Der erste Schritt hin zur Photovoltaikanlage ist die spezifische Wirtschaftlichkeitsberechnung

Die Investition in eine Photovoltaikanlage schont die Umwelt kurz- und langfristig, zudem ist das Investieren wirtschaftlich rentabel. Doch die Wirtschaftlichkeit kann sehr unterschiedlich ausfallen. Deshalb sollten Sie die Kosten und Erträge bei der Berechnung der Photovoltaik-Rendite exakt gegenüberstellen. Wird bei einer Photovoltaikanlage nach der Wirtschaftlichkeit per se gefragt, so sollte in jedem Fall eine sachkundige Wirtschaftlichkeitsberechnung durchgeführt werden.

Der ökologische Gesichtspunkt genügt beim Thema „Photovoltaik und Wirtschaftlichkeit“ nicht immer

Umweltbewusste Menschen gibt es deren viele. Doch die Anschaffung einer Photovoltaikanlage beruht nicht immer auf einer Entscheidung, die aus einer rein ökologischen Überlegung heraus getroffen wird. Denn bei vielen motivierten Menschen, die ihre Umwelt schonen und schützen wollen, steht die Frage nach der Wirtschaftlichkeit bzw. der Rentabilität oft an erster Stelle. Schließlich sind die Anschaffungs- und die Betriebskosten nicht so ohne weiteres zu stemmen. Doch sollten Sie über das nötige Kapital verfügen, zeigen professionelle Wirtschaftlichkeitsanalysen ganz deutlich, dass Photovoltaikanlagen durchaus als lohnende Renditeobjekte angesehen werden müssen. Bei einer klugen Investition in eine Photovoltaikanlage können Sie gut und gerne eine Rendite von mehr als sechs Prozent erzielen.

Faktoren, welche die Wirtschaftlichkeit nachhaltig bestimmen

Um die Photovoltaik-Wirtschaftlichkeit wenigstens grob abschätzen zu können, müssen Sie sich mit mehreren Gesichtspunkten auseinandersetzen. Die entscheidenden Faktoren, welche die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage nachhaltig beeinflussen, sind die anfänglichen Investitionskosten, die Wartungs- und Betriebskosten, die Inflation und der Zinssatz. Gegebenenfalls kommen noch die Finanzierungskosten hinzu. Die Energiepreissteigerungsrate und die Einspeise- und Eigenverbrauchsmenge müssen bei der Frage nach der Wirtschaftlichkeit gesondert mitberücksichtigt werden. Denn es kann kein Mensch vorhersagen, wie sich die Strompreise in Zukunft entwickeln werden.

Die Wirtschaftlichkeitsberechnung

Somit hängt die Wirtschaftlichkeit von unterschiedlichen Faktoren ab, doch bei der Berechnung derselben gilt grundsätzlich nur die Rentabilität. Das heißt, dass in Zukunft die in der Laufzeit erwirtschafteten Erträge höher sein sollten als die Anschaffungskosten der Anlage mitsamt den laufenden Kosten. Es geht um die finanzielle Amortisationszeit. Dies ist jene Zeit, wobei die erwirtschafteten Erträge höher als die Investitionskosten sind. Je weniger lang diese Zeit dauert, desto besser ist es für Sie. Die Rentabilität und die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage können Sie mithilfe eines Solarrechner vorab bereits abschätzen.

Den Mammutteil der gesamten Kosten machen die Anschaffungskosten aus. Zu den laufenden Kosten zählen die Abschreibung, die Steuern und Versicherungen. Anhand weniger Angaben können Sie mit dem Photovoltaikrechner die Wirtschaftlichkeit Ihrer neuen PV-Anlage berechnen. Dabei müssen der Standort und die Ausrichtung der Anlage sowie der Eigengebrauch und die Dachneigung in den Rechner als Berechnungsgrundlagen eingegeben werden. Die Wirtschaftlichkeit der Investition lässt sich durch die Gegenüberstellung der Netzeinspeisevergütung und des Photovoltaikertrages ziemlich gut und schnell abschätzen.

Wichtige Aspekte für den Photovoltaikertrag

Bei der Berechnung der Photovoltaik-Wirtschaftlichkeit geht man üblicherweise von einem gewissen längerfristigen Zeitraum aus. In der Regel sind es 20 Jahre. Diese Zeitspanne entspricht nach dem EEG der gesetzlich garantierten Einspeisevergütung. Wichtige Aspekte für den Ertrag einer Anlage und die damit verbundene Einspeisevergütung sind die Qualität und die Modulart der ausgewählten PV-Anlage. Weiter spielen die Verschattungen, die spezielle Ausrichtung, die Dachneigung, der Wechselrichter und die Sonneneinstrahlung am festgelegten Anlagestandort eine wichtige Rolle.

