Deutschlands von Oktober bis März nur rund 30 Prozent des Jahresertrags an. Im Frühjahr und Herbst deckt Solarstrom einen spürbaren Teil des Heizstroms, im Dezember und Januar fast nichts.

Sind Elektroheizungen umweltfreundlich?

Das hängt vom Strom ab. Im deutschen Strommix entstanden 2025 nach einer Schätzung des Umweltbundesamts 344 Gramm Kohlendioxid pro Kilowattstunde. Eine Elektroheizung verursacht damit mehr Emissionen als eine Wärmepumpe, die aus derselben Kilowattstunde Strom etwa die dreifache Wärme gewinnt. Mit eigenem Solarstrom heizt sie ohne Emissionen im Betrieb.

Wie viel Strom verbraucht eine Elektroheizung im Jahr?

Als Hauptheizung verbraucht eine Elektroheizung etwa so viele Kilowattstunden, wie das Haus an Heizenergie braucht. Den Wert finden Sie im Energieausweis. Bei 80 Quadratmetern und Energieklasse D mit 130 Kilowattstunden pro Quadratmeter sind das 10.400 Kilowattstunden im Jahr, bei Klasse B mit 75 Kilowattstunden nur 6.000.

Fazit: Lohnt sich eine Elektroheizung?

Als Zusatzheizung ja, als einzige Heizung nur im sehr gut gedämmten Haus. Für das Bad am Morgen oder das Gästezimmer ist ein Gerät für unter 100 Euro die vernünftigste Lösung. Heizt es dagegen den ganzen Winter die ganze Wohnung, zahlen Sie den günstigen Kaufpreis jedes Jahr mehrfach über die Stromrechnung zurück.

Mein Tipp: Rechnen Sie Ihre Zahlen oben einmal durch. Liegt das Ergebnis über 2.000 Euro im Jahr, lohnt sich ein Angebot für eine Wärmepumpe fast immer, erst recht, solange es den Klimageschwindigkeitsbonus noch in voller Höhe gibt. Bleiben Sie darunter, ist die Elektroheizung eine einfache und ehrliche Lösung.

Quellen und Methodik

Strom- und Gaspreis sind die Durchschnittswerte für Haushalte 2026 aus den Preisanalysen des BDEW vom August 2026. Die Rechtslage beruht auf dem Wortlaut des Gebäudemodernisierungsgesetzes, die Fördersätze auf dem KfW-Merkblatt 458 mit Stand September 2026, die Heiztipps auf dem Umweltbundesamt. Die Solarerträge stammen aus PVGIS, der Wert zum Strommix aus einer Schätzung des Umweltbundesamts vom März 2026. Kaufpreise sind Angebote eines Baumarkts vom 10. Oktober 2026. Alle Kosten pro Jahr, Monat und Stunde sind eigene Rechnungen, die Jahresarbeitszahl 3 ist eine Annahme.

  1. BDEW: Strompreisanalyse Herbst 2026 - durchschnittlicher Strompreis für Haushalte 2026
  2. BDEW: Gaspreisanalyse August 2026 - durchschnittlicher Gaspreis für Haushalte im Einfamilienhaus 2026
  3. Gebäudemodernisierungsgesetz: § 46 Einbau einer Stromdirektheizung - Dämmregel und Ausnahmen für Elektroheizungen im Bestand
  4. KfW: Merkblatt Zuschuss 458, Heizungsförderung für Privatpersonen - geförderte Heizungen, Boni, Höchstbetrag und Termine
  5. Umweltbundesamt: Heizen und Raumtemperatur - empfohlene Temperaturen, Thermostate, Lüften und Rollläden

Hinweis: Dieser Beitrag dient der unabhängigen Information und ersetzt weder eine Energieberatung noch eine Rechtsberatung. Solar.red steht in keiner Verbindung zu den genannten Verbänden, Behörden und Händlern. Strompreise, Fördersätze und Rechtslage können sich ändern, verbindlich sind Ihr Stromvertrag, die Angaben der KfW und der Gesetzestext. Über die Formulare auf dieser Seite werden Anfragen an Fachbetriebe vermittelt, dafür erhält Solar.red eine Vergütung.

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