Von D. Volbracht
Klimaanlage berechnen: BTU-Rechner für die Kühlleistung
Der BTU-Rechner schätzt, wie viel Kühlleistung eine Klimaanlage für Ihren Raum braucht, in BTU pro Stunde und in Kilowatt. Dazu zeigt er den Stromverbrauch im Jahr. Tragen Sie die Werte Ihres Raums ein, das Ergebnis passt sich sofort an.
So rechnet der Rechner: Fläche mal Watt pro Quadratmeter, umgerechnet auf Ihre Raumhöhe (Bezug 2,5 m), dazu Zu- und Abschläge für Sonne, Personen ab der dritten Person, Küche und Geräte. Stromverbrauch: Kühlleistung mal Volllaststunden geteilt durch die Effizienz. Die Werte sind eine Schätzung und ersetzen keine Kühllastberechnung durch einen Fachbetrieb.
Das Wichtigste in Kürze
Wer eine Klimaanlage berechnen will, rechnet mit 63 bis 94 Watt Kühlleistung pro Quadratmeter Wohnraum. Ein BTU-Rechner gibt das Ergebnis in BTU pro Stunde aus, der Einheit, mit der Klimageräte verkauft werden. 12.000 BTU pro Stunde sind 3,5 Kilowatt und reichen für etwa 37 bis 56 Quadratmeter.
- Umrechnung: 1.000 BTU/h = 293 Watt, 1 Kilowatt = 3.412 BTU/h.
- Faustformel: 63 bis 94 Watt pro m² für Wohnräume, 126 bis 157 Watt pro m² für Küchen (Herstellerangabe Bosch).
- Zuschläge laut US-Programm Energy Star: plus 10 Prozent bei viel Sonne, 600 BTU/h für jede Person ab der dritten, 4.000 BTU/h in der Küche.
- Strom: Ein Split-Gerät mit 3,5 Kilowatt und Klasse A+++ braucht nach EU-Rechenweg rund 144 Kilowattstunden im Jahr, das sind etwa 55 Euro.
- Kältemittel: Neue Split-Klimaanlagen bis 12 Kilowatt mit R32 dürfen in der EU nur noch bis Ende 2028 in den Handel kommen.
- Einbau: Ein vorbefülltes Split-Gerät muss ein zertifizierter Fachbetrieb installieren.
Was bedeutet BTU bei Klimaanlagen?
BTU steht für British Thermal Unit, eine Einheit für Wärmeenergie aus dem englischen Maßsystem. Bei Klimaanlagen gibt der Wert in BTU pro Stunde an, wie viel Wärme das Gerät in einer Stunde aus dem Raum holt. Je höher die Zahl, desto größer die Kühlleistung. 9.000 BTU pro Stunde entsprechen 2,6 Kilowatt.
Eine BTU ist die Energie, die ein britisches Pfund Wasser um ein Grad Fahrenheit erwärmt. Das sind rund 1.055 Joule. Für den Kauf müssen Sie sich das nicht merken. Wichtig ist nur: Steht auf dem Karton 7.000, 9.000 oder 12.000 BTU, ist damit die Kühlleistung gemeint, nicht der Stromverbrauch.
In Europa steht auf dem Energielabel die Kühlleistung in Kilowatt. Händler nennen trotzdem oft den BTU-Wert, weil die Geräte weltweit in diesen Größen gebaut werden. Mit der Umrechnung im nächsten Abschnitt lassen sich beide Angaben vergleichen.
BTU in kW umrechnen
Um BTU pro Stunde in Kilowatt umzurechnen, teilen Sie den BTU-Wert durch 3.412. Eine Klimaanlage mit 12.000 BTU pro Stunde hat also 3,5 Kilowatt Kühlleistung, ein Gerät mit 9.000 BTU pro Stunde 2,6 Kilowatt und eines mit 18.000 BTU pro Stunde 5,3 Kilowatt. Umgekehrt gilt: Kilowatt mal 3.412 ergibt BTU pro Stunde.
