Jetzt teilen!
Vaillant Wärmepumpe Test, Preis & Erfahrungen 2026
Zusammenfassung

Vaillant ist ein 1874 gegründetes deutsches Unternehmen mit Sitz in Remscheid und rund 17.000 Mitarbeitern (Umsatz 2022: ca. 3,7 Mrd. EUR). Die aroTHERM plus ist laut Vaillant die beliebteste Luft-Wasser-Wärmepumpe des Herstellers, seit September 2025 in der überarbeiteten /8.1-Generation verfügbar. Sie nutzt das natürliche Kältemittel R290 (Propan) und erreicht Vorlauftemperaturen bis 75 °C – auch mit bestehenden Heizkörpern. Der COP bei A7/W35 liegt bei bis zu 5,4 (Modell VWL 125/8.1 A), die Energieeffizienzklasse bei 35 °C beträgt A+++. Im Nachtmodus erreicht die neue Generation nur 27,5 dB(A). Die Gesamtkosten mit Installation liegen bei 15.000–25.000 EUR, nach KfW-Förderung (bis 70 %) ab ca. 9.000 EUR. Vaillant bietet eine kostenlose 5-Jahresgarantie. Die aroTHERM plus wurde im Stiftung-Warentest-Programm (10/2025) berücksichtigt.

Anzeige

Vaillant – Unternehmen & Geschichte

Vaillant gehört zu den ältesten Heizungsherstellern Europas. Gegründet 1874 in Remscheid, beschäftigt das Familienunternehmen rund 17.000 Mitarbeiter in über 60 Ländern. Der Jahresumsatz lag 2022 bei ca. 3,7 Milliarden Euro.

Die Kernkompetenz liegt in Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnik. Neben Wärmepumpen umfasst das Portfolio Gas-Brennwertgeräte, Solarthermieanlagen, Lüftungssysteme und smarte Steuerungen über die myVAILLANT-App.

Vaillant hat sich ambitionierte Nachhaltigkeitsziele bis 2030 gesetzt. Die konsequente Umstellung auf das natürliche Kältemittel R290 in allen neuen Wärmepumpen ist ein zentraler Baustein dieser Strategie.

1874 Gründung in Remscheid durch Johann Vaillant
2008 Markteinführung der ersten aroTHERM-Wärmepumpen
2022 aroTHERM plus mit R290-Kältemittel (erste Generation /6 A)
März 2025 ISH 2025: Vorstellung der neuen /8.1-Generation und des erweiterten Portfolios
Sept. 2025 Marktstart aroTHERM plus /8.1 – leiser, effizienter, neues Sicherheitskonzept

Die aroTHERM plus /8.1 im Überblick

Die aroTHERM plus ist laut Vaillant die beliebteste Luft-Wasser-Wärmepumpe des Herstellers. Seit September 2025 ist die überarbeitete /8.1-Generation erhältlich, die laut Herstellerangaben bei Effizienz, Schallschutz und Aufstellflexibilität deutlich verbessert wurde.

3–12 kW
Leistungsspektrum
75 °C
Max. Vorlauftemperatur
5,4 COP
COP bei A7/W35 (max.)
27,5 dB(A)
Nachtmodus (lt. Hersteller)
202 %
ETAs (max.)
R290
Kältemittel (GWP ≤ 3)

Monoblock-Bauweise vereinfacht die Installation erheblich. Der gesamte Kältekreislauf befindet sich in der Außeneinheit. Zwischen Außen- und Inneneinheit werden nur Wasserleitungen verlegt – eine F-Gas-Zertifizierung des Installateurs ist nicht erforderlich.

Neues Sicherheitskonzept: Aufstellung fast ohne Einschränkungen. Laut Vaillant ermöglicht ein branchenweit einzigartiges Sicherheitskonzept die Platzierung der Außeneinheit nahezu ohne Mindestabstände zu Türen, Fenstern oder Kellerschächten. Das ist ein Vorteil gegenüber vielen R290-Wärmepumpen anderer Hersteller.

