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Das Wichtigste in Kürze

Die Degression der Einspeisevergütung senkt nach § 49 EEG 2023 den Fördersatz für neue Photovoltaikanlagen alle sechs Monate um 1 Prozent, jeweils zum 1. Februar und zum 1. August. Laufende Anlagen behalten ihren Satz. Was ab 2027 gilt, entscheidet die EEG-Novelle, die im Oktober 2026 noch nicht beschlossen ist.

  • Degressionssatz: 1 Prozent je Halbjahr auf den anzulegenden Wert, seit dem 1. Februar 2024
  • Stichtage: 1. Februar und 1. August, zuletzt am 1. August 2026
  • Satz seit 1. August 2026: 7,70 ct/kWh bei Teileinspeisung und 12,22 ct/kWh bei Volleinspeisung bis 10 kW (Bundesnetzagentur)
  • Halbjahr davor: 7,78 und 12,34 ct/kWh (Februar bis Juli 2026)
  • Seit Februar 2024: von 8,11 auf 7,70 ct/kWh, rund 5 Prozent weniger (eigene Rechnung)
  • Gültig bis: Inbetriebnahme bis 31. Dezember 2026, danach Nachfolgeregelung offen
  • Bestandsanlagen: nicht betroffen, ihr Satz gilt 20 Jahre bis zum 31. Dezember des zwanzigsten Jahres (§ 25 EEG 2023)

Was ist die Degression der Einspeisevergütung?

Die Degression der Einspeisevergütung ist die gesetzlich festgelegte, schrittweise Absenkung der Solarförderung für neue Photovoltaikanlagen. Nach § 49 EEG 2023 sinkt der anzulegende Wert seit dem 1. Februar 2024 alle sechs Monate um 1 Prozent. Maßgeblich ist der Tag der Inbetriebnahme. Laufende Anlagen behalten ihren Satz für die gesamte Förderdauer.

Die Einspeisevergütung ist der Betrag, den der Netzbetreiber für jede Kilowattstunde Solarstrom zahlt, die eine Photovoltaikanlage ins öffentliche Netz abgibt. Die Degression wirkt wie eine Treppe: Jede Stufe gilt für die Anlagen, die in diesem Halbjahr ans Netz gehen.

Der Gesetzgeber begründet die Absenkung damit, dass Solaranlagen über die Jahre günstiger werden. Eine feste Förderung über 20 Jahre soll neue Anlagen wirtschaftlich machen, ohne sie dauerhaft zu überfördern. Die Degression ist damit das Werkzeug, mit dem das Erneuerbare-Energien-Gesetz die Solarförderung an sinkende Kosten anpasst.

Die Kernregel in einem Satz

Die Degression legt nur fest, mit welchem Satz eine neue Anlage startet. Dieser Startsatz bleibt dann für die gesamte Förderdauer gleich, spätere Senkungen ändern ihn nicht.

Wie funktioniert die Degression nach § 49 EEG?

Die Degression nach § 49 EEG 2023 funktioniert in drei Schritten: Der ungerundete anzulegende Wert des vorangegangenen Halbjahres sinkt um 1 Prozent, das Ergebnis wird auf zwei Stellen nach dem Komma gerundet, und nach § 53 EEG 2023 werden 0,4 Cent abgezogen. Was übrig bleibt, ist die ausgezahlte Einspeisevergütung für Anlagen dieses Halbjahres.

Der anzulegende Wert ist der gesetzliche Ausgangswert der Förderung. § 48 Absatz 2 EEG 2023 nennt für Solaranlagen auf Gebäuden bis einschließlich 10 kW installierter Leistung 8,51 Cent pro Kilowattstunde. Wer den gesamten Strom einspeist, erhält nach § 48 Absatz 2a einen Zuschlag von 4,8 Cent. Beide Werte sinken im selben Rhythmus, ebenso der Mieterstromzuschlag nach § 48a.

