Solaranlagen sind aus unserem täglichen Leben nicht mehr weg zu denken. Eine Anschaffung einer Solaranlage lohnt sich in jedem Fall. Nur sollten Sie sich im Vorfeld mit der Thematik auseinandersetzen. Hier finden Sie alles Wissenswerte über Solarpanele.

Ein Solarmodul nutzt Sonneneinstrahlung und wandelt diesen in elektrischen Strom um. Dies wird erreicht durch Solarzellen, die auf dem Panel verteilt sind. Je nach Qualität unterscheiden sich ein Solarpanel in seinem Wirkungsgrad. Je besser dieser ist, desto besser kann aus der Sonneneinstrahlung Strom generiert werden. Dieser kann anschließend in einem Akku zwischengespeichert.

Ein Solarpanel gibt es in verschiedenen Abmessungen, sind aber zumeist rechteckig. Die kleinsten sind gerade mal so groß wie Ihre Hand. In der Größe gibt es nahezu keine Grenzen und riesige Solaranlagen basieren auf Solarflächen, die mehrere Meter groß sind.

Darüber hinaus werden Sie online auch zahlreiche Varianten finden, die sich eher im handlichen Bereich befinden. Diese können teilweise gefaltet werden, sind wasserdicht, flexibel oder aber direkt mit einem Akku verbunden. Die Auswahl ist im gerade im Campingsegment groß.

Wieviel Strom ein Solarpanel generieren kann ist von den äußeren Umständen des Wetters abhängig. Direkte Sonneneinstrahlung ist am effektivsten, Wolken reduzieren die Stromgewinnung. Logischerweise ist eine Solarpanel im Sommer effektiver als im Winter.

Wie funktioniert ein Solarpanel?

Die Funktionsweise von einem Solarpanel wirkt auf dem ersten Blick kompliziert. Dies ist aber nicht der Fall. Solarzellen, die das Herzstück eines Solarpanels darstellen, beinhalten zwei Schichten. Die Obere Schicht, die sogenannte n-Schicht, beinhaltet Atome und Elektroden. Die Elektroden stellen Verbindungen zwischen den Atomen her und sind in der n-Schicht in höherer Menge vorhanden, als diese eigentlich benötigt werden.

Unter der n-Schicht liegt die p-Schicht. In dieser sind ebenfalls Atome angeordnet, allerdings haben diese einen Mangel an Elektroden. Daher wandern die überschüssigen Elektroden von der n-Schicht in die p-Schicht. Sobald die Elektroden das Material durchwandert haben, werden diese durch einen Leiter zurückgeschickt. Hier entsteht ein Stromkreislauf und damit auch unseren Strom, den Sie nun ein Akkus speichern können.

Nach diesem Prinzip funktioniert jedes Solarpanel. Letztendlich sind es nur Elektroden, die durch Sonneneinstrahlung zur Bewegung gezwungen werden. Je stärker das Sonnenlicht, desto agiler die Elektroden und somit auch die Spannung die der daraus entstehende Strom aufweist. Das der Strom vorrangig in einen Akku umgeleitet wird hat den Hintergrund, dass die meisten Verbrauchseinheiten eine gleichbleibende Spannung benötigen.

Durch die unterschiedlichen Witterungsbedingungen schwankt die Spannung und eine Direkteinspeisung in ein Smartphone oder E-Auto könnten deren Ladeeinheit beschädigen. Ein professioneller Akku für Solaranlagen kann diese Spannung besser verarbeiten.

Die Geschichte von Solarpanelen?

Alexandre Edmond Becquerel hat im Alter von 19 Jahren den Effekt von Photoelektronen entdeckt. Er maß den Durchfluss an Strom zwischen zwei Platinen und erkannte, dass diese bei Sonneneinstrahlung minimal mehr Strom leiteten als in der Dunkelheit.

Über 30 Jahre später kam die Forschung erst richtig in Schwung. Willoughby Smith, ein britischer Ingenieur, entdecktem dass das Material Selen unterschiedliche Widerstände bei Strom aufbaute, je nach Stärke des einfallenden Lichtes. Nach dieser Entdeckung wurden weitere Forschungen aufgenommen von unterschiedlichen Charakteren.

