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Das Wichtigste in Kürze

Eine Wärmepumpe funktioniert auch im Altbau, und zwar mit den vorhandenen Heizkörpern. Das zeigt eine Feldmessung des Fraunhofer ISE an 77 Anlagen in bestehenden Häusern. Entscheidend sind die richtige Größe des Geräts und eine möglichst niedrige Vorlauftemperatur.

  • Effizienz Luft-Wasser: Jahresarbeitszahl im Mittel 3,4, Spanne 2,6 bis 4,9 (Fraunhofer ISE, 61 Anlagen im Bestand)
  • Effizienz Erdwärme: Jahresarbeitszahl im Mittel 4,3, Spanne 3,6 bis 5,4 (Fraunhofer ISE, 16 Anlagen im Bestand)
  • Heizstab: 1,3 % des Stroms bei Luft-Wasser-Wärmepumpen (Fraunhofer ISE)
  • Klima: 64 % weniger CO2 als eine Erdgasheizung (Fraunhofer ISE, mit dem deutschen Strommix gerechnet)
  • Vorlauftemperatur: Geräte mit R290 erreichen 70 bis 75 °C (Herstellerangaben)
  • Förderung: KfW-Zuschuss von 30 bis 70 %, bei Haushaltseinkommen bis 30.000 € bis zu 80 %, für bestehende Wohngebäude

Ob Ihre Heizkörper reichen und welche Leistung Ihr Haus braucht, klärt ein Fachbetrieb vor Ort. Über das Formular fordern Sie Angebote aus Ihrer Region an und sehen, was die Anlage mit Einbau kostet.

Funktioniert eine Wärmepumpe im Altbau?

Eine Wärmepumpe funktioniert im Altbau, ohne dass das Haus auf Neubaustandard saniert werden muss. Zu diesem Ergebnis kommt das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE. Die Forscher haben vier Jahre lang 77 Wärmepumpen in bestehenden Ein- bis Dreifamilienhäusern vermessen.

Die Häuser waren kein Idealfall. Das älteste stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert, die beheizte Fläche lag zwischen 90 und 370 Quadratmetern, im Mittel bei 170. Von den Gebäuden aus der Zeit vor der ersten Wärmeschutzverordnung hatte gut die Hälfte eine nachträglich gedämmte Fassade, nämlich 51 %.

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Wärmepumpen im Bestand: Ergebnisse der Feldmessung "WP-QS im Bestand" des Fraunhofer ISE an 77 Anlagen. Die Jahresarbeitszahl gibt an, wie viele Kilowattstunden Wärme aus einer Kilowattstunde Strom wurden.
WärmepumpeAnlagenJahresarbeitszahl im MittelSpanneAnteil Heizstab am Strom
Luft-Wasser613,42,6 bis 4,91,3 %
Erdwärme (Sole-Wasser)164,33,6 bis 5,4nahe 0 %

Bemerkenswert ist, was die Forscher nicht fanden. Zwischen dem Baujahr des Hauses und der Effizienz der Wärmepumpe gab es keinen Zusammenhang. Ein altes Haus ist also kein Ausschlusskriterium.

Die Messung zeigt auch Schwächen. Viele Wärmepumpen waren für den tatsächlichen Verbrauch zu groß ausgelegt, und einige schalteten sehr häufig ein und aus. Wer das vermeidet, landet eher am oberen Ende der Spanne.

Wie effizient ist eine Wärmepumpe im Altbau?

Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichten in der Feldmessung des Fraunhofer ISE im Altbau eine Jahresarbeitszahl von 3,4. Aus einer Kilowattstunde Strom wurden also im Jahresmittel 3,4 Kilowattstunden Wärme. Die Jahresarbeitszahl wird am Zähler gemessen und ist deshalb ehrlicher als die Laborwerte im Prospekt.

Der Abstand zwischen der schlechtesten und der besten Luft-Wasser-Anlage ist groß. Was er in Strom bedeutet, zeigt eine einfache Rechnung für ein Haus mit 20.000 kWh Wärmebedarf im Jahr.