Achten Sie auf den Unterschied zwischen Kühlleistung und Stromaufnahme. Eine Klimaanlage mit 3,5 Kilowatt Kühlleistung zieht nicht 3,5 Kilowatt Strom aus der Steckdose, sondern je nach Effizienz nur einen Bruchteil davon. Wie viel genau, steht im Abschnitt zum Stromverbrauch.
BTU-Tabelle: Wie viel BTU für wie viel qm?
Eine Klimaanlage mit 7.000 BTU pro Stunde reicht für etwa 22 bis 33 Quadratmeter, 9.000 BTU für 28 bis 42 Quadratmeter, 12.000 BTU für 37 bis 56 Quadratmeter, 18.000 BTU für 56 bis 84 Quadratmeter und 24.000 BTU für 75 bis 112 Quadratmeter. Der kleinere Wert gilt für schlecht gedämmte, der größere für gut gedämmte Räume.
| Kühlleistung | in kW | schlecht gedämmt | mittel | gut gedämmt | Energy Star |
|---|---|---|---|---|---|
| 5.000 BTU/h | 1,5 kW | bis 16 m² | bis 19 m² | bis 23 m² | 9 bis 14 m² |
| 7.000 BTU/h | 2,1 kW | bis 22 m² | bis 26 m² | bis 33 m² | 23 bis 28 m² |
| 8.000 BTU/h | 2,3 kW | bis 25 m² | bis 30 m² | bis 37 m² | 28 bis 33 m² |
| 9.000 BTU/h | 2,6 kW | bis 28 m² | bis 34 m² | bis 42 m² | 33 bis 37 m² |
| 10.000 BTU/h | 2,9 kW | bis 31 m² | bis 38 m² | bis 47 m² | 37 bis 42 m² |
| 12.000 BTU/h | 3,5 kW | bis 37 m² | bis 45 m² | bis 56 m² | 42 bis 51 m² |
| 14.000 BTU/h | 4,1 kW | bis 44 m² | bis 53 m² | bis 65 m² | 51 bis 65 m² |
| 18.000 BTU/h | 5,3 kW | bis 56 m² | bis 68 m² | bis 84 m² | 65 bis 93 m² |
| 24.000 BTU/h | 7,0 kW | bis 75 m² | bis 90 m² | bis 112 m² | 130 bis 139 m² |
Die Tabelle gilt für einen normalen Wohnraum mit bis zu zwei Personen. In der Küche, unter dem Dach oder mit großen Fenstern nach Süden brauchen Sie mehr Leistung. Dann hilft der BTU-Rechner oben weiter.
Eine Norm für die schnelle Auslegung im Wohnzimmer gibt es nicht. Die Watt-Werte pro Quadratmeter stammen vom Hersteller Bosch, der selbst Klimaanlagen verkauft. Zur Kontrolle steht daneben die Tabelle von Energy Star, einem Programm der US-Umweltbehörde. Für die üblichen Größen von 7.000 bis 14.000 BTU liegen beide nah beieinander.
Wie berechne ich eine Klimaanlage?
Eine Klimaanlage berechnen Sie in vier Schritten: Raumfläche messen, mit 63 bis 94 Watt pro Quadratmeter malnehmen, Zuschläge für Sonne, Personen und Küche addieren und das Ergebnis in BTU pro Stunde umrechnen. Für 30 Quadratmeter mit mittlerer Dämmung ergeben sich 2.340 Watt oder rund 8.000 BTU pro Stunde.
- Fläche messen. Länge mal Breite des Raums. Bei verwinkelten Räumen teilen Sie die Fläche in Rechtecke und zählen sie zusammen.
- Grundleistung bestimmen. Fläche mal 63 Watt bei guter Dämmung, mal 78 Watt bei mittlerer und mal 94 Watt bei schlechter Dämmung oder im Dachgeschoss.