Die myVAILLANT-App bietet Fernsteuerung und Monitoring. Über ein kompatibles Vaillant-Internetmodul lässt sich die Wärmepumpe per Smartphone überwachen. Die SG-Ready-Schnittstelle ermöglicht die Einbindung in PV-Anlagen und intelligente Energiemanagementsysteme. Für die Nutzung stundenbasierter dynamischer Stromtarife wird in der Regel ein zusätzliches EMS benötigt.

Modellvergleich: Alle fünf Leistungsstufen

Die aroTHERM plus /8.1 gibt es in fünf Varianten von 3 bis 12 kW. Die kleinen Modelle (35, 55, 75) laufen am 230-V-Anschluss, die großen (105, 125) benötigen einen 400-V-Starkstromanschluss.

Tabelle seitlich scrollen
Technische Daten der Vaillant aroTHERM plus /8.1-Generation (Herstellerangaben)
Parameter VWL 35/8.1 A VWL 55/8.1 A VWL 75/8.1 A VWL 105/8.1 A VWL 125/8.1 A
Stromanschluss 230 V 230 V 230 V 400 V 400 V
Heizleistung (A-7/W35) 3,6 kW 5,6 kW 7,0 kW 9,2 kW 12,1 kW
COP (A7/W35) ~4,5 4,92 ~5,2 ~5,3 5,39
COP (A-7/W35) ~2,2 2,67 ~2,8 ~2,7 2,72
ETAs (35 °C) ~180 % ~190 % ~195 % ~200 % 202 %
Effizienzklasse (35 °C) A+++ A+++ A+++ A+++ A+++
Effizienzklasse (55 °C) A++ A++ A++ A++ A++
Kühlleistung (A35/W18) ~4,5 kW 4,89 kW ~6,5 kW ~10,9 kW 11,66 kW
Kältemittel R290 R290 R290 R290 R290
Max. Vorlauftemperatur 75 °C 75 °C 75 °C 75 °C 75 °C
Geeignet für ca. 80–120 m² 120–180 m² 160–240 m² 200–300 m² 280–420 m²

Werte teils gerundet. Exakte Daten variieren je nach Normbedingung und Systemkombination. Quelle: Vaillant Datenblätter /8.1-Serie.

💡 Welches Modell für Ihr Haus?

Die VWL 75/8.1 A gilt als Bestseller für typische Einfamilienhäuser mit 120–160 m². Entscheidend ist aber nicht die Wohnfläche allein, sondern die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831. Lassen Sie diese immer vom Fachbetrieb erstellen – eine falsch dimensionierte Wärmepumpe taktet häufig und verliert deutlich an Effizienz.

COP, SCOP & Energieeffizienz

Die neue /8.1-Generation erreicht COP-Werte von bis zu 5,4 bei A7/W35. Das bedeutet: Aus 1 kWh Strom werden bis zu 5,4 kWh Wärme. Ein direkter Vergleich mit der Vorgängergeneration (/6 A-Serie) sollte nur mit identischen Normpunkten aus den offiziellen Datenblättern erfolgen – die Verbesserung zeigt sich vor allem im höheren ETAs-Wert (bis 202 % vs. ca. 182 % beim Vorgänger).

Der ETAs-Wert liegt laut Vaillant bei bis zu 202 %. Die jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz (ETAs) berücksichtigt wechselnde Außentemperaturen und ist aussagekräftiger als der COP allein. 202 % entsprechen in etwa einer realistischen Jahresarbeitszahl (JAZ) von 4,5–5,0 bei Fußbodenheizung.

Bei 55 °C Vorlauf sinkt die Effizienz spürbar. Das ist physikalisch normal: Je höher die Temperaturdifferenz, desto mehr Strom benötigt der Kompressor. Im Altbau mit 55 °C Vorlauf liegt die JAZ typischerweise bei 3,5–3,8 – immer noch wirtschaftlich, aber die Betriebskosten steigen gegenüber einem Niedertemperatursystem.

✅ Praxistipp: Vorlauftemperatur senken = Kosten sparen

Als Faustregel gilt: Jedes Grad weniger Vorlauftemperatur bringt ca. 2,5 % mehr Effizienz. Ein hydraulischer Abgleich (500–1.500 EUR) und der Austausch einzelner unterdimensionierter Heizkörper (300–1.500 EUR/Raum) können die Vorlauftemperatur oft von 65 auf 45–50 °C senken.

