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Das Wichtigste in Kürze

Gasheizung Kosten 2026: Kauf und Einbau kosten im Einfamilienhaus 11.400 bis 20.400 Euro. Im Betrieb kommen bei 20.000 Kilowattstunden Verbrauch rund 2.300 Euro Gas pro Jahr dazu. Eine neue Gasheizung bleibt erlaubt, wird aber ab 2029 durch Pflichtanteile an Biogas teurer.

  • Anschaffung: 11.400 bis 20.400 Euro brutto für ein Einfamilienhaus mit 10 Kilowatt Heizleistung (Fraunhofer ISE, Preisstand Ende 2025).
  • Gaspreis: 11,58 Cent pro Kilowattstunde zahlten Haushalte im 1. Halbjahr 2026 im Schnitt (Statistisches Bundesamt).
  • CO2-Preis: 55 bis 65 Euro pro Tonne im Jahr 2026. Für 2027 ist derselbe Korridor geplant, aber noch nicht beschlossen.
  • Recht: Seit dem 29. Juli 2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz. Die 65-Prozent-Regel ist entfallen, dafür kommt für neue Gasheizungen die Bio-Treppe.
  • Bio-Treppe: 10 Prozent Biogas ab 2029, 15 Prozent ab 2030, 30 Prozent ab 2035 und 60 Prozent ab 2040.
  • Förderung: Für eine Gasheizung gibt es keinen Zuschuss. Die KfW fördert Wärmepumpen und andere klimafreundliche Heizungen mit 30 bis 70 Prozent.
11.400 bis 20.400 €
Anschaffung mit Einbau, Einfamilienhaus
11,58 ct/kWh
Gaspreis Haushalte, 1. Halbjahr 2026
55 bis 65 €/t
CO2-Preis 2026
0 €
KfW-Zuschuss für die Gasheizung

Was kostet eine neue Gasheizung mit Einbau?

Eine neue Gasheizung kostet im Einfamilienhaus mit Einbau zwischen 11.400 und 20.400 Euro brutto. Diese Spanne nennt das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme für einen Gas-Brennwertkessel mit 10 Kilowatt Leistung zum Preisstand Ende 2025. Enthalten sind auch kleinere Arbeiten an Heizkörpern und Leitungen im Haus.

Wo Sie in dieser Spanne landen, hängt vor allem vom Haus ab. Günstig wird es, wenn nur der alte Kessel gegen einen neuen getauscht wird und Schornstein, Gasanschluss und Warmwasserspeicher bleiben können. Teuer wird es, wenn der Schornstein für die Brennwerttechnik umgerüstet werden muss oder der Gasanschluss fehlt.

Wie sich der Preis zusammensetzt, zeigt die folgende Tabelle. Die Zahlen stammen vom Heizungshersteller Buderus, der selbst Gasheizungen verkauft. Sie sind als Orientierung gedacht und liegen niedriger als die Werte des Fraunhofer ISE, weil Arbeiten an Heizkörpern und Leitungen nicht eingerechnet sind.

Kostenposten einer neuen Gasheizung. Herstellerangaben von Buderus, Stand April 2026. Zum Vergleich in der letzten Zeile die unabhängige Spanne des Fraunhofer ISE, Preisstand Ende 2025.
KostenpostenPreis in EuroWann fällt er an?
Brennwerttherme, wandhängend2.000 bis 4.000Wohnung und kleines Haus
Brennwertkessel, bodenstehend3.000 bis 6.000größeres Haus
Einbau mit Material2.000 bis 2.500immer
Abgasführung, Kaminsanierung1.500 bis 2.500beim Wechsel auf Brennwerttechnik
Hydraulischer Abgleich1.000empfohlen, damit alle Heizkörper gleichmäßig warm werden
Gasanschluss oder Flüssiggastank1.500 bis 2.500nur wenn noch keiner vorhanden ist
Warmwasserspeicher1.000 bis 1.500nur wenn der alte ersetzt wird
Summe laut Hersteller8.000 bis 16.000ohne Arbeiten an Heizkörpern
Spanne laut Fraunhofer ISE11.400 bis 20.400Einfamilienhaus, 10 kW, mit kleineren Arbeiten im Haus
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Zum Vergleich: die Wärmepumpe

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet im selben Haus laut Fraunhofer ISE 28.500 bis 42.800 Euro. Davon übernimmt die KfW 30 bis 70 Prozent, gerechnet auf höchstens 28.000 Euro. Was dann übrig bleibt, steht im Abschnitt Gasheizung oder Wärmepumpe. Mehr zu den Preisen lesen Sie unter Wärmepumpe: Kosten und Installation.

Gasheizung Kosten pro Monat und pro Jahr

Eine Gasheizung kostet bei 20.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch rund 2.316 Euro Gas pro Jahr, das sind etwa 193 Euro pro Monat. Grundlage ist der Durchschnittspreis von 11,58 Cent pro Kilowattstunde, den Haushalte laut Statistischem Bundesamt im 1. Halbjahr 2026 gezahlt haben. Dazu kommen rund 500 Euro im Jahr für Wartung und Instandhaltung.

