>

Dachfläche berechnen

-
Dachfläche gesamt
-
je Dachhälfte
-
nutzbar für Photovoltaik
-
mögliche Leistung
-
Solarmodule
-
Solarstrom pro Jahr

Näherung für Satteldach, Pultdach und Walmdach mit einheitlicher Neigung. Bei einem Flachdach tragen Sie 0 Grad ein. Die Annahmen stehen im Abschnitt darunter.

Sie kennen jetzt Fläche und mögliche Leistung. Über das Formular erhalten Sie Angebote von Fachbetrieben aus Ihrer Region für eine Solaranlage in genau dieser Größe. Der Betrieb misst das Dach dabei selbst nach, Sie müssen nicht aufs Dach.

So funktioniert der Dachflächen-Rechner

Der Dachflächen-Rechner braucht drei Maße: Länge, Breite und Neigung des Dachs. Daraus berechnet er die Dachfläche, den Teil, der sich für Photovoltaik nutzen lässt, und die Leistung der Solaranlage, die darauf passt. Das Ergebnis erscheint sofort.

Satteldach mit eingezeichneter Dachlänge, Dachbreite und Dachneigung
So messen Sie Dachlänge, Dachbreite und Dachneigung am Satteldach.
  1. Dachlänge: die Seite entlang des Firsts, von Giebel zu Giebel, mit den Dachüberständen auf beiden Seiten.
  2. Dachbreite: die Seite quer zum First, von Traufe zu Traufe, waagerecht gemessen und mit Dachüberständen.
  3. Dachneigung: der Winkel des Dachs in Grad. Wie Sie ihn ermitteln, steht im Beitrag zum Neigungswinkel.

Ein geneigtes Dach hat mehr Fläche als das Haus Grundfläche. Der Rechner teilt deshalb Länge mal Breite durch den Kosinus der Dachneigung. Bei 30 Grad ist das Dach rund 15,5 % größer als die Grundfläche. Im Startbeispiel mit 10 mal 8 Metern sind das 92,4 m², je Dachhälfte 46,2 m².

Tabelle seitlich scrollen
Annahmen des Dachflächen-Rechners
GrößeWertHerkunft
Nutzbarer Anteil85 %Annahme des Rechners, im Feld änderbar
Flächenbedarf6 m² je kWpVerbraucherzentrale nennt 5 bis 7 m²
Solarertrag900 kWh je kWp und JahrBeispielwert der Verbraucherzentrale
Modulleistung450 WattAnnahme des Rechners, im Feld änderbar

Den nutzbaren Anteil senken Dachfenster, Gauben, Schornstein, Lüftungsrohre und der Abstand zum Dachrand. Haben Sie viele solcher Hindernisse, tragen Sie einen kleineren Wert ein. Liegt nur eine Dachseite günstig zur Sonne, wählen Sie eine Dachhälfte.

Dachmaße ermitteln: Bauplan, Maßband oder Fachbetrieb

Am genauesten sind die Bauzeichnungen des Hauses. Sie enthalten Dachlänge, Dachbreite und Dachneigung. Fehlen die Pläne, hilft oft das Bauamt oder der Architekt weiter.

Selbst messen können Sie vom Boden aus. Messen Sie Länge und Breite des Hauses an der Außenwand und rechnen Sie die Dachüberstände dazu. Die Neigung bestimmen Sie mit Wasserwaage und Zollstock am Sparren oder mit einer Neigungsmesser-App auf dem Smartphone.

Aufs Dach steigen müssen Sie dafür nicht. Ein Fachbetrieb vermisst das Dach ohnehin selbst, bevor er ein verbindliches Angebot schreibt, und prüft dabei auch die Verschattung. Was zur Planung gehört, steht im Beitrag PV-Anlage planen.

Dachfläche für PV berechnen: Wie viel Fläche pro kWp?

Für die Planung zählt am Ende nicht die Dachfläche, sondern die Leistung, die darauf passt. Die Verbraucherzentrale rechnet mit etwa 5 bis 7 m² Dachfläche für 1 kWp. Der Rechner setzt 6 m² an. Die folgende Tabelle zeigt, was das für übliche Flächen bedeutet.

Tabelle seitlich scrollen
Mögliche Leistung nach nutzbarer Dachfläche (eigene Rechnung mit 6 m² je kWp, 900 kWh je kWp und Modulen mit 450 Watt)
Nutzbare FlächeLeistungSolarstrom pro JahrSolarmodule
20 m²3,3 kWp3.000 kWh7
30 m²5,0 kWp4.500 kWh11
40 m²6,7 kWp6.000 kWh14
50 m²8,3 kWp7.500 kWh18
60 m²10,0 kWp9.000 kWh22
80 m²13,3 kWp12.000 kWh29
100 m²16,7 kWp15.000 kWh37
30 m²5,0 kWp
45 m²7,5 kWp
60 m²10,0 kWp
90 m²15,0 kWp
Mögliche Leistung nach nutzbarer Dachfläche. Eigene Rechnung mit 6 m² je kWp.