Ein Rechenbeispiel für Dachanlagen bis 10 kW: Der anzulegende Wert lag von Februar bis Juli 2026 bei 8,18 Cent. Minus 1 Prozent ergibt gerundet 8,10 Cent, abzüglich 0,4 Cent bleiben 7,70 Cent pro Kilowattstunde. Genau diesen Satz nennt die Bundesnetzagentur für Inbetriebnahmen vom 1. August bis 31. Dezember 2026.

Weil der Abzug von 0,4 Cent gleich bleibt, sinkt die ausgezahlte Vergütung etwas stärker als 1 Prozent: Von 7,78 auf 7,70 Cent sind es rund 1,03 Prozent (eigene Rechnung). Anlagen in der Direktvermarktung, die ihren Strom über einen Händler an der Börse verkaufen, rechnen mit dem anzulegenden Wert ohne diesen Abzug, zuletzt 8,10 Cent bis 10 kW.

Wann sinkt die Einspeisevergütung?

Die Einspeisevergütung sinkt jeweils zum 1. Februar und zum 1. August eines Jahres, und zwar für Anlagen, die ab diesem Tag in Betrieb gehen. Der erste Termin war nach § 49 EEG 2023 der 1. Februar 2024, die letzte Senkung erfolgte am 1. August 2026. Rechnerisch wäre der nächste Termin der 1. Februar 2027, abhängig von der Nachfolgeregelung.

Ob es den Termin im Februar 2027 gibt, ist offen. Die Bundesnetzagentur weist darauf hin, dass das EEG 2023 bis zum 31. Dezember 2026 anwendbar ist, und hat Fördersätze deshalb nur für Inbetriebnahmen bis zu diesem Tag veröffentlicht. Eine Nachfolgeregelung befindet sich laut Behörde in der parlamentarischen Beratung (Abruf am 14. Oktober 2026).

1. Februar 2024Erste Senkung um 1 Prozent nach § 49 EEG 2023
2024 bis 2026Weitere Senkungen am 1. August 2024, 1. Februar 2025, 1. August 2025 und 1. Februar 2026
1. August 2026Letzte Senkung: 7,70 ct/kWh bei Teileinspeisung bis 10 kW
31. Dezember 2026Letzter Tag, für den die Bundesnetzagentur Sätze nach dem EEG 2023 veröffentlicht hat
1. Februar 2027Rechnerisch nächster Stichtag, nur wenn das bisherige System fortgilt

Sinkt die Einspeisevergütung alle 6 Monate?

Ja, seit 2024 sinkt die Einspeisevergütung für neue Photovoltaikanlagen alle sechs Monate. § 49 EEG 2023 schreibt eine Absenkung um 1 Prozent zum 1. Februar 2024 und danach im Halbjahresabstand vor. Vorher war das anders: Bis Ende Januar 2024 blieben die Sätze nach der EEG-Reform 2022 stehen, und davor bestimmte die Bundesnetzagentur die Absenkung quartalsweise nach dem Zubau.

Der Halbjahresrhythmus hat einen praktischen Vorteil: Wer im Frühjahr plant, weiß, dass bis Ende Juli derselbe Satz gilt. Die Abstände zwischen zwei Stufen sind klein. Zwischen dem Satz bis Juli 2026 und dem Satz ab August 2026 liegen bei kleinen Dachanlagen 0,08 Cent pro Kilowattstunde.

Degression der Einspeisevergütung 2024 bis 2026: der Verlauf

Seit Beginn der halbjährlichen Degression im Februar 2024 ist die Einspeisevergütung für Dachanlagen bis 10 kW bei Teileinspeisung von 8,11 auf 7,70 Cent pro Kilowattstunde gesunken, bei Volleinspeisung von 12,87 auf 12,22 Cent. Das sind in sechs Stufen jeweils rund 5 Prozent (eigene Rechnung).