Drei Jahre nach dieser Entdeckung konnten Richard Evans Day und William Grylls Adams beobachten und dokumentieren, dass Selen Elektrizität generieren konnte, wenn das Material dem Licht ausgesetzt war. Diese Entdeckung war bahnbrechend, wenn auch der Strom nicht ausreichte, um damalige elektrische Bauteile mit genügend Strom zu versorgen. Der Beweis, dass festes Material Strom erzeugen konnte, war aber erbracht.

Viele Jahre der Forschungen vergingen und wurden mit diversen Meilensteinen gefestigt. Zum Beispiel im Jahre 1883, in dem das ersten Solarpanel, damals noch aus Selen, gefertigt wurde. Albert Einstein theoretische Erklärung zu dem Effekt wurde in der Fachwelt mit einem Nobelpreis gewürdigt und war damit auch der Ansporn den Effekt von Solarzellen praktisch zu bestätigen, was 1916 dem Physiker Robert Andrews Millikan gelang und ebenfalls mit einem Nobelpreis gewürdigt wurde.

Wo werden Solarpanels hergestellt?

Einen Großteil der weltweiten Produktion findet in China statt. Zwei von Drei Modulen kommen aus diesem Land. Dies ist zurückzuführen auf die hohe Produktionsfähigkeit chinesischer Industrieanlagen. Der damit einhergehende Preisverfall hat viele europäische und amerikanische Firmen in die Insolvenz geführt. Den Anspruch der maximalen Qualität hat die den Preis in westlichen Teil der Welt stets hochgehalten, während chinesische Fabrikate bei hoher Qualität deutlich günstiger daherkommen.

Dazu kommen Subventionen der chinesischen Regierung, die die Produktionen zusätzlich vergünstigt haben. Dies hat dazu geführt, das europäische Solarzellen eher im Industriebereich genutzt werden, wo eine möglichst hohe Effizienz wichtig ist. Im Consumer-Bereich haben sich hingegen chinesische Bauteile durchgesetzt, da deren Finanzierung deutlich geringer ausfällt und das Preis-Leistungs-Verhältnis attraktiver wirkt.

Folgende Übersicht hilft Ihnen zu erkennen, welches Land die meisten Solarzellen herstellt unter den Top 5 den weltweiten Herstellern:

• China (70%)
• Kanada (11%)
• Deutschland (7%)
• USA (7%)
• Taiwan (5%)

Quelle: Statista

Welche unterschiedlichen Solarpaneltypen gibt es?

Auch wenn der grundlegende physikalische Effekt bei einem Solarpanel, egal welche Herstellungsart, stets gleich ist, so haben sich dennoch unterschiedliche Typen herauskristallisiert. Im Folgenden erfahren Sie, welche dies sind und was für Vor- und Nachteile die einzelnen Typen haben.

Monokristalline Solarpanels

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Monokristalline Solarpanel

Die qualitativ hochwertigste Art ein Solarpanel herzustellen ist die Monokristalline Solarzellen. Wie der Name es bereits sagt werden die Zellen mithilfe von einkristallinen Siliziumstäben hergestellt, die in Scheiben geschnitten im Solarpanel sitzen. Der Wirkungsgrad ist nach aktuellem Stand der Forschung hoch und wandelt 20% des Sonnenlichts um in elektrischen Strom. Da das Verfahren aber sehr aufwändig ist gehört dieses auch zu den teuersten. Daher werden Monokristalline Solarzellen dort genutzt, wo nur begrenzt Fläche verfügbar ist, um so die maximale Effektivität generieren zu können. Diese Zellen kann man vor allem an technischen Geräten finden, wie Blitzer, Parkticketautomaten oder Solarleuchten.

