Von D. Volbracht
Heizkostenrechner 2026: Heizkosten online berechnen
Vorbelegt sind die Durchschnittspreise für Haushalte im 1. Halbjahr 2026 laut Statistischem Bundesamt (Erdgas 11,58 Cent, Strom 37,97 Cent je kWh, jeweils einschließlich Grundpreis) und der Pelletpreis von C.A.R.M.E.N. e.V. für September 2026 (460,80 € je Tonne bei 5 Tonnen). Für Heizöl und Fernwärme tragen Sie den Preis aus Ihrer Rechnung ein. Umgerechnet wird mit den Heizwerten der Heizkostenverordnung: 10 kWh je Liter Heizöl, 5 kWh je Kilogramm Pellets. Der Wärmepumpen-Vergleich ist eine eigene Rechnung mit der Jahresarbeitszahl 3,4 (Fraunhofer ISE) und 37,97 Cent je kWh Strom. Er behandelt die eingekaufte Energie als Wärmebedarf und ist damit eine Obergrenze, ohne Anschaffungskosten.
Das Wichtigste in Kürze
Heizkosten berechnen Sie mit einer einfachen Formel: Jahresverbrauch in Kilowattstunden mal Preis je Kilowattstunde. 15.000 kWh Erdgas kosten beim Durchschnittspreis von 11,58 Cent je kWh aus dem 1. Halbjahr 2026 (Statistisches Bundesamt) 1.737 € im Jahr, also rund 145 € im Monat.
- Formel: Verbrauch in kWh × Preis je kWh = Heizkosten pro Jahr
- Ohne Abrechnung: Kennwert aus dem Energieausweis × Wohnfläche × 1,2 × Preis je kWh
- 70-m²-Wohnung mit Gas: rund 973 € im Jahr an der Obergrenze der Effizienzklasse C, rund 1.265 € bei Klasse D (eigene Rechnung, 1. Halbjahr 2026)
- Umrechnung: 1 Liter Heizöl = 10 kWh, 1 Kilogramm Holzpellets = 5 kWh (Heizkostenverordnung)
- Mietwohnung: 50 bis 70 Prozent der Heizkosten werden nach Verbrauch verteilt, der Rest nach Fläche
- Frist: Bis zum 31. Dezember 2026 müssen Zähler und Heizkostenverteiler fernablesbar sein
Wie berechne ich meine Heizkosten? Die Formel
Heizkosten berechnen Sie, indem Sie den Jahresverbrauch in Kilowattstunden mit dem Preis je Kilowattstunde multiplizieren. Den Verbrauch finden Sie auf der letzten Abrechnung Ihres Versorgers. Ein Haus mit 18.000 kWh Erdgas kommt beim Durchschnittspreis von 11,58 Cent je kWh aus dem 1. Halbjahr 2026 auf 2.084 € im Jahr, das sind rund 174 € im Monat.
Die Formel gilt für jede Heizung. Unterschiedlich ist nur die Einheit, in der Sie Energie einkaufen: Gas, Fernwärme und Strom stehen in Kilowattstunden auf der Rechnung, Heizöl in Litern, Pellets in Kilogramm oder Tonnen. Bei Öl und Pellets können Sie direkt mit Menge mal Preis rechnen. Die Umrechnung in Kilowattstunden brauchen Sie nur, um Ihr Haus mit anderen zu vergleichen.