Die reine Modulfläche ist kleiner als die Dachfläche, die Sie brauchen. Sie ergibt sich aus dem Wirkungsgrad: Ein Modul mit 20 % Wirkungsgrad leistet 200 Watt je Quadratmeter. Dazu kommen Abstände zwischen den Modulen und zum Dachrand.

Tabelle seitlich scrollen
Modulfläche für 1 kWp nach Wirkungsgrad (rechnerisch, ohne Abstände)
Wirkungsgrad des ModulsModulfläche je kWp
18 %5,6 m²
20 %5,0 m²
22 %4,5 m²
24 %4,2 m²

Wie viel Strom die Anlage liefert und was sie einbringt, zeigt der Solarrechner. Mehr zur Leistung je Fläche steht im Beitrag Photovoltaik-Leistung pro m².

Dachfläche berechnen mit Formel: die Faktor-X-Tabelle

Ohne Rechner hilft die Formel mit dem Faktor X. Sie lautet: Dachfläche = Grundfläche mit Dachüberständen mal Faktor X. Der Faktor ist der Kehrwert des Kosinus der Dachneigung und macht aus der Grundfläche die geneigte Dachfläche.

Tabelle seitlich scrollen
Faktor X nach Dachneigung von 10 bis 70 Grad
NeigungFaktor XNeigungFaktor XNeigungFaktor X
10°1,01530°1,15550°1,556
11°1,01931°1,16751°1,589
12°1,02232°1,17952°1,624
13°1,02633°1,19253°1,662
14°1,03134°1,20654°1,701
15°1,03535°1,22155°1,743
16°1,04036°1,23656°1,788
17°1,04637°1,25257°1,836
18°1,05138°1,26958°1,887
19°1,05839°1,28759°1,942
20°1,06440°1,30560°2,000
21°1,07141°1,32561°2,063
22°1,07942°1,34662°2,130
23°1,08643°1,36763°2,203
24°1,09544°1,39064°2,281
25°1,10345°1,41465°2,366
26°1,11346°1,44066°2,459
27°1,12247°1,46667°2,559
28°1,13348°1,49468°2,669
29°1,14349°1,52469°2,790
30°1,15550°1,55670°2,924

Dachfläche berechnen beim Satteldach, Walmdach und Pultdach

Die Formel gilt für jedes Dach, dessen Flächen alle gleich steil sind. Beim Satteldach teilt sich das Ergebnis auf zwei Dachhälften auf, beim Pultdach ist es eine einzige Fläche. Auch die Dachfläche eines Walmdachs lässt sich so berechnen, solange alle vier Seiten dieselbe Neigung haben.

Übersicht gängiger Dachformen: Satteldach, Walmdach, Pultdach, Flachdach, Mansarddach und Zeltdach
Gängige Dachformen in Deutschland. Quelle: Stilfehler / Wikipedia.

Hat das Dach unterschiedliche Neigungen, Gauben oder Versprünge, zerlegen Sie es in Teilflächen und rechnen jede einzeln. Das gilt zum Beispiel für das Mansarddach mit seinem steilen unteren und flachen oberen Teil.

Beispielrechnung mit 30 Grad und 45 Grad

Ein Haus ist 8,00 m lang und 7,50 m breit. Der Dachüberstand beträgt an der Traufe 0,40 m und am Giebel 0,30 m. Mit Überständen sind das 8,80 m mal 8,10 m, also 71,28 m² Grundfläche.

Bei 30 Grad Dachneigung beträgt der Faktor X 1,155. Die Dachfläche ist damit 71,28 m² mal 1,155 = 82,33 m², je Dachhälfte rund 41,2 m². Bei 45 Grad wären es mit dem Faktor 1,414 schon 100,81 m².

Mit 85 % nutzbarem Anteil bleiben im 30-Grad-Beispiel 70,0 m² für Photovoltaik. Das reicht rechnerisch für rund 11,7 kWp auf beiden Dachhälften oder 5,8 kWp auf einer.

Dachfläche berechnen: Ziegel zählen

Ohne Maßband und ohne Bauplan können Sie die Dachfläche über die Dachpfannen schätzen. Sie zählen die Ziegel und multiplizieren mit der Fläche, die ein Ziegel sichtbar bedeckt. Die Methode liefert direkt die geneigte Dachfläche, der Faktor X entfällt.