Polykristalline Solarpanels

Bei einem Solarpanel, welche auch Polykristallinen Silizium gefertigt wurde, beträgt der Wirkungsgrad ca. 12 bis 16%. Das Silizium wird nicht präzise geschnitten, sondern gegossen. Das sogenannten Guss-Verfahren führt aber zu unterschiedlichen Dicken im Material. Ein gegossenes Material ist wiederum deutlich günstiger als die Monokristallinen Zellen. Daher hat sich dieser Zellentyp am Markt vorrangig durchgesetzt. Solaranlagen auf Dächern oder ganze Solarparks bestehen aus diesem Material. Durch den günstigeren Preis sind große Anlagen finanzierbarer und erlauben so einen großflächigen Einsatz des Materials.

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Polykristalline Solarpanel

Dünnschichtmodule

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Dünschicht-Module

Die ineffizienteste Art Strom aus Licht zu generieren sind Dünnschichtmodule. Deren Material besteht aus Silizium und Cadmium, welches auf ein dünnes Trägermaterial aufgesprüht wird. Der Wirkungsgrad beträgt nur noch 4-10%. Der Vorteil an dieser Herstellungsart ist die enorme Flexibilität des Materials. Das Solarpanel, was aus diesem Herstellungsprozess hervorgeht, kann enorm günstig produziert werden und ist so erschwinglich für den Einsatz in Taschenrechnern, Kleidung und letztendlich auch in Solaranlagen.

Was sind die Vor- und Nachteile von chinesischen Solarpanels?

Wie bereits erwähnt hat ein Solarpanel aus chinesischer Produktion ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis, da dieses im Vergleich zu einer deutschen Produktion knapp 35% weniger kostet. Wenn Sie sich den Umweltaspekt aber näher anschauen, so sind chinesische Module deutlich abgeschlagener. Abgesehen von dem Transport von China nach Europa, der per Schiff oder LKW die Umweltbilanz bereits stark belastet, so wird bereits bei der Produktion der Umweltaspekt nicht beachtet.

Eine chinesische Produktionswerkstatt benötigt fast 50% mehr Energie, um ein Solarpanel herzustellen als amerikanische oder europäische Fabriken. Dies bedeutet, dass die Anlagen aus Fernost länger im Betrieb sein müssen, um diesen ökologischen Nachteil wieder auszugleichen. Während ein deutsches Solarpanel weniger als zwei Jahre braucht, um seinen Produktionsaufwand wieder auszugleichen, so ist ein chinesisches Modul mit mindestens zwei bis 2,5 Jahren dabei.

Ein weiterer Nachteil ist die Gewährleistung und Mangelbeseitigung. Da der Gerichtsstand bei Firmen aus Fernost in China sitzt, können Mangelansprüche nur schwer angemahnt werden. Wenn Sie bei einem deutschen Händler kaufen, egal woher dieser seine Produkte bezieht, ist dies aber kein Nachteil für Sie.

Was sind die Vor- und Nachteile von deutschen Solarpanels?

Deutsche Solarpanels sind teurer als die Konkurrenz aus China. Dies liegt an niedrigen Energie- und Personalkosten in Fernost. Sollten Sie Solarpanels aus deutscher Produktion kaufen, profitieren sie von umfangreichen Garantieleistungen und einem deutschen Gerichtstand. Zudem fördern Sie die Binnenwirtschaft.

Was kostet ein Solarpanel?

Wie jede technische Entwicklung sinkt der Preis für Energieträger je häufiger es produziert wird. Der Preis eines Solarpanel wird nicht in Quadratmetern berechnet, da die unterschiedlichen Qualitätsstufen diese Aussage schwammig werden lassen. Daher wird ein Solarpanel nach maximaler Watt-Ausgabe je 1000 Euro Investition angegeben. Je mehr Watt ein Panel ausgeben kann, desto schneller amortisieren sich 1000 Euro Investition.

Dieses Verhältnis zwischen Watterhalt und Investition wurde in den letzten 10 Jahren immer besser. Der erhaltende Strom hat sich je 1000 Euro Investition mehr als verdreifacht, auch wenn diese Entwicklung sich in den letzten vier Jahren verlangsamt hat.