Liter, Kubikmeter und Kilogramm in kWh umrechnen
Die Heizkostenverordnung nennt Heizwerte, die verwendet werden dürfen, wenn der Lieferant keinen eigenen Wert angibt. Der Heizwert sagt, wie viele Kilowattstunden in einem Liter, Kubikmeter oder Kilogramm Brennstoff stecken.
| Brennstoff | Heizwert | Beispiel |
|---|---|---|
| Leichtes Heizöl | 10 kWh je Liter | 2.000 Liter = 20.000 kWh |
| Erdgas H | 10 kWh je Kubikmeter | 1.500 m³ = 15.000 kWh |
| Erdgas L | 9 kWh je Kubikmeter | 1.500 m³ = 13.500 kWh |
| Flüssiggas | 13 kWh je Kilogramm | 1.000 kg = 13.000 kWh |
| Holzpellets | 5 kWh je Kilogramm | 3.000 kg = 15.000 kWh |
| Brennholz, lufttrocken | 4,1 kWh je Kilogramm | 1.000 kg = 4.100 kWh |
Bei Erdgas brauchen Sie die Umrechnung in der Regel nicht: Die Gasrechnung weist den Verbrauch bereits in Kilowattstunden aus, und zwar mit dem genauen Wert Ihres Netzgebiets. Rechnen Sie deshalb mit den Kilowattstunden von der Rechnung und nicht mit dem Zählerstand in Kubikmetern.
Heizkosten berechnen mit kWh pro m²: So nutzen Sie den Energieausweis
Ohne Abrechnung lassen sich Heizkosten über den Energieausweis schätzen: Kennwert in kWh je m² und Jahr mal Wohnfläche mal 1,2 mal Preis je kWh. Der Faktor 1,2 ist nötig, weil sich der Kennwert auf die Gebäudenutzfläche bezieht, die das Gesetz pauschal mit dem 1,2-Fachen der Wohnfläche ansetzt.
Diesen Schritt lassen viele Rechenbeispiele weg, und dann fällt das Ergebnis um ein Sechstel zu niedrig aus. Geregelt ist die Pauschale in § 82 des Gebäudemodernisierungsgesetzes, das bis zum 28. Juli 2026 Gebäudeenergiegesetz hieß. Für Ein- und Zweifamilienhäuser mit beheiztem Keller gilt der Faktor 1,35.
Der Kennwert im Energieausweis umfasst Heizung und Warmwasser. Er steht auf der Farbskala des Ausweises und entscheidet über die Effizienzklasse von A+ bis H. Die Tabelle zeigt, was die Obergrenze jeder Klasse beim Heizen mit Erdgas kostet. Wie die Klasse ermittelt wird, erklärt der Beitrag Energieeffizienzklasse Haus berechnen.
| Klasse | Kennwert bis | Kosten je m² Wohnfläche | 70 m² pro Jahr | 100 m² pro Jahr |
|---|---|---|---|---|
| A+ | 30 kWh/m² | 4,17 € | 292 € | 417 € |
| A | 50 kWh/m² | 6,95 € | 486 € | 695 € |
| B | 75 kWh/m² | 10,42 € | 730 € | 1.042 € |
| C | 100 kWh/m² | 13,90 € | 973 € | 1.390 € |
| D | 130 kWh/m² | 18,06 € | 1.265 € | 1.806 € |
| E | 160 kWh/m² | 22,23 € | 1.556 € | 2.223 € |
| F | 200 kWh/m² | 27,79 € | 1.945 € | 2.779 € |
| G | 250 kWh/m² | 34,74 € | 2.432 € | 3.474 € |
Klasse H beginnt oberhalb von 250 kWh je m² und hat keine Obergrenze. Zum 1. Januar 2027 treten neue Regeln für Energieausweise in Kraft. Die Klassen A+ bis H für Wohngebäude bleiben nach dem Änderungsgesetz vom 23. Juli 2026 bestehen.
Der Energieausweis beschreibt das ganze Gebäude bei durchschnittlicher Nutzung. Ihre Wohnung kann darüber oder darunter liegen, je nach Lage im Haus und Heizverhalten. Sobald eine Abrechnung vorliegt, ist der tatsächliche Verbrauch die bessere Grundlage.
Was kostet eine 70-qm-Wohnung an Heizkosten?