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Stromverbrauch einer Wärmepumpe bei 20.000 kWh Wärmebedarf im Jahr. Eigene Rechnung: Wärmebedarf geteilt durch Jahresarbeitszahl, gerundet. Jahresarbeitszahlen aus der Feldmessung des Fraunhofer ISE.
FallJahresarbeitszahlStromverbrauch im Jahr
Luft-Wasser, schwächste Anlage2,6rund 7.690 kWh
Luft-Wasser, Mittelwert3,4rund 5.880 kWh
Luft-Wasser, beste Anlage4,9rund 4.080 kWh
Erdwärme, Mittelwert4,3rund 4.650 kWh

Ihren eigenen Wärmebedarf lesen Sie an der alten Abrechnung ab. Ein Liter Heizöl und ein Kubikmeter Erdgas liefern jeweils rund 10 kWh. Multiplizieren Sie den Stromverbrauch aus der Tabelle mit Ihrem Strompreis, haben Sie die Heizkosten. Dabei hilft der Stromkostenrechner.

Der elektrische Heizstab ist im Altbau kein Stromfresser. Er sprang in der Feldmessung nur selten ein und verbrauchte bei Luft-Wasser-Wärmepumpen 1,3 % des Stroms. Die Forscher weisen darauf hin, dass die Winter im Messzeitraum vergleichsweise mild waren.

Auch die Klimabilanz stimmt. Der CO2-Ausstoß der vermessenen Wärmepumpen lag im Schnitt 64 % unter dem von Erdgasheizungen. Gerechnet wurde mit dem deutschen Strommix im Viertelstundentakt.

Wärmepumpe ohne Fußbodenheizung

Eine Wärmepumpe braucht im Altbau keine Fußbodenheizung. Laut Fraunhofer ISE lassen sich ausreichend große Heizkörper im Mittel mit ähnlich niedrigen Temperaturen betreiben wie Flächenheizungen. Es kommt also auf die Größe der Heizkörper an, nicht auf ihre Bauart.

Der Schlüssel ist die Vorlauftemperatur. Das ist die Temperatur, mit der das Heizwasser zu den Heizkörpern fließt. Je niedriger sie ist, desto weniger muss die Wärmepumpe arbeiten und desto höher fällt die Jahresarbeitszahl aus.

So testen Sie Ihr Haus selbst

Stellen Sie an einem kalten Tag die Vorlauftemperatur der alten Heizung auf 55 °C und drehen Sie alle Thermostate auf. Werden alle Räume warm, ist das Haus für eine Wärmepumpe gut vorbereitet. Bleibt ein Raum kühl, braucht er einen größeren Heizkörper.

Meist sind es ein oder zwei Räume, in denen der Heizkörper zu klein ist. Ein größerer Heizkörper an derselben Stelle ist schnell getauscht und kostet einen Bruchteil einer Fußbodenheizung. Der Fachbetrieb rechnet dafür die Heizlast jedes Raums aus.

Zur Vorbereitung gehört der hydraulische Abgleich. Dabei stellt der Installateur jeden Heizkörper so ein, dass er genau die Wassermenge bekommt, die er braucht. Ohne Abgleich werden nahe Heizkörper zu warm und entfernte nicht warm genug. Für die KfW-Förderung ist er Pflicht.

Wer ohnehin renoviert, kann eine Flächenheizung nachrüsten. Was dabei möglich ist, zeigt der Beitrag Fußbodenheizung nachrüsten.

Welche Wärmepumpe passt zum Altbau?

Für die meisten Altbauten passt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Sie holt die Wärme aus der Außenluft, braucht keine Bohrung und ist in wenigen Tagen eingebaut. In der Feldmessung des Fraunhofer ISE waren 61 der 77 Anlagen von dieser Art.

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Wärmepumpenarten für den Altbau. Jahresarbeitszahlen aus der Feldmessung des Fraunhofer ISE in Bestandsgebäuden. Für Wasser-Wasser-Wärmepumpen liegen aus der Messung keine Werte vor. Die Spalte Aufwand ist eine qualitative Einordnung.
ArtWärmequelleJahresarbeitszahl im BestandAufwand
Luft-WasserAußenluft3,4 im MittelGering, Außengerät im Garten
Sole-WasserErdreich4,3 im MittelHoch, Bohrung oder Kollektor im Garten
Wasser-WasserGrundwasserk. A.Hoch, zwei Brunnen und Genehmigung

Die Erdwärmepumpe arbeitet sparsamer, weil das Erdreich im Winter wärmer ist als die Luft. Dafür braucht sie eine Bohrung oder einen Erdkollektor, und beides muss auf das Grundstück passen. Details stehen im Beitrag zur Sole-Wasser-Wärmepumpe.

Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe nutzt das Grundwasser und braucht dafür eine wasserrechtliche Erlaubnis. Wann sie in Frage kommt, erklärt der Beitrag zur Wasser-Wasser-Wärmepumpe. Einen Überblick über alle Bauarten gibt die Seite Wärmepumpen-Arten.

Wärmepumpen mit hoher Vorlauftemperatur

Wärmepumpen mit dem Kältemittel R290 erreichen laut Herstellern 70 bis 75 °C Vorlauftemperatur und sind damit für Altbauten mit Heizkörpern gebaut. R290 ist Propan, ein natürliches Kältemittel. Es fällt nicht unter das EU-Verbot fluorierter Kältemittel.

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Luft-Wasser-Wärmepumpen mit R290 für den Altbau. Höchste Vorlauftemperatur nach Herstellerangaben. Die Auswahl umfasst nur Geräte, deren Werte in den Unterlagen der Hersteller nachgelesen wurden, und ist keine Rangliste.
HerstellerModellKältemittelVorlauf max.Mehr dazu
BoschCompress 6800i AWR29075 °CBosch Wärmepumpen
BuderusLogatherm WLW186i ARR29075 °CBuderus Wärmepumpen
DaikinAltherma 4 H, 8 bis 14 kWR29075 °CDaikin Wärmepumpen
Mitsubishi ElectricEcodan PUZ-WZR29075 °CMitsubishi Wärmepumpen
PanasonicAquarea L-SerieR29075 °CPanasonic Wärmepumpe
VaillantaroTHERM plusR29075 °CVaillant Wärmepumpe
WeishauptAeroblock WABR29070 °CWeishaupt Wärmepumpe
WolfCHA-MonoblockR29070 °CWolf Wärmepumpe

Die hohe Vorlauftemperatur ist eine Reserve, kein Ziel. Ein Gerät, das 75 °C schafft, verbraucht bei 75 °C deutlich mehr Strom als bei 55 °C. Am Beispiel der Mitsubishi Ecodan sinkt der Normwert für die Effizienz zwischen 35 und 55 °C Vorlauf um rund ein Viertel.

Bei den meisten dieser Geräte sitzt der gesamte Kältekreis im Außengerät. Ins Haus führen nur Wasserleitungen, das Propan bleibt draußen. Um das Außengerät gilt ein Schutzbereich, in dem keine Fenster, Lichtschächte oder Zündquellen liegen dürfen. Die Maße nennt der Hersteller in der Montageanleitung.

Daten zu Effizienz und Kältemitteln von 19 Geräten stehen im Wärmepumpen-Test.

Lautstärke und Aufstellort

Wie laut eine Wärmepumpe beim Nachbarn ankommt, hängt vom Gerät, von seiner Betriebsweise und vom Aufstellort ab. Im Altbau steht das Haus oft dicht am Nachbarn, deshalb gehört der Schall früh in die Planung.

Die TA Lärm erlaubt nachts zwischen 22 und 6 Uhr 35 dB(A) in reinen Wohngebieten und 40 dB(A) in allgemeinen Wohngebieten. In Misch-, Kern- und Dorfgebieten sind es 45 dB(A). Tagsüber liegen die Werte bei 50, 55 und 60 dB(A). Gemessen wird am Haus des Nachbarn.

Das Fraunhofer ISE hat an fünf Anlagen über lange Zeit den Schall gemessen. An zwei Standorten ging die Wärmepumpe im Umgebungslärm unter. An drei Standorten war sie nachts zeitweise herauszuhören, zum Beispiel bei einem Reihenmittelhaus. Ob die TA Lärm eingehalten war, lässt sich aus dieser Messung nicht ableiten.