Ein polykristallines Solarmodul mit 300 W/p aus chinesischer Produktion kostet knapp 100 Euro, während ein gleichwertiges Produkt aus deutscher Herstellung mit knapp 150 Euro zu Buche schlägt. Eine komplette Solaranlage kostet ca. 8-10.000 € mit Solarspeicher ca. 13-20.000 €.

Welche deutschen Anbieter für Solarpanels gibt es?

ALGATEC SOLAR

Die Firma produziert seit 20 Jahren Solaranlagen mit unterschiedlichen Leistungsausgaben. Die Gesamtplanung der Anlage steht im Mittelpunkt. Von Konzept bis Bauplanung. Versicherung und fertige Installation sind ebenfalls Teil des Angebots.

Antec Solar

Der Hersteller für Solarpanels aus Thüringen hat sich auf die optische Präsentation von Solarzellen fokussiert und bietet farbige und bedruckte Produkte an. Diese basieren auf Dünnschichtmodule und sind daher wenig Effizienz. Die Firma bietet aber auch klassische Solarmodule an.

AxSun Solar

Die Firma bietet monokristalline Paneele an im klassischen Look oder in einer geschwärzten Variante für den etwas nobleren Eindruck. Auch Sonderanfertigungen sind möglich. Besonders im Fokus stehen lange Garantieversprechen von bis zu 30 Jahren auf die Funktionalität und Robustheit der Module

Calyxo

Calyxo ist ein Anbieter von Dünnschicht-Modulen und punktet vor allem mit einem ausgeklügelten Montagekonzept, um die Module sicher und schnell zu fixieren. Der Kompromiss zwischen Ästhetik und Effektivität geht klar in Richtung der Optik.

Heckert Solar

Die Chemnitzer Firma produziert in Deutschland monokristalline Module und erreicht damit einen Wirkungsgrad von bis zu 19,4%. Auch Speicheranlagen gehören zum Portfolio und auch die E-Mobilität ist Teil des Vertriebs in Form von Ladestationen für elektrisch betriebenen Fahrzeugen. Hier finden Sie weitere Infos zu Heckert Solar!

SOLARA

Mit einem klaren Fokus auf die Touristik in Form von Wohnmobilen, Yachten und Ferienhäusern hat sich SOLARA aufgestellt, um diese Nischen zu bedienen. Auch Industrieanlagen sind Thema bei der Firma und Sonderanfertigungen. So werden sogenannten Stand-Alone-System hergestellt die unabhängig jeglicher Stromversorgung betrieben werden können, wie zum Beispiel Bojen im Wasser.

SOLARWATT

Mit 30 Jahren Garantie stellt das Unternehmen in Dresden Module her, die besonders langlebig sind und ihre Leistungsfähigkeit auf einem hohen Niveau halten können. Mit einem Plus an gewonnen Strom von bis zu 30% gegenüber dem Mitbewerben sorgt das Unternehmen für eine hohe Qualität.

Sonnenstromfabrik

Ebenfalls mit einem regionalen Bezug aufwarteten Angebot bietet die Sonnenstromfabrik Solarmodule in eigener Produktion an. Mit 25 Jahren Erfahrung läuft die Produktion flüssig und wurde mit zahlreichen Testverfahren ergänzt, um die angepriesene Qualität auch halten zu können.

Solarnanlage

Solarpanel: Welche Garantien gibt es?

Leistungsgarantie

Eine solche Garantie deckt die Leistungsfähigkeit eines Solarpanel ab, bzw. von einer gesamten Anlage. Ein Solarpanel verliert über die Jahre an Leistung. Je nach Qualität kann so bereits nach wenigen Jahren deutlich weniger Strom erzeugt werden als noch zum Start der Inbetriebnahme.