- Zuschläge addieren. Plus 10 Prozent bei viel Sonne, minus 10 Prozent bei starkem Schatten. Dazu 600 BTU pro Stunde (176 Watt) für jede Person ab der dritten und 4.000 BTU pro Stunde (1.172 Watt) in der Küche.
- In BTU umrechnen. Watt mal 3,412 ergibt BTU pro Stunde. Wählen Sie die nächste Gerätegröße darüber.
Die Watt-Werte pro Quadratmeter nennt der Hersteller Bosch für Wohnräume. Für Küchen setzt Bosch 126 bis 157 Watt pro Quadratmeter an, für Büros 94 bis 126 Watt. Die Zuschläge für Sonne, Personen und Küche stammen aus der Auslegungshilfe von Energy Star.
Raumhöhe und Geräte
Die Faustformel gilt für übliche Raumhöhen um 2,5 Meter. In einem Altbau mit 3,2 Metern Deckenhöhe ist mehr Luft zu kühlen. Der Rechner erhöht die Leistung deshalb im Verhältnis zur Raumhöhe. Das ist eine eigene Annahme, keine Norm.
Elektrische Geräte geben ihren Stromverbrauch fast vollständig als Wärme an den Raum ab. Läuft im Büro dauernd ein Rechner mit 200 Watt, kommen 200 Watt Kühllast dazu. Tragen Sie solche Dauerläufer im Rechner als Watt-Zahl ein.
Drei Rechenbeispiele
Die folgenden Beispiele sind mit den Werten aus dem Rechner gerechnet, jeweils mit 2,5 Metern Raumhöhe.
| Raum | Rechnung | Ergebnis | Passendes Gerät |
|---|---|---|---|
| Schlafzimmer, 18 m² | gut gedämmt, 2 Personen: 18 × 63 W | 1.134 W = 3.900 BTU/h | 5.000 BTU/h |
| Wohnzimmer, 35 m² | mittel, sehr sonnig, 4 Personen, Fernseher 100 W: 35 × 78 W plus 10 %, plus 352 W, plus 100 W | 3.455 W = 11.800 BTU/h | 12.000 BTU/h |
| Büro unter dem Dach, 22 m² | schlecht gedämmt, sehr sonnig, 1 Person, Rechner 200 W: 22 × 94 W plus 10 %, plus 200 W | 2.475 W = 8.400 BTU/h | 9.000 BTU/h |
Zu groß oder zu klein: Was passiert?
Eine zu kleine Klimaanlage läuft ständig auf voller Leistung und schafft die gewünschte Temperatur an heißen Tagen nicht. Eine zu große kühlt den Raum so schnell herunter, dass sie die Luft nicht mehr richtig entfeuchtet. Größer ist also nicht besser.
Den zweiten Punkt unterschätzen viele. Energy Star beschreibt es so: Ein überdimensioniertes Gerät kostet mehr, verschwendet Energie und kühlt den Raum, bevor es die Feuchtigkeit aus der Luft holen kann. Die Luft fühlt sich dann kühl, aber klamm an.
- Wärmequellen vergessen: Personen, Herd und dauernd laufende Geräte heizen den Raum mit auf.
- Nur die Fläche betrachtet: Hohe Decken, Dachschrägen und große Südfenster erhöhen den Bedarf.
- BTU mit Stromverbrauch verwechselt: Der BTU-Wert sagt, wie stark das Gerät kühlt. Wie sparsam es dabei ist, zeigt das Energielabel.
- Offene Türen: Wer mehrere Räume mit einem Gerät kühlen will, muss alle Flächen zusammenrechnen.
Für ein einzelnes Zimmer reicht die Faustformel. Bei mehreren Räumen, Gewerbe, Serverräumen oder einer Anlage für das ganze Haus sollte ein Fachbetrieb die Kühllast nach der Richtlinie VDI 2078 berechnen. Das Verfahren berücksichtigt auch Bauweise, Fensterflächen und den Tagesverlauf der Sonne.
Mobiles Klimagerät oder Split-Klimaanlage?
