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Das Wichtigste in Kürze

Eine Luft-Luft-Wärmepumpe holt Wärme aus der Außenluft und gibt sie direkt an die Raumluft ab, ohne Heizkörper und ohne Heizungsrohre. Technisch ist sie ein Klimasplitgerät, das für das Heizen im Winter ausgelegt ist. Sie ist günstig und schnell eingebaut, macht aber kein Warmwasser und passt laut Energieberatung der Verbraucherzentrale nur in gut gedämmte Gebäude.

  • Kosten: 5.000 bis 10.000 € mit Installation, jedes weitere Innengerät kostet extra (Energieberatung der Verbraucherzentrale)
  • Effizienz: moderne Geräte erreichen eine Jahresarbeitszahl von 3 bis 4, empfohlen sind mindestens 3,5
  • Förderung: 30 bis 70 % von der KfW, bei niedrigem Einkommen bis 80 %, wenn das Gerät die Mindest-Effizienz von 181 % erreicht
  • Warmwasser: nicht möglich, dafür braucht es ein eigenes System
  • Kühlen: die meisten Geräte kühlen im Sommer wie eine Klimaanlage
  • Einbau: nur durch einen Fachbetrieb, weil ein Kältemittelkreis entsteht

Ob eine Luft-Luft-Wärmepumpe für Ihr Haus reicht oder eine Luft-Wasser-Wärmepumpe besser passt, zeigt ein Angebot mit Heizlastberechnung. Über das Formular erhalten Sie Angebote von Fachbetrieben aus Ihrer Region und können beide Varianten vergleichen.

Was ist eine Luft-Luft-Wärmepumpe und wie funktioniert sie?

Eine Luft-Luft-Wärmepumpe entzieht der Außenluft Wärme und gibt sie über Innengeräte direkt an die Raumluft ab. Sie braucht kein wasserführendes Heizsystem, also weder Heizkörper noch Fußbodenheizung. Die Verbraucherzentrale beschreibt sie als Klimasplitgerät, das speziell für den Heizbetrieb im Winter ausgelegt ist.

  1. AußengerätEin Ventilator führt Außenluft über den Verdampfer, das Kältemittel nimmt ihre Wärme auf.
  2. VerdichterEr presst das Kältemittel zusammen und macht es heiß. Dafür braucht er Strom.
  3. InnengerätDas heiße Kältemittel gibt die Wärme an die Raumluft ab.
  4. RaumEin Gebläse verteilt die warme Luft. Im Sommer läuft der Kreis umgekehrt.
Weg der Wärme vom Außengerät in den Raum. Eigene Darstellung nach der Beschreibung der Verbraucherzentrale.

Weil die Wärme ohne Umweg über Wasser in den Raum kommt, heizt das System ohne Speicher. Der Preis dafür ist die bewegte Luft. Luft speichert viel weniger Wärme als Wasser, deshalb müssen die Innengeräte große Mengen davon umwälzen.

Single-Split und Multi-Split

Bei einem Single-Split-Gerät gehört zu einem Außengerät genau ein Innengerät. Das reicht für einen Raum oder einen offenen Wohnbereich. Bei einer Multi-Split-Anlage versorgt ein Außengerät mehrere Innengeräte in verschiedenen Räumen. Jede Wohnung braucht laut Energieberatung der Verbraucherzentrale mindestens ein Außengerät an der Fassade, wie viele Innengeräte dazukommen, hängt vom Wärmebedarf ab.

Luft-Luft-Wärmepumpe oder Klimaanlage?

Zwischen beiden gibt es technisch keinen grundsätzlichen Unterschied. Luft-Luft-Wärmepumpen sind im Prinzip Split-Klimaanlagen, die den Kältekreis umkehren können. Der Unterschied liegt in der Auslegung: Ein Gerät, das die Hauptheizung ersetzen soll, muss beim Heizen effizient sein und nicht nur beim Kühlen. Auf dem Energielabel stehen beide Werte getrennt.

Luft-Luft oder Luft-Wasser?

Beide Arten nutzen die Außenluft als Wärmequelle, sie unterscheiden sich darin, wohin die Wärme geht. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe erwärmt Heizungswasser, das durch Heizkörper oder Fußbodenheizung fließt, und macht auch das Warmwasser. Die Luft-Luft-Wärmepumpe heizt nur die Raumluft. Damit ist die Entscheidung meist schnell getroffen: Wer Heizkörper hat, nutzt sie weiter.