Vergleichen Sie im Angebot den Schallleistungspegel des Außengeräts. Stellen Sie das Gerät frei auf und nicht in eine Ecke zwischen zwei Wänden. Reicht der Abstand nicht, hilft eine Schallschutzhaube für die Wärmepumpe.

In sieben Schritten zur Wärmepumpe im Altbau

Der Weg zur Wärmepumpe im Altbau beginnt mit der Heizlast und endet mit dem Förderantrag. Die Reihenfolge ist wichtig, weil jeder Schritt auf dem vorigen aufbaut.

  1. Verbrauch notieren: Öl- oder Gasverbrauch der letzten drei Jahre heraussuchen. Daraus ergibt sich der Wärmebedarf.
  2. Heizlast berechnen lassen: Der Fachbetrieb ermittelt sie Raum für Raum. Eine Schätzung nach der alten Kesselleistung führt zu einem zu großen Gerät, dem häufigsten Fehler in der Feldmessung des Fraunhofer ISE.
  3. Vorlauftemperatur testen: Den Test mit 55 °C aus dem Abschnitt zur Fußbodenheizung an einem kalten Tag machen.
  4. Heizkörper prüfen: In Räumen, die nicht warm werden, größere Heizkörper einplanen.
  5. Elektrik klären: Größere Geräte brauchen einen Drehstromanschluss mit 400 Volt. Der Elektriker prüft, ob der Zählerschrank ausreicht.
  6. Aufstellort festlegen: Abstand zum Nachbarn, Schall und bei R290 den Schutzbereich beachten.
  7. Angebote vergleichen und Förderung beantragen: Mehrere Angebote einholen und den Antrag bei der KfW stellen, bevor die Arbeiten beginnen.

Eine erste Einschätzung der nötigen Leistung liefert der Wärmepumpen-Rechner. Worauf es beim Lesen der Angebote ankommt, steht im Beitrag Wärmepumpen-Angebote vergleichen.

Dämmung hilft, ist aber keine Bedingung. In der Feldmessung liefen auch unsanierte Häuser effizient. Wer das Dach oder die Fenster ohnehin erneuert, sollte das vor der Heizlastberechnung tun, weil das Gerät dann kleiner ausfallen kann.

Die Wärmepumpe zählt als steuerbare Verbrauchseinrichtung. Der Netzbetreiber darf ihren Strombezug laut Bundesnetzagentur bei Engpässen vorübergehend auf 4,2 kW begrenzen. Im Gegenzug zahlen Sie weniger Netzentgelt.

Für Häuser mit mehreren Wohnungen gelten eigene Regeln bei Leistung und Warmwasser. Mehr dazu im Beitrag Wärmepumpe im Mehrfamilienhaus.

Wärmepumpe und Photovoltaik im Altbau

Eine Photovoltaikanlage liefert einen Teil des Stroms für die Wärmepumpe vom eigenen Dach. Das Fraunhofer ISE hat sechs Häuser mit dieser Kombination untersucht. Ohne Batterie deckten sie 25 bis 40 % ihres Strombedarfs selbst. Diesen Anteil nennt man Autarkie.

25-40 %
Autarkie ohne Batterie
32-62 %
Autarkie mit Batterie
22-37 %
Eigenverbrauch ohne Batterie
40-83 %
Eigenverbrauch mit Batterie

Werte aus sechs Gebäuden mit Wärmepumpe und Photovoltaik. Quelle: Fraunhofer ISE.

Der Eigenverbrauch sagt, wie viel des erzeugten Solarstroms im Haus bleibt. Ohne Batterie waren es 22 bis 37 %, mit Batterie 40 bis 83 %. Der Rest fließt ins Netz.

Im Winter, wenn die Wärmepumpe am meisten Strom braucht, liefert das Dach am wenigsten. Die Solaranlage ersetzt den Netzstrom deshalb nie ganz. Sie hilft vor allem in der Übergangszeit und beim Warmwasser im Sommer.

Viele Wärmepumpen können ihre Solltemperatur anheben, wenn Solarstrom übrig ist, und speichern die Wärme dann im Pufferspeicher. Mehr dazu im Beitrag Wärmepumpe mit Photovoltaik kombinieren. Was eine Anlage auf Ihrem Dach bringt, zeigt der Photovoltaik-Konfigurator.