Eine 70-qm-Wohnung mit Gasheizung kostet zwischen rund 730 € und 1.556 € Heizkosten im Jahr, wenn das Gebäude in den Effizienzklassen B bis E liegt. An der Obergrenze der Klasse D sind es 1.265 €. Grundlage sind der Gaspreis von 11,58 Cent je kWh aus dem 1. Halbjahr 2026 und die Klassengrenzen des Gebäudemodernisierungsgesetzes.
Wie viel Heizkosten pro Monat sind normal?
Auf den Monat umgelegt kostet die 70-qm-Wohnung mit Gas rund 61 € in Klasse B, 81 € in Klasse C, 105 € in Klasse D und 130 € in Klasse E. Ein Haus mit 100 m² Wohnfläche liegt an der Obergrenze von Klasse D bei rund 151 € im Monat. Alle Werte sind eigene Rechnungen mit dem Gaspreis des 1. Halbjahres 2026.
Was für Ihr Gebäude normal ist, hängt also zuerst von der Effizienzklasse ab. Liegt Ihr Abschlag deutlich über dem Wert Ihrer Klasse, lohnt ein Blick auf zwei Stellen: den Preis je kWh in Ihrem Vertrag und Ihren Verbrauch im Vergleich zum Vorjahr.
Wer wenig Gas verbraucht, zahlt je Kilowattstunde mehr, weil der Grundpreis stärker ins Gewicht fällt. Haushalte mit weniger als 20 Gigajoule Jahresverbrauch, das sind rund 5.556 kWh, zahlten im 1. Halbjahr 2026 laut Statistischem Bundesamt im Schnitt 15,17 Cent je kWh. Bei mehr als 200 Gigajoule waren es 10,92 Cent. Für eine kleine Wohnung mit Gasetagenheizung ist der Durchschnittspreis deshalb eher zu niedrig.
Heizkosten berechnen für Gas, Öl, Fernwärme, Pellets und Wärmepumpe
Die Rechnung ist für jeden Energieträger dieselbe, nur Einheit und Preis wechseln. Die Tabelle zeigt, womit Sie rechnen und welcher Preis im Heizkostenrechner vorbelegt ist. Einen Überblick über die Systeme selbst gibt der Beitrag zu den Heizungsarten.
| Energieträger | Verbrauch steht in | Preis | Kosten je kWh |
|---|---|---|---|
| Erdgas | kWh | 11,58 ct/kWh | 11,58 ct |
| Heizöl | Liter | laut Rechnung | Literpreis ÷ 10 |
| Fernwärme | kWh | laut Rechnung | laut Rechnung |
| Holzpellets | Kilogramm | 460,80 € je Tonne | 9,22 ct |
| Wärmepumpe | kWh Strom | 37,97 ct/kWh | 11,17 ct je kWh Wärme |
| Stromheizung | kWh Strom | 37,97 ct/kWh | 37,97 ct |
Heizkosten berechnen bei einer Gasheizung
Bei einer Gasheizung multiplizieren Sie die Kilowattstunden der Jahresrechnung mit Ihrem Arbeitspreis und zählen den Grundpreis dazu. Mit dem Durchschnittspreis von 11,58 Cent, der den Grundpreis schon enthält, kosten 15.000 kWh Erdgas 1.737 € im Jahr.
Heizkosten berechnen bei einer Ölheizung
Bei Heizöl rechnen Sie Liter mal Literpreis. Den Jahresverbrauch ermitteln Sie aus dem Tankstand: Füllstand zu Beginn plus gelieferte Menge minus Füllstand am Ende. Jeder Cent je Liter entspricht 0,1 Cent je kWh. Ein Literpreis von 1,00 € bedeutet also 10 Cent je kWh. Das ist ein Rechenbeispiel, kein Marktpreis: Heizöl kostet je nach Bestelltag und Menge unterschiedlich. Wohin der Preis in den nächsten Wochen tendiert, zeigt die Heizölpreis-Prognose auf 9b.de.