Tabelle seitlich scrollen
Luft-Luft- und Luft-Wasser-Wärmepumpe im Vergleich, nach Angaben der Verbraucherzentrale und der Förderrichtlinie des Bundes
MerkmalLuft-LuftLuft-Wasser
Wärmeabgabedirekt an die Raumluft über Innengerätean Heizungswasser, über Heizkörper oder Fußbodenheizung
Warmwassernicht möglichja
Kühlenbei den meisten Geräten aktiv möglichnur begrenzt
Anschaffungdeutlich günstiger, mehrere Innengeräte erhöhen die Kostenteurer, braucht Wasserkreislauf
Bei starkem Frostweniger effizient als Luft-Wassereffizienter
Als Vollheizungnur begrenzt geeignet, am besten im gut gedämmten Hausauch im Bestand üblich
GeräuschAußengerät und Innengeräte im WohnraumAußengerät

Die Luft-Luft-Wärmepumpe gewinnt, wo es kein Heizungsnetz gibt oder wo es sich nicht lohnt, eines zu bauen: in Wohnungen mit Nachtspeicheröfen, in gut gedämmten Neubauten, in einzelnen Räumen. Alles zur anderen Bauart steht im Beitrag zur Luft-Wasser-Wärmepumpe, der Überblick über alle Bauarten im Beitrag zu den Wärmepumpen-Arten.

Für welche Häuser eignet sich die Luft-Luft-Wärmepumpe?

Als alleinige Heizung eignet sich die Luft-Luft-Wärmepumpe laut Energieberatung der Verbraucherzentrale nur für gut gedämmte Gebäude. Der Grund liegt in der Luft als Wärmeträger: Je mehr Wärme ein Raum verliert, desto mehr Luft muss das Innengerät bewegen, und desto stärker spürt und hört man es. Die Verbraucherzentrale stuft sie für die Vollheizung im deutschen Klima deshalb als nur begrenzt geeignet ein.

Altbau und Wohnung

Im Bestand hat die Luft-Luft-Wärmepumpe ihre Stärke bei der Nachrüstung. Sie braucht keine Heizungsrohre, nur einen Wanddurchbruch von wenigen Zentimetern für die Leitungen. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale nennt sie als Möglichkeit, Gasetagenheizungen oder Nachtspeicheröfen zu ersetzen. Auch die KfW führt genau diesen Fall als Beispiel: eine Eigentumswohnung, in der eine Klima-Split-Anlage die Nachtspeicherheizung ablöst.

Im unsanierten Haus mit vorhandenen Heizkörpern ist sie selten die beste Lösung. Dort liegt das Heizungsnetz schon, und eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kann es weiter nutzen und das Warmwasser gleich mit erzeugen. Was im Bestand zu prüfen ist, steht im Beitrag zur Wärmepumpe im Altbau.

Neubau und sehr gut gedämmte Häuser

In sehr gut gedämmten Häusern ist der Wärmebedarf so klein, dass ein eigenes Heizungsnetz mit Wasser kaum lohnt. Hier kann die Luft-Luft-Wärmepumpe mit einer Lüftungsanlage kombiniert werden, was laut Energieberatung der Verbraucherzentrale für gute Raumluft sorgt. Wichtig für die Kalkulation: Die Heizungsförderung der KfW gibt es nur für bestehende Gebäude, nicht für den Neubau.

Einzelne Räume

Für Dachausbau, Anbau, Büro oder Wintergarten ist ein Single-Split-Gerät oft die einfachste Heizung. Einzelne Räume lassen sich gezielt beheizen und im Sommer kühlen. Das Warmwasser und die übrigen Räume bleiben dann bei der vorhandenen Heizung.

Effizienz und Stromverbrauch

Moderne Luft-Luft-Wärmepumpen erreichen laut Energieberatung der Verbraucherzentrale eine Jahresarbeitszahl von 3 bis 4. Die Jahresarbeitszahl sagt, wie viel Wärme über ein Jahr aus einer Kilowattstunde Strom wird. Bei 3 sind es 3 kWh Wärme. Eine gewöhnliche Elektroheizung hat eine Jahresarbeitszahl von 1, sie macht aus einer Kilowattstunde Strom genau eine Kilowattstunde Wärme.

