Dachintegrierte Photovoltaik (auch: Indach-PV oder BIPV) bezeichnet Solarsysteme, die herkömmliche Dachmaterialien ersetzen und direkt in die Dachstruktur eingebaut werden. Die Kosten liegen 2026 typischerweise bei 1.500–2.500 €/kWp – je nach System, Dacharbeiten und Region deutlich über Aufdach-Anlagen, wobei eingesparte Dachziegel die Differenz reduzieren. Es gibt zwei Haupttypen: Indach-Photovoltaiksysteme (großflächige Module als Dachhaut) und Solardachziegel (einzelne Ziegel mit integrierten Solarzellen). Der Jahresertrag kann je nach System und Hinterlüftung einige Prozent unter dem von Aufdach-Anlagen liegen; moderne TOPCon- und Glas-Glas-Technologie (Stand 2025/2026) minimieren diesen Unterschied. Indach-PV eignet sich besonders für Neubauten, Dachsanierungen und denkmalgeschützte Gebäude. Die aktuelle Einspeisevergütung beträgt 7,78 ct/kWh (Teileinspeisung, bis 10 kWp, ab Februar 2026). Die Lebensdauer entspricht mit 25–30 Jahren der von Aufdach-Anlagen.
Was ist dachintegrierte Photovoltaik?
Dachintegrierte Photovoltaik (BIPV) ersetzt herkömmliche Dachmaterialien durch Solarmodule. Die Module werden nicht auf das Dach montiert, sondern bilden selbst die Dachhaut – sie übernehmen also sowohl die Funktion der Energieerzeugung als auch den Witterungsschutz.
Der internationale Fachbegriff lautet „Building-Integrated Photovoltaics" (BIPV). Im deutschen Sprachraum sind auch die Bezeichnungen „Indach-Solaranlage", „Indach-PV" oder „dachintegrierte PV" gebräuchlich. Alle meinen dasselbe Prinzip: Die Solarenergie-Erzeugung verschmilzt optisch mit der Architektur.
Der zentrale Unterschied zur klassischen Aufdach-Solaranlage: Bei einer Aufdach-Anlage sitzen die Module auf einer Unterkonstruktion oberhalb der vorhandenen Dachziegel. Bei der Indach-Variante ersetzen die Module die Ziegel vollständig – das Dach und die Photovoltaikanlage werden eins.
Arten: Indach-PV vs. Solardachziegel
Es gibt zwei Hauptsysteme für die Dachintegration. Beide ersetzen konventionelle Dacheindeckung, unterscheiden sich aber in Aufbau, Optik und Kosten erheblich.
Indach-Photovoltaiksysteme
Indach-Systeme integrieren großflächige PV-Module direkt in die Dachhaut. Sie ersetzen dabei ganze Abschnitte der Dacheindeckung und werden über spezielle Rahmen- oder Klemmsysteme mit der Dachunterkonstruktion verbunden. Detaillierte Informationen zu verfügbaren Modulen finden Sie im Beitrag über Indach-Solarmodule.
Typische Einsatzgebiete sind Neubauten und Komplettsanierungen. Wer ohnehin eine neue Dacheindeckung benötigt, profitiert besonders – denn die Kosten für Ziegel oder Schiefer entfallen teilweise und reduzieren die Mehrkosten gegenüber Aufdach-Systemen.
Solardachziegel
Solardachziegel ersetzen einzelne Dachziegel durch Ziegel mit integrierten Solarzellen. Sie sind optisch kaum von konventionellen Dachziegeln zu unterscheiden – ideal für Gebäude mit Denkmalschutzauflagen oder wenn die Ästhetik entscheidend ist.
Der Nachteil: Höhere Kosten und geringerer Ertrag pro Fläche. Jeder Ziegel muss einzeln verkabelt werden, was den Installationsaufwand steigert. Dafür bieten sie maximale gestalterische Freiheit – etwa bei farbigen Solarmodulen in Terracotta oder Schieferoptik.
| Kriterium | Indach-PV | Solardachziegel | Aufdach-PV |
|---|---|---|---|
| Kosten pro kWp | 1.500–2.200 € | 2.000–3.500 € | 950–1.300 € |
| Optik | Flächig, homogen | Wie normales Dach | Aufgesetzt, sichtbar |
| Denkmalschutz | Bedingt geeignet | Sehr gut geeignet | Oft nicht genehmigungsfähig |
| Wirkungsgrad | 20–22 % | 15–19 % | 21–23 % |
| Hinterlüftung | Eingeschränkt | Gut (Ziegelformat) | Optimal |
| Ideal für | Neubau, Sanierung | Denkmalschutz, Ästhetik | Bestandsdächer |
| Lebensdauer | 25–30 Jahre | 25–30 Jahre | 25–30 Jahre |
Was kostet eine dachintegrierte PV-Anlage 2026?