Im Preis des Statistischen Bundesamts steckt schon alles, was auf der Gasrechnung steht: Grundpreis, Arbeitspreis, Netzentgelte, Steuern und der CO2-Preis. Gegenüber dem 2. Halbjahr 2025 ist Gas um 5,3 Prozent billiger geworden, unter anderem weil die Gasspeicherumlage weggefallen ist. Verglichen mit dem 1. Halbjahr 2021 liegt der Preis aber 80,7 Prozent höher.

Ihren eigenen Wert rechnen Sie schnell aus: Jahresverbrauch aus der letzten Abrechnung mal Ihren Preis pro Kilowattstunde. Die Tabelle zeigt das Ergebnis für typische Verbräuche mit dem Durchschnittspreis.

Gaskosten pro Jahr und pro Monat nach Verbrauch. Eigene Rechnung mit Preisen des Statistischen Bundesamts für das 1. Halbjahr 2026: 11,58 Cent pro Kilowattstunde im Durchschnitt, 15,17 Cent bei weniger als 5.556 Kilowattstunden Jahresverbrauch.
JahresverbrauchGas pro JahrGas pro MonatPro Jahr mit 500 Euro Wartung
5.000 kWh759 €63 €1.259 €
10.000 kWh1.158 €97 €1.658 €
15.000 kWh1.737 €145 €2.237 €
20.000 kWh2.316 €193 €2.816 €
25.000 kWh2.895 €241 €3.395 €
30.000 kWh3.474 €290 €3.974 €
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Die 500 Euro für Wartung und Instandhaltung setzt das Fraunhofer ISE in seinem Heizkostenvergleich für ein Einfamilienhaus an. Darin stecken die jährliche Wartung, der Schornsteinfeger und kleinere Reparaturen über die Jahre. In einem einzelnen Jahr ohne Reparatur zahlen Sie weniger.

Wer wenig verbraucht, zahlt pro Kilowattstunde mehr, weil der Grundpreis stärker ins Gewicht fällt. Haushalte mit weniger als 5.556 Kilowattstunden im Jahr zahlten im 1. Halbjahr 2026 im Schnitt 15,17 Cent, Haushalte mit mehr als 55.556 Kilowattstunden nur 10,92 Cent.

Flüssiggas aus dem Tank ist in der Regel teurer als Erdgas aus der Leitung. Dazu kommen Miete oder Kauf des Tanks. Wenn Sie verschiedene Heizungen durchrechnen möchten, hilft der Rechner unter Heizkosten berechnen.

Warum wird das Heizen mit Gas teurer?

Das Heizen mit Gas wird teurer, weil drei Kosten steigen: der CO2-Preis, die Netzentgelte und ab 2029 der Pflichtanteil an Biogas für neue Gasheizungen. Der CO2-Preis liegt 2026 bei 55 bis 65 Euro pro Tonne. Ab 2028 soll er sich im europäischen Emissionshandel frei am Markt bilden.

Der CO2-Preis ist ein Aufschlag auf Erdgas, Heizöl, Benzin und Diesel. Eingeführt wurde er 2021 mit 25 Euro pro Tonne. Bis 2025 stieg er als fester Preis auf 55 Euro. Seit 2026 werden die Zertifikate versteigert, laut Deutscher Emissionshandelsstelle zu mindestens 55 und höchstens 65 Euro.

2021Start mit 25 Euro pro Tonne CO2
2022 und 202330 Euro pro Tonne
202445 Euro pro Tonne
202555 Euro pro Tonne, letztes Jahr mit festem Preis
2026Versteigerung im Korridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne
2027Geplant: wieder 55 bis 65 Euro. Der Gesetzentwurf liegt im Bundestag, die Abstimmung ist für den 15. Oktober 2026 angesetzt.
2028Geplanter Start des europäischen Emissionshandels für Gebäude und Verkehr. Der Preis bildet sich dann am Markt.

Was der CO2-Preis auf der Gasrechnung ausmacht

Beim Verbrennen von Erdgas entstehen laut Leitfaden des Bundeswirtschaftsministeriums rund 0,2 Kilogramm CO2 pro Kilowattstunde. Bei 20.000 Kilowattstunden sind das rund 4 Tonnen im Jahr. Daraus ergeben sich 2026 CO2-Kosten von 221 bis 261 Euro, mit Mehrwertsteuer 263 bis 311 Euro. Das ist eine eigene Rechnung. Der Betrag ist im Gaspreis bereits enthalten.

Auch die Netzentgelte können steigen

Je mehr Haushalte vom Gas weggehen, desto weniger Kunden teilen sich die Kosten des Gasnetzes. Das Fraunhofer ISE rechnet 2026 mit 2,2 Cent Netzentgelt pro Kilowattstunde. In seinem hohen Szenario, das auf einer Studie des Öko-Instituts beruht, sind es 8 Cent im Jahr 2045. Im niedrigen Szenario bleibt es bei 2,2 Cent. Niemand kann heute sagen, welcher Fall eintritt.

Was gilt seit dem 29. Juli 2026 für Gasheizungen?