3 bis 4
Jahresarbeitszahl moderner Geräte
3,5
empfohlene Jahresarbeitszahl, mindestens
181 %
Mindest-Effizienz für die Förderung bis 12 kW

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale empfiehlt eine Jahresarbeitszahl von mindestens 3,5. Sie rechnet dazu ein Beispiel vor: Bei 10.000 kWh Wärmebedarf im Jahr braucht eine Luft-Luft-Wärmepumpe mit Jahresarbeitszahl 3,5 rund 2.857 kWh Strom. Wie viel das bei Ihrem Strompreis kostet, zeigt der Rechner im nächsten Abschnitt.

Elektroheizung, Jahresarbeitszahl 110.000 kWh
Luft-Luft, Jahresarbeitszahl 33.333 kWh
Luft-Luft, Jahresarbeitszahl 3,52.857 kWh
Luft-Luft, Jahresarbeitszahl 42.500 kWh
Strombedarf im Jahr für 10.000 kWh Wärme. Eigene Rechnung mit den Jahresarbeitszahlen, die die Energieberatung der Verbraucherzentrale nennt.

Zwei Dinge drücken die Effizienz. Bei sehr niedrigen Außentemperaturen arbeitet die Luft-Luft-Wärmepumpe weniger effizient als eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Und wer im Sommer kühlt, verbraucht zusätzlichen Strom, der in keiner Heizkostenrechnung auftaucht. Im Datenblatt stehen statt der Jahresarbeitszahl der SCOP für das Heizen und der SEER für das Kühlen. Beide beschreiben das Gerät unter Normbedingungen, nicht Ihr Haus.

Rechner: Stromkosten der Luft-Luft-Wärmepumpe im Jahr

Der Rechner zeigt, wie viel Strom die Luft-Luft-Wärmepumpe für Ihren Wärmebedarf braucht und was er kostet. Zum Vergleich rechnet er dieselbe Wärme mit einer Elektroheizung ohne Wärmepumpe, zum Beispiel Nachtspeicheröfen. Die Startwerte entsprechen dem Beispiel der Energieberatung der Verbraucherzentrale.

-
Strom pro Jahr
-
Stromkosten pro Jahr
-
weniger als mit Elektroheizung

Näherung. Die Jahresarbeitszahl Ihrer Anlage hängt von Haus, Gerät und Wetter ab. Der Strompreis ist ein Beispielwert, mit einem günstigeren Tarif für Nachtspeicher fällt der Unterschied kleiner aus. Kühlen, Warmwasser und Wartung sind nicht eingerechnet.

Mit den Startwerten braucht die Luft-Luft-Wärmepumpe 2.857 kWh Strom und kostet 857 € im Jahr. Eine Elektroheizung käme für dieselbe Wärme auf 3.000 €. Wie viel Leistung Ihr Haus braucht, schätzt der Wärmepumpen-Rechner.

Kosten der Luft-Luft-Wärmepumpe

Eine Luft-Luft-Wärmepumpe kostet laut Energieberatung der Verbraucherzentrale insgesamt 5.000 bis 10.000 € mit Installation. Sie ist damit deutlich günstiger als eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, weil der ganze Wasserkreislauf entfällt. Geräte mit besonderer Filterung oder besonders leisem Betrieb können mehr kosten, und jedes weitere Innengerät erhöht den Preis.

Tabelle seitlich scrollen
Kosten einer Luft-Luft-Wärmepumpe nach Angaben der Energieberatung der Verbraucherzentrale. Stand: 08.10.2026
PostenBetragHinweis
Geräte3.000 bis 6.000 €mehr bei besonderer Filterung oder leisem Betrieb
Installation2.000 bis 4.000 €je nach Gebäude
Gesamt5.000 bis 10.000 €vor Abzug der Förderung
Wartung100 bis 300 € pro JahrFilter und Verdampfer reinigen
Stromrund 857 € pro JahrBeispiel: 10.000 kWh Wärme, Jahresarbeitszahl 3,5, 30 Cent je kWh

Zwei Posten fehlen in dieser Rechnung, weil sie vom Haus abhängen. Das Warmwasser braucht ein eigenes System, zum Beispiel einen elektrischen Durchlauferhitzer oder eine Warmwasser-Wärmepumpe. Und wer ein ganzes Einfamilienhaus beheizen will, braucht in der Regel mehrere Innengeräte. Für komplette Häuser gibt es keine unabhängige Auswertung von Angeboten, im Netz genannte Spannen stammen meist von Anbietern.