Tabelle seitlich scrollen
Degression der Einspeisevergütung bis 10 kW, Werte in ct/kWh
InbetriebnahmeAnzulegender WertTeileinspeisungVolleinspeisung
Feb. bis Juli 20248,518,1112,87
Aug. 2024 bis Jan. 20258,438,0312,73
Feb. bis Juli 20258,347,9412,60
Aug. 2025 bis Jan. 20268,267,8612,47
Feb. bis Juli 20268,187,7812,34
Aug. bis Dez. 20268,107,7012,22

Solaranlagen auf Gebäuden bis einschließlich 10 kW. Zeile ab August 2026 laut Bundesnetzagentur (Abruf 14.10.2026), frühere Zeilen eigene Rechnung aus den Ausgangswerten in § 48 EEG 2023 nach dem Rechenweg in § 49 und § 53. Maßgeblich sind die archivierten Tabellen der Bundesnetzagentur.

Die Bundesnetzagentur stellt für jedes Halbjahr eine Excel-Tabelle mit allen Leistungsstufen in ihr Archiv. Die Sätze für größere Anlagen bis 40 kW und bis 100 kW sinken nach demselben Prinzip; die vollständige Übersicht aller Leistungsklassen steht auf der Seite zur Einspeisevergütung 2026. Für den gesamten Strom gilt der Zuschlag der Volleinspeisung nur, wenn der Betreiber das vorher beim Netzbetreiber anmeldet.

Feste und atmende Degression: was sich 2024 geändert hat

Bei der festen Degression steht der Prozentsatz im Gesetz, bei der atmenden Degression hängt er davon ab, wie viele Solaranlagen zuvor gebaut wurden. Laut Bundesnetzagentur werden die Fördersätze seit 2024 halbjährlich mit einem festen Degressionssatz bestimmt. Von Oktober 2014 an wurden sie quartalsweise anhand des vorangegangenen Zubaus festgelegt.

Der atmende Deckel sollte den Ausbau steuern: Wurde viel gebaut, sank die Förderung schneller, bei wenig Zubau langsamer. Bis zum 31. Juli 2014 veröffentlichte die Bundesnetzagentur die Sätze dafür im Bundesanzeiger. Für Hausbesitzer ist die feste Variante einfacher, weil sich der nächste Satz schon heute ausrechnen lässt.

Tabelle seitlich scrollen
Feste und atmende Degression im Vergleich (Einordnung qualitativ)
MerkmalFeste DegressionAtmende Degression
Zeitraumseit Februar 2024ab Oktober 2014 bis zur EEG-Reform 2022
Rhythmushalbjährlichquartalsweise bestimmt
Höhe1 Prozent je Halbjahrabhängig vom Zubau
PlanbarkeitSatz im Voraus berechenbarSatz erst nach Auswertung des Zubaus bekannt

Gilt die Degression auch für bestehende Anlagen?

Nein, die Degression gilt nicht für bestehende Photovoltaikanlagen. § 49 EEG 2023 senkt die Werte nur für Anlagen, die nach dem jeweiligen Stichtag in Betrieb gehen. Der Satz vom Tag der Inbetriebnahme bleibt nach § 25 EEG 2023 für 20 Jahre bestehen und verlängert sich bis zum 31. Dezember des zwanzigsten Jahres der Zahlung.

Ein Beispiel: Eine Dachanlage mit 9 kW, die am 20. Oktober 2026 in Betrieb geht, erhält 7,70 Cent pro eingespeister Kilowattstunde bis zum 31. Dezember 2046. Spätere Degressionsstufen ändern diesen Satz nicht. Den Inbetriebnahmezeitpunkt hält das Inbetriebnahmeprotokoll fest, die Registrierung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur gehört dazu.

Was bedeutet die Degression für Ihre Planung?

Für die Planung zählt bei der Degression allein der Tag der Inbetriebnahme. Ein Halbjahr Verzögerung kostet wenig: Zwischen 7,78 und 7,70 Cent liegen 0,08 Cent pro Kilowattstunde. Wichtiger ist 2026 der Jahreswechsel. Wer bis 31. Dezember 2026 in Betrieb geht, sichert sich die bekannten Sätze nach dem EEG 2023 für 20 Jahre.

