>

Pelletheizung Kosten berechnen

22.000 €
Anschaffung vor Förderung
1.674 €
laufende Kosten pro Jahr
140 €
laufende Kosten pro Monat

Verbrauch rund 2,9 Tonnen Pellets pro Jahr, davon 1.324 € für Pellets und 350 € für die Wartung.

Überschlag mit festen Annahmen: 100 kWh Wärmebedarf je m² im Einfamilienhaus, 4.800 kWh nutzbare Wärme je Tonne Pellets, Sockelpreis je Gebäudetyp. Voreingestellt ist der Pelletpreis vom September 2026. Förderung ist nicht abgezogen. Das Ergebnis ersetzt kein Angebot.

Das Wichtigste in Kürze

Pelletheizung Kosten liegen im Oktober 2026 für ein Einfamilienhaus je nach Quelle bei 15.000 bis 35.000 Euro mit Einbau, vor Abzug der Förderung. Dazu kommen laufende Kosten für Pellets, Wartung und Strom. Die Förderung wurde am 21. Juli 2026 neu geregelt, und Pellets sind 2026 deutlich teurer geworden.

  • Anschaffung: 15.000 bis 25.000 Euro laut ADAC, 15.000 bis 35.000 Euro laut Commerzbank, jeweils mit Montage und Lager
  • Pelletpreis: 454,21 Euro je Tonne im September 2026 (Deutsches Pelletinstitut), ein Jahr zuvor 335,04 Euro
  • Brennstoff pro Jahr: rund 1.820 Euro bei 4 Tonnen zum Septemberpreis 2026 (eigene Rechnung)
  • Förderung: 30 Prozent Grundförderung, mit Boni bis zu 80 Prozent, höchstens 22.400 Euro (KfW, Stand 21. Juli 2026)
  • Förderfähige Kosten: höchstens 28.000 Euro, ab 1. Februar 2027 alle sechs Monate 750 Euro weniger
  • Recht: Biomasseheizungen bleiben nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz vom 29. Juli 2026 erlaubt

Was kostet eine Pelletheizung?

Eine Pelletheizung für ein Einfamilienhaus kostet mit Kessel, Lager, Pufferspeicher und Montage meist zwischen 15.000 und 35.000 Euro. Der ADAC nennt im Juli 2026 eine Spanne von 15.000 bis 25.000 Euro, die Commerzbank 15.000 bis 35.000 Euro. Die Förderung der KfW ist dabei noch nicht abgezogen.

Eine amtliche Preisstatistik für Pelletheizungen gibt es nicht. Alle Angaben stammen von Ratgebern, Banken und Herstellern und weichen deutlich voneinander ab. Hersteller nennen eher höhere Werte, weil sie größere Kessel und mehr Zubehör einrechnen. Nehmen Sie die Spannen deshalb als Orientierung und nicht als Preis für Ihr Haus.

Tabelle seitlich scrollen
Kosten der Bauteile einer Pelletheizung im Einfamilienhaus laut ADAC, Stand Juli 2026 (keine amtlichen Werte)
BauteilKostenWovon der Preis abhängt
Pelletkessel4.000 bis 14.000 €Leistung, Brennwerttechnik, Ausstattung
Pelletlager2.000 bis 9.000 €Gewebetank, Lagerraum oder Erdtank
Pufferspeicher700 bis 2.000 €Größe, mit oder ohne Warmwasser
Gesamt mit Montage15.000 bis 25.000 €Zustand von Heizraum und Schornstein

Für größere Gebäude steigen die Kosten deutlich, weil Kessel und Lager wachsen. Für ein Zwei- oder Mehrfamilienhaus lässt sich ohne Heizlastberechnung kein seriöser Preis nennen. Der Rechner oben gibt dafür nur einen groben Überschlag. Wer mehrere Heizsysteme nebeneinander stellen will, findet einen Überblick unter Heizungsarten.

Wie viel kostet der Einbau einer Pelletheizung?

Der Einbau einer Pelletheizung ist in den üblichen Gesamtpreisen von 15.000 bis 35.000 Euro schon enthalten. Was er einzeln kostet, hängt vom Haus ab: Muss die alte Ölheizung samt Tank raus, der Schornstein saniert oder ein Lagerraum gebaut werden, wird es teurer. Lassen Sie sich die Montage im Angebot getrennt ausweisen.