Seit dem 29. Juli 2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz, das das Gebäudeenergiegesetz ersetzt. Gasheizungen dürfen weiter eingebaut und betrieben werden, die 65-Prozent-Regel ist entfallen. Wer nach diesem Tag eine Gasheizung in ein bestehendes Gebäude einbaut, muss ab 2029 einen steigenden Anteil Biogas oder Wasserstoff nutzen.

Das alte Gesetz verlangte für neue Heizungen 65 Prozent erneuerbare Energien, gekoppelt an die Wärmeplanung der Gemeinde. Diese Vorgabe gibt es laut Bundesregierung nicht mehr, weder im Neubau noch im Bestand. Die früheren Stichtage 30. Juni 2026 und 30. Juni 2028 spielen für die Wahl der Heizung keine Rolle mehr. Eigentümer entscheiden selbst, welche Heizung sie einbauen.

Die Bio-Treppe für neue Gasheizungen

An die Stelle der 65-Prozent-Regel tritt die Bio-Treppe in Paragraf 43 des Gebäudemodernisierungsgesetzes. Sie gilt für Heizungen mit Gas, Heizöl oder Flüssiggas, die nach dem 29. Juli 2026 in ein bestehendes Gebäude eingebaut werden. Ein wachsender Teil der Wärme muss dann aus Biomethan, biogenem Flüssiggas oder Wasserstoff stammen.

Biogas kostet mehr als Erdgas. Wie viel mehr, weiß heute niemand genau. Das Fraunhofer ISE spricht von hohen Unsicherheiten bei den künftigen Preisen grüner Gase für Endkunden. Sicher ist nur: Mit jeder Stufe steigt der Anteil des teureren Brennstoffs an Ihrer Rechnung.

So lässt sich die Bio-Treppe auch erfüllen

Statt Biogas zu kaufen, können Eigentümer die Pflicht mit Technik im Haus erfüllen. Das Gesetz nennt drei Wege:

  • Solarthermie: Von 2029 bis Ende 2034 genügt in Häusern mit höchstens zwei Wohnungen eine Anlage mit 0,04 Quadratmetern Kollektorfläche je Quadratmeter Nutzfläche. Bei 150 Quadratmetern Nutzfläche sind das 6 Quadratmeter.
  • Wärmepumpen-Hybridheizung: Die Pflicht gilt als erfüllt, wenn die Wärmepumpe mindestens 30 Prozent der Leistung des Gaskessels hat, bei abwechselndem Betrieb 40 Prozent.
  • Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung: Von 2029 bis Ende 2034 genügt eine Anlage, die mindestens 73 Prozent der Wärme zurückgewinnt und das ganze Gebäude versorgt.

Was für bestehende Gasheizungen gilt

Für Gasheizungen, die am 29. Juli 2026 schon eingebaut waren, gilt die Bio-Treppe nicht. Sie dürfen weiterlaufen und repariert werden. Auch zwei frühere Pflichten sind gestrichen: Paragraf 72, der den Betrieb von mehr als 30 Jahre alten Konstanttemperaturkesseln untersagte, ist weggefallen. Mit Paragraf 71 ist auch die Pflichtberatung vor dem Einbau einer Gasheizung entfallen.

Angekündigt, aber noch nicht geregelt: die Grüngasquote

Ab 2028 soll zusätzlich eine Grüngasquote gelten. Die Einzelheiten will die Bundesregierung bis zum 1. Dezember 2026 in einem eigenen Gesetz festlegen. Wen die Quote wie stark trifft und was sie kostet, steht erst dann fest. Ab 2045 müssen Brennstoffe für Heizungen laut Bundesregierung vollständig klimaneutral sein.

Termine: Welche Stichtage zählen?

Für Besitzer einer Gasheizung zählen bis 2029 vor allem fünf Termine: der 1. Februar 2027 mit niedrigerer KfW-Förderung, der 1. Januar 2028 mit neuer Kostenteilung für Vermieter und dem geplanten europäischen CO2-Preis, der 1. August 2028 als Ende des Klimageschwindigkeitsbonus und der 1. Januar 2029 als erste Stufe der Bio-Treppe.

Termine für Gasheizungen ab Oktober 2026, chronologisch. Stand der Quellen: 10. Oktober 2026.
TerminWas giltHerkunft
15. Oktober 2026Bundestag stimmt über den CO2-Preiskorridor 2027 ab (angesetzt)Bundestag, Drucksache 21/7869
1. Dezember 2026Frist für das Gesetz zur Grüngasquote (angekündigt)Bundesregierung
1. Februar 2027Klimageschwindigkeitsbonus sinkt von 16 auf 12 Prozent, förderfähige Kosten sinken von 28.000 auf 27.250 EuroKfW-Merkblatt 458
1. August 2027Klimageschwindigkeitsbonus sinkt auf 8 Prozent, förderfähige Kosten auf 26.500 EuroKfW-Merkblatt 458, eigene Rechnung
1. Januar 2028Vermieter und Mieter teilen CO2-Kosten und Gas-Netzentgelte bei neuen Gasheizungen je zur Hälfte. Geplanter Start von Grüngasquote und europäischem CO2-PreisKohlendioxidkostenaufteilungsgesetz, Bundesregierung
1. August 2028Kein Klimageschwindigkeitsbonus mehrKfW-Merkblatt 458
1. Januar 2029Bio-Treppe: 10 Prozent für Gasheizungen, die nach dem 29. Juli 2026 eingebaut wurdenParagraf 43 GModG
1. Januar 2030Bio-Treppe: 15 ProzentParagraf 43 GModG
1. Januar 2035Bio-Treppe: 30 ProzentParagraf 43 GModG
1. Januar 2040Bio-Treppe: 60 ProzentParagraf 43 GModG
2045Brennstoffe für Heizungen müssen vollständig klimaneutral seinBundesregierung
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Gibt es 2026 eine Förderung für die Gasheizung?