0,08 ct/kWh
Unterschied pro Stufe bis 10 kW
4 €/Jahr
Mindererlös bei 5.000 kWh Einspeisung
80 €
über 20 Jahre
31.12.
2026: letzter Tag mit Sätzen nach EEG 2023

Beispielrechnung mit angenommener Einspeisemenge von 5.000 kWh pro Jahr und dem Unterschied zwischen den Sätzen vor und nach dem 1. August 2026 (eigene Rechnung).

Die Zahlen zeigen: Eine einzelne Degressionsstufe ist kein Grund, eine Anlage überhastet zu bestellen. Eine saubere Planung und ein hoher Eigenverbrauch wirken stärker, denn selbst genutzter Solarstrom ersetzt Netzstrom, der deutlich mehr kostet, als die Einspeisung einbringt. Ein Speicher hebt den Eigenverbrauch, auch nachträglich, wie der Beitrag PV-Speicher nachrüsten zeigt.

Seit dem 25. Februar 2025 gelten für neue Anlagen zwei weitere Regeln aus dem sogenannten Solarspitzengesetz. Anlagen unter 25 kW ohne intelligentes Messsystem dürfen nach § 9 EEG 2023 höchstens 60 Prozent ihrer Leistung einspeisen. Und nach § 51 entfällt die Vergütung in Zeiten negativer Börsenpreise, bei Anlagen unter 100 kW ab dem Jahr nach dem Einbau eines Smart Meters.

  • Lassen Sie sich im Angebot einen verbindlichen Termin für die Inbetriebnahme nennen, nicht nur für die Montage.
  • Klären Sie Netzanschluss und Zähler früh mit dem Netzbetreiber, denn ohne beides kann die Anlage nicht in Betrieb gehen.
  • Entscheiden Sie vor der Inbetriebnahme, ob Teil- oder Volleinspeisung, und melden Sie Volleinspeisung vorher an.
  • Registrieren Sie die Anlage nach der Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister.
  • Rechnen Sie die Wirtschaftlichkeit ohne Einspeisevergütung als Puffer mit, etwa mit dem Wirtschaftlichkeitsrechner.

Wie geht es mit der Degression ab 2027 weiter?

Wie es ab 2027 mit der Degression weitergeht, ist noch nicht beschlossen (Stand 14. Oktober 2026). Das Bundeskabinett hat am 29. Juli 2026 den Entwurf einer EEG-Novelle beschlossen, Bundestagsdrucksache 21/7867. Er sieht vor, die feste Einspeisevergütung für neue Anlagen abzuschaffen. Für Solaranlagen unter 25 kW ist eine befristete Übergangsvergütung geplant.

Nach Angaben des Bundestags sollen Anlagen unter 25 kW noch bis Ende 2028 eine feste Vergütung erhalten, allerdings nur für drei Jahre statt für 20 Jahre und mit 5,2 Cent pro Kilowattstunde. Die erste Lesung war am 24. September 2026, die Anhörung im Ausschuss für Wirtschaft und Energie am 5. Oktober 2026. Der Bundesrat lehnt die Abschaffung für Dachanlagen ab. Einen Termin für die abschließende Abstimmung nennt der Bundestag bisher nicht.

Entwurf, kein geltendes Recht

Die Inhalte der Novelle können sich im Verfahren noch ändern. Neben Bundestag und Bundesrat muss die EU-Kommission beihilferechtlich zustimmen. Zeitdruck entsteht, weil die Genehmigung des EEG 2023 laut Anhörung am 31. Dezember 2026 ausläuft. Sicher ist nur: Für Anlagen, die bis zum 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen, gelten die veröffentlichten Sätze nach dem EEG 2023.

Würde das bisherige System über den Jahreswechsel hinaus fortgelten, läge der Satz bis 10 kW ab dem 1. Februar 2027 rechnerisch bei 7,62 Cent bei Teileinspeisung und 12,09 Cent bei Volleinspeisung (eigene Rechnung nach § 49 EEG 2023). Diese Werte sind keine Veröffentlichung der Bundesnetzagentur. Den aktuellen Stand des Verfahrens fasst die Seite zum EEG 2027 zusammen.