Drei Dinge treiben den Preis beim Einbau am stärksten. Erstens der alte Bestand: Der Ausbau eines Öltanks kostet extra, der frei werdende Raum eignet sich aber oft als Pelletlager. Zweitens der Schornstein, der zur neuen Anlage passen muss. Drittens der Weg der Pellets: Liegt das Lager direkt neben dem Kessel, genügt eine Förderschnecke. Bei größerem Abstand braucht es ein Saugsystem.

Wer von einer Ölheizung kommt, sollte auch die Alternative durchrechnen. Was der Wechsel auf eine Wärmepumpe kostet, zeigt unser Beitrag Ölheizung auf Wärmepumpe umrüsten.

Was kostet eine Pelletheizung pro Jahr und pro Monat?

Eine Pelletheizung im Einfamilienhaus kostet im Betrieb rund 2.250 Euro pro Jahr, also knapp 190 Euro pro Monat. Das gilt bei einem Verbrauch von 4 Tonnen Pellets zum Preis vom September 2026 und mit 300 bis 430 Euro für Wartung und Schornsteinfeger sowie 50 bis 100 Euro für Strom.

Der größte Posten sind die Pellets. Ein Einfamilienhaus verbraucht laut ADAC 4 bis 6 Tonnen im Jahr, ein gut gedämmtes Haus kommt mit weniger aus. Die folgende Grafik rechnet drei Verbräuche mit dem bundesweiten Durchschnittspreis vom September 2026 durch, den das Deutsche Pelletinstitut für eine Lieferung von 6 Tonnen erhoben hat: 454,21 Euro je Tonne.

Brennstoffkosten pro Jahr zum Pelletpreis vom September 2026
3 Tonnen pro Jahr1.363 €
4 Tonnen pro Jahr1.817 €
5 Tonnen pro Jahr2.271 €
Eigene Rechnung: Verbrauch mal 454,21 Euro je Tonne (Deutsches Pelletinstitut, September 2026, 6 Tonnen lose, mit Mehrwertsteuer und Nebenkosten).
Tabelle seitlich scrollen
Laufende Kosten einer Pelletheizung im Einfamilienhaus pro Jahr, Stand Oktober 2026
PostenKosten pro JahrHerkunft
Pellets, 4 Tonnen1.817 €eigene Rechnung mit Preis vom September 2026
Wartung und Schornsteinfeger300 bis 430 €ADAC
Strom für Steuerung und Förderung50 bis 100 €ADAC
Summe2.167 bis 2.347 €eigene Rechnung

Vor einem Jahr sah die Rechnung freundlicher aus: Mit dem Preis vom September 2025 kosteten 4 Tonnen 1.340 Euro, also 477 Euro weniger. Wie stark die laufenden Kosten vom Pelletpreis abhängen, sehen Sie auch im Rechner oben. Zum Vergleich mit anderen Systemen hilft unser Rechner für Heizkosten, die Zahlen zur Wärmepumpe stehen unter Betriebskosten einer Wärmepumpe.

Pelletpreise 2026: Wie teuer sind Pellets gerade?

Pellets kosten im September 2026 im Bundesschnitt 454,21 Euro je Tonne. Das sind 36 Prozent mehr als im September 2025. Die Zahl stammt vom Deutschen Pelletinstitut, das jeden Monat die Preise für lose gelieferte Pellets der Klasse ENplus A1 erhebt, inklusive Mehrwertsteuer und Nebenkosten. Das Institut gehört zur Pelletbranche.

Tabelle seitlich scrollen
Pelletpreis in Euro je Tonne bei 6 Tonnen Abnahme, Deutsches Pelletinstitut, Abruf Oktober 2026
Monat20252026
Januar306,35405,33
Februar363,21422,73
März380,20419,20
April343,14405,11
Mai315,89388,09
Juni302,45376,77
Juli302,69388,09
August310,82427,72
September335,04454,21
Oktober366,25noch offen
November392,62noch offen
Dezember397,46noch offen

Aus der Tabelle ergibt sich für 2025 ein Jahresmittel von rund 343 Euro je Tonne und für Januar bis September 2026 von rund 410 Euro. Beides sind eigene Rechnungen aus den Monatswerten. In beiden Jahren war der Juni der günstigste Monat.