Die Investition in eine Indach-PV-Anlage liegt 2026 typischerweise zwischen 1.500 und 2.500 Euro pro kWp. Die Spanne hängt vom gewählten System, den Dacharbeiten und der Region ab. Der Quadratmeterpreis beträgt grob 350–550 Euro. Zum Vergleich: Klassische Photovoltaik-Kosten für Aufdach-Systeme liegen häufig bei 950–1.300 Euro pro kWp.
Die Mehrkosten relativieren sich bei Neubauten und Dachsanierungen. Wer ohnehin eine neue Dacheindeckung braucht, spart die Materialkosten für konventionelle Ziegel (je nach Material grob 50–120 €/m²) und das zugehörige Montagesystem. Unter diesen Umständen kann der effektive Preisunterschied deutlich schrumpfen.
Solardachziegel sind nochmals teurer: Je nach System und Hersteller liegen Projekte häufig bei mehreren Tausend Euro pro kWp – typisch sind 2.000–3.500 €/kWp, einzelne Systeme auch darüber. Die aufwendigere Einzelverkabelung und geringere Leistungsdichte treiben den Preis. Trotzdem kann sich das bei denkmalgeschützten Gebäuden lohnen, wo andere Lösungen nicht genehmigungsfähig sind.
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Vorteile und Nachteile im Überblick
✅ Vorteile
- Ästhetik: Nahtlose Integration ins Dachbild – keine aufgesetzten Module sichtbar.
- Doppelfunktion: Module ersetzen die Dacheindeckung und erzeugen gleichzeitig Strom.
- Witterungsschutz: Dachintegrierte Module schützen die Konstruktion vor Regen, Wind und Schnee.
- Keine Zusatzlast: Die Module belasten die Dachkonstruktion nicht zusätzlich, da sie die Ziegel ersetzen.
- Brandschutz: Indach-Systeme müssen baurechtlich i. d. R. Anforderungen an die „harte Bedachung" erfüllen – das ist systemabhängig und erfordert entsprechende Nachweise.
- Denkmalschutz: Oft die einzige genehmigungsfähige PV-Lösung bei denkmalgeschützten Gebäuden.
- Wertsteigerung: Ein ästhetisch integriertes Solardach steigert den Immobilienwert.
❌ Nachteile
- Höhere Kosten: 25–40 % teurer als Aufdach-Systeme (bei Bestandsdächern ohne Sanierungsbedarf).
- Wärmeabfuhr: Geringere Hinterlüftung kann je nach System zu einer spürbaren Ertragseinbuße führen.
- Wartung: Einzelne Module sind schwerer zu tauschen, da sie fest in die Dachhaut integriert sind.
- Komplexe Installation: Erfordert Fachkenntnisse in Dachdeckerei und Elektrotechnik.
- Erweiterung: Nachträgliche Vergrößerung der Anlage ist aufwendiger als bei Aufdach-Systemen.
- Angebotsmarkt: Weniger Anbieter und Fachbetriebe als bei Aufdach-Montage verfügbar.
Aktuelle Technik 2025/2026
Die BIPV-Branche hat sich technologisch enorm weiterentwickelt. Mehrere Innovationen aus 2025 und Anfang 2026 machen dachintegrierte Systeme effizienter und langlebiger als je zuvor.
TOPCon und Glas-Glas setzen sich durch
TOPCon-Zelltechnologie (Tunnel Oxide Passivated Contact) löst PERC zunehmend ab. TOPCon-Module erreichen typische Wirkungsgrade von 21–23 % (Datenblatt) gegenüber 20–21 % bei PERC – wobei die oberen Werte eher das High-End-Segment abbilden. Für Indach-Systeme ist jedes Prozent Mehrertrag besonders relevant, da es die geringere Hinterlüftung teilweise kompensiert.
Glas-Glas-Module setzen sich 2025/2026 immer stärker durch. Sie sind robuster als Glas-Folie-Module und bieten eine längere Lebensdauer. Viele Hersteller erhöhen zudem die Glasstärke und Robustheit ihrer Module – etwa durch dickere Glasaufbauten oder spezielle Beschichtungen –, um bessere Hagel- und Lastwerte zu erreichen. Details sind produktabhängig.