Heizkosten berechnen bei Fernwärme
Fernwärme wird in Kilowattstunden abgerechnet, gemessen mit einem Wärmezähler. Der Preis besteht aus einem Arbeitspreis je kWh und einem festen Grund- oder Leistungspreis. Beide stehen auf der Rechnung und unterscheiden sich von Netz zu Netz. Teilen Sie den Rechnungsbetrag durch die Kilowattstunden, dann haben Sie Ihren Gesamtpreis je kWh für den Rechner.
Heizkosten berechnen bei Pellets
Bei einer Pelletheizung rechnen Sie Tonnen mal Tonnenpreis. C.A.R.M.E.N. e.V., eine Einrichtung des Freistaats Bayern, nennt für September 2026 einen Durchschnitt von 460,80 € je Tonne bei einer Lieferung von 5 Tonnen, einschließlich Mehrwertsteuer. Mit dem Heizwert von 5 kWh je Kilogramm sind das 9,22 Cent je kWh. 3.000 Kilogramm kosten damit 1.382 €.
Heizkosten berechnen bei einer Wärmepumpe
Bei einer Wärmepumpe zählt der Strom, den sie verbraucht. Die Jahresarbeitszahl gibt an, wie viele Kilowattstunden Wärme aus einer Kilowattstunde Strom werden. Das Fraunhofer ISE hat an 77 Wärmepumpen in Bestandsgebäuden für Luft/Wasser-Geräte im Durchschnitt 3,4 gemessen, die einzelnen Geräte lagen zwischen 2,6 und 4,9. Für 15.000 kWh Wärme braucht eine solche Anlage rund 4.412 kWh Strom, das sind beim Durchschnittspreis von 37,97 Cent rund 1.675 € im Jahr.
Mehr dazu steht im Beitrag zu den Betriebskosten der Wärmepumpe. Eine reine Elektroheizung macht aus einer Kilowattstunde Strom nur eine Kilowattstunde Wärme und ist deshalb je Kilowattstunde am teuersten. Was ein einzelnes Gerät kostet, zeigt der Rechner zum Stromverbrauch von Heizlüftern.
Heizkosten berechnen in der Mietwohnung: Wie muss der Vermieter rechnen?
In Mietwohnungen mit Zentralheizung muss der Vermieter mindestens 50 und höchstens 70 Prozent der Heizkosten nach dem erfassten Verbrauch verteilen. Der Rest wird nach Wohnfläche oder umbautem Raum umgelegt. So schreibt es § 7 der Heizkostenverordnung vor. Den Schlüssel innerhalb dieser Spanne wählt der Eigentümer.
Ihre Heizkosten bestehen deshalb aus zwei Teilen: den Grundkosten nach Fläche und den Verbrauchskosten nach Zähler oder Heizkostenverteiler. Umgelegt werden dürfen neben Brennstoff und Betriebsstrom auch Wartung, Reinigung, Messungen sowie die Kosten für Zähler und Abrechnung.
- Kosten des Hauses12.000 € Heizkosten im Jahr, 800 m² Wohnfläche
- Grundkosten 30 %3.600 € ÷ 800 m² = 4,50 € je m². Für 70 m²: 315 €
- Verbrauchskosten 70 %8.400 € ÷ 84.000 kWh = 10 Cent je kWh. Für 7.000 kWh: 700 €
- Ihr Anteil315 € + 700 € = 1.015 € im Jahr, rund 85 € im Monat
Heizkosten berechnen mit Wärmemengenzähler
Ein Wärmemengenzähler misst die abgenommene Wärme direkt in Kilowattstunden. Ihre Verbrauchskosten ergeben sich dann aus Ihren Kilowattstunden mal dem Preis je kWh, der sich aus den Verbrauchskosten des Hauses geteilt durch alle gemessenen Kilowattstunden ergibt. Heizkostenverteiler an den Heizkörpern zählen dagegen Einheiten ohne feste Größe. Sie zeigen nur Ihren Anteil am Verbrauch des Hauses.