Eine Split-Klimaanlage kühlt bei gleicher Leistung deutlich sparsamer als ein mobiles Klimagerät. Das Umweltbundesamt nennt den Grund: Mobile Geräte führen die Abwärme über einen Schlauch durch das Fenster ab und sind dadurch weniger effizient. Dafür brauchen sie keinen Einbau und lassen sich mitnehmen.
Split-Klimaanlage
- Sparsam: Für Klasse A+++ verlangt das EU-Label eine Jahresarbeitszahl von mindestens 8,5.
- Leise im Raum: Der Verdichter sitzt im Außengerät.
- Kann auch heizen: Die meisten Geräte arbeiten als Luft-Luft-Wärmepumpe.
- Einbau nötig: Nur durch einen Fachbetrieb, Mieter brauchen in der Regel die Zustimmung des Vermieters.
Mobiles Klimagerät
- Höherer Verbrauch: Für Klasse A genügt eine Leistungszahl von 2,6.
- Warme Luft strömt nach: Der Abluftschlauch hängt im Fenster.
- Lauter: Der Verdichter steht im Zimmer.
- Kein Einbau: Aufstellen, Schlauch ins Fenster, Stecker rein.
Für ein paar heiße Tage im Jahr oder in der Mietwohnung ist das mobile Gerät die einfache Lösung. Wer jeden Sommer wochenlang kühlt, fährt mit einer Split-Klimaanlage günstiger. Besonders gut passt sie zu einer Photovoltaikanlage, denn gekühlt wird, wenn die Sonne scheint. Mehr dazu unter Solar-Klimaanlage.
Wie viel Strom verbraucht eine Klimaanlage?
Eine Split-Klimaanlage mit 3,5 Kilowatt Kühlleistung verbraucht nach dem Rechenweg der EU je nach Effizienzklasse 144 bis 240 Kilowattstunden Strom im Jahr. Beim Strompreis von 37,97 Cent im 1. Halbjahr 2026 sind das 55 bis 91 Euro. Ein mobiles Gerät gleicher Leistung kommt auf 395 bis 471 Kilowattstunden.
Zwei Kennzahlen beschreiben, wie sparsam ein Gerät kühlt. Die Leistungszahl EER ist die Kühlleistung geteilt durch die Stromaufnahme, gemessen bei 35 Grad Außentemperatur und 27 Grad im Raum. Die Jahresarbeitszahl SEER bildet eine ganze Kühlsaison ab, also auch die vielen Stunden, in denen das Gerät nur mit halber Kraft läuft. Seit dem 1. Januar 2013 steht bei Split-Geräten die SEER auf dem EU-Energielabel.
| Gerät und Klasse | Mindestwert | Strom pro Jahr | Kosten pro Jahr |
|---|---|---|---|
| Split, A+++ | SEER 8,5 | 144 kWh | 55 € |
| Split, A++ | SEER 6,1 | 201 kWh | 76 € |
| Split, A+ | SEER 5,6 | 219 kWh | 83 € |
| Split, A | SEER 5,1 | 240 kWh | 91 € |
| Mobil, A+ | EER 3,1 | 395 kWh | 150 € |
| Mobil, A | EER 2,6 | 471 kWh | 179 € |
Die 350 Stunden sind der Wert, mit dem die EU den Jahresverbrauch von Klimageräten berechnet. Wer an heißen Tagen von morgens bis abends kühlt, kommt auf mehr. Im Rechner können Sie die Stunden anpassen. Für mobile Geräte gibt das Label nur den Verbrauch pro Stunde an. Die Jahreswerte in der Tabelle sind deshalb eine Hochrechnung bei voller Leistung.
Eine Klimaanlage läuft vor allem dann, wenn die Sonne scheint. Mit einer Solaranlage auf dem Dach decken Sie einen großen Teil des Stroms selbst und erhöhen Ihren Eigenverbrauch. Wie viel Strom Ihr Dach liefert, zeigt der PV-Ertragsrechner. Die passende Größe ermitteln Sie unter PV-Anlage: Größe berechnen.