Häufige Fragen zur Degression der Einspeisevergütung

Wie hoch ist die Degression der Einspeisevergütung?

Die Degression der Einspeisevergütung beträgt nach § 49 EEG 2023 genau 1 Prozent je Halbjahr. Gesenkt wird der anzulegende Wert, also der gesetzliche Ausgangswert der Förderung. Für Dachanlagen bis 10 kW bei Teileinspeisung sank die Einspeisevergütung dadurch zum 1. August 2026 von 7,78 auf 7,70 Cent pro Kilowattstunde, laut Bundesnetzagentur.

Wann sinkt die Einspeisevergütung das nächste Mal?

Nach dem Rhythmus von § 49 EEG 2023 wäre der nächste Termin der 1. Februar 2027. Die Bundesnetzagentur hat Fördersätze aber nur für Inbetriebnahmen bis zum 31. Dezember 2026 veröffentlicht, weil das EEG 2023 nur bis dahin anwendbar ist. Was danach gilt, entscheidet die EEG-Novelle, die der Bundestag im Oktober 2026 noch berät.

Sinkt die Einspeisevergütung jedes Jahr?

Die Einspeisevergütung sinkt seit 2024 zweimal im Jahr, jeweils zum 1. Februar und zum 1. August, um 1 Prozent des anzulegenden Werts. Das gilt nur für Anlagen, die nach dem jeweiligen Stichtag in Betrieb gehen. Wer seine Photovoltaikanlage bereits betreibt, behält den Satz vom Tag der Inbetriebnahme für die gesamte Förderdauer.

Betrifft die Degression auch bestehende Photovoltaikanlagen?

Nein. Die Degression nach § 49 EEG 2023 gilt nur für Anlagen, die nach dem jeweiligen Stichtag in Betrieb genommen werden. Bestehende Anlagen behalten ihren Satz. Nach § 25 EEG 2023 wird die Einspeisevergütung 20 Jahre lang gezahlt, verlängert bis zum 31. Dezember des zwanzigsten Jahres. Spätere Senkungen ändern den Satz einer laufenden Anlage nicht.

Welches Datum entscheidet über den Vergütungssatz?

Über den Vergütungssatz entscheidet der Tag der Inbetriebnahme, nicht der Tag der Bestellung, der Montage oder der Vertragsunterschrift. Geht eine Anlage einen Tag nach einem Stichtag wie dem 1. August in Betrieb, gilt für die gesamte Förderdauer der niedrigere Satz. Den Tag sollte das Inbetriebnahmeprotokoll des Installateurs schriftlich festhalten.

Warum sinkt die ausgezahlte Vergütung um mehr als 1 Prozent?

Die 1 Prozent beziehen sich auf den anzulegenden Wert. Von diesem zieht der Netzbetreiber nach § 53 EEG 2023 bei Solaranlagen immer 0,4 Cent pro Kilowattstunde ab, und dieser Abzug sinkt nicht mit. Deshalb fiel die Einspeisevergütung bis 10 kW am 1. August 2026 von 7,78 auf 7,70 Cent, also um rund 1,03 Prozent (eigene Rechnung).

Was ist der Unterschied zwischen fester und atmender Degression?

Bei der festen Degression steht der Prozentsatz im Gesetz, seit 2024 sind es 1 Prozent je Halbjahr. Bei der atmenden Degression hing die Senkung davon ab, wie viele Solaranlagen zuvor gebaut wurden. Laut Bundesnetzagentur wurden die Fördersätze von Oktober 2014 an quartalsweise anhand des vorangegangenen Zubaus bestimmt, seit 2024 halbjährlich mit festem Satz.

Gilt die Degression auch für die Volleinspeisung?

Ja. § 49 EEG 2023 senkt ausdrücklich auch den Zuschlag für die Volleinspeisung nach § 48 Absatz 2a und den Mieterstromzuschlag nach § 48a. Für Dachanlagen bis 10 kW, die vom 1. August bis 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen, beträgt die Einspeisevergütung bei Volleinspeisung laut Bundesnetzagentur 12,22 Cent pro Kilowattstunde, nach 12,34 Cent im Halbjahr davor.