Betriebsgeräusche & Aufstellung

Im Nachtmodus nur 27,5 dB(A) – leiser als ein Kühlschrank. Laut Vaillant erreicht die neue aroTHERM plus im schallreduzierten Betrieb nur 27,5 dB(A) in 3 m Abstand. Zum Vergleich: Ein Flüstern liegt bei ca. 30 dB(A). Das ist relevant, weil förderfähige Wärmepumpen strenge Schallschutz-Grenzwerte einhalten müssen.

Im Normalbetrieb liegen die Schallleistungspegel bei 54–59 dB(A). Die kleineren Modelle (VWL 35, 55, 75) sind mit 54–55 dB(A) leiser, die größeren Modelle (VWL 105, 125) liegen bei bis zu 59 dB(A). Der Branchendurchschnitt für Luft-Wasser-Wärmepumpen liegt bei 54–60 dB(A).

Wer zusätzliche Schalldämmung benötigt, findet passende Lösungen. Für besonders enge Nachbarverhältnisse kann eine Schallschutzhaube den Pegel nochmals um 5–10 dB(A) reduzieren.

📐 Aufstellung: Neues Sicherheitskonzept

Viele R290-Wärmepumpen erfordern Mindestabstände zu Gebäudeöffnungen, da Propan schwerer als Luft ist. Vaillant hat ein branchenweit einzigartiges Sicherheitskonzept entwickelt, das diese Abstände auf ein Minimum reduziert. Damit eignet sich die aroTHERM plus laut Hersteller auch für beengte Grundstücke in Reihenhaussiedlungen.

Vorlauftemperatur & Altbautauglichkeit

75 °C Vorlauf – deutlich über dem Branchendurchschnitt von 60–65 °C. Die aroTHERM plus kann dadurch auch ältere Heizkörper versorgen, ohne dass eine Fußbodenheizung nachgerüstet werden muss. Das macht sie zu einer der wenigen Wärmepumpen, die im Altbau fast ohne bauliche Veränderungen funktionieren.

Die optimale Vorlauftemperatur liegt aber bei 35–50 °C. Nur in diesem Bereich arbeitet die Wärmepumpe mit den besten COP-Werten. Wer dauerhaft 65–75 °C fährt, muss mit einer JAZ von nur 2,5–3,2 rechnen – das verteuert den Betrieb erheblich.

Eine Langzeitstudie des Fraunhofer ISE bestätigt JAZ-Werte von 2,6–5,4 in Bestandsgebäuden. Das zeigt: Die Effizienz hängt weniger von der Wärmepumpe selbst ab als vom Gesamtsystem – also Dämmung, Heizkörper, Vorlauftemperatur und hydraulischer Abgleich. Weitere Details dazu finden Sie in unserem Ratgeber Wärmepumpe im Altbau.

Vorteile & Nachteile

✅ Vorteile

  • Hohe Effizienz: COP bis 5,4 bei A7/W35, Energieeffizienzklasse A+++ bei 35 °C – über dem Marktdurchschnitt.
  • R290-Kältemittel: Natürliches Propan mit sehr niedrigem Treibhauspotential – zukunftssicher für kommende EU-Regulierungen.
  • Altbautauglich: 75 °C Vorlauf ermöglicht Betrieb mit bestehenden Heizkörpern – Fußbodenheizung nicht erforderlich.
  • Extrem leise: 27,5 dB(A) im Nachtmodus, geeignet für dicht bebaute Wohngebiete und aktuelle Schallschutzanforderungen der BEG-Förderung.
  • Flexible Aufstellung: Neues Sicherheitskonzept erlaubt minimale Abstände zu Fenstern und Türen.
  • Heizen + Kühlen: Active Cooling im Sommer mit Kühlleistungen von 4,5–11,7 kW.
  • 5-Jahresgarantie: Serienmäßig und kostenlos – Branchenstandard liegt oft bei 2 Jahren.