R32 und R290: Welche Kältemittel sind noch erlaubt?
Neue Split-Klimaanlagen bis 12 Kilowatt mit dem Kältemittel R32 dürfen in der EU noch bis zum 31. Dezember 2028 in den Handel kommen. Ab dem 1. Januar 2029 gilt für diese Geräte eine Obergrenze beim Treibhauspotenzial von 150, die R32 mit 675 nicht einhält. Das natürliche Kältemittel R290, also Propan, bleibt erlaubt.
Geregelt ist das in der F-Gas-Verordnung der EU von 2024. Sie begrenzt, wie stark ein Kältemittel das Klima schädigen darf, wenn es entweicht. Maßstab ist das Treibhauspotenzial, abgekürzt GWP: Es sagt, wievielmal stärker ein Stoff wirkt als dieselbe Menge CO2. Die Verbote betreffen den Verkauf neuer Geräte. Wer schon eine Klimaanlage hat, darf sie weiter betreiben.
| Kältemittel | GWP | Was gilt für neue Geräte |
|---|---|---|
| R410A | 2.088 | Seit 1. Januar 2025 verboten in Split-Geräten mit einem Innengerät und weniger als 3 kg Füllmenge |
| R32 | 675 | In Split-Klimaanlagen bis 12 kW erlaubt bis 31. Dezember 2028 |
| R290 (Propan) | 0,02 | Erlaubt, kein fluoriertes Gas |
Die Verordnung lässt Ausnahmen zu, wenn Sicherheitsvorschriften am Aufstellort ein brennbares Kältemittel wie Propan nicht erlauben. Für den Kauf heißt das: Ein R32-Gerät ist 2026 eine zulässige Wahl. Wer länger plant, fragt den Fachbetrieb nach einem Gerät mit R290.
Früher gab es in der Heizungsförderung 5 Prozent Effizienzbonus für Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel. Im Merkblatt der KfW mit Stand September 2026 steht dieser Bonus nicht mehr. Wer eine Split-Anlage als Heizung fördern lassen will, findet die Bedingungen unter Luft-Luft-Wärmepumpe.
Darf man eine Split-Klimaanlage selbst einbauen?
Nein. Eine Split-Klimaanlage mit Kältemittel im Gerät darf nur sachkundiges Personal eines zertifizierten Betriebs installieren. Das gilt laut Umweltbundesamt auch für Geräte aus dem Baumarkt. Händler dürfen ein vorbefülltes Split-Gerät nur verkaufen, wenn nachgewiesen wird, dass ein zertifiziertes Unternehmen den Einbau übernimmt.
Die Regel steht in Artikel 11 der F-Gas-Verordnung. Der Grund: Beim Verbinden von Innen- und Außengerät kann Kältemittel entweichen. Ein mobiles Klimagerät ist dagegen ein geschlossenes Gerät. Das stellen Sie selbst auf.
- Mobiles Gerät: Abluftschlauch so kurz wie möglich halten und den Fensterspalt abdichten, sonst strömt warme Luft nach.
- Split-Gerät: Holen Sie mehrere Angebote ein und lassen Sie sich die Zertifizierung des Betriebs zeigen.
- Mietwohnung und Eigentumswohnung: Für Wanddurchbruch und Außengerät brauchen Sie in der Regel die Zustimmung des Vermieters oder der Eigentümergemeinschaft.
- Pflege: Reinigen Sie die Filter des Innengeräts regelmäßig nach Anleitung des Herstellers. Verschmutzte Filter bremsen den Luftstrom.
Häufige Fragen zum BTU-Rechner
Was bedeutet BTU bei Klimaanlagen?
BTU steht für British Thermal Unit. Der Wert in BTU pro Stunde gibt an, wie viel Wärme eine Klimaanlage in einer Stunde aus dem Raum holt, also ihre Kühlleistung. 1.000 BTU pro Stunde entsprechen 293 Watt. Ein Gerät mit 9.000 BTU hat 2,6 Kilowatt Kühlleistung, eines mit 12.000 BTU 3,5 Kilowatt.