Preishinweis

Die hier genannten Preise sind unverbindliche Richtwerte der Energieberatung der Verbraucherzentrale (abgerufen am 08.10.2026). Die tatsächlichen Kosten hängen vom Haus, von der Zahl der Innengeräte, vom Gerät, vom Betrieb und von der Region ab. Ein verbindlicher Preis steht nur im Angebot eines Fachbetriebs.

Welche Posten in ein vollständiges Angebot gehören, zeigt der Beitrag Wärmepumpen-Angebote vergleichen. Mehr zu den laufenden Kosten steht im Beitrag zu den Betriebskosten der Wärmepumpe.

Förderung der Luft-Luft-Wärmepumpe

Die KfW fördert auch Luft-Luft-Wärmepumpen im Programm 458, wenn sie ein bestehendes Wohngebäude beheizen. Die Grundförderung beträgt 30 %. Dazu kommen 16 % Klimageschwindigkeitsbonus, wenn Sie in der selbst genutzten Wohnung eine alte Heizung ersetzen, zum Beispiel Nachtspeicheröfen oder eine Gasetagenheizung. Je nach Einkommen gibt es zusätzlich 10, 30 oder 40 % Einkommensbonus. Insgesamt sind höchstens 70 % möglich, bis 30.000 € zu versteuerndem Haushaltseinkommen 80 %.

Tabelle seitlich scrollen
Zuschuss der KfW bei 10.000 € förderfähigen Kosten. Einkommensgrenzen: zu versteuerndes Haushaltseinkommen. Stand: 08.10.2026
FallFördersatzZuschussEigenanteil
Nur Grundförderung30 %3.000 €7.000 €
Mit Klimabonus46 %4.600 €5.400 €
Klimabonus, bis 50.000 €56 %5.600 €4.400 €
Klimabonus, bis 40.000 €70 % (Deckel)7.000 €3.000 €
Klimabonus, bis 30.000 €80 % (Deckel)8.000 €2.000 €

Der Höchstbetrag der förderfähigen Kosten liegt im Einfamilienhaus bei 28.000 € und wird von einer Luft-Luft-Wärmepumpe selten erreicht. Anders in der Eigentumswohnung: Dort wird der Höchstbetrag des ganzen Gebäudes zu gleichen Teilen auf die Wohnungen verteilt. Im Beispiel der KfW mit fünf Wohnungen bleiben 17.600 € je Wohnung.

Technische Bedingungen

Nicht jedes Klimasplitgerät wird gefördert. Die Förderrichtlinie verlangt bei Wärmepumpen, die über Luft heizen, bis 12 kW Heizleistung eine jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz von mindestens 181 % und die Effizienzklasse A++ oder A+++. Über 12 kW sind es mindestens 150 %. Die Anlage muss außerdem auf eine Jahresarbeitszahl von mindestens 3,0 ausgelegt sein und eine digitale Schnittstelle für die netzorientierte Steuerung haben.

  • Gerät erreicht die Mindest-Effizienz und steht auf der Liste der förderfähigen Anlagen
  • Anlage dient überwiegend dem Heizen, Kühlen ist zusätzlich erlaubt
  • Fachbetrieb bestätigt, dass die Luftmengen nach Berechnung eingestellt sind
  • Bestehendes Wohngebäude, kein Neubau
  • Antrag vor Beginn der Arbeiten

Die strengere Geräuschvorgabe der Richtlinie gilt ausdrücklich nur für Luft-Wasser-Wärmepumpen. Für die Luft-Luft-Wärmepumpe ist ein anderer Punkt wichtiger: das Kältemittel. Viele Split-Geräte arbeiten laut Verbraucherzentrale mit fluorierten Kältemitteln, die Förderung verlangt künftig natürliche. Der Termin steht im Abschnitt Stichtage. Alle Einzelheiten zum Antrag stehen im Beitrag zur Förderung der Wärmepumpe.

Stichtage: Welche Termine zählen

Der Klimageschwindigkeitsbonus und der Höchstbetrag sinken in festen Schritten, die technischen Bedingungen werden strenger. Für die Luft-Luft-Wärmepumpe ist vor allem der Termin zum Kältemittel wichtig.