❌ Nachteile

  • Hohe Anschaffungskosten: 15.000–25.000 EUR mit Installation – ohne Förderung eine signifikante Investition.
  • Effizienzeinbruch bei hohem Vorlauf: Bei 65–75 °C sinkt der COP auf unter 2,5 – die Stromkosten steigen spürbar.
  • Platzbedarf Außeneinheit: Trotz des neuen Sicherheitskonzepts benötigt die Außeneinheit eine freie Fläche von mindestens 0,7 × 0,4 m (je nach Modell mehr).
  • Leistungsabfall bei Extremkälte: Unter −15 °C liefert die Wärmepumpe weniger Heizleistung – in Höhenlagen ggf. bivalenter Betrieb nötig.
  • Abhängigkeit vom Strompreis: Betriebskosten schwanken mit den Stromtarifen. Ein Wärmepumpentarif ist wirtschaftlich empfehlenswert.

Kosten & Dimensionierung

Die Gesamtkosten liegen 2026 bei 15.000–25.000 EUR inklusive Installation. Dieser Rahmen umfasst die Wärmepumpe, Inneneinheit (uniTOWER oder Hydraulikstation), Pufferspeicher, Verrohrung, Elektroarbeiten und Inbetriebnahme. Ohne Installation kostet das Gerät allein je nach Modell ca. 8.000–14.000 EUR.

Zusätzliche Posten, die oft vergessen werden: Demontage der Altanlage (800–2.500 EUR), hydraulischer Abgleich (500–1.500 EUR), Zählerschrankmodernisierung (1.000–3.000 EUR) und ggf. Heizkörpertausch (300–1.500 EUR/Raum).

Die jährlichen Betriebskosten liegen typischerweise bei 800–1.500 EUR. Das hängt von Hausgröße, Dämmung, Vorlauftemperatur und Stromtarif ab. In Kombination mit einer Photovoltaikanlage sind weitere 25–40 % Einsparung möglich.

🔢 Wärmepumpe berechnen
Tabelle seitlich scrollen
Richtwerte für Modellwahl nach Wohnfläche und Gebäudetyp (Herstellerangaben)
Modell Heizleistung (A-7/W35) Neubau (gut gedämmt) Sanierter Altbau
VWL 35/8.1 A 3,6 kW 80–120 m² 60–90 m²
VWL 55/8.1 A 5,6 kW 120–180 m² 90–140 m²
VWL 75/8.1 A 7,0 kW 160–240 m² 120–180 m²
VWL 105/8.1 A 9,2 kW 200–300 m² 150–230 m²
VWL 125/8.1 A 12,1 kW 280–420 m² 210–320 m²

Richtwerte zur Orientierung. Die tatsächliche Dimensionierung basiert auf der Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.

KfW-Förderung 2026

Die KfW-Förderung für den Heizungstausch beträgt 2026 weiterhin bis zu 70 %. Der maximale Zuschuss bei einem Einfamilienhaus (erste Wohneinheit) liegt bei 21.000 EUR – bezogen auf förderfähige Kosten von max. 30.000 EUR.

Die Förderung setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen: Grundförderung (30 %), Geschwindigkeitsbonus (20 % – sinkt ab 2028 schrittweise), Einkommensbonus (30 % bei haushaltsbezogenem Einkommen unter 40.000 EUR/Jahr) und ggf. Effizienzbonus für natürliche Kältemittel.

Wichtig: Antrag vor Vorhabensbeginn stellen. Die KfW-Förderung muss beantragt werden, bevor Liefer- oder Leistungsverträge ohne förderunschädliche Bedingung abgeschlossen werden. Ein hydraulischer Abgleich gehört zu den technischen Mindestanforderungen der BEG-Förderung.

Wärmepumpen müssen Schallschutz-Grenzwerte einhalten, um förderfähig zu sein. Die geltenden BEG-Richtlinien stellen Anforderungen an die Geräuschemission. Die aktuelle aroTHERM plus /8.1 erfüllt laut Vaillant alle Anforderungen. Prüfen Sie die konkreten Grenzwerte mit Ihrem Fachbetrieb und der aktuellen KfW-Dokumentation.