Wann kauft man Pellets am günstigsten?

Am günstigsten sind Pellets im Frühsommer. 2026 kostete die Tonne im Juni 376,77 Euro, im September schon 454,21 Euro. Wer 6 Tonnen im Juni bestellt hat, zahlte rund 465 Euro weniger als bei einer Bestellung im September. 2025 lag der Unterschied zwischen Juni und Dezember bei rund 570 Euro für 6 Tonnen. Ein Lager, das den Jahresbedarf fasst, macht sich also bezahlt.

Was kostet die Kilowattstunde Wärme aus Pellets?

Das Deutsche Pelletinstitut rechnet mit rund 5 Kilowattstunden Heizwert je Kilogramm. Beim Preis vom September 2026 kostet die Kilowattstunde im Brennstoff damit rund 9,1 Cent. Im Oktober 2025 waren es laut Institut 7,33 Cent. Weil kein Kessel den Brennstoff vollständig nutzt, liegt der Preis je Kilowattstunde Wärme im Haus etwas höher.

Welche Förderung gibt es für eine Pelletheizung?

Für eine Pelletheizung zahlt die KfW im Programm 458 seit dem 21. Juli 2026 eine Grundförderung von 30 Prozent. Dazu kommen ein Klimageschwindigkeitsbonus von 16 Prozent und ein Einkommensbonus von bis zu 40 Prozent. Zusammen sind höchstens 80 Prozent möglich, gerechnet auf maximal 28.000 Euro Kosten. Das ergibt höchstens 22.400 Euro Zuschuss.

Die Bundesregierung hat die Heizungsförderung im Sommer 2026 umgebaut. Biomasseheizungen bleiben förderfähig. Geändert haben sich die Höhe der Boni und die Obergrenze der Kosten. Die frühere Regel mit bis zu 70 Prozent auf 30.000 Euro gilt nur noch für Anträge, die vor dem 21. Juli 2026 bewilligt wurden.

Tabelle seitlich scrollen
KfW-Heizungsförderung für Wohngebäude, Programm 458, Stand 21. Juli 2026
BausteinHöheBedingung
Grundförderung30 %für alle Antragsteller
Klimageschwindigkeitsbonus16 %selbstnutzende Eigentümer, die eine alte, funktionierende fossile Heizung früh ersetzen
Einkommensbonus40 %zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 30.000 €
Einkommensbonus30 %bis 40.000 €
Einkommensbonus10 %bis 50.000 €
Familienzuschlag10.000 € weniger Einkommenmindestens ein Kind unter 18 Jahren im Haushalt
Höchstsatz80 %, maximal 22.400 €auf höchstens 28.000 € Kosten im Einfamilienhaus

Der Familienzuschlag ist kein Geldbetrag. Er senkt das Einkommen, das für den Bonus zählt, einmalig um 10.000 Euro. Eine Familie mit 45.000 Euro zu versteuerndem Einkommen wird also wie ein Haushalt mit 35.000 Euro behandelt und erhält 30 statt 10 Prozent Einkommensbonus.

Der Zuschlag von 2.500 Euro ist weggefallen

Bis Juli 2026 gab es für besonders staubarme Pelletkessel einen Emissionsminderungszuschlag von 2.500 Euro. In der Übersicht der KfW vom 21. Juli 2026 steht er nicht mehr. Das Bundeswirtschaftsministerium schreibt dazu, dass technologiespezifische Boni auslaufen. Rechnen Sie in neuen Angeboten deshalb ohne diesen Betrag.

Rechenbeispiel: So viel bleibt vom Preis übrig

Angenommen, die Pelletheizung kostet 26.000 Euro und ersetzt eine alte Ölheizung im selbst bewohnten Haus. Ohne Einkommensbonus gibt es 30 Prozent Grundförderung und 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus, zusammen 46 Prozent. Das sind 11.960 Euro Zuschuss. Der Eigenanteil liegt bei 14.040 Euro.