Neue Systeme auf dem Markt
Megasol Level Up (November 2025): Der Schweizer Hersteller bringt ein komplett überarbeitetes Indach-System mit rahmenlosen Glas-Glas-Modulen in vier Standardgrößen. Die tiefschwarze Optik und reduzierte Blendwirkung setzen neue Maßstäbe bei der Ästhetik – und die Module sind rund 10 % leichter als vergleichbare Aufdach-Module.
SoliTek Module 2026: Ab Februar 2026 erhöht der Hersteller SoliTek die Leistung seines gesamten Modulportfolios bei identischen Abmessungen. In Kombination mit dem Solrif-Indachsystem von Ernst Schweizer AG entstehen so effizientere Projekte ohne Umplanung. Zusätzlich setzt SoliTek auf wärmeverstärktes Glas, das die optische Qualität verbessern und das Spontanbruchrisiko reduzieren kann.
Fraunhofer ISE BIPV-Planungsleitfaden (Februar 2026): Das renommierte Forschungsinstitut hat einen webbasierten Leitfaden mit 15 standardisierten BIPV-Konstruktionslösungen veröffentlicht. Architekten und Planer können damit erstmals unkompliziert normkonforme Indach-Lösungen in frühe Planungsphasen integrieren.
Seit 2025 gilt: PV-Anlagen ohne intelligentes Messsystem (iMSys) und Steuerungseinrichtung können je nach Netzbetreiber und Umsetzung in der Einspeiseleistung begrenzt werden (z. B. auf 60 % der Nennleistung). Für Indach-Anlagen empfiehlt sich daher die Kombination mit einem Stromspeicher, um den Eigenverbrauch zu maximieren.
Installation: So wird ein Indach-System montiert
Die Installation erfordert Fachkenntnisse in Dachdeckerei und Elektrotechnik. Anders als bei einer Aufdach-Montage mit Dachhaken werden die Module direkt in die Dachkonstruktion eingebunden.
Schritt 1 – Dachunterkonstruktion vorbereiten: Zunächst wird die vorhandene Dacheindeckung entfernt. Die Lattung wird geprüft und bei Bedarf verstärkt. Eine Unterspannbahn sorgt für zusätzliche Abdichtung.
Schritt 2 – Montagerahmen setzen: Das Indach-Montagesystem wird auf die Dachlatten montiert. Je nach System kommen Aluminium- oder Edelstahlrahmen zum Einsatz, die eine wasserdichte Verbindung zwischen den Modulen herstellen.
Schritt 3 – Module einsetzen und abdichten: Die PV-Module werden in die Rahmen eingesetzt und über spezielle Dichtprofile wasserdicht abgeschlossen. Die Übergänge zu konventionellen Dachziegeln an den Rändern erfordern besondere Sorgfalt – hier kommen Anschlussbleche zum Einsatz.
Schritt 4 – Elektrische Verbindung: Die Module werden über Steckverbinder in Serie geschaltet, der Generatoranschlusskasten wird angebracht und die Verbindung zum Wechselrichter hergestellt. Abschließend erfolgt der Netzanschluss.
Die Hinterlüftung ist entscheidend für die Leistung von Indach-Systemen. Moderne Systeme verfügen über integrierte Lüftungsschlitze im Modulrahmen, die eine ausreichende Luftzirkulation sicherstellen und Hot-Spots vermeiden.
Anforderungen an das Dach
Nicht jedes Dach eignet sich für eine dachintegrierte PV-Anlage. Prüfen Sie vor der Planung folgende Kriterien – oder lassen Sie einen Fachbetrieb die Eignung beurteilen. Das Solarkataster gibt eine erste Einschätzung zum Potenzial Ihres Standorts.
Tragfähigkeit: Die Flächenlast von Indach-Modulen ist je nach System und Aufbau unterschiedlich, liegt aber häufig in einer Größenordnung, die mit konventioneller Dacheindeckung vergleichbar ist. Eine Statikprüfung bleibt Pflicht – insbesondere bei Altbauten und in Regionen mit hoher Schneelast.
Ausrichtung: Ideal ist eine Südausrichtung mit einer Dachneigung von 30–35 Grad. Aber auch Ost-West-Dächer liefern beachtliche Erträge und verteilen die Stromerzeugung gleichmäßiger über den Tag. Mehr dazu unter Photovoltaik-Neigungswinkel.
Schattenfreiheit: Verschattung durch Bäume, Schornsteine oder Nachbargebäude reduziert den Ertrag überproportional. Moderne Module mit PV-Optimierern können Teilverschattung besser kompensieren.