Sichtmaß einer Dachpfanne mit sichtbarer Höhe und Breite
Das Sichtmaß ist der sichtbare Teil einer Dachpfanne.
  1. Sichtmaß ermitteln: Messen Sie an einem Ziegel die sichtbare Breite und Höhe. Der Rest liegt unter dem Nachbarziegel.
  2. Ziegel zählen: Zählen Sie eine Reihe waagerecht und eine Reihe senkrecht und multiplizieren Sie beide Zahlen.
  3. Fläche berechnen: Anzahl der Ziegel mal Sichtbreite mal Sichthöhe.

Ein Beispiel: Eine Dachhälfte hat 35 Ziegel in der Breite und 18 in der Höhe, also 630 Ziegel. Bei einem Sichtmaß von 0,30 m mal 0,25 m sind das 630 mal 0,075 m² = 47,2 m². Das Sichtmaß unterscheidet sich je nach Ziegel, messen Sie deshalb immer am eigenen Dach.

Dachfläche berechnen mit Google Maps

Vom Schreibtisch aus geht es mit dem Satellitenbild. Öffnen Sie Google Maps, suchen Sie Ihre Adresse und schalten Sie auf die Satellitenansicht. Mit einem Rechtsklick auf eine Dachecke öffnen Sie die Funktion Entfernung messen und klicken dann die Ecken des Dachs nacheinander an.

So lesen Sie Länge und Breite ab. Das Satellitenbild zeigt das Dach von oben, das Ergebnis ist also die Grundfläche und nicht die Dachfläche. Tragen Sie die beiden Maße und die Neigung in den Rechner ein oder multiplizieren Sie mit dem Faktor X.

Die Genauigkeit hängt von Auflösung und Blickwinkel des Bildes ab. Als Alternative bieten viele Bundesländer ein Solarkataster an. Es zeigt für jedes Dach, wie gut es sich für Solarenergie eignet.

Dachfläche berechnen: Flachdach

Beim Flachdach ist die Rechnung am einfachsten: Länge mal Breite ergibt die Dachfläche. Eine Korrektur für die Neigung entfällt. Im Rechner tragen Sie dafür 0 Grad ein.

Nutzen lässt sich auf dem Flachdach aber ein kleinerer Teil der Fläche. Die Module werden aufgeständert, und die Reihen brauchen Abstand, damit sie sich nicht gegenseitig verschatten. Dazu kommen Wartungswege und der Abstand zum Dachrand.

Setzen Sie den nutzbaren Anteil im Rechner deshalb deutlich niedriger an als beim Schrägdach. Wie viel es bei Ihrem Dach ist, hängt von Aufstellwinkel und Ausrichtung ab und gehört in die Planung des Fachbetriebs. Mehr dazu steht im Beitrag zur Photovoltaik auf dem Flachdach.

Von der Dachfläche zur Solaranlage

Die Dachfläche ist der erste Schritt, nicht das Ziel. Wer sie kennt, weiß, wie groß die Solaranlage werden kann. Für die Entscheidung fehlen dann noch Ertrag, Preis und ein Termin.

  1. Leistung festlegen: Der Rechner zeigt, wie viel kWp auf das Dach passen. Größere Anlagen sind laut Verbraucherzentrale meist wirtschaftlicher, die Grenze setzen Dach und Budget.
  2. Ertrag und Ersparnis berechnen: Der Solarrechner zeigt Autarkie, Eigenverbrauch und den jährlichen Vorteil.
  3. Angebote einholen: Erst das Angebot nennt den Preis. Der Fachbetrieb misst nach und prüft Verschattung, Statik und Zählerschrank.
  4. Angebote vergleichen: Achten Sie auf Leistung, Module, Wechselrichter und den Termin der Inbetriebnahme. Hilfe gibt der Photovoltaik-Angebotsvergleich.
Stichtag 31.12.2026 für die Einspeisevergütung

Das geltende Gesetz zur Einspeisevergütung ist laut Bundesnetzagentur nur bis zum 31.12.2026 anwendbar, eine Nachfolgeregelung ist im parlamentarischen Verfahren. Die Verbraucherzentrale schreibt, dass Anlagen ab dem 01.01.2027 nach jetzigem Stand keine feste Vergütung mehr erhalten sollen. Wer damit rechnet, sollte Angebote früh einholen und den Termin der Inbetriebnahme festhalten. Stand: 08.10.2026.

Die Sätze und Regeln dazu stehen im Beitrag zur Einspeisevergütung, die Preise im Beitrag Photovoltaik-Kosten.