Tabelle seitlich scrollen
Stichtage für die Förderung von Wärmepumpen. Stand: 08.10.2026
TerminWas giltHerkunft
Vor Beginn der ArbeitenFörderantrag stellen, Vertrag mit FörderklauselKfW
1. Quartal 2027Wertschöpfungsbonus geplant: Für Wärmepumpen, die außerhalb der EU und assoziierter Märkte gebaut wurden, könnte die Grundförderung sinken. Details stehen ausKfW
01.02.2027Klimageschwindigkeitsbonus sinkt um 4 Prozentpunkte, Höchstbetrag um 750 €, danach halbjährlich zum 01.02. und 01.08.KfW
01.07.2027Die digitale Schnittstelle neuer Wärmepumpen muss ein einheitliches Format haben, zum Beispiel EEBUSFörderrichtlinie BEG EM
01.01.2028Gefördert werden nur noch Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel wie R290Förderrichtlinie BEG EM
01.08.2028kein Klimageschwindigkeitsbonus mehr für neue AnträgeKfW

Nach der Zusage haben Sie 36 Monate Zeit für die Umsetzung. Wer den Antrag erst später stellen will, sollte schon jetzt ein Gerät mit natürlichem Kältemittel wie R290 wählen. Fragen Sie den Fachbetrieb ausdrücklich danach.

Vor- und Nachteile der Luft-Luft-Wärmepumpe

Die Luft-Luft-Wärmepumpe ist die günstigste und einfachste Wärmepumpe, aber auch die mit den deutlichsten Grenzen. Ihre Vorteile liegen bei Preis, Einbau und Kühlung. Ihre Nachteile spürt man im Alltag: Luftzug, Geräusch und das fehlende Warmwasser.

Vorteile

  • Deutlich günstiger als eine Luft-Wasser-Wärmepumpe
  • Einfacher Einbau ohne Heizungsrohre
  • Heizt ohne Speicher und ohne Heizkörper
  • Kühlt im Sommer
  • Einzelne Räume lassen sich gezielt beheizen
  • Filter halten Staub und Pollen zurück

Nachteile

  • Kein Warmwasser
  • Als Vollheizung nur für gut gedämmte Gebäude
  • Luftstrom wird von manchen als unangenehm empfunden
  • Raumluft kann trocken werden, Staub wird aufgewirbelt
  • Geräusch innen und außen
  • Bei starkem Frost weniger effizient als Luft-Wasser

Ob die Nachteile stören, ist auch eine Frage der Gewohnheit. Wer aus dem Büro oder aus dem Urlaub Klimageräte kennt, weiß, wie sich bewegte warme Luft anfühlt. Wer Strahlungswärme von Heizkörpern oder Fußbodenheizung schätzt, sollte ein Gerät im Betrieb erleben, bevor er das ganze Haus damit ausstattet.

Einbau, Lärm und Wartung

Fest installierte Split-Geräte dürfen nur von Fachleuten eingebaut werden. Bei der Montage entsteht ein Kältemittelkreis, und dafür ist laut Verbraucherzentrale ein Sachkundenachweis vorgeschrieben. Zuständig sind Betriebe der Klima- und Kältetechnik. Für die Leitungen zwischen Außen- und Innengerät genügt ein Wanddurchbruch von wenigen Zentimetern.

  1. Heizlast berechnen lassen: Sie entscheidet, wie viele Innengeräte nötig sind und ob das Haus überhaupt geeignet ist.
  2. Erlaubnis klären: Mieter brauchen für Wanddurchbruch und Außengerät die Zustimmung des Vermieters. In der Eigentumswohnung betrifft das Außengerät die Fassade, sprechen Sie früh mit der Eigentümergemeinschaft.
  3. Standort des Außengeräts wählen: Für die Aufstellung gelten die Richtwerte der TA Lärm. Das Energielabel nennt den Schallleistungspegel für Innen- und Außengerät getrennt.
  4. Förderantrag stellen: vor Beginn der Arbeiten, mit einem Vertrag, der erst mit der Zusage gilt.
  5. Einbau und Einstellung: Der Fachbetrieb stellt die Luftmengen ein und bestätigt das für die Förderung.