Dachform: Steildächer (Sattel-, Walm-, Pultdach) sind optimal für Indach-PV. Für Flachdächer sind Aufständerungen die bessere Lösung. Die Dachfläche berechnen Sie vorab mit unserem Ratgeber.
Lebensdauer und Wartung
Dachintegrierte PV-Anlagen halten 25–30 Jahre – ebenso lang wie Aufdach-Systeme. Die Lebensdauer der Solarmodule hängt primär von der Verarbeitungsqualität und der Degradation ab, nicht von der Montageart.
Die Leistungsgarantie liegt bei den meisten Herstellern bei 25 Jahren. Sie sichert zu, dass die Module nach dieser Zeit noch mindestens 80 % der Nennleistung erbringen. Die Produktgarantie für die Hardware beträgt meist 10–15 Jahre.
Wartung ist etwas aufwendiger als bei Aufdach-Anlagen. Da die Module Teil der Dachhaut sind, erfordert ein Modultausch mehr Aufwand. Eine regelmäßige Sichtprüfung und professionelle Reinigung alle 2–3 Jahre sind empfehlenswert. Eine Photovoltaik-Versicherung schützt vor unvorhergesehenen Reparaturkosten.
Lohnt sich Indach-PV? Wirtschaftlichkeit 2026
Die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage hängt 2026 primär vom Eigenverbrauch ab – nicht von der Einspeisevergütung. In einer typischen Beispielrechnung mit einem Netzstrompreis von 35–40 Cent/kWh und geschätzten Stromgestehungskosten von 9–12 Cent/kWh spart jede selbst verbrauchte Kilowattstunde rund 25–30 Cent. Die tatsächlichen Werte hängen von Invest, Eigenverbrauch, Speicher und Standort ab.
| Anlagengröße | Teileinspeisung | Volleinspeisung |
|---|---|---|
| Bis 10 kWp | 7,78 ct/kWh | 12,34 ct/kWh |
| 10–40 kWp | 6,73 ct/kWh | 10,35 ct/kWh |
| 40–100 kWp | 5,50 ct/kWh | 10,35 ct/kWh |
Die EEG-Vergütungssätze werden turnusmäßig (u. a. zum 1. Februar und 1. August) abgesenkt; der nächste Schritt ist zum 1. August 2026 vorgesehen. Mehr zur Einspeisevergütung.
Bei Neubauten und Dachsanierungen kann sich Indach-PV in typischen Szenarien innerhalb von 12–16 Jahren amortisieren. Rechnet man die eingesparten Kosten für konventionelle Dacheindeckung gegen, sinkt die effektive Investition. Die Photovoltaik-Wirtschaftlichkeit verbessert sich zusätzlich durch einen Stromspeicher, der den Eigenverbrauch von ca. 30 % auf 60–70 % steigern kann.
Regelungen zur EEG-Vergütung und zur Vermarktung von PV-Strom werden politisch regelmäßig angepasst. Die aktuell gültige feste Einspeisevergütung mit 20-jähriger Garantie bietet Planungssicherheit. Wer diese Konditionen nutzen möchte, sollte die jeweils aktuellen Rahmenbedingungen (EEG/BNetzA) vor Projektstart prüfen. Details zu aktuellen PV-Förderungen finden Sie in unserem Ratgeber.
Planung: Das sollten Sie beachten
Eine sorgfältige Planung ist bei Indach-PV noch wichtiger als bei Aufdach-Systemen. Nachträgliche Änderungen sind aufwendiger und teurer. Folgende Punkte sollten Sie vor der Beauftragung klären.
Strombedarf ermitteln: Berechnen Sie Ihren aktuellen und zukünftigen Stromverbrauch. Planen Sie eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto? Dann dimensionieren Sie die Anlage großzügiger. Eine PV-Anlage planen – unser Ratgeber zeigt, wie das geht.
Statik prüfen lassen: Ein Statiker oder erfahrener Dachdecker sollte die Tragfähigkeit bestätigen. Besonders bei Altbauten kann eine Nachrüstung der Dachkonstruktion notwendig sein.
Bauvorschriften und Genehmigungen klären: In einigen Bundesländern besteht inzwischen eine Solarpflicht für Neubauten. Bei denkmalgeschützten Gebäuden ist eine Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde erforderlich. Prüfen Sie auch regionale Förderprogramme.
Fachbetrieb mit BIPV-Erfahrung beauftragen: Nicht jeder Solarteur hat Erfahrung mit Indach-Systemen. Achten Sie auf Referenzprojekte und Herstellerzertifizierungen. Der Photovoltaik-Konfigurator hilft bei der ersten Orientierung.