Leistungsgarantie sind nicht unumstritten, da Messtoleranzen auftreten können. Der Umfang einer solchen Garantie ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich und kann von wenigen Jahren bis hin zu 30 Jahren gehen. Egal wie umfangreich die Garantie angeboten wird, grundsätzlich ist diese freiwillig. Gerade deutsche Hersteller versuchen sich mithilfe einer Garantie von den günstigen Importen aus China abzugrenzen. Hier empfiehlt es sich das Kleingedruckte zu lesen, da wie bei jeder Garantie, bestimmte Situationen ausgeschlossen sind. Stellenweise wird auch bei einem unterschreiten einer gewissen Leistungsfähigkeit der Anlage nur ein Teil des Geldwertes wieder ausgezahlt und nicht der gesamte Anschaffungspreis.

Produktgarantie

Wie jedes Produkt in Deutschland unterliegt auch ein Solarpanel den Richtlinien des Gesetzgebers. Eine klassische Gewährleistung gilt für die ersten zwei Jahre nach Kauf des Produkts und deckt Mängel ab, die allen Anschein nach bereits ab Werk vorhanden waren. Die ersten sechs Monate muss der Hersteller beweisen, dass dies nicht der Fall ist, um keine Mangelbeseitigung durchführen zu müssen. Nach Ablauf der ersten sechs Monate muss der Kunde nachweisen können, dass der Mangel allen Anschein nach bereits ab Werk vorhanden war.

Eine Produktgarantie erweitert diese Gewährleistung nun um Parameter, die der Hersteller vorgibt. Sie ist stets freiwillig und die Konditionen sind frei bestimmbar. In der Regel gewähren die Hersteller eine solche Garantie auf ein Solarpanel vor allem auf die physische Haltbarkeit und die korrekte Montage der Anlagen. Ähnlich wie bei der Leistungsgarantie nutzen deutsche Hersteller diese Art der Garantie, um die hohe Qualität ihrer Produkte zu bewerben und so eine Abgrenzung zu chinesischen Produkten zu erreichen.

Wie lange hält ein Solarpanel?

Aufgrund dessen, dass viele Hersteller eine Garantie von 20 bis 30 Jahren geben, kann man bereits daran erkennen das ein Solarpanel viele Jahre Bestand hat. Je nach Leistungsverlust halten die meisten Module sogar bis zu 40 Jahre durch.

Auch chinesische Module halten ähnlich lange und es gibt keine bestätigten Beobachtungen, dass China-Importe wesentlich früher ihre Arbeit einstellen. Aufgrund spezieller Versiegelungstechniken in den deutschen Fabriken ist aber davon auszugehen, dass Stürme und Hagel an deutschen Modulen weniger Schaden hinterlassen als an chinesischen Modulen. Dies hat den Ursprung in der Glasfront der Module. Produkte aus China haben meist eine Glasfolie, ähnlich wie bei einem Displayschutz fürs Handy, um die Solarzellen zu schützen. Die meisten deutschen Hersteller setzen auf eine echte Glasfront. Dies macht ein Solarpanel deutlich schwerer, aber auch stabiler.

Was heißt Degradation?

Degeneration bezeichnet den Leistungsverlust eines Solarpanel im Laufe seiner Lebenszeit. Ähnlich wie bei Akkus verlieren die Module nach und nach an Effektivität. Hier greift das bereits angesprochene Leistungsversprechen aus der Leistungsgarantie.

Gehen Sie bei der Planung Ihrer Solaranlage von einen Leistungsverlust von 0,5% pro Jahr aus. Damit hätten die Module nach knapp 10 Jahren noch eine Leistungsfähigkeit von 95%. Hier zeigt sich die Langlebigkeit von einem Solarpanel mit kristalliner Struktur.

Anders sieht es bei Dünnschichtzellen aus. Der Verlust an Leistung liegt in den ersten 6 Monaten bei beinahe 25%. Dies erscheint viel, da auch der grundsätzliche Wirkungsgrad der Module mit unter 10% sehr gering ist. Dies erklärt sich durch die dünne Siliziumschicht. Ähnlich wie Holz arbeitet das Material unter Sonneneinstrahlung und verliert so an Wirkung. Die deutlich dickeren kristallinen Schichten bei hochwertigeren Modulen reduzieren diesen Effekt auf ein Minimum.