Preise, Förderung und Stichtage

Preise: Was eine Wärmepumpe für den Altbau kostet

Belastbare Preise gibt es nur für die Geräte selbst. Die Tabelle zeigt Angebote aus dem Online-Fachhandel für Geräte mit dem Kältemittel R290.

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Wärmepumpe im Altbau: Händlerpreise einschließlich Mehrwertsteuer, nur Gerät, ohne Einbau. Quelle: Angebote im Online-Fachhandel.
PositionPreisHinweis
Außengerät R290, 6 kWrund 6.480 €Händlerpreis, nur Außengerät. Beispiel Daikin Altherma 4 H
Set R290, 6 kW mit Hydromodulrund 8.500 €Händlerpreis, nur Gerät. Beispiel Mitsubishi Ecodan PUZ-WZ
Außengerät R290, 14 kWrund 11.690 €Händlerpreis, nur Außengerät. Beispiel Daikin Altherma 4 H

Einen Gesamtpreis mit Einbau nennt diese Seite bewusst nicht. Im Altbau hängt er davon ab, wie viele Heizkörper getauscht werden, ob der Zählerschrank erneuert werden muss und wie weit die Leitungen laufen. Zwei Angebote für dasselbe Haus können deshalb weit auseinanderliegen. Welche Posten ins Angebot gehören, zeigt der Beitrag Wärmepumpe Kosten mit Installation.

Förderung: Wie viel die KfW übernimmt

Für eine Wärmepumpe im Altbau gibt es von der KfW 30 bis höchstens 70 % Zuschuss, bei sehr niedrigem Einkommen 80 %.

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Fördersätze für Wärmepumpen im KfW-Zuschuss 458 und Steuerbonus. Quellen: KfW, § 35c Einkommensteuergesetz. Der Zuschuss in Euro ist eine eigene Rechnung.
RegelungWertBedingung
KfW-Grundförderung30 %Für alle Antragsteller im Programm 458
Klimageschwindigkeitsbonus16 %Für den Tausch alter Heizungen in selbst genutzten Häusern. Der Satz sinkt, siehe Stichtage
Einkommensbonus40 %, 30 % oder 10 %Bei zu versteuerndem Haushaltseinkommen bis 30.000 €, 40.000 € oder 50.000 €. Mit Kind unter 18 Jahren liegen die Grenzen je 10.000 € höher
Höchster Fördersatz70 %, in Sonderfällen 80 %80 % nur bei Haushaltseinkommen bis 30.000 €, mit Kind bis 40.000 €
Förderfähige Kosten28.000 €Einfamilienhaus. Der Betrag sinkt, siehe Stichtage
Zuschuss in Euro8.400 € bei 30 %, 12.880 € bei 46 %, 19.600 € bei 70 %Eigene Rechnung aus 28.000 € förderfähigen Kosten
Steuerbonus statt Zuschuss20 % der Kosten, verteilt auf drei Jahre, höchstens 40.000 € je Objekt§ 35c Einkommensteuergesetz. Für selbst genutzte Häuser, die älter als zehn Jahre sind. Nicht mit dem KfW-Zuschuss kombinierbar

Die KfW fördert den Einbau in bestehende Wohngebäude, deren Bauantrag mindestens fünf Jahre zurückliegt. Voraussetzung ist ein hydraulischer Abgleich. Einen eigenen Bonus für natürliche Kältemittel gibt es nicht mehr. Weil der Klimageschwindigkeitsbonus in festen Schritten sinkt, lohnt sich ein früher Antrag. Den Ablauf erklären die Beiträge zur Wärmepumpen-Förderung und zur KfW-Förderung.