Wie viel BTU brauche ich pro Quadratmeter?
Für Wohnräume rechnen Sie mit 215 bis 320 BTU pro Stunde je Quadratmeter. Das entspricht 63 bis 94 Watt, den Kühllastfaktoren des Herstellers Bosch. Der kleine Wert gilt für gut gedämmte Räume, der große für schlecht gedämmte Räume und das Dachgeschoss. In der Küche setzt Bosch 126 bis 157 Watt pro Quadratmeter an.
Für wie viel qm reichen 12.000 BTU?
Eine Klimaanlage mit 12.000 BTU pro Stunde hat 3,5 Kilowatt Kühlleistung und reicht für etwa 37 bis 56 Quadratmeter. In schlecht gedämmten oder sehr sonnigen Räumen sind es eher 37 Quadratmeter, in gut gedämmten bis 56. Das US-Programm Energy Star empfiehlt diese Größe für 42 bis 51 Quadratmeter.
Für wie viel qm reichen 9.000 BTU?
Eine Klimaanlage mit 9.000 BTU pro Stunde hat 2,6 Kilowatt Kühlleistung und reicht für etwa 28 bis 42 Quadratmeter. Der kleinere Wert gilt für schlecht gedämmte Räume, der größere für gut gedämmte. Energy Star empfiehlt 9.000 BTU für 33 bis 37 Quadratmeter. Für ein Schlafzimmer genügen oft schon 7.000 BTU.
Wie viel BTU brauche ich für 70 qm?
Für 70 Quadratmeter Wohnfläche brauchen Sie etwa 15.000 bis 22.500 BTU pro Stunde, das sind 4,4 bis 6,6 Kilowatt. Passend ist ein Gerät mit 18.000 oder 24.000 BTU. Verteilt sich die Fläche auf mehrere Zimmer, ist eine Multisplit-Anlage mit einem Innengerät je Raum besser als ein einzelnes großes Gerät.
Wie viel kW sind 12.000 BTU?
12.000 BTU pro Stunde sind 3,5 Kilowatt Kühlleistung. Die Umrechnung lautet: BTU pro Stunde geteilt durch 3.412 ergibt Kilowatt. Daraus folgen 2,1 Kilowatt für 7.000 BTU, 2,6 Kilowatt für 9.000 BTU, 5,3 Kilowatt für 18.000 BTU und 7,0 Kilowatt für 24.000 BTU. Gemeint ist die Kühlleistung, nicht der Stromverbrauch.
Was ist der Unterschied zwischen EER und SEER?
Die Leistungszahl EER ist die Kühlleistung geteilt durch die Stromaufnahme bei 35 Grad Außentemperatur und 27 Grad im Raum. Die Jahresarbeitszahl SEER bildet die ganze Kühlsaison ab, auch den Betrieb mit halber Kraft. Seit dem 1. Januar 2013 steht bei Split-Geräten die SEER auf dem EU-Energielabel. Klasse A+++ beginnt bei 8,5.
Wie viel Strom verbraucht eine Klimaanlage im Jahr?
Eine Split-Klimaanlage mit 3,5 Kilowatt Kühlleistung verbraucht nach EU-Rechenweg mit 350 Volllaststunden 144 bis 240 Kilowattstunden im Jahr, je nach Effizienzklasse. Beim Strompreis von 37,97 Cent im 1. Halbjahr 2026 sind das 55 bis 91 Euro. Ein mobiles Gerät gleicher Leistung kommt auf 395 bis 471 Kilowattstunden.
Kann ich eine Split-Klimaanlage selbst installieren?