Mit einem zu versteuernden Einkommen bis 30.000 Euro kämen 40 Prozent dazu. Die Summe von 86 Prozent wird auf 80 Prozent gekappt. Der Zuschuss beträgt dann 20.800 Euro, der Eigenanteil 5.200 Euro. Beide Beispiele sind eigene Rechnungen mit den Sätzen der KfW. Ob der Klimageschwindigkeitsbonus für Ihre Pelletheizung gilt, lassen Sie vor dem Antrag vom Fachbetrieb oder Energieberater anhand der Förderrichtlinie bestätigen.

Diese Termine senken die Förderung

Tabelle seitlich scrollen
Geplante Absenkung der Heizungsförderung laut KfW und Bundeswirtschaftsministerium, Stand Juli 2026
Antrag abKlimageschwindigkeitsbonusFörderfähige Kosten
21. Juli 202616 %28.000 €
1. Februar 202712 %27.250 €
1. August 20278 %26.500 €
1. Februar 20284 %25.750 €
1. August 2028entfällt25.000 €

Die Werte ab 2027 folgen aus der Regel der KfW: alle sechs Monate 4 Prozentpunkte weniger Bonus und 750 Euro weniger förderfähige Kosten. Ende 2030 sollen die förderfähigen Kosten bei 22.000 Euro liegen. Wer ohnehin tauschen will, verliert mit jedem Stichtag Geld. Im Beispiel oben kostet der Schritt auf den 1. Februar 2027 bereits 1.040 Euro Bonus.

Kredit und Steuerbonus

Zum Zuschuss gibt es bei der KfW einen Ergänzungskredit von bis zu 120.000 Euro je Wohneinheit. Haushalte mit einem Jahreseinkommen bis 90.000 Euro erhalten einen zusätzlichen Zinsvorteil. Den Kredit gibt es nur zusammen mit einer Zuschusszusage.

Wer keinen Zuschuss nutzt, kann die neue Heizung im selbst bewohnten Haus von der Steuer absetzen. Nach § 35c Einkommensteuergesetz sind es 20 Prozent der Kosten, verteilt auf drei Jahre: 7 Prozent im ersten, 7 im zweiten und 6 im dritten Jahr, höchstens 40.000 Euro je Haus. Das Gebäude muss älter als zehn Jahre sein. Zuschuss und Steuerbonus lassen sich für dieselbe Maßnahme nicht verbinden. Mehr zu den Regeln für alle Heizsysteme steht in unserem Beitrag zur Heizungsförderung.

Ist Heizen mit Pellets wirklich billiger?

Über die letzten zehn Jahre war Heizen mit Pellets im Brennstoff günstiger: Das Deutsche Pelletinstitut nennt im Schnitt 25 Prozent weniger als Heizöl und 31 Prozent weniger als Erdgas. 2026 ist der Abstand kleiner geworden, weil der Pelletpreis binnen eines Jahres um 36 Prozent gestiegen ist. Die höhere Anschaffung muss der Vorteil erst einspielen.

Die Zahlen des Instituts sind mit Vorsicht zu lesen, denn es vertritt die Pelletbranche. Im Oktober 2025 gab es den Preisvorteil selbst nur noch mit 16,3 Prozent gegenüber Heizöl und rund 32 Prozent gegenüber Erdgas an. Seitdem sind Pellets weiter teurer geworden. Einen festen Vorsprung gibt es also nicht.

Für Pellets spricht der Preis für Kohlendioxid. Auf Heizöl und Erdgas fällt er an, auf Holzpellets nicht. 2026 werden die Zertifikate laut Deutscher Emissionshandelsstelle erstmals versteigert, in einem Korridor von 55 bis 65 Euro je Tonne Kohlendioxid. Für 2027 hat das Bundeskabinett am 12. August 2026 denselben Korridor vorgeschlagen. Beschlossen ist das noch nicht. Der europäische Handel für Gebäude und Verkehr, der die Preise freigeben soll, ist für 2028 geplant.

Ob sich die Pelletheizung gegenüber einer Gasheizung rechnet, entscheidet deshalb nicht ein einzelner Monatspreis. Es zählen die Förderung, der Verbrauch des Hauses und die Preise über 15 bis 20 Jahre. Rechnen Sie mit mindestens zwei Preisannahmen für Pellets, einer günstigen und einer teuren.

Wie lange darf ich noch mit Pellets heizen?