Stichtage: Welche Termine zählen

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Termine für Förderung und Kältemittel, chronologisch. Quellen: KfW (Zuschuss 458), Verordnung (EU) 2024/573.
TerminWas giltHerkunft
Vor Beginn der ArbeitenFörderantrag stellenKfW, Zuschuss 458
01.01.2027Verbot für neue Monoblock-Geräte und neue Luft-Wasser-Splitgeräte bis 12 kW mit GWP ab 150, also R32 und R410A. R290 ist nicht betroffenVerordnung (EU) 2024/573
01.02.2027Der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt ab diesem Tag halbjährlich um 4 Prozentpunkte, die förderfähigen Kosten sinken halbjährlich um 750 €KfW, Zuschuss 458
01.08.2028Der Klimageschwindigkeitsbonus entfällt für Anträge ab diesem TagKfW, Zuschuss 458
01.01.2032Das Verbot für neue Monoblock-Geräte bis 12 kW gilt für alle fluorierten KältemittelVerordnung (EU) 2024/573
01.01.2035Das Verbot für neue Splitgeräte bis 12 kW gilt für alle fluorierten KältemittelVerordnung (EU) 2024/573

Stand: 7. Oktober 2026. Die Händlerpreise wurden am selben Tag abgerufen. Die Förderung steht laut KfW unter dem Vorbehalt verfügbarer Haushaltsmittel.

Das EU-Verbot betrifft Geräte, die neu in den Handel kommen. R290 ist kein fluoriertes Kältemittel und fällt nicht darunter. Wer ein Gerät mit R32 angeboten bekommt, sollte nach dem Grund fragen.

Häufige Fragen zur Wärmepumpe im Altbau

Funktioniert eine Wärmepumpe im Altbau?

Ja. Das Fraunhofer ISE hat 77 Wärmepumpen in bestehenden Ein- bis Dreifamilienhäusern über vier Jahre vermessen. Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichten dort im Mittel eine Jahresarbeitszahl von 3,4, Erdwärmepumpen von 4,3. Die Häuser mussten dafür nicht auf Neubaustandard saniert werden.

Braucht eine Wärmepumpe im Altbau eine Fußbodenheizung?

Nein. Laut Fraunhofer ISE lassen sich ausreichend große Heizkörper im Mittel mit ähnlich niedrigen Temperaturen betreiben wie Flächenheizungen. Entscheidend ist, dass die Heizkörper zur Heizlast des Raums passen. Oft genügt es, einzelne Heizkörper gegen größere zu tauschen.

Welche Vorlauftemperatur braucht eine Wärmepumpe im Altbau?

Je niedriger, desto besser. Wird das Haus an kalten Tagen mit 55 °C Vorlauf oder weniger warm, arbeitet eine Wärmepumpe wirtschaftlich. Geräte mit dem Kältemittel R290 schaffen laut Herstellern 70 bis 75 °C, verbrauchen bei so hohen Temperaturen aber deutlich mehr Strom.

Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe im Altbau?

Das hängt vom Wärmebedarf und von der Jahresarbeitszahl ab. Ein Haus mit 20.000 kWh Wärmebedarf im Jahr braucht bei einer Jahresarbeitszahl von 3,4 rund 5.880 kWh Strom. Bei 2,6 sind es rund 7.690 kWh, bei 4,9 rund 4.080 kWh.

Welche Wärmepumpe ist die beste für den Altbau?

Für die meisten Altbauten ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit dem Kältemittel R290 die passende Wahl. Sie braucht keine Bohrung, erreicht hohe Vorlauftemperaturen und ist vom EU-Verbot fluorierter Kältemittel nicht betroffen. Eine Erdwärmepumpe arbeitet effizienter, kostet durch die Bohrung aber mehr.

Was kostet eine Wärmepumpe im Altbau?

Belastbar sind nur Gerätepreise. Im Online-Fachhandel kosten Außengeräte mit R290 zwischen rund 6.480 € für 6 kW und rund 11.690 € für 14 kW, jeweils einschließlich Mehrwertsteuer und ohne Innengerät und Einbau. Den Gesamtpreis nennt nur der Fachbetrieb, weil Heizkörper, Elektrik und Leitungen in jedem Altbau anders sind.

Wie hoch ist die Förderung für eine Wärmepumpe im Altbau?

Die KfW bezuschusst im Programm 458 den Einbau in bestehende Wohngebäude mit 30 % Grundförderung. Mit Klimageschwindigkeitsbonus und Einkommensbonus sind höchstens 70 % möglich, bei sehr niedrigem Einkommen 80 %. Der Antrag muss vor Beginn der Arbeiten gestellt werden.