💰 Rechenbeispiel: aroTHERM plus VWL 75/8.1 A

Gesamtkosten inkl. Installation: ca. 20.000 EUR. Bei Maximalförderung (70 %): Zuschuss 14.000 EUR → Eigenanteil nur 6.000 EUR. Bei realistischer Förderung (50 %): Zuschuss 10.000 EUR → Eigenanteil 10.000 EUR. Der exakte Fördersatz hängt von Einkommen und Austauschzeitpunkt ab.

Garantie & Service

5 Jahre Garantie – serienmäßig und kostenlos. Für die neue aroTHERM plus /8.1 bewirbt Vaillant eine kostenlose 5-Jahresgarantie nach Installation durch einen Vaillant-Fachpartner. Das ist überdurchschnittlich: Viele Hersteller bieten nur 2 Jahre Standardgarantie. Details zu Einzelkomponenten und Garantiebedingungen ergeben sich aus den jeweiligen Garantieunterlagen.

Regelmäßige Wartung ist Voraussetzung für die Garantie. Die jährliche Inspektion durch einen Fachbetrieb kostet ca. 150–400 EUR. Der Vaillant-Werkskundendienst trägt das Qualitätssiegel „TÜV Service tested".

Vaillant-Portfolio: aroTHERM perform & pro

Neben der aroTHERM plus hat Vaillant auf der ISH 2025 zwei neue Modellreihen vorgestellt. Sie erweitern das Portfolio für unterschiedliche Anforderungen.

aroTHERM perform NEU

Für große Ein- und Mehrfamilienhäuser: 15 und 20 kW. Die aroTHERM perform richtet sich an Objekte, die mehr Heizleistung benötigen als die 12 kW der aroTHERM plus. Sie nutzt ebenfalls R290, bietet das gleiche Sicherheitskonzept und lässt sich per iQconnect-Elektronik in Kaskaden von bis zu sechs Geräten schalten. Wer eine Wärmepumpe für ein Mehrfamilienhaus plant, sollte dieses Modell prüfen.

aroTHERM pro NEU

Besonders kompakt: 5, 7 und 11 kW. Die aroTHERM pro ist für beengte Verhältnisse konzipiert – noch platzsparender als die aroTHERM plus. Sie erreicht Vorlauftemperaturen bis 65 °C (bei bis zu −10 °C Außentemperatur) und arbeitet zuverlässig bis −25 °C. Eine gute Option, wenn maximale Vorlauftemperaturen von 75 °C nicht benötigt werden.

Alle drei Baureihen nutzen R290 und das neue Sicherheitskonzept. Einen Überblick über die verschiedenen Wärmepumpen-Arten finden Sie in unserem separaten Vergleich. Auch ein herstellerübergreifender Wärmepumpen-Test kann bei der Entscheidung helfen.

Häufige Fragen (FAQ)

Wie viel kostet eine Vaillant aroTHERM plus mit Installation?

Die Gesamtkosten liegen 2026 bei 15.000–25.000 EUR inklusive Installation, Inneneinheit und Inbetriebnahme. Nach KfW-Förderung (bis 70 %, max. 21.000 EUR Zuschuss) sinken die Nettokosten auf ca. 9.000–18.000 EUR. Die genaue Summe hängt von Modellgröße, Installationsaufwand und regionalem Preisniveau ab.

Welches Vaillant-Modell passt zu meinem Einfamilienhaus?

Für ein typisches Einfamilienhaus mit 120–160 m² ist die VWL 75/8.1 A der Bestseller. Entscheidend ist die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 – nicht allein die Wohnfläche. Bei gut gedämmten Neubauten reicht oft die VWL 55/8.1 A, bei größeren oder schlecht gedämmten Häusern brauchen Sie die VWL 105 oder 125.

Funktioniert die Vaillant aroTHERM plus auch im Altbau?

Ja. Die aroTHERM plus erreicht Vorlauftemperaturen bis 75 °C und kann bestehende Heizkörper versorgen. Für die beste Effizienz empfehlen sich jedoch ein hydraulischer Abgleich und ggf. der Austausch einzelner Heizkörper, um die Vorlauftemperatur auf 45–50 °C zu senken. Mehr dazu in unserem Ratgeber Wärmepumpe im Altbau.