Mit Pellets dürfen Sie unbefristet weiter heizen. Ein Verbot gibt es nicht und ist auch nicht geplant. Das Gebäudemodernisierungsgesetz, das seit dem 29. Juli 2026 gilt, nennt die Biomasseheizung ausdrücklich als zulässige Heizung. Bestehende Anlagen müssen die Grenzwerte für Staub und Kohlenmonoxid einhalten, die der Schornsteinfeger prüft.

Das neue Gesetz hat die Pflicht gestrichen, beim Einbau einer Heizung mindestens 65 Prozent erneuerbare Energie zu nutzen. Eigentümer können ihre Heizung wieder frei wählen, auch Gas und Öl. Für Gas- und Ölheizungen kommt ab 2029 schrittweise ein Pflichtanteil an Biobrennstoff. Ab 2045 müssen Brennstoffe für Heizungen klimaneutral sein. Pellets zählen als Biomasse zu den erneuerbaren Brennstoffen.

Für die Förderung gelten eigene, strengere Regeln als für den Betrieb. Wer einen Zuschuss will, braucht einen Kessel von der Liste der förderfähigen Wärmeerzeuger des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Fragen Sie den Fachbetrieb vor der Unterschrift, ob das angebotene Modell dort steht.

Ist die Anschaffung einer Pelletheizung noch sinnvoll?

Eine Pelletheizung ist vor allem im unsanierten Altbau sinnvoll, der hohe Vorlauftemperaturen braucht und Platz für ein Lager hat. Im Neubau und im gedämmten Haus ist eine Wärmepumpe meist die bessere Wahl. Das Umweltbundesamt rät vom Heizen mit Holz ab, wenn eine Heizung ohne Brennstoff möglich ist.

Das Umweltbundesamt begründet das mit zwei Punkten. Bei der Verbrennung von Holz entsteht Feinstaub, der in die Lunge gelangt. Und die Klimabilanz ist nur ausgeglichen, wenn zeitnah so viel Holz nachwächst, wie verbrannt wird. Ernte, Transport und Pressen verursachen zusätzliche Emissionen. Wer trotzdem mit Pellets heizt, sollte laut Amt einen Kessel mit Staubabscheider wählen und im Sommer das Warmwasser über Solarthermie erzeugen.

Das spricht für die Pelletheizung

  • Liefert hohe Vorlauftemperaturen, auch für alte Heizkörper
  • Kein Preis für Kohlendioxid auf den Brennstoff
  • Förderung von 30 bis 80 Prozent über die KfW
  • Bleibt nach dem neuen Gesetz von Juli 2026 dauerhaft zulässig
  • Der alte Öltankraum lässt sich oft als Lager nutzen

Das spricht dagegen

  • Pelletpreis im September 2026 um 36 Prozent über dem Vorjahr
  • Platz für Lager und Pufferspeicher nötig
  • Mehr Wartung als bei einer Wärmepumpe, dazu der Schornsteinfeger
  • Feinstaub, vom Umweltbundesamt kritisch bewertet
  • Förderung sinkt ab Februar 2027 alle sechs Monate

Prüfen Sie deshalb zuerst, ob Ihr Haus für eine Wärmepumpe taugt. Die Kriterien dafür stehen im Beitrag Wärmepumpe im Altbau, die Preise unter Kosten einer Wärmepumpe. Fällt die Wärmepumpe aus, etwa wegen fehlender Aufstellfläche oder sehr hoher Heizlast, ist die Pelletheizung eine geförderte und rechtlich sichere Lösung.

Planung: Diese Fehler kosten Geld

Die teuersten Fehler bei einer Pelletheizung passieren vor dem Einbau: ein zu spät gestellter Förderantrag, ein zu großer Kessel und ein zu kleines Lager. Alle drei lassen sich mit einem Gespräch beim Fachbetrieb und einer Heizlastberechnung vermeiden. Die folgende Liste hilft beim Abhaken.