Entscheiden Sie sich für eine Photovoltaikanlage, so entscheiden Sie sich gleichzeitig für eine Investition, die verbunden ist mit einer langen Zeit der Refinanzierung. Aus diesem Grunde können Sie nur dann wirklich überzeugt sein, wenn es rentabel, ergo auch wirtschaftlich ist. Die Gesetzeslage hat unlängst den Weg bereitet, dass in Bezug auf die erneuerbaren Energien die richtigen Bedingungen geschaffen wurden. So wird der Betrieb von Photovoltaikanlagen auch ökonomisch motiviert, nicht nur ökologisch. Die Motivation, sich für eine PV-Anlage zu entscheiden, wird vom Gesetz her unterstützt, denn die festgeschriebene Einspeisevergütung samt der fixen Abnahmegarantie, die im EEG verankert ist, geht über einen Zeitraum von zwei Jahrzehnten.

Das Verhältnis von Ertrag und Aufwand

Die Wirtschaftlichkeit eines Projektes bezieht sich vordergründig stets auf das Verhältnis von der Leistung zu den Kosten. Arbeitet Ihre PV-Anlage wirtschaftlich, so wirft die Anlage einen Gewinn ab. Rechnet man den Ertrag und den Aufwand in Geld auf, dann sollte die Differenz zwischen dem Ertrag und dem Aufwand einen positiven Betrag aufweisen.

Beim Thema „Photovoltaik Wirtschaftlichkeit“ werden häufig die Begriffe Rendite sowie Rentabilität verwendet. Es handelt sich hierbei um einen Gradmesser, der immer in Prozenten angegeben wird. Die Rentabilität entspricht also dem Verhältnis des Gewinns zur investierten Geldsumme. Den jährlichen Geldbetrag, der an die Anteileigner ausgeschüttet wird, bezeichnet man als Rendite.

Als Besitzer einer Photovoltaikanlage sind Sie sowohl Unternehmer als auch Anteilseigner. Damit vereinigen Sie gleich zwei Positionen. Aus diesem Grunde könnte für Sie die Photovoltaik-Wirtschaftlichkeit von mehreren Blickwinkeln aus betrachtet durchaus interessant sein. Vier Bereiche umfassen die Wirtschaftlichkeitsberechnung bei einer PV-Anlage:

  • Die effektive Leistung der Anlage ist von großer Relevanz.
  • Der Anschaffungspreis sowie das Gesamtpaket der Anlagenfinanzierung spielen eine tragende Rolle.
  • Die im Jahr aufzuwendenden Betriebskosten sind ein wichtiges Element.
  • Die Einnahmen, also der effektive finanzielle Vorteil durch die neue Investition, sind ebenfalls essentiell.

Photovoltaikanlagen sind Renditemodelle, die sehr sicher sind. Galt noch vor einigen Jahren die Einspeisevergütung als Wirtschaftlichkeitsgarant, so sind es mittlerweile die ständig emporsteigenden Stromkosten. Bei einer guten Anlagewahl kann die Ersparnis bei jeder selbst genutzten und erzeugten kWh über 50 Prozent liegen.

Den rechten Auftrieb für eine Investition in eine PV-Anlage geben aber nicht nur die Eigenverbrauchsmenge, sondern auch die niedrigen Modulpreise. Der Fortschritt in der Solartechnologie hat für viele Menschen die Bereitschaft, sich eine PV-Anlage montieren zu lassen, wesentlich erleichtert. Zudem sind die Wartungskosten stabil und die Betriebskosten überschaubar. Die Betriebskosten und die Wartungskosten können auch mit eigener Initiative problemlos gesenkt werden.

 

 

Die konkreten Kosten einer PV-Anlage

Die generell üblichen Kosten von PV-Anlagen richten sich nach den gewählten Modulen, der Größe der kompletten Anlage, anderen wichtigen technischen Komponenten und dem ausgewählten Wechselrichter. Finanzieren Sie die Photovoltaikanlage mit eigenen Mitteln oder wird die Anlage fremdfinanziert? Wird die Anlage mithilfe eines Kredites finanziert, so dürfen die Kosten der Finanzierung nicht vernachlässigt werden. So sind in zwanzig Jahren, selbst bei einem niedrigen Zinssatz, einige Zinszahlungen fällig.