Heizkosten berechnen ohne Zähler
Wird entgegen der Verordnung nicht nach Verbrauch abgerechnet, dürfen Mieter ihren Anteil um 15 Prozent kürzen. Das regelt § 12 der Heizkostenverordnung. Für einzelne Fälle sieht die Verordnung Ausnahmen von der Pflicht zur Verbrauchserfassung vor. Selbst abschätzen können Sie Ihre Kosten dann nur über Wohnfläche und Energieausweis, wie oben beschrieben.
Was sich bis Ende 2026 ändert
Zähler und Heizkostenverteiler, die nicht aus der Ferne ablesbar sind, müssen bis zum 31. Dezember 2026 nachgerüstet oder ausgetauscht werden. Sind fernablesbare Geräte eingebaut, hat der Vermieter Ihnen seit dem 1. Januar 2022 jeden Monat Ihren Verbrauch mitzuteilen. Fehlen die Geräte oder die Mitteilungen, dürfen Sie Ihren Anteil um 3 Prozent kürzen.
- Stimmt die Wohnfläche mit dem Mietvertrag überein?
- Liegt der Verbrauchsanteil zwischen 50 und 70 Prozent?
- Passen die abgelesenen Werte zu Ihren eigenen Notizen oder den monatlichen Mitteilungen?
- Ist der Abrechnungszeitraum genau zwölf Monate lang?
- Wie hat sich Ihr Verbrauch gegenüber dem Vorjahr verändert?
Warmwasser und Heizung zusammen berechnen
Erwärmt die Heizung auch das Wasser, wird der Anteil für Warmwasser mit einem Wärmezähler gemessen und getrennt verteilt. Lässt sich weder die Wärmemenge noch das Wasservolumen messen, erlaubt die Heizkostenverordnung ausnahmsweise einen Pauschalwert von 32 kWh je m² Wohnfläche und Jahr. Für 70 m² sind das 2.240 kWh.
Heizkosten senken: Was die Rechnung zeigt
Heizkosten sinken nur über zwei Größen: weniger Kilowattstunden oder ein niedrigerer Preis je Kilowattstunde. Mit dem Heizkostenrechner können Sie beide durchspielen, bevor Sie Geld ausgeben.
- Preis prüfen: Jeder Cent weniger je kWh spart bei 15.000 kWh Verbrauch 150 € im Jahr. Vergleichen Sie Ihren Preis mit dem Durchschnitt von 11,58 Cent für Erdgas im 1. Halbjahr 2026.
- Verbrauch beobachten: Notieren Sie den Zählerstand einmal im Monat. So fällt ein ungewöhnlicher Anstieg auf, bevor die Jahresrechnung kommt.
- Gebäude verbessern: Fällt ein Haus mit 100 m² Wohnfläche von der Obergrenze der Klasse F auf die der Klasse D, sinkt der Verbrauch rechnerisch um 8.400 kWh. Mit Erdgas sind das rund 973 € im Jahr.
- Heizung wechseln: Für dieselbe Energiemenge von 15.000 kWh zahlen Sie mit Erdgas 1.737 €, mit einer Luft/Wasser-Wärmepumpe rechnerisch rund 1.675 € (Jahresarbeitszahl 3,4, Preise des 1. Halbjahres 2026).
Der Abstand zwischen Gas und Wärmepumpe ist bei diesen Durchschnittspreisen klein. Er wächst, wenn die Wärmepumpe effizienter arbeitet oder ein günstigerer Stromtarif gilt: Haushalte mit mehr als 15.000 kWh Stromverbrauch zahlten im 1. Halbjahr 2026 im Schnitt 30,55 Cent je kWh. Ob sich der Umstieg für Ihr Haus rechnet, zeigen der Wärmepumpen-Rechner und die Beiträge zur Wärmepumpe im Altbau und zur Wärmepumpen-Förderung.