Lohnt sich die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik im Altbau?

Ja, sie senkt den Strombezug aus dem Netz. Das Fraunhofer ISE hat sechs Häuser mit Wärmepumpe und Photovoltaik untersucht. Ohne Batterie deckten sie 25 bis 40 % ihres Strombedarfs selbst, mit Batterie 32 bis 62 %.

Wie klimafreundlich ist eine Wärmepumpe im Altbau?

Im Feldtest des Fraunhofer ISE lag der CO2-Ausstoß der vermessenen Wärmepumpen im Schnitt 64 % unter dem von Erdgasheizungen. Gerechnet wurde mit dem deutschen Strommix im Viertelstundentakt. Mit jedem Jahr, in dem mehr Strom aus erneuerbaren Quellen kommt, wächst dieser Vorsprung.

Fazit: Lohnt sich die Wärmepumpe im Altbau?

Ja, die Wärmepumpe lohnt sich im Altbau, wenn sie richtig ausgelegt ist. In der Feldmessung des Fraunhofer ISE kamen Luft-Wasser-Wärmepumpen in bestehenden Häusern im Mittel auf eine Jahresarbeitszahl von 3,4, mit den vorhandenen Heizkörpern und ohne Komplettsanierung. Nehmen Sie ein Gerät mit dem Kältemittel R290: Es schafft die Temperaturen, die ein Altbau im Notfall braucht, und ist von den EU-Verboten nicht betroffen.

Gut wird die Anlage bei der Planung, nicht beim Gerätepreis. Eine niedrige Vorlauftemperatur und passende Heizkörper bringen mehr als das teuerste Gerät. Machen Sie deshalb zuerst den Test mit 55 °C und lassen Sie die Heizlast berechnen. Holen Sie dann mehrere Angebote ein und stellen Sie den Förderantrag, bevor Sie den Auftrag vergeben.

Den Preis mit Einbau erfahren Sie nur vom Fachbetrieb. Über das Formular erhalten Sie Angebote von Installateuren aus Ihrer Region und können sie nebeneinanderlegen.

Quellen und Methodik

Die Jahresarbeitszahlen und die Angaben zu Heizstab, Heizkörpern, Auslegung, Schall, Photovoltaik und CO2 stammen aus der Feldmessung "WP-QS im Bestand" des Fraunhofer ISE. Die Vorlauftemperaturen der Geräte sind Herstellerangaben, Solar.red hat die Geräte nicht gemessen. Die Preise sind Angebote aus dem Online-Fachhandel, eigene Rechnungen sind der Stromverbrauch und der Zuschuss in Euro, den Steuerbonus regelt § 35c des Einkommensteuergesetzes.

  1. Fraunhofer ISE: Wärmepumpen heizen auch im Altbau klimafreundlich - Jahresarbeitszahlen, Heizstab, Heizkörper, Schall, Photovoltaik und CO2 an 77 Anlagen
  2. KfW: Heizungsförderung für Privatpersonen, Wohngebäude (458) - Fördersätze, Boni, Höchstbeträge und Voraussetzungen
  3. EUR-Lex: Verordnung (EU) 2024/573 über fluorierte Treibhausgase - Verbote nach Anhang IV und GWP-Werte nach Anhang I
  4. Bundesregierung: TA Lärm - Immissionsrichtwerte und Nachtzeit
  5. Bundesnetzagentur: Integration von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen - Begrenzung auf 4,2 kW und reduziertes Netzentgelt

Hinweis: Solar.red steht in keiner geschäftlichen Verbindung mit den genannten Herstellern. Die Vorlauftemperaturen sind Herstellerangaben und können je nach Ausführung abweichen. Messwerte aus der Feldmessung gelten für die untersuchten Gebäude und lassen sich nicht ohne Weiteres auf ein einzelnes Haus übertragen. Händlerpreise und Fördersätze können sich ändern. Für ein verbindliches Angebot und die Auslegung wenden Sie sich an einen Fachbetrieb. Alle Angaben ohne Gewähr.

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