Anschaffungskosten

Für die Berechnung der Photovoltaik-Wirtschaftlichkeit spielen die Anschaffungskosten eine zentrale Rolle. Wie groß die Anlage auf dem Dach ist, hat erheblichen Einfluss auf die Kosten. Eine durchschnittliche Anlage kostet rund 12.000 Euro. Bei den aktuellen Photovoltaikpreisen geht man aus von ungefähr 2.000 bis 2.500 Euro pro kWp. Die Betriebskosten liegen zurzeit bei rund zwei Prozent der Investitionskosten.

Betriebskosten

Die laufenden Betriebskosten sind bei einer tadellos funktionierenden Solaranlage eher gering einzustufen. Bei der Ermittlung der Photovoltaik-Wirtschaftlichkeit darf dieser Posten keineswegs außer Acht gelassen werden, denn die laufenden Kosten fallen jedes Jahr aufs Neue an. Zu den laufenden Kosten zählen eventuelle Reparaturen, Wartungskosten, Beratungskosten, die Erneuerung und Anbringung des Zählers sowie die Versicherungsprämien. Der Zähler muss stets einwandfrei funktionieren, da er für die Dokumentation verantwortlich ist, wie viel selbst erzeugter Strom ins öffentliche Netz fließt. Der Abschluss von Versicherungen lohnt sich fast immer, denn Sturm, Blitze, Starkregen, Schnee, Verschleiß, Tierkot, Tierverbiss und Dreck können Schäden an der PV-Anlage auf dem Dach anrichten. Doch sind die Versicherungsprämien meist nicht all zu hoch.

Photovoltaik-Speicher

Der Eigenverbrauch kann sich beim Einsatz eines Speichers, der auf die PV-Anlage optimal abgestimmt ist, drastisch erhöhen. Das heißt, Sie können dank des Speichers eine deutlich höhere Menge an selbst produziertem Strom auch selber nutzen. Das ist für Sie ein finanzieller Vorteil, da die Einspeisung des überschüssig produzierten Stroms in das Netz der Anbieter weit weniger Geld bringt, als Sie der zugekaufte Strom kosten würde.

Ein Speichersystem wirkt somit ausgleichend, denn der ungenutzte Strom wird mithilfe des Speichers für einen späteren Verbrauch aufbewahrt. Der meiste Strom wird morgens und abends verbraucht, genau dann, wenn die PV-Anlage am wenigsten Strom produziert. Zu Mittag sind viele Familienangehörige außer Haus, bei der Arbeit oder in der Schule. Doch exakt in dieser Zeit produziert die Anlage auf dem Dach, bei schönem Wetter, am meisten Strom.

Der Überschuss wird konkret ausgedrückt nicht eingespeist, also günstig verkauft, sondern Sie sind mit einem Speicher in der Lage, die Eigenproduktion effizienter zu nutzen. Der Stromspeicher lädt sich tagsüber durch den Solarstrom auf und liefert bei Dunkelheit im trauten Heim den nötigen Strom. Hierbei geht es konkret um die Grundfunktion des Speichers, es handelt sich sozusagen bei der Stromproduktion und dem Stromverbrauch um eine zeitliche Entkoppelung.

Beim Photovoltaik-Speicher setzen fast alle im Handel befindlichen Produkte auf die zwei Basistechnologien, die Bleisäure-Akkus und die Lithium-Ionen. Ein deutlicher Trend in den letzten Jahren ist hierbei in Richtung der Lithium-Ionen-Batterien zu erkennen.

Bei einer Eigenverbrauchsanlage sind folgende Komponenten nötig

Die wichtigsten der vielen verschiedenen Komponenten sind:

  • Der Wechselrichter ist für die Umwandlung von Gleichstrom in den brauchbaren Wechselstrom zuständig.
  • Es braucht gut funktionierende PV-Module an der Fassade oder auf dem Dach.
  • Der Speicher mit den qualitativ hochwertigen Lithium-Ionen-Solarbatterien ist wichtig.
  • Der Solar-Laderegler lädt die Batterie mit dem richtigen Strom auf und kann zu niedrige oder zu hohe Ladespannungen auffangen.
  • Den Eigenverbrauch verbessert ein kluges Energiemanagementsystem.
  • Mithilfe einer Wärmepumpe kann in das Heizsystem und/oder in das Warmwassersystem der überschüssige Strom geleitet werden.
  • Ein intelligenter Stromzähler ermöglicht es, den Eigenverbrauch besser zu kontrollieren.

Den Eigenverbrauch müssen Sie natürlich mit dem Energieversorger abrechnen, dafür sind mehrere Stromzähler erforderlich. Die spezielle Anordnung ist wichtig, zu den Zählern gehören der Bezugszähler, der Einspeisezähler und der Ertragszähler.