Nein, für eine Gasheizung gibt es 2026 keinen staatlichen Zuschuss. Die KfW fördert im Programm 458 nur klimafreundliche Heizungen wie Wärmepumpe, Solarthermie, Biomasseheizung oder den Anschluss an ein Wärmenetz. Die alte Gasheizung spielt trotzdem eine Rolle: Ist sie mindestens 20 Jahre alt, gibt es beim Wechsel einen Bonus.

Die Förderung wurde zum 21. Juli 2026 umgebaut. Die folgenden Sätze stehen im Merkblatt der KfW mit Stand September 2026:

  • Grundförderung: 30 Prozent der förderfähigen Kosten für alle Eigentümer.
  • Klimageschwindigkeitsbonus: 16 Prozent für Eigentümer, die selbst im Haus wohnen und eine Öl-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung oder eine mindestens 20 Jahre alte Gasheizung ersetzen. Der Bonus sinkt ab 1. Februar 2027 jedes halbe Jahr um 4 Prozentpunkte.
  • Einkommensbonus: 40 Prozent bis 30.000 Euro zu versteuerndem Haushaltseinkommen, 30 Prozent bis 40.000 Euro, 10 Prozent bis 50.000 Euro. Mit Kind im Haushalt liegen die Grenzen jeweils 10.000 Euro höher.
  • Obergrenze: zusammen höchstens 70 Prozent, bei Einkommen bis 30.000 Euro bis zu 80 Prozent.
  • Förderfähige Kosten: höchstens 28.000 Euro für die erste Wohneinheit. Der Betrag sinkt ab 1. Februar 2027 jedes halbe Jahr um 750 Euro.

Daraus ergibt sich nach eigener Rechnung ein Zuschuss von höchstens 19.600 Euro, bei kleinem Einkommen bis zu 22.400 Euro. Alle Sätze im Überblick finden Sie unter KfW-Förderung und Wärmepumpen-Förderung.

Erst den Antrag stellen, dann beginnen

Wer vor dem Antrag mit dem Einbau beginnt, bekommt laut KfW keine Förderung. Den Vertrag mit dem Fachbetrieb schließen Sie vorher, aber mit der Bedingung, dass er nur bei einer Zusage der KfW gilt. Für den Antrag brauchen Sie eine Bestätigung zum Antrag. Die stellt ein Fachunternehmen oder ein Energieeffizienz-Experte aus.

Was ist billiger: Gasheizung oder Wärmepumpe?

Beim Kauf ist die Gasheizung billiger, über 20 Jahre in der Regel die Wärmepumpe. Zu diesem Ergebnis kommt das Fraunhofer ISE in einer Kurzstudie vom Juni 2026. Im Beispiel eines Einfamilienhauses liegen die Heizkosten über 20 Jahre je nach Technik um bis zu 49.000 Euro auseinander.

Die Studie vergleicht einen Gas-Brennwertkessel mit Bio-Treppe, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und Fernwärme. Das Beispielhaus ist ein teilsanierter Altbau mit 150 Quadratmetern. Auftraggeber war der Energieversorger MVV Energie, der selbst Fernwärme anbietet. Gerechnet wurde mit dem Gesetzentwurf vom Mai 2026 und der Förderung vor dem 21. Juli 2026.

Gasheizung, Wärmepumpe und Fernwärme im Einfamilienhaus. Anschaffung, Wartung und Lebensdauer: Annahmen des Fraunhofer ISE, Kurzstudie vom 17. Juni 2026, Bruttopreise Ende 2025. Zuschuss: KfW-Merkblatt 458, Stand September 2026. Preis nach Zuschuss: eigene Rechnung.
MerkmalGasheizungLuft-Wasser-WärmepumpeFernwärme
Anschaffung mit Einbau11.400 bis 20.400 €28.500 bis 42.800 €9.300 bis 15.600 €
KfW-Zuschusskeiner30 bis 70 % auf höchstens 28.000 €30 bis 70 % auf höchstens 28.000 €
Preis nach 30 % Zuschuss11.400 bis 20.400 €20.100 bis 34.400 €je nach Angebot des Netzbetreibers
Preis nach 46 % Zuschuss11.400 bis 20.400 €15.620 bis 29.920 €je nach Angebot des Netzbetreibers
Wartung und Instandhaltung500 € pro Jahr500 € pro Jahr500 € pro Jahr
Angenommene Lebensdauer20 Jahre20 Jahre25 Jahre (Hausstation)
Bio-Treppe ab 2029janeinnein
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46 Prozent sind Grundförderung plus Klimageschwindigkeitsbonus. Den Bonus bekommen Eigentümer, die selbst im Haus wohnen und zum Beispiel eine mindestens 20 Jahre alte Gasheizung ersetzen.