Nach der Anfangsdegeneration sind aber auch Dünnschichtzellen enorm langlebig und halten ebenso viele Jahre durch. Die weitere Degeneration ist minimal und wirkt sich sogar weniger aus als bei den kristallinen Produkten.

Wie werden Solarpanels befestigt?

Ein Solarpanel darf logischerweise nicht direkt durchbohrt werden. Da die Module aber in der Regel von einem Aluminiumrahmen eingefasst sind, können entsprechende Aufhängungen hier vorgenommen werden. Die meisten Anbieter planen eine Dachanlage vollständig mit der Befestigung. Diese bestehen meist aus Aluminiumprofilen, die verankert sind mit dem Dach. Hier werden auch die Kabel befestigt und mit dem Solarpanel verbunden.

Auf diese Befestigung gilt in der Regel auch die Produktgarantie. Eine Eigenmontage ist schwierig, da hier zum einen Dacharbeiten vorgenommen werden müssen und zum anderen ein kleiner Fehler bereits die gesamte Solaranlage stark beschädigen könnte.

Kleinere Module können auch problemlos geklebt werden mithilfe von doppelseitigen Klebeband. Auch eine Kundestoffhalterung ist potenziell möglich, empfiehlt sich aber eher bei kleineren Aufbauten wie im Auto oder Camper. Diese Art der Befestigung findet man vor allen in mobilen Modulen, die noch zusätzlich in Stoff genäht sind.

Wie reinigt man ein Solarpanel?

Besonders große und automatisierte Solaranlagen haben Reinigungsroboter, um Schmutz und Dreck von der Anlage zu entfernen. Dies ist wichtig, da jede Verschmutzung die Leistungsfähigkeit der Module reduziert. Grundsätzlich ist eine Reinigung aber einfach.

Der Hersteller gibt in der Regel vor, welche Mittel zur Reinigung verwendet werden sollten. Einige bieten auch spezielle Reinigungsservices an, auf die Sie aber in der Regel verzichten können. Die Reinigung kann in Eigenregie am besten am Vormittag vorgenommen werden, da gerade in der Mittagshitze die Module eine enorme Hitze abstrahlen können.

Die Reinigung erfolgt mit Wasser und Seife. Diese wird per Sprühflasche auf den Modulen verteilt und anschließend mit einem Schwamm oder weichen Tuch gereinigt. Sie dürfen ausschließlich die Oberfläche der Module reinigen. Kabel oder andere elektrische Bauteile müssen nicht gereinigt werden. Bei einer Solaranlage auf einem Dach muss man entsprechend gesichert sein. Im Fall der Fälle hier eventuell doch eine professionelle Firma beauftragen.

Natürlich reinigt auch der Regen Ihre Anlage. Allerdings ist dies bei weiten nicht so effizient wie eine händische Reinigung. Eine ungereinigte Anlage kann durchschnittlich 10% weniger Leistung abrufen. Zudem kann eine verdreckte Anlage auch langfristig an Leistung verlieren und sollte daher regelmäßig gereinigt werden.

Was wiegt ein Solarpanel?

Da es unterschiedliche Bauarten von einem Solarpanel geben kann, wird das Gewicht, ähnlich wie beim Preis, nicht in Quadratmetern angegeben, sondern in maximaler Watt-Auslastung. Die Module weisen hier ein Gewicht von rund 60 Gramm auf pro Watt.

Dies würde bedeutet, dass ein Solarpanel aus chinesischer Produktion bei einer Größe von 1,70 m² und einer Leistung von 335 Watt ein Gewicht von circa 20 Kilogramm hat. Auch hier ist noch zu unterscheiden, ob das Solarpanel mit einer Glasfolie oder einer echten Glasschicht geschützt wird.

In der Regel sind Solaranlagen kein Problem für nahezu jedes Dach. Das Gewicht erreicht zu keinem Zeitpunkt eine kritische Masse. In Kombination mit einer hohen Schneelast im Winter kann es aber dennoch zu strukturellen Schwierigkeiten kommen. Es ist selbsterklärend, aber eine dicke Schneedecke muss zeitnah abgetragen werden.