Fördermittel

Vom Staat wird die Stromerzeugung durch die Solartechnik auf unterschiedliche Weise mit Fördermitteln unterstützt. So gibt es die staatliche Förderung für den erzeugten Solarstrom und für die Realisierung von sogenannten Mietstrommodellen. Die Förderung seitens des Staates bezieht sich auch auf den Erwerb einer PV-Anlage und auf die Anschaffung eines für den Eigenverbrauch notwendigen Stromspeichers.

Bei der Förderung durch Länder und Bund liegt der Hauptfokus auf der netzdienlichen Integration von Solaranlagen ins öffentliche Stromnetz. Also geht es nicht wie früher einzig und allein um die massenhafte Einspeisung von Strom aus den Solaranlagen der Bürger (Einspeisevergütung). Das Interesse der Förderstellen zielt nämlich darauf ab, dass die Photovoltaikanlagenbetreiber ihren selbst produzierten Strom kontrolliert ins Netz einspeisen. Somit übernehmen die vielen Privatpersonen mit ihren PV-Anlagen die Aufgabe, für die Stabilisierung der Netze zu sorgen.

Die bundesweiten Institutionen werden somit zukünftig die Mietstrommodelle und die Anschaffung von Stromspeichern maßgeblich stärker fördern.

Je nach dem ausgesuchten Förderprogramm erhalten Sie das eigentliche Geld in unterschiedlicher Form. Wichtig ist dabei zu beachten, dass Sie weniger Geld kassieren, je später Sie die Förderung zur Photovoltaikanlage beantragen. Sie können von den zuständigen Stellen eine Förderung anhand eines Einmalzuschusses erhalten. Sie können zu Ihrem Finanzierungskredit eine Förderung in Form eines Tilgungszuschusses beziehen. Andere Möglichkeiten, wie Fördergelder gewährleistet werden können, sind beispielsweise als Vergütung pro Kilowattstunde oder aber auch als reinen Finanzierungskredit.

Es gibt diverse regionale Förderprogramme von Stadtwerken, Gemeinden und Städten. Photovoltaikanlagebetreibern werden diverse Finanzierungskredite von Sparkassen sowie Banken und natürlich auch beachtliche Nachlässe und Rabatte von den Solaranlagenherstellern zur Verfügung gestellt.

Abschreibungen

Bei der konkreten Berechnung der Photovoltaik-Wirtschaftlichkeit und der Einkommensteuer haben die Abschreibungen eine große Bedeutung. Denn sie beschreiben jährlich die Wertminderung einer Solaranlageanschaffung und dies wird auf die Gesamtlaufzeit berechnet. Diese Kosten können Sie gegen die zu zahlende Einkommenssteuer setzen. Es ist hierbei ratsam, einen Fachexperten in Sachen Steuern und Finanzen hinzuzuziehen. Denn dieser kann sie bestens informieren, ob Sie besser eine degressive oder eine lineare Abschreibung wählen sollten.

Es ist ein aufwendiges Unterfangen, die Photovoltaik-Wirtschaftlichkeit präzise zu berechnen. Die Steuerersparnisse, die sämtlichen Kosten und das eventuell vorhandene Zinsdarlehen gilt es zu ordnen und abzuklären – und zwar auf lange Sicht. Die Solaranlage zeigt sich umso wirtschaftlicher, je früher bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung jener Punkt erreicht wird, wobei die Erträge die Gesamtkosten übersteigen.

Die Photovoltaik-Wirtschaftlichkeit erhöht sich aufgrund von Steuervorteilen

Betreiben Sie eine Solaranlage, dann liegt in den Steuern eine weitere Möglichkeit, um Geld zu sparen. Ihr Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist, dadurch werden Sie von einer Privatperson zu einem Unternehmer. Bei der Anmeldung ist darauf zu achten, dass Sie nicht die Vereinfachung als Kleinunternehmer wählen. Nur so profitieren Sie, denn auf diese Weise sind Sie in der Position, aus Ihrem Photovoltaikprojekt die Umsatzsteuer beim Finanzamt für die Installation, die Anlageanschaffung, den Dachumbau, die Inbetriebnahme, die Reparatur und den Ausbau der Anlage geltend zu machen. Dies gilt natürlich auch für die Versicherungsprämien und für die laufenden Kosten. Besonders bei kleinen PV-Anlagen lohnt sich diese Vorgehensweise. Dieser Posten macht sich in der Photovoltaik-Wirtschaftlichkeitsanalyse gut, selbst wenn anfangs der Blätterwald an Kosten und Spesen undurchdringlich zu sein scheint.

Jetzt Solaranlage für das Eigenheim berechnen! (bis 10 kWp)

Bildquelle: nattanan23_pixabay

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.