Lärm

Bei der Luft-Luft-Wärmepumpe gibt es zwei Geräuschquellen. Das Außengerät kann deutlich lauter sein als das Innengerät und Nachbarn stören. Das Innengerät hängt dafür mitten im Wohnraum. Achten Sie beim Vergleich auf niedrige Dezibel-Werte auf dem Energielabel, vor allem für Schlafräume. Was sich am Außengerät tun lässt, steht im Beitrag zur Schallschutzhaube für Wärmepumpen.

Wartung

Split-Geräte sollten regelmäßig gewartet werden. Filter und Verdampfer müssen gereinigt werden, und die Leitung für das Kondenswasser darf nicht verstopfen. Die Filter können Sie in der Regel selbst reinigen, alles am Kältekreis ist Sache des Fachbetriebs. Das gilt auch für die Entsorgung: Das Kältemittel muss abgesaugt und zurückgewonnen werden.

Mit Photovoltaik kombinieren

Eigener Solarstrom senkt die Stromkosten der Wärmepumpe. Besonders gut passt das beim Kühlen, weil die Anlage dann läuft, wenn die Sonne scheint. Wie beides zusammenarbeitet, erklärt der Beitrag zur Kombination von Wärmepumpe und Photovoltaik.

Häufige Fragen

Was kostet eine Luft-Luft-Wärmepumpe?

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale nennt 3.000 bis 6.000 Euro für die Geräte und 2.000 bis 4.000 Euro für die Installation, zusammen 5.000 bis 10.000 Euro. Jedes weitere Innengerät erhöht die Kosten. Dazu kommen 100 bis 300 Euro Wartung im Jahr und eine eigene Lösung für das Warmwasser.

Wie viel Strom verbraucht eine Luft-Luft-Wärmepumpe?

Das hängt vom Wärmebedarf und von der Jahresarbeitszahl ab. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale rechnet so: Bei 10.000 Kilowattstunden Wärmebedarf und einer Jahresarbeitszahl von 3,5 braucht die Luft-Luft-Wärmepumpe rund 2.857 Kilowattstunden Strom im Jahr. Bei 30 Cent je Kilowattstunde sind das rund 857 Euro. Kühlen im Sommer kommt dazu.

Wird eine Luft-Luft-Wärmepumpe gefördert?

Ja, wenn sie ein bestehendes Wohngebäude beheizt und die technischen Bedingungen erfüllt. Die KfW zahlt im Programm 458 eine Grundförderung von 30 Prozent, mit Klimageschwindigkeitsbonus und Einkommensbonus bis zu 70 Prozent, bei niedrigem Einkommen bis zu 80 Prozent. Geräte bis 12 Kilowatt Heizleistung müssen eine jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz von mindestens 181 Prozent erreichen, und die Anlage muss auf eine Jahresarbeitszahl von mindestens 3,0 ausgelegt sein.

Ist eine Luft-Luft-Wärmepumpe für den Altbau geeignet?

Als alleinige Heizung nur, wenn das Haus gut gedämmt ist. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale hält Luft-Luft-Wärmepumpen nur für gut gedämmte Gebäude für geeignet. Gut passen sie für einzelne Räume oder Wohnungen, zum Beispiel als Ersatz für Gasetagenheizungen oder Nachtspeicheröfen. Im schlecht gedämmten Haus mit Heizkörpern ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe meist die bessere Wahl.

Sind Luft-Luft-Wärmepumpen sinnvoll?

Ja, wenn drei Dinge zusammenkommen: ein gut gedämmtes Gebäude oder einzelne Räume, kein vorhandenes Heizungsnetz mit Wasser und der Wunsch, im Sommer zu kühlen. Dann ist sie günstig in der Anschaffung und schnell eingebaut. Weniger sinnvoll ist sie, wo bereits Heizkörper vorhanden sind und das Warmwasser zentral erzeugt werden soll.

Was sind die Nachteile einer Luft-Luft-Wärmepumpe?

Sie macht kein Warmwasser, dafür ist ein eigenes System nötig. Der Luftstrom im Raum wird von manchen als unangenehm empfunden, die Raumluft kann trocken werden, und Innen- wie Außengerät sind hörbar. Bei sehr niedrigen Außentemperaturen arbeitet sie laut Verbraucherzentrale weniger effizient als eine Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Was ist der Unterschied zwischen Luft-Luft-Wärmepumpe und Klimaanlage?