Häufige Fragen
Wie berechne ich meine Heizkosten?
Sie multiplizieren Ihren Jahresverbrauch in Kilowattstunden mit dem Preis je Kilowattstunde. Den Verbrauch finden Sie auf der letzten Abrechnung. Beispiel: 15.000 kWh Erdgas kosten beim Durchschnittspreis von 11,58 Cent je kWh, den das Statistische Bundesamt für das 1. Halbjahr 2026 ausweist, 1.737 € im Jahr. Das sind rund 145 € im Monat.
Was kostet eine 70 qm Wohnung an Heizkosten?
Eine 70-qm-Wohnung mit Gasheizung kostet rund 973 € im Jahr, wenn das Gebäude an der Obergrenze der Effizienzklasse C liegt, und rund 1.265 € bei Klasse D. Das ist eine eigene Rechnung mit 11,58 Cent je kWh Erdgas aus dem 1. Halbjahr 2026, für Heizung und Warmwasser zusammen.
Wie viel Heizkosten pro Monat sind normal?
Das hängt von der Effizienzklasse des Gebäudes ab. Für eine 70-qm-Wohnung mit Gas ergeben sich rund 81 € im Monat in Klasse C, 105 € in Klasse D und 130 € in Klasse E. Gerechnet ist mit dem Gaspreis von 11,58 Cent je kWh aus dem 1. Halbjahr 2026 und den Obergrenzen der Klassen.
Wie muss der Vermieter die Heizkosten berechnen?
Bei einer Zentralheizung muss der Vermieter mindestens 50 und höchstens 70 Prozent der Heizkosten nach dem erfassten Verbrauch verteilen. Der Rest wird nach Wohnfläche oder umbautem Raum umgelegt. Das schreibt § 7 der Heizkostenverordnung vor. Rechnet er nicht nach Verbrauch ab, dürfen Mieter ihren Anteil um 15 Prozent kürzen.
Wie berechne ich Heizkosten ohne Zähler?
Ohne Zähler können Sie die Heizkosten nur schätzen: Kennwert aus dem Energieausweis in kWh je m² mal Wohnfläche mal 1,2 mal Preis je kWh. Für 70 m², 130 kWh je m² und 11,58 Cent je kWh Erdgas (1. Halbjahr 2026) ergibt das rund 1.265 € im Jahr.
Wie rechne ich Heizöl und Pellets in kWh um?
Nach der Heizkostenverordnung enthält ein Liter leichtes Heizöl 10 kWh und ein Kilogramm Holzpellets 5 kWh. 2.000 Liter Heizöl entsprechen damit 20.000 kWh, 3.000 Kilogramm Pellets 15.000 kWh. Bei Erdgas steht der Verbrauch bereits in Kilowattstunden auf der Rechnung, eine Umrechnung ist dort nicht nötig.
Wie berechne ich die Heizkosten einer Wärmepumpe?
Sie multiplizieren den Stromverbrauch der Wärmepumpe mit Ihrem Strompreis. Kennen Sie nur den Wärmebedarf, teilen Sie ihn durch die Jahresarbeitszahl. Für 15.000 kWh Wärme und die vom Fraunhofer ISE gemessene Jahresarbeitszahl 3,4 sind das rund 4.412 kWh Strom und beim Durchschnittspreis von 37,97 Cent (1. Halbjahr 2026) rund 1.675 € im Jahr.
Wie berechne ich Heizkosten bei Fernwärme?
Fernwärme wird mit einem Wärmezähler in Kilowattstunden gemessen. Sie multiplizieren die Kilowattstunden mit dem Arbeitspreis und zählen den festen Grund- oder Leistungspreis dazu. Beide Preise stehen auf Ihrer Rechnung und unterscheiden sich von Netz zu Netz. Teilen Sie den Rechnungsbetrag durch die Kilowattstunden, erhalten Sie Ihren Gesamtpreis je kWh.