Die laufenden Kosten heute

Bei den Energiekosten liegen beide Heizungen 2026 noch nah beieinander. Eine Wärmepumpe macht aus einer Kilowattstunde Strom im Schnitt 3,4 Kilowattstunden Wärme. Diesen Wert hat das Fraunhofer ISE in bestehenden Häusern gemessen. Beim durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von 37,97 Cent kostet die Kilowattstunde Wärme damit rund 11,2 Cent. Bei der Gasheizung sind es mindestens 11,58 Cent. Das ist eine eigene Rechnung mit den Preisen des Statistischen Bundesamts für das 1. Halbjahr 2026.

Der Vorteil der Wärmepumpe entsteht also weniger heute als in den kommenden Jahren: Gas wird durch CO2-Preis, Bio-Treppe und Netzentgelte voraussichtlich teurer. Dazu kommt die Förderung beim Kauf. Mehr dazu unter Wärmepumpe: Betriebskosten.

Wann die Rechnung anders ausfällt

Die Studie zeigt auch die Gegenseite: Bleiben die Energiepreise so, wie sie 2026 sind, liegen Gasheizung, Wärmepumpe und Fernwärme bei den Gesamtkosten nah beieinander. Wer das Haus nur noch wenige Jahre nutzt oder keinen Zuschuss bekommt, fährt mit der günstigen Gasheizung unter Umständen besser. Lassen Sie sich deshalb mit den Zahlen Ihres Hauses beraten.

Wenn Sie den Wechsel durchrechnen möchten, lesen Sie weiter unter Gasheizung auf Wärmepumpe umrüsten. Wer mit Holz heizen will, findet die Zahlen unter Pelletheizung.

Gas-Hybridheizung und H2-ready

Eine Gas-Hybridheizung verbindet einen Gaskessel mit einer Wärmepumpe oder mit Solarthermie. Die Wärmepumpe heizt den größten Teil des Jahres, der Gaskessel springt an sehr kalten Tagen ein. Damit lässt sich die Bio-Treppe erfüllen, ohne Biogas zu kaufen.

Das Gesetz verlangt dafür, dass die Wärmepumpe mindestens 30 Prozent der Leistung des Gaskessels erreicht. Der Hersteller Buderus nennt für eine Gas-Hybridheizung rund 11.500 bis 19.500 Euro (Herstellerangabe, Stand April 2026). Der Gaskessel selbst steht nicht in der Liste der förderfähigen Technik der KfW. Für die Luft-Wasser-Wärmepumpe oder die Solarthermie kann es den Zuschuss geben, wenn die technischen Mindestanforderungen erfüllt sind.

Für wen die Hybridheizung passt

Die Kombination passt zu Häusern, in denen eine Wärmepumpe allein an den kältesten Tagen nicht reicht, zum Beispiel bei kleinen Heizkörpern und fehlender Dämmung. Sie bezahlen allerdings zwei Geräte und behalten den Gasanschluss mit seinem Grundpreis.

H2-ready: Hilft eine wasserstofffähige Gasheizung?

Eine H2-ready-Gasheizung kann später mit Wasserstoff betrieben werden. Das Gebäudemodernisierungsgesetz rechnet grünen, blauen, orangen und türkisen Wasserstoff auf die Bio-Treppe an. Die KfW fördert bei wasserstofffähigen Heizungen nur die Mehrkosten gegenüber einem normalen Gerät.

Offen ist, ob und wann Wasserstoff an Ihrem Hausanschluss ankommt und was er kostet. Darauf haben Sie als Eigentümer keinen Einfluss. Planbarer ist eine Wärmepumpe, am besten in Kombination mit Photovoltaik.

Soll man jetzt noch eine neue Gasheizung einbauen?

Eine neue Gasheizung lohnt sich 2026 nur noch in Sonderfällen. Sie ist erlaubt und beim Kauf günstig, aber ab 2029 greift die Bio-Treppe, und es gibt keinen Zuschuss. Wer lange im Haus bleibt, sollte vor dem Kauf ein Angebot für eine Wärmepumpe oder Fernwärme danebenlegen.

