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Wärmepumpen Test & Vergleich 2026 – 19 Modelle im Check
Zusammenfassung

19 Wärmepumpen im Vergleich – getestet nach COP, Lautstärke, Kältemittel, Vorlauftemperatur und Kühlungsfähigkeit (Stand: März 2026).

Höchster COP-Wert: Wolf CHA-Monoblock 10 mit 5,72 (A7/W35), gefolgt von Alpha Innotec Hybrox 8 (5,24), NIBE F2120-12 (5,12), Daikin Altherma 3 H MT (5,1) und Samsung EHS Mono HT Quiet (5,05).

Leiseste Außeneinheit: iDM Terra AL 10 mit 24 dB(A) Schalldruck in 5 m Entfernung lt. Herstellerangabe – achten Sie beim Vergleich auf identische Messnormen und Messabstände.

Höchste Vorlauftemperatur: Bosch Compress 6800i AW, Buderus Logatherm WLW186i, Panasonic Aquarea L-Serie und Vaillant aroTHERM plus erreichen bis zu 75 °C – relevant für unsanierte Altbauten mit Radiatoren.

Besonders zukunftsfähiges Kältemittel: R290 (Propan) mit GWP 3 – verwendet bei Alpha Innotec, Bosch (6800i), Buderus, Novelan, Vaillant, Wolf, Weishaupt und Panasonic. R32 (GWP 675) kommt bei Daikin, Samsung, Mitsubishi und Remeha zum Einsatz. NIBE (F2120) nutzt noch R410A. Für R410A gelten gestaffelte Verbote ab 2027.

Alle 19 Modelle können grundsätzlich förderfähig sein über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) – bis zu 70 % Zuschuss möglich. Die Förderfähigkeit hängt von der konkreten Ausführung und den zum Antragszeitpunkt geltenden Bedingungen ab.

Energieeffizienzklasse: 9 verifizierte Modelle erreichen A+++ bei 35 °C (Alpha Innotec, Bosch, Buderus, Dimplex, Mitsubishi, Samsung, Vaillant, Weishaupt, Wolf).

Kühlfunktion: Fast alle getesteten Modelle unterstützen eine Kühlung – mit Ausnahme reiner Heizausführungen wie der Novelan LWD 70A. Die tatsächliche Nutzbarkeit hängt von der Systemkonfiguration ab.

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Vergleichstabelle: 19 Wärmepumpen im Überblick

Die folgende Tabelle zeigt alle getesteten Modelle auf einen Blick. Klicken Sie auf den Herstellernamen, um zum ausführlichen Einzeltest zu gelangen. Alle Werte basieren auf den aktuellen Datenblättern der Hersteller.

Tabelle seitlich scrollen
Wärmepumpen-Vergleich 2026 – 19 Modelle im Überblick. COP-Werte nach EN 14511 (A7/W35). Alle Werte lt. Herstellerangaben.
Hersteller Modell COP (A7/W35) Klasse (35 °C) Max. Vorlauf °C Kältemittel Kühlung
Wolf CHA-Monoblock 10 5,72 A+++ 70 R290 Ja
Bosch Compress 6800i AW 4,8 A+++ 75 R290 Ja
Alpha Innotec Hybrox 8 5,24 A+++ 70 R290 Ja
NIBE F2120-12 5,12 A++ 65 R410A Ja
Daikin Altherma 3 H MT 5,10 A++ 65 R32 Ja
Samsung EHS Mono HT Quiet 5,05 A+++ 70 R32 Ja
Weishaupt Aeroblock WAB 11-A-RME-A 4,88 A+++ 70 R290 Ja
Buderus Logatherm WLW186i-10AR E 4,85 A+++ 75 R290 Ja
Mitsubishi Ecodan PUZ-WM85YAA 4,80 A+++ 60 R32 Ja
Vaillant aroTHERM plus VWL 75/6 4,80 A+++ 75 R290 Ja
Viessmann Vitocal 200-A (AWCI 201.A07) 4,77 A++ 60 R410A Ja
Panasonic Aquarea L-Serie (9 kW) 4,55 A+++ 75 R290 Ja
Novelan LWD 70A 4,30 A++