Dünnschichtmodule sind aufgrund ihrer Bauweise bis zu 70% leichter, aber auch anfälliger für Druck und Schläge.

Wie werden Solarpanels verkabelt?

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten der Verkabelung. Einmal die Reihen- und die Parallelschaltung. Während bei einer Reihenschaltung die Verkabelung einfacher ist, kann aber bereits kleinere Schattenflecken, wie bei einer Wolke oder einen Baum, die Gesamtleistung der Anlage stark reduziert werden. Die Stromgenerierung richtet sich hierbei nach dem schwächsten Glied.

Eine Parallelschaltung ist deutlich aufwändiger, aber jedes Solarpanel arbeitet für sich selbst. Einzelne Schattenflecken beeinflussen nicht die gesamte Anlage. Jede weiter notwendige Verkabelung ist anschließend identisch, egal ob einer Reihen- oder Parallelschaltung vorgenommen wurde.

Das Kabel, welches von der Solaranlage wegführt, muss mit einem Laderegler verbunden sein, der die Schwankungen in der Stromgewinnung handeln kann und anschließend den Strom in einen Akku führt. Da die Verkabelung einer großen Anlage sehr komplex sein kann, ist es zu empfehlen diese von einer Fachfirma vornehmen zu lassen. Auch auf diesen Aspekt einer Solaranlage greift die Produktgarantie.

Welche Leistung hat ein Solarpanel?

Die Leistung von einem Solarpanel wird in Watt angegeben. Dies entspricht der maximalen Leistung am Tag der Produktion. Wie bereits geklärt kann die Degenration dafür sorgen, dass die Leistung sich mit der Zeit reduziert. Für Dachkonstruktionen werden meist große Solarpanels genutzt mit einer Einzelleistung von knapp 300 Watt. Je nach Größe der Anlage summiert sich so die Gesamtleistung. Kleinere Module für den Campingausflug kommen mit 100 bis 200 Watt daher. Ladeneinheiten für das Smartphone oder das Tablet erreichen in der Regel 30 Watt und weniger.

Natürlich ist die Leistung von verschiedenen Faktoren abhängig. Wie bereits erwähnt ist die Sonneneinstrahlung der wichtigste Faktor. Wir diese durch Schatten oder Schmutz verhindert, reduziert sich die Leistung. Aber auch die Reihen- oder Parallelschaltung ist Leistungsbeeinflussend.

Ein weiterer Faktor ist die sich bewegende Sonne. Wenn die Module am Vormittag noch im Sonnenschein stehen, kann sich dies zum Nachmittag hin ändern.

Was ist die beste Ausrichtung?

Eine Solaranlage erreicht nur dann die größtmögliche Effizienz, wenn die Ausrichtung entsprechend geplant wurde. Modernste Anlagen richten sich selbstständig aus und zeigen stets Richtung Sonne. Da die meisten Anlagen aber auf schrägen Dächern montiert sind, ist das in der Regel keine Option.

Die perfekte Ausrichtung ist stets Richtung Süden. Zwar wird beim Bau des Hauses in der Regel nicht auf dieses Detail geachtet, wenn aber eine Südausrichtung möglich ist, sollte man diese auch nutzen. Schattenflecken durch Bäume oder Schornsteine müssen aber genauso beachtet werden wie die Ausrichtung bei einer Reihenschaltung.

Ebenso ist der Neigungswinkel eine relevante Größe. Dies ist abhängig vom Wohnort und Jahreszeit. Hier ist eine konkrete Beratung durch eine Fachfirma notwendig um die optimalste Ausrichtung ermitteln zu können.

Solarpanels kaufen: Ein Tipp!

Chinesische wie auch deutsche Solarpanels sind in jedem Fall beide qualitativ hochwertig. Verlassen Sie sich auf Markenware und sparen Sie nicht am falschen Ende, denn immerhin soll die Solaranlage im Idealfall 20 Jahre und länger halten.

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