Was kostet Heizen pro Quadratmeter?
Mit Erdgas kostet Heizen rund 13,90 € je m² Wohnfläche und Jahr an der Obergrenze der Effizienzklasse C und rund 18,06 € bei Klasse D. Das ist eine eigene Rechnung mit 11,58 Cent je kWh aus dem 1. Halbjahr 2026 und dem Faktor 1,2 für die Gebäudenutzfläche, Heizung und Warmwasser zusammen.
Fazit: Lohnt es sich, die Heizkosten selbst zu berechnen?
Ja, und es dauert nur wenige Minuten. Mit Verbrauch mal Preis wissen Sie, ob Ihr Abschlag passt, und erkennen eine Nachzahlung, bevor die Abrechnung kommt. 15.000 kWh Erdgas kosten mit dem Durchschnittspreis des 1. Halbjahres 2026 1.737 € im Jahr. Liegt Ihr Wert deutlich darüber, ist meist der Preis je kWh der Grund.
Mein Tipp: Rechnen Sie einmal mit der Abrechnung und einmal mit dem Energieausweis. Weichen beide Ergebnisse stark voneinander ab, sagt das viel über Ihr Heizverhalten oder über das Gebäude. Danach können Sie in Ruhe entscheiden, ob ein neuer Tarif reicht oder eine neue Heizung die bessere Lösung ist.
Quellen und Methodik
Gas- und Strompreis sind Durchschnittspreise privater Haushalte im 1. Halbjahr 2026 laut Statistischem Bundesamt, der Pelletpreis stammt von C.A.R.M.E.N. e.V., die Jahresarbeitszahlen aus einer Feldmessung des Fraunhofer ISE. Verteilregeln, Fristen und Heizwerte kommen aus der Heizkostenverordnung, Effizienzklassen und Flächenfaktor aus dem Gebäudemodernisierungsgesetz. Alle Eurobeträge in Text, Tabellen und Rechner sind eigene Rechnungen von Solar.red aus diesen Werten. C.A.R.M.E.N. rechnet für Pellets mit 4,9 kWh je Kilogramm und kommt so auf 9,40 Cent je kWh.
- Statistisches Bundesamt: Strom- und Gaspreise für Haushalte im 1. Halbjahr 2026 gesunken, Pressemitteilung Nr. 345 vom 30. September 2026 - Gaspreis 11,58 Cent und Strompreis 37,97 Cent je kWh, Preise nach Verbrauchsklassen
- Verordnung über Heizkostenabrechnung (Heizkostenverordnung) - Verteilung nach Verbrauch und Fläche (§ 7), Heizwerte und Warmwasser (§ 9), Fernablesbarkeit (§ 5), monatliche Verbrauchsinformation (§ 6a), Kürzungsrecht (§ 12)
- Gebäudemodernisierungsgesetz: Anlage 10, Energieeffizienzklassen von Wohngebäuden - Klassengrenzen A+ bis H, dazu § 82 zum Faktor 1,2 und 1,35 für die Gebäudenutzfläche
- Fraunhofer ISE: Wärmepumpen heizen auch im Altbau klimafreundlich, Presseinformation vom 3. November 2025 - Jahresarbeitszahlen von 77 Wärmepumpen in Bestandsgebäuden
- C.A.R.M.E.N. e.V.: Marktpreise Pellets - Durchschnittspreis September 2026 für 5 Tonnen einschließlich 7 Prozent Mehrwertsteuer
Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine Energieberatung und keine Rechtsberatung. Energiepreise sind Durchschnittswerte und ändern sich, Ihr Tarif kann deutlich abweichen. Der Heizkostenrechner liefert eine Orientierung, keine Abrechnung. Für Ihre Heizkostenabrechnung gelten Mietvertrag und Heizkostenverordnung. Alle Angaben ohne Gewähr.
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