Häufige Fragen

Wie berechne ich die Dachfläche für eine Solaranlage?

Multiplizieren Sie die Dachlänge mit der Dachbreite, jeweils mit Dachüberständen, und das Ergebnis mit dem Faktor X für Ihre Dachneigung. Beispiel: 8,80 m mal 8,10 m mal 1,155 bei 30 Grad ergibt 82,33 Quadratmeter Dachfläche. Der Rechner auf dieser Seite erledigt das automatisch.

Wie viel Dachfläche brauche ich pro kWp Photovoltaik?

Die Verbraucherzentrale nennt etwa 5 bis 7 Quadratmeter Dachfläche für ein Kilowatt-Peak. Der Rechner setzt 6 Quadratmeter an. Für eine Anlage mit 10 Kilowatt-Peak brauchen Sie damit rund 60 Quadratmeter nutzbare Fläche.

Wie viel Prozent der Dachfläche kann ich für PV nutzen?

Das hängt von Dachfenstern, Gauben, Schornstein und den Abständen zum Dachrand ab. Der Rechner nimmt 85 Prozent an, Sie können den Wert im Feld ändern. Auf einem Flachdach ist der Anteil kleiner, weil die Modulreihen Abstand zueinander brauchen. Die tatsächlich belegbare Fläche bestimmt der Fachbetrieb.

Kann ich meine Dachfläche mit Google Maps berechnen?

Ja. In der Satellitenansicht messen Sie mit der Funktion Entfernung messen die Kanten des Dachs. Das Ergebnis ist die Grundfläche von oben gesehen. Die tatsächliche Dachfläche ist wegen der Neigung größer, multiplizieren Sie deshalb mit dem Faktor X.

Wie viele Solarmodule passen auf mein Dach?

Teilen Sie die mögliche Leistung durch die Leistung eines Moduls. Auf 60 Quadratmeter nutzbare Fläche passen nach der Rechnung dieser Seite rund 10 Kilowatt-Peak, das sind bei Modulen mit 450 Watt 22 Module. Der Rechner zeigt die Zahl für Ihr Dach an.

Wie berechne ich die Dachfläche bei 45 Grad Dachneigung?

Bei 45 Grad beträgt der Faktor X 1,414. Ein Haus mit 80 Quadratmetern Grundfläche einschließlich Dachüberständen hat dann rund 113 Quadratmeter Dachfläche. Jede Dachhälfte eines Satteldachs ist halb so groß.

Reicht eine Dachhälfte für eine Solaranlage?

Oft ja. Im Beispiel des Rechners mit 10 mal 8 Metern und 30 Grad hat eine Dachhälfte 46,2 Quadratmeter, davon sind rund 39 Quadratmeter nutzbar. Das reicht rechnerisch für etwa 6,5 Kilowatt-Peak.

Fazit

Mit Länge, Breite und Neigung berechnen Sie Ihre Dachfläche in einer Minute, mit dem Rechner, mit dem Faktor X, über die Ziegel oder per Satellitenbild. Wichtiger als die Quadratmeter ist, was daraus folgt: wie viel kWp auf das Dach passen und wie viel Strom die Anlage liefert.

Die Rechnung ersetzt kein Aufmaß. Den verbindlichen Plan mit Modulbelegung, Verschattung und Preis liefert der Fachbetrieb.

Mit Ihrer Dachfläche können Sie Angebote einordnen. Über das Formular erhalten Sie Angebote von Fachbetrieben aus Ihrer Region für eine Solaranlage, die zu Ihrem Dach passt.

Quellen und Methodik

Flächenbedarf je kWp, Beispielertrag und der Stichtag stammen aus den folgenden Quellen. Der Faktor X, die Tabellen und alle Beispielrechnungen sind eigene Rechnungen. Der nutzbare Anteil und die Modulleistung sind Annahmen des Rechners.

  1. Verbraucherzentrale: Photovoltaik, was bei der Planung einer Solaranlage wichtig ist - Flächenbedarf je kWp, Beispielertrag, Anlagengröße und Vergütung
  2. Bundesnetzagentur: EEG-Förderung und Fördersätze - Geltungsdauer des Gesetzes

Hinweis: Der Dachflächen-Rechner liefert eine Näherung auf Basis Ihrer Eingaben und pauschaler Annahmen. Er ersetzt kein Aufmaß und keine Planung. Gesetzliche Regeln und Vergütungssätze können sich ändern. Für die Belegung des Dachs und ein verbindliches Angebot wenden Sie sich an einen Fachbetrieb. Alle Angaben ohne Gewähr.

© Solar.red