  • Antrag vor dem Start: Stellen Sie den Förderantrag bei der KfW, bevor die Arbeiten beginnen. Fragen Sie den Fachbetrieb, wie der Vertrag formuliert sein muss, damit die Förderung nicht verloren geht.
  • Stichtag im Blick: Ab dem 1. Februar 2027 sinken Klimageschwindigkeitsbonus und förderfähige Kosten. Zählen tut der Tag des Antrags.
  • Kessel passend auslegen: Ein zu großer Kessel schaltet ständig ein und aus und verbraucht mehr. Verlangen Sie eine Heizlastberechnung statt einer Schätzung nach Wohnfläche.
  • Lager für ein Jahr: Nur wer den Jahresbedarf lagern kann, kauft im günstigen Frühsommer. 2026 machte das bei 6 Tonnen rund 465 Euro aus.
  • Kessel von der Förderliste: Nur gelistete Modelle erhalten den Zuschuss. Lassen Sie sich das im Angebot bestätigen.
  • Lager sicher planen: In den ersten vier Wochen nach einer Lieferung kann im Lager Kohlenmonoxid entstehen. Das Umweltbundesamt empfiehlt gute Belüftung und einen Melder im Vorraum.
  • Drei Angebote: Die Preisspannen sind groß. Vergleichen Sie Kessel, Lager, Speicher und Montage als einzelne Posten.

Sinnvoll ist außerdem ein Blick auf das ganze Haus. Unser Rechner für die Energieeffizienzklasse zeigt, wo Ihr Gebäude steht. Wer die Pelletheizung mit Solarstrom verbinden will, findet Hinweise unter Photovoltaik kombinieren.

Häufige Fragen

Was kostet eine Pelletheizung komplett mit Einbau?

Komplett mit Einbau kostet eine Pelletheizung im Einfamilienhaus meist 15.000 bis 35.000 Euro. Der ADAC nennt im Juli 2026 eine Spanne von 15.000 bis 25.000 Euro einschließlich Montage und Lager, die Commerzbank 15.000 bis 35.000 Euro. Nach Abzug der KfW-Förderung von 30 bis 80 Prozent bleibt deutlich weniger übrig.

Was kostet eine Pelletheizung pro Monat?

Im Einfamilienhaus kostet eine Pelletheizung im Betrieb knapp 190 Euro pro Monat. Gerechnet ist das mit 4 Tonnen Pellets zum Preis vom September 2026 von 454,21 Euro je Tonne sowie mit Wartung, Schornsteinfeger und Strom. Mit dem Pelletpreis vom September 2025 wären es rund 40 Euro weniger im Monat gewesen.

Was kostet eine Pelletheizung nach Abzug der Förderung?

Bei 26.000 Euro Kosten und dem Tausch einer alten Ölheizung im selbst bewohnten Haus bleiben 14.040 Euro Eigenanteil. Das ergibt sich aus 30 Prozent Grundförderung und 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus, Stand 21. Juli 2026. Mit Einkommensbonus bis 30.000 Euro Einkommen sinkt der Eigenanteil auf 5.200 Euro. Details unter Heizungsförderung.

Wie hoch sind die Wartungskosten einer Pelletheizung?

Die Wartung einer Pelletheizung kostet laut ADAC 150 bis 300 Euro pro Jahr, mit Schornsteinfeger 300 bis 430 Euro. Dazu kommen 50 bis 100 Euro Strom für Steuerung und Förderung der Pellets. Zwischen den Terminen muss der Aschebehälter von Hand geleert werden, je nach Anlage einige Male im Jahr.

Was kosten Pellets pro Tonne?

Im September 2026 kostete eine Tonne Pellets im Bundesschnitt 454,21 Euro, so das Deutsche Pelletinstitut. Der Preis gilt für 6 Tonnen lose Ware der Klasse ENplus A1 mit Mehrwertsteuer und Lieferung. Bei 26 Tonnen waren es 439,03 Euro. Im September 2025 lag der Preis für 6 Tonnen noch bei 335,04 Euro.

Wann sind Pellets am günstigsten?

Am günstigsten waren Pellets 2025 und 2026 jeweils im Juni. 2026 kostete die Tonne im Juni 376,77 Euro und im September 454,21 Euro. Wer 6 Tonnen im Juni bestellte, sparte gegenüber dem September rund 465 Euro. Voraussetzung ist ein Lager, das den Bedarf eines ganzen Jahres aufnehmen kann.

Wie lange hält eine Pelletheizung?