Nein. Ein vorbefülltes Split-Gerät darf nur sachkundiges Personal eines zertifizierten Betriebs installieren, laut Umweltbundesamt auch dann, wenn es aus dem Baumarkt stammt. Nach der F-Gas-Verordnung der EU darf der Händler ein solches Gerät nur verkaufen, wenn der Einbau durch ein zertifiziertes Unternehmen nachgewiesen wird. Mobile Klimageräte stellen Sie selbst auf.
Ist das Kältemittel R32 noch erlaubt?
Ja. Neue Split-Klimaanlagen bis 12 Kilowatt mit R32 dürfen in der EU bis zum 31. Dezember 2028 in den Handel kommen. Ab dem 1. Januar 2029 gilt für neue Geräte eine Obergrenze beim Treibhauspotenzial von 150, R32 liegt bei 675. Vorhandene Anlagen dürfen weiterlaufen. Das Kältemittel R290, also Propan, bleibt erlaubt.
Fazit: Welche Klimaanlage passt?
Rechnen Sie zuerst, dann kaufen Sie. Für die meisten Wohnräume reichen 63 bis 94 Watt pro Quadratmeter. Ein Zimmer mit 25 Quadratmetern kommt so auf 7.000 bis 9.000 BTU pro Stunde, ein Wohnzimmer mit 40 Quadratmetern bei mittlerer Dämmung auf 12.000. Nehmen Sie die nächste Gerätegröße über Ihrem Ergebnis, aber nicht zwei Nummern größer.
Mein Tipp: Wer jeden Sommer kühlt, ist mit einer Split-Klimaanlage der Klasse A++ oder besser gut bedient. Bei 3,5 Kilowatt kostet der Strom nach EU-Rechenweg weniger als 100 Euro im Jahr. Für wenige heiße Tage genügt ein mobiles Gerät. Und wer ohnehin über Solarstrom nachdenkt, kann mit dem Balkonkraftwerk-Rechner klein anfangen.
Quellen und Methodik
Die Verbote für Kältemittel und die Regeln zum Einbau stammen aus dem Wortlaut der Verordnung (EU) 2024/573, die GWP-Werte und die Einordnung mobiler Geräte vom Umweltbundesamt. Effizienzklassen und Prüfbedingungen stehen in den EU-Verordnungen 626/2011 und 206/2012, der Strompreis kommt vom Statistischen Bundesamt, der Stand der Förderung aus dem Merkblatt 458 der KfW. Die Kühllastfaktoren pro Quadratmeter sind Herstellerangaben von Bosch, die Zuschläge und die Vergleichstabelle stammen von Energy Star. Umrechnungen, Raumgrößen, Rechenbeispiele und Stromkosten sind eigene Rechnungen. Solar.red hat keine Geräte gemessen.
- Europäische Union: Verordnung (EU) 2024/573 über fluorierte Treibhausgase - Verbote für neue Klimageräte in Anhang IV und Verkaufsregel in Artikel 11
- Umweltbundesamt: Gebäudeklimatisierung - GWP-Werte der Kältemittel, mobile und Split-Geräte, Einbau durch sachkundiges Personal
- Europäische Union: Verordnung (EU) Nr. 626/2011, Energielabel für Luftkonditionierer - Effizienzklassen mit SEER- und EER-Grenzen
- Energy Star: Room Air Conditioners - Tabelle Raumgröße zu BTU, Zuschläge für Sonne, Personen und Küche
- Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 345 vom 30. September 2026 - Strompreis für Haushalte im 1. Halbjahr 2026
Hinweis: Dieser Beitrag dient der unabhängigen Information. Der BTU-Rechner arbeitet mit Faustformeln und ersetzt keine Kühllastberechnung durch einen Fachbetrieb. Solar.red steht in keiner geschäftlichen Verbindung zu den genannten Herstellern, Behörden und Programmen. Strompreise und Rechtslage können sich ändern, verbindlich sind die Angaben der EU, des Umweltbundesamts und Ihres Fachbetriebs. Über die Formulare auf dieser Seite werden Anfragen an Fachbetriebe vermittelt, dafür erhält Solar.red eine Vergütung.
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