Wo veröffentlicht die Bundesnetzagentur die Vergütungssätze?

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht die aktuellen Fördersätze auf ihrer Seite zur EEG-Förderung, getrennt nach Teil- und Volleinspeisung und nach Leistungsklassen. Die Tabellen früherer Halbjahre stehen als Excel-Dateien im Archiv der Vergütungssätze, zurück bis 2010. Beide Seiten sind unten im Abschnitt Quellen und Methodik verlinkt und bilden die Grundlage dieses Beitrags.

Wird die Degression mit der EEG-Novelle 2027 abgeschafft?

Beschlossen ist das noch nicht (Stand 14. Oktober 2026). Der Regierungsentwurf, Bundestagsdrucksache 21/7867, sieht vor, die feste Einspeisevergütung für neue Anlagen abzuschaffen. Für Solaranlagen unter 25 kW ist laut Bundestag noch eine feste Vergütung bis Ende 2028 geplant, mit 5,2 Cent pro Kilowattstunde für drei Jahre. Bundestag, Bundesrat und EU-Kommission sind noch beteiligt.

Fazit: kleine Stufen, großer Jahreswechsel

Die Degression der Einspeisevergütung senkt den Startsatz neuer Photovoltaikanlagen um 1 Prozent je Halbjahr, zuletzt am 1. August 2026 auf 7,70 Cent pro Kilowattstunde bei Teileinspeisung bis 10 kW. Eine einzelne Stufe kostet ein Einfamilienhaus nur wenige Euro im Jahr. Laufende Anlagen sind nicht betroffen.

Mein Tipp: Lassen Sie sich von den Halbjahresterminen nicht unter Druck setzen, behalten Sie aber den 31. Dezember 2026 im Blick. Bis dahin gelten die bekannten Sätze für 20 Jahre, danach sieht der Regierungsentwurf deutlich kürzere Zahlungen vor. Ein verbindlicher Inbetriebnahmetermin im Angebot ist deshalb in diesem Herbst wichtiger als sonst. Weitere Begriffe erklärt das Photovoltaik-Lexikon, Angebote vergleichen Sie über den Photovoltaik-Konfigurator.

Quellen und Methodik

Die Sätze ab dem 1. August 2026 und der Hinweis auf die Geltung des EEG 2023 stammen von der Bundesnetzagentur, der Rechenweg aus § 48, § 49 und § 53 EEG 2023 auf gesetze-im-internet.de, alles abgerufen am 14. Oktober 2026. Die Sätze früherer Halbjahre, die rechnerischen Werte für Februar 2027, die Prozentangaben und die Beispielrechnungen sind eigene Rechnungen von Solar.red. Die Angaben zur EEG-Novelle geben den Regierungsentwurf und den Stand im Bundestag wieder, nicht geltendes Recht.

  1. Bundesnetzagentur: EEG-Förderung und -Fördersätze - Einspeisevergütung und anzulegende Werte ab 1. August 2026, Geltung des EEG 2023
  2. Bundesnetzagentur: Archivierte EEG-Vergütungssätze - Tabellen aller Halbjahre, feste und atmende Degression
  3. Gesetze im Internet: § 49 EEG 2023 - Degressionssatz, Stichtage und Rundung
  4. Gesetze im Internet: § 53 EEG 2023 - Abzug von 0,4 Cent bei der Einspeisevergütung
  5. Deutscher Bundestag: Anhörung zur EEG-Novelle am 5. Oktober 2026 - Inhalt des Regierungsentwurfs, Verfahrensstand, Position des Bundesrats

Hinweis: Solar.red steht in keiner geschäftlichen Verbindung mit der Bundesnetzagentur oder anderen genannten Stellen. Vergütungssätze und gesetzliche Regeln können sich ändern, maßgeblich sind die Veröffentlichungen der Bundesnetzagentur und der Gesetzestext zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Alle Angaben ohne Gewähr.

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