Speicher und Smart Meter einplanen: Seit dem Solarspitzengesetz 2025 kann es ohne intelligentes Messsystem (iMSys) oder Steuerbox zu einer Begrenzung der Einspeiseleistung kommen. Ein Smart Meter in Kombination mit einem Stromspeicher und einem Energiemanagementsystem hilft, das Maximum aus Ihrer Indach-Anlage herauszuholen.
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Häufige Fragen (FAQ)
Was passiert mit der Dachhaut bei der Installation?
Die ursprüngliche Dacheindeckung wird entfernt und durch PV-Module ersetzt. Diese werden fest verankert und über Dichtprofile wasserdicht abgeschlossen. Die Module übernehmen die Schutzfunktion der Dachhaut – Dichtigkeit und Regensicherheit bleiben erhalten.
Wie viel Ertrag verliert eine Indach-Anlage durch die geringere Belüftung?
Indach-Anlagen können wegen höherer Modultemperaturen je nach System und Hinterlüftung einige Prozent Jahresertrag einbüßen. Ursache ist der Temperaturkoeffizient der Solarzellen: Höhere Temperatur bedeutet weniger Leistung. Gute Indach-Systeme minimieren das durch konstruktive Lüftungsführung und moderne TOPCon-Zellen mit optimierter Rahmenbelüftung.
Eignet sich mein Dach für eine dachintegrierte Anlage?
Steildächer mit 20–60 Grad Neigung sind grundsätzlich geeignet. Ideal ist eine Südausrichtung, aber auch Ost-West-Dächer funktionieren. Entscheidend sind Tragfähigkeit, Schattenfreiheit und die verfügbare Dachfläche. Flachdächer eignen sich nicht für Indach-PV.
Ist die Einspeisevergütung für Indach-PV höher?
Nein, die Einspeisevergütung ist unabhängig von der Montageart. Seit Februar 2026 gelten für alle Dachanlagen bis 10 kWp 7,78 ct/kWh (Teileinspeisung) bzw. 12,34 ct/kWh (Volleinspeisung). Die Sätze sinken halbjährlich um 1 %.
Kann ich eine Indach-Anlage nachträglich erweitern?
Erweiterungen sind möglich, aber aufwendiger als bei Aufdach-Systemen. Module und Rahmenprofile müssen zum bestehenden System passen. Planen Sie daher von Anfang an ausreichend Kapazität ein – oder lassen Sie sich vom Fachbetrieb Erweiterungsoptionen bestätigen.
Fazit
Dachintegrierte Photovoltaik ist 2026 eine ausgereifte Technologie mit klarem Einsatzbereich. Wer bei Neubau oder Dachsanierung Ästhetik und Energieerzeugung verbinden will, findet in Indach-PV die optimale Lösung. Die höheren Anschaffungskosten relativieren sich durch eingesparte Dachmaterialien und den steigenden Wert von Eigenverbrauch.
Die technologische Entwicklung spricht für Indach-PV. TOPCon-Zellen, Glas-Glas-Module und neue Systeme wie Megasol Level Up oder SoliTek 2026 heben Effizienz und Langlebigkeit auf ein neues Niveau. Der neue BIPV-Planungsleitfaden des Fraunhofer ISE erleichtert zudem die Planung erheblich.
Die aktuellen Rahmenbedingungen sprechen für zügiges Handeln. Die feste Einspeisevergütung mit 20-jähriger Garantie bietet derzeit Planungssicherheit – politische Anpassungen der Vergütungsregeln sind jedoch jederzeit möglich. Ob sich eine dachintegrierte Anlage für Ihr Gebäude rechnet, zeigt eine individuelle Kosten-Nutzen-Analyse unter Berücksichtigung von Stromverbrauch, Dachfläche und regionalen Förderungen. Lesen Sie auch unseren Ratgeber Lohnt sich Photovoltaik?
Hinweis: Solar.red steht in keiner geschäftlichen Verbindung oder Kooperation mit Megasol, SoliTek, Braas, ML System, Ernst Schweizer AG oder anderen hier genannten Unternehmen. Alle Angaben zu Preisen und technischen Daten basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen und Herstellerangaben (Stand: Februar 2026). Preise sind Richtwerte ohne Installation und können je nach Händler und Region variieren. Angaben zu Wirkungsgraden, Effizienzgewinnen und Lebensdauervorteilen beruhen auf Herstellerangaben und können je nach Nutzungsprofil abweichen. Für verbindliche Angebote und technische Beratung wenden Sie sich bitte an einen zertifizierten Fachhändler. Dieser Artikel dient ausschließlich der unabhängigen Information.
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