Eine Pelletheizung hält laut ADAC 15 bis 25 Jahre. Wie lange genau, hängt von der Wartung, der Qualität der Pellets und der Betriebsweise ab. Das Umweltbundesamt empfiehlt, Kessel zu ersetzen, die älter als 15 Jahre sind, weil neue Geräte sparsamer arbeiten und mit Staubabscheider deutlich weniger Schadstoffe ausstoßen.

Pelletheizung oder Wärmepumpe: Was ist günstiger?

Im gedämmten Haus ist die Wärmepumpe meist günstiger, weil sie weniger Wartung braucht und keinen Brennstoff lagert. Im unsanierten Altbau mit hohen Vorlauftemperaturen kann die Pelletheizung die praktischere Lösung sein. Beide werden von der KfW mit bis zu 80 Prozent gefördert. Die Zahlen zur Wärmepumpe stehen unter Betriebskosten einer Wärmepumpe.

Wird eine Pelletheizung im Neubau gefördert?

Die Heizungsförderung der KfW im Programm 458 gilt für bestehende Gebäude und nicht für den Neubau. Im Neubau rät das Umweltbundesamt grundsätzlich von Holzheizungen ab und empfiehlt Wärmepumpe, Fernwärme oder Solarthermie. Wer neu baut, sollte deshalb zuerst die Wärmepumpe prüfen. Einen Überblick gibt unser Beitrag zu den Heizungsarten.

Fazit: Lohnt sich eine Pelletheizung?

Eine Pelletheizung lohnt sich, wenn Ihr Altbau für eine Wärmepumpe nicht taugt und Sie Platz für ein Lager haben. Dann bekommen Sie eine dauerhaft zulässige Heizung mit hoher Förderung. Rechnen Sie aber nicht mit den Pelletpreisen von gestern: 2026 ist der Brennstoff spürbar teurer geworden.

Unser Tipp: Lassen Sie zuerst die Heizlast berechnen und holen Sie drei Angebote mit einzeln ausgewiesenen Posten ein. Steht der Tausch ohnehin an, stellen Sie den Antrag vor dem 1. Februar 2027, denn danach sinkt die Förderung. Und planen Sie das Lager so groß, dass Sie im Frühsommer für das ganze Jahr kaufen können.

Quellen und Methodik

Fördersätze, Stichtage und Höchstbeträge stammen aus der Übersicht von KfW und Bundeswirtschaftsministerium vom 21. Juli 2026, die Rechtslage aus der Mitteilung der Bundesregierung zum Gebäudemodernisierungsgesetz. Pelletpreise sind Monatswerte des Deutschen Pelletinstituts, das zur Pelletbranche gehört. Anschaffungs- und Wartungskosten sind Angaben von ADAC, Commerzbank und dem Hersteller KWB und keine amtlichen Werte. Jahresmittel, Brennstoffkosten, Sparbeträge und Förderbeispiele sind eigene Rechnungen. Der Rechner arbeitet mit festen Modellannahmen. Solar.red hat keine Anlage selbst gemessen.

  1. KfW und Bundeswirtschaftsministerium: Neue Bedingungen der Heizungsförderung für Wohngebäude - Fördersätze, Boni, Höchstbeträge und Stichtage seit 21. Juli 2026
  2. Bundesregierung: Gebäudemodernisierungsgesetz - Wegfall der 65-Prozent-Regel, zulässige Heizungen, Inkrafttreten am 29. Juli 2026
  3. Deutsche Emissionshandelsstelle: Nationalen Emissionshandel verstehen - Preiskorridor für Kohlendioxid 2026 und Planung für 2027 und 2028
  4. Umweltbundesamt: Pelletkessel - Feinstaub, Klimabilanz, Staubabscheider und Sicherheit im Lager
  5. Einkommensteuergesetz: § 35c - Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen am selbst genutzten Haus

Hinweis: Solar.red steht in keiner geschäftlichen Verbindung oder Kooperation mit den hier genannten Unternehmen und Einrichtungen. Preise sind unverbindliche Richtwerte und können je nach Region, Haus und Anbieter abweichen. Förderbedingungen können sich ändern, maßgeblich sind die Richtlinien und die Auskunft der KfW. Dieser Beitrag ersetzt keine Energie-, Rechts- oder Steuerberatung.

© Solar.red