Welche Lösung passt, hängt von Ihrer Lage ab. Die folgende Übersicht hilft bei der Einordnung:

  • Ihre Gasheizung läuft und ist jünger als 20 Jahre: Sie müssen nichts tun. Es gibt keine Pflicht zum Tausch und keine Bio-Treppe für bestehende Anlagen.
  • Ihre Gasheizung ist 20 Jahre oder älter und Sie wohnen selbst im Haus: Beim Wechsel auf eine geförderte Heizung gibt es 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus. Wer den Antrag bis 31. Januar 2027 stellt, sichert sich den vollen Satz.
  • Die Heizung ist kaputt und nicht mehr zu reparieren: Eine neue Gasheizung ist zulässig. Rechnen Sie die Bio-Treppe ab 2029 mit ein und fragen Sie nach einer Hybridlösung.
  • Ihre Gemeinde plant Fernwärme: Sehen Sie in den Wärmeplan, bevor Sie investieren. Ein Anschluss liegt in der Anschaffung laut Fraunhofer ISE unter einem neuen Gaskessel und wird gefördert.
  • Sie vermieten: Bei einer neuen Gasheizung tragen Sie ab 2028 die Hälfte von CO2-Kosten und Netzentgelten, ab 2029 auch die Hälfte der Biogaskosten.

Alte Gasheizung gegen eine neue tauschen

Ein neuer Brennwertkessel verbraucht weniger Gas als ein alter Kessel ohne Brennwerttechnik. Wie viel, hängt von der alten Anlage ab. Bedenken Sie aber: Mit dem Tausch fällt Ihre Heizung unter die Bio-Treppe, die alte Anlage nicht. Prüfen Sie deshalb auch, ob eine Wärmepumpe zum Kaufen oder Mieten infrage kommt und ob sie zu Ihrem Haus passt: Wärmepumpe im Altbau.

Von Öl auf Gas umsteigen?

Der Wechsel von Öl auf Gas bringt 2026 wenig. Sie bezahlen eine neue Heizung ohne Zuschuss und bleiben bei einem Brennstoff mit CO2-Preis und Bio-Treppe. Wer eine Ölheizung ersetzt, bekommt bei einer geförderten Heizung den Klimageschwindigkeitsbonus unabhängig vom Alter des Kessels. Einen Überblick über alle Möglichkeiten gibt die Seite Heizungsarten.

Gasheizung Kosten in der Mietwohnung: Wer zahlt was?

In der Mietwohnung zahlt der Mieter das Gas über die Heizkostenabrechnung oder direkt an den Versorger. Baut der Vermieter nach dem 29. Juli 2026 eine neue Gasheizung ein, teilen sich beide ab 2028 die CO2-Kosten und die Gas-Netzentgelte je zur Hälfte. Ab 2029 gilt das auch für den Pflichtanteil an Biogas.

Geregelt ist das in Paragraf 5a des Kohlendioxidkostenaufteilungsgesetzes. Die Teilung der Biogaskosten gilt für einen Brennstoffanteil von höchstens 30 Prozent. Der Gesetzgeber will damit verhindern, dass Vermieter eine günstige Gasheizung einbauen und die Mieter die steigenden Betriebskosten allein tragen.

Bei Gasheizungen, die schon vor dem Stichtag eingebaut waren, bleibt es bei der bisherigen Aufteilung der CO2-Kosten. Sie richtet sich nach dem CO2-Ausstoß des Gebäudes je Quadratmeter: Je schlechter das Haus gedämmt ist, desto mehr trägt der Vermieter.

So funktioniert eine Gasheizung

Eine Gasheizung verbrennt Erdgas oder Flüssiggas in einem Kessel. Die Flamme erhitzt über einen Wärmetauscher das Heizungswasser. Eine Pumpe schickt das warme Wasser zu den Heizkörpern oder in die Fußbodenheizung. Abgekühlt fließt es zurück und wird erneut erwärmt.

Neue Geräte arbeiten mit Brennwerttechnik. Dabei werden die Abgase so weit abgekühlt, dass der Wasserdampf darin kondensiert. Die Wärme, die dabei frei wird, geht nicht durch den Schornstein verloren, sondern ins Heizungswasser. Deshalb braucht ein Brennwertkessel weniger Gas als ein alter Kessel ohne diese Technik.

Es gibt zwei Bauformen. Die wandhängende Therme ist klein und passt in Wohnungen und kleinere Häuser. Der bodenstehende Kessel ist für größere Häuser gedacht und arbeitet meist mit einem getrennten Warmwasserspeicher.

Vorteile und Nachteile einer Gasheizung

Die Gasheizung ist beim Kauf deutlich günstiger als eine Wärmepumpe ohne Zuschuss und passt in fast jedes Haus mit Gasanschluss. Dagegen stehen ein Brennstoff, der planbar teurer wird, die Bio-Treppe für neue Anlagen und der fehlende Zuschuss.

Vorteile

  • Günstig beim Kauf: 11.400 bis 20.400 Euro im Einfamilienhaus, deutlich weniger als eine Wärmepumpe ohne Zuschuss.
  • Wenig Platz: Eine wandhängende Therme passt in eine Nische.
  • Passt zu alten Heizkörpern: Der Kessel liefert auch hohe Temperaturen im Heizkreis.
  • Weiter erlaubt: Einbau und Betrieb bleiben auch nach dem neuen Gesetz von 2026 zulässig.