Technisch gibt es keinen grundsätzlichen Unterschied. Luft-Luft-Wärmepumpen sind laut Verbraucherzentrale Klimasplitgeräte, die für den Heizbetrieb im Winter ausgelegt sind. Entscheidend ist die Effizienz beim Heizen: Sie steht auf dem Energielabel und im Datenblatt und entscheidet auch über die Förderung.

Kann eine Luft-Luft-Wärmepumpe Warmwasser erzeugen?

Nein. Eine Luft-Luft-Wärmepumpe gibt die Wärme an die Raumluft ab und hat keinen Wasserkreislauf. Das Warmwasser muss getrennt erzeugt werden, zum Beispiel elektrisch oder mit einer Warmwasser-Wärmepumpe.

Darf ich eine Luft-Luft-Wärmepumpe selbst installieren?

Fest installierte Split-Geräte dürfen laut Verbraucherzentrale nur von Fachleuten eingebaut werden, weil bei der Montage ein Kältemittelkreis entsteht und dafür ein Sachkundenachweis vorgeschrieben ist. Für die Förderung ist der Einbau durch einen Fachbetrieb ohnehin Voraussetzung. In der Mietwohnung brauchen Sie für den Wanddurchbruch außerdem die Erlaubnis des Vermieters.

Fazit: Für wen lohnt sich die Luft-Luft-Wärmepumpe?

Die Luft-Luft-Wärmepumpe lohnt sich für alle, die kein Heizungsnetz mit Wasser haben und auch keines bauen wollen: Besitzer von Wohnungen mit Nachtspeicheröfen, Bauherren sehr gut gedämmter Häuser und alle, die einzelne Räume heizen und kühlen möchten. Dort ist sie konkurrenzlos günstig und in kurzer Zeit eingebaut. Wer dagegen funktionierende Heizkörper im Haus hat, verschenkt mit ihr das vorhandene Netz und muss das Warmwasser trotzdem extra lösen.

Mein Tipp: Kaufen Sie die Luft-Luft-Wärmepumpe nicht als billige Abkürzung, sondern nur, wenn sie zum Haus passt. Lassen Sie die Heizlast berechnen, fragen Sie nach einem Gerät mit natürlichem Kältemittel und hören Sie sich das Innengerät im Betrieb an. Wenn das Haus viel Wärme braucht, ist die teurere Luft-Wasser-Wärmepumpe auf Dauer die bequemere Wahl.

Welche Lösung für Ihr Haus passt, zeigt der Vergleich konkreter Angebote. Über das Formular erhalten Sie Angebote von Installateuren aus Ihrer Region.

Quellen und Methodik

Funktion, Eignung, Jahresarbeitszahlen und Kosten stammen von der Verbraucherzentrale und ihrer Energieberatung, Fördersätze und das Beispiel der Eigentumswohnung von der KfW, technische Mindestwerte aus der Förderrichtlinie des Bundes. Solar.red hat keine Geräte gemessen und keine Angebote erhoben. Der Rechner und die Grafik zum Strombedarf sind eigene Rechnungen, der Strompreis ist ein Beispielwert.

  1. Energieberatung der Verbraucherzentrale: Luft-Luft-Wärmepumpen - Funktion, Eignung, Jahresarbeitszahl, Kosten und Rechenbeispiel
  2. Verbraucherzentrale: Wärmepumpen im Vergleich - Vor- und Nachteile gegenüber Luft-Wasser-Wärmepumpen
  3. Verbraucherzentrale: Klimaanlage installieren, was ist zu beachten? - Einbau durch Fachleute, Erlaubnis, Lärm, Kältemittel und Wartung
  4. KfW: Heizungsförderung für Privatpersonen, Wohngebäude (458) - Fördersätze, Höchstbetrag und Beispiel Klima-Split-Anlage
  5. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Förderrichtlinie BEG Einzelmaßnahmen, Bundesanzeiger - Mindest-Effizienz, Jahresarbeitszahl, Schnittstelle und Kältemittel

Hinweis: Die genannten Kosten sind Richtwerte und kein Angebot für Ihr Haus. Fördersätze, Höchstbeträge, Stichtage und technische Anforderungen können sich ändern. Ob ein Gerät förderfähig ist, klären Sie vor dem Kauf mit dem Fachbetrieb. Der Rechner liefert eine Näherung und ersetzt keine Heizlastberechnung. Für die Auslegung und ein verbindliches Angebot wenden Sie sich an einen Fachbetrieb. Alle Angaben ohne Gewähr.

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