Was unterscheidet die neue /8.1-Generation vom Vorgänger?

Die /8.1-Generation (ab September 2025) bietet lt. Hersteller: deutlich höhere Effizienz (ETAs bis 202 % vs. vorher bis 182 %), leiseren Betrieb (27,5 dB(A) im Nachtmodus), ein neues Sicherheitskonzept für minimale Aufstellabstände, neues schwarzgraues Design (RAL 7021) und die iQconnect-Elektronikplattform mit 7-Zoll-Touchdisplay.

Wie laut ist die Vaillant aroTHERM plus?

Im schallreduzierten Nachtmodus erreicht die neue aroTHERM plus laut Herstellerangaben nur 27,5 dB(A) – vergleichbar mit dem Ticken einer Armbanduhr. Im Normalbetrieb liegen die Schallleistungspegel je nach Modell zwischen 54 und 59 dB(A).

Lohnt sich die Kombination mit Photovoltaik?

Ja. Die aroTHERM plus verfügt über eine SG-Ready-Schnittstelle und kann PV-Überschussstrom direkt nutzen. Laut Fraunhofer ISE erhöht die Kombination mit Photovoltaik die Eigenversorgung deutlich. In der Praxis sind Betriebskosteneinsparungen von 25–40 % realistisch. Einen Überblick über die Eigenverbrauchsoptimierung finden Sie auf Solar.red.

Brauche ich eine Fußbodenheizung für die Vaillant aroTHERM plus?

Nein. Dank der maximalen Vorlauftemperatur von 75 °C arbeitet die aroTHERM plus auch mit klassischen Heizkörpern. Die Effizienz ist allerdings bei 35–50 °C Vorlauf (typisch für Fußbodenheizungen) am höchsten. Im Altbau mit Radiatoren ist eine Vorlauftemperatur von 45–55 °C ein guter Kompromiss.

Fazit

Die Vaillant aroTHERM plus /8.1 gehört 2026 zu den effizientesten Luft-Wasser-Wärmepumpen auf dem deutschen Markt. Die Kombination aus hohem COP (bis 5,4), R290-Kältemittel, 75 °C Vorlauf und dem neuen Sicherheitskonzept für flexible Aufstellung macht sie sowohl für Neubauten als auch für Altbausanierungen interessant.

Die aroTHERM plus wurde im Stiftung-Warentest-Programm (10/2025) berücksichtigt. Vaillant überzeugt zudem mit einer serienmäßigen 5-Jahresgarantie und einem TÜV-zertifizierten Werkskundendienst.

Die Kosten relativieren sich durch die KfW-Förderung. Bei Maximalförderung von 70 % kann der Eigenanteil auf unter 10.000 EUR sinken. Die jährlichen Betriebskosten liegen bei 800–1.500 EUR – in Kombination mit Photovoltaik nochmals deutlich weniger.

Entscheidend ist die fachgerechte Planung. Die Wärmepumpe selbst ist nur ein Teil des Systems. Heizlastberechnung, Dimensionierung, hydraulischer Abgleich und Vorlauftemperatur-Optimierung entscheiden über die tatsächliche Effizienz. Vergleichen Sie mindestens drei Angebote von Fachbetrieben, bevor Sie sich entscheiden.

Hinweis: Solar.red steht in keiner geschäftlichen Verbindung oder Kooperation mit Vaillant oder anderen hier genannten Unternehmen. Alle Angaben zu Preisen und technischen Daten basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen und Herstellerangaben (Stand: März 2026). Preise sind Richtwerte ohne Installation und können je nach Händler und Region variieren. Angaben zu Effizienzwerten und Lebensdauervorteilen beruhen auf Herstellerangaben und können je nach Nutzungsprofil abweichen. Für verbindliche Angebote und technische Beratung wenden Sie sich bitte an einen zertifizierten Fachhändler. Dieser Artikel dient ausschließlich der unabhängigen Information.

© 2026 Solar.red – Unabhängig seit 2019