Nachteile

  • Kein Zuschuss: Die KfW fördert die Gasheizung nicht.
  • Bio-Treppe: Neue Anlagen brauchen ab 2029 mindestens 10 Prozent Biogas, ab 2040 mindestens 60 Prozent.
  • CO2-Preis: Rund 0,2 Kilogramm CO2 pro Kilowattstunde, 2026 mit 55 bis 65 Euro pro Tonne belastet.
  • Unsichere Netzentgelte: Weniger Gaskunden können das Netz für die übrigen teurer machen.
  • Für Vermieter teurer: Ab 2028 tragen sie bei neuen Anlagen die Hälfte von CO2-Kosten und Netzentgelten.

Heizkosten senken: Was sofort hilft

Am schnellsten sinken die Gaskosten, wenn Sie weniger Wärme verbrauchen. Das Umweltbundesamt empfiehlt im Wohnbereich höchstens 20 Grad, in der Küche 18 und im Schlafzimmer 17 Grad. Jedes Grad weniger spart Heizenergie.

  • Thermostate programmieren: Programmierbare Thermostate können laut Umweltbundesamt etwa 10 Prozent Energie sparen (Stand Oktober 2023). Nachts und bei Abwesenheit reichen etwa 18 Grad.
  • Hydraulischen Abgleich machen lassen: Der Fachbetrieb stellt die Anlage so ein, dass jeder Heizkörper genau die Wassermenge bekommt, die er braucht. Dann werden alle Räume gleichmäßig warm.
  • Heizung warten lassen: Ein sauber eingestellter Brenner verbraucht weniger und fällt seltener aus.
  • Gastarif prüfen: Der Durchschnittspreis von 11,58 Cent enthält alte und neue Verträge. Liegt Ihr Preis deutlich darüber, lohnt ein Vergleich.
  • Haus dämmen: Dach, Kellerdecke und Fenster senken den Verbrauch dauerhaft. Wo Ihr Haus steht, zeigt der Rechner zur Energieeffizienzklasse.

Häufige Fragen zur Gasheizung

Wie viel kostet eine neue Gasheizung mit Einbau?

Eine neue Gasheizung kostet im Einfamilienhaus mit Einbau 11.400 bis 20.400 Euro brutto. Die Spanne nennt das Fraunhofer ISE für einen Gas-Brennwertkessel mit 10 Kilowatt zum Preisstand Ende 2025. Günstig wird es beim reinen Kesseltausch. Teurer wird es, wenn Schornstein, Gasanschluss oder Warmwasserspeicher erneuert werden müssen.

Was kostet eine Gasheizung pro Monat?

Bei 20.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch kostet eine Gasheizung rund 193 Euro Gas pro Monat, das sind 2.316 Euro im Jahr. Gerechnet ist das mit 11,58 Cent pro Kilowattstunde, dem Durchschnittspreis für Haushalte im 1. Halbjahr 2026 laut Statistischem Bundesamt. Bei 10.000 Kilowattstunden sind es rund 97 Euro pro Monat.

Was kostet eine Gasheizung für 100 qm im Jahr?

Das hängt vom Verbrauch ab, nicht nur von der Fläche. Rechnen Sie Ihren Jahresverbrauch aus der letzten Abrechnung mal 11,58 Cent, dem Durchschnittspreis im 1. Halbjahr 2026. Ein Beispiel: Verbraucht eine Wohnung mit 100 Quadratmetern 12.000 Kilowattstunden, sind das rund 1.390 Euro Gas im Jahr oder 116 Euro pro Monat.

Warum werden Gasheizungen teurer?

Drei Kosten steigen: der CO2-Preis, die Netzentgelte und ab 2029 der Pflichtanteil an Biogas für neue Gasheizungen. Der CO2-Preis liegt 2026 bei 55 bis 65 Euro pro Tonne, ab 2028 soll er sich im europäischen Emissionshandel am Markt bilden. Die Bio-Treppe beginnt 2029 mit 10 Prozent und steigt bis 2040 auf 60 Prozent.

Darf man 2026 noch eine Gasheizung einbauen?

Ja. Seit dem 29. Juli 2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz, die 65-Prozent-Regel ist entfallen. Gasheizungen dürfen im Neubau und im Bestand eingebaut werden. Wer nach diesem Tag eine Gasheizung in ein bestehendes Gebäude einbaut, muss ab 2029 mindestens 10 Prozent Biogas oder Wasserstoff nutzen. Der Anteil steigt bis 2040 auf 60 Prozent.

Wie lange darf ich meine alte Gasheizung noch betreiben?

Eine bestehende Gasheizung dürfen Sie weiter betreiben und reparieren. Das frühere Betriebsverbot für mehr als 30 Jahre alte Konstanttemperaturkessel ist mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz weggefallen. Die Bio-Treppe gilt nur für Anlagen, die nach dem 29. Juli 2026 eingebaut wurden. Ab 2045 müssen Brennstoffe für Heizungen laut Bundesregierung vollständig klimaneutral sein.

Was ist die Bio-Treppe?

Die Bio-Treppe ist der Pflichtanteil klimafreundlicher Brennstoffe für neue Gas- und Ölheizungen nach Paragraf 43 Gebäudemodernisierungsgesetz. Er beträgt 10 Prozent ab 2029, 15 Prozent ab 2030, 30 Prozent ab 2035 und 60 Prozent ab 2040. Angerechnet werden Biomethan, biogenes Flüssiggas und Wasserstoff. Auch Solarthermie oder eine Wärmepumpen-Hybridheizung können die Pflicht erfüllen.

Wie hoch ist der CO2-Preis auf Gas 2026 und 2027?

2026 liegt der CO2-Preis bei 55 bis 65 Euro pro Tonne. Bei 20.000 Kilowattstunden Gas sind das nach eigener Rechnung 263 bis 311 Euro im Jahr einschließlich Mehrwertsteuer. Für 2027 plant die Bundesregierung denselben Korridor. Der Gesetzentwurf liegt im Bundestag, die Abstimmung ist für den 15. Oktober 2026 angesetzt.

Gibt es 2026 eine Förderung für Gasheizungen?

Nein. Die KfW fördert im Programm 458 keine Gasheizung, sondern Wärmepumpe, Solarthermie, Biomasseheizung und den Anschluss an ein Wärmenetz. Der Zuschuss beträgt 30 bis 70 Prozent auf höchstens 28.000 Euro Kosten. Wer selbst im Haus wohnt und eine mindestens 20 Jahre alte Gasheizung ersetzt, bekommt 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus.

Was ist billiger: Wärmepumpe oder Gasheizung?

Beim Kauf ist die Gasheizung billiger, über 20 Jahre in der Regel die Wärmepumpe. Das zeigt eine Kurzstudie des Fraunhofer ISE vom Juni 2026 im Auftrag der MVV Energie. Im Beispielhaus liegen die Heizkosten über 20 Jahre je nach Technik um bis zu 49.000 Euro auseinander. Bleiben die Energiepreise gleich, ist der Unterschied gering.

Fazit: Lohnt sich eine neue Gasheizung noch?

Für die meisten Eigentümer lohnt sich eine neue Gasheizung nicht mehr. Sie ist beim Kauf günstig, aber Sie bekommen keinen Zuschuss und binden sich für 20 Jahre an einen Brennstoff, der durch CO2-Preis und Bio-Treppe teurer wird. Mit Förderung kostet eine Wärmepumpe je nach Bonus ähnlich viel wie der Gaskessel.

Wer eine funktionierende Gasheizung hat, kann sie in Ruhe weiter nutzen. Mein Tipp: Holen Sie schon jetzt ein Angebot für eine Wärmepumpe ein, solange der Bonus noch 16 Prozent beträgt. Dann entscheiden Sie mit Zahlen statt unter Zeitdruck, wenn der Kessel ausfällt. Alle Heizungen im Überblick finden Sie in der Heizungsübersicht.

Quellen und Methodik

Die Rechtslage beruht auf dem Wortlaut von Paragraf 43 Gebäudemodernisierungsgesetz und Paragraf 5a Kohlendioxidkostenaufteilungsgesetz sowie auf der Mitteilung der Bundesregierung. Gas- und Strompreise stammen vom Statistischen Bundesamt, die Fördersätze aus dem Merkblatt der KfW, die CO2-Preise von der Deutschen Emissionshandelsstelle und aus der Bundestagsdrucksache 21/7869. Anschaffungskosten, Wartung und Lebensdauer sind Annahmen des Fraunhofer ISE aus einer Kurzstudie im Auftrag der MVV Energie. Die Kostenposten und der Preis der Hybridheizung sind Herstellerangaben von Buderus. Jahres- und Monatskosten, CO2-Kosten, Preise nach Zuschuss und Wärmekosten pro Kilowattstunde sind eigene Rechnungen. Solar.red hat keine Geräte gemessen.

  1. Bundesministerium der Justiz: Paragraf 43 Gebäudemodernisierungsgesetz - Bio-Treppe, Stichtag 29. Juli 2026 und Wege, die Pflicht zu erfüllen
  2. Bundesregierung: Gebäudemodernisierungsgesetz in Kraft getreten - Wegfall der 65-Prozent-Regel, Grüngasquote, Klimaneutralität ab 2045
  3. KfW: Merkblatt Zuschuss 458, Heizungsförderung für Privatpersonen - Fördersätze, Boni, Höchstbetrag und Termine, Stand September 2026
  4. Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 345 vom 30. September 2026 - Gas- und Strompreise für Haushalte im 1. Halbjahr 2026
  5. Fraunhofer ISE: Vergleich Wärmeversorgung, Kurzstudie zur Bio-Treppe - Anschaffungskosten, Wartung, Netzentgelte und Kostenvergleich über 20 Jahre

Hinweis: Dieser Beitrag dient der unabhängigen Information und ersetzt weder eine Energieberatung noch eine Rechts- oder Steuerberatung. Solar.red steht in keiner geschäftlichen Verbindung zu den genannten Herstellern, Behörden und Instituten. Preise sind Richtwerte und hängen von Region, Gebäude und Fachbetrieb ab. Fördersätze, CO2-Preise und Rechtslage können sich ändern, verbindlich sind die Angaben von KfW, Bundesregierung und Ihrem Fachbetrieb. Über die Formulare auf dieser Seite werden Anfragen an Fachbetriebe vermittelt, dafür erhält Solar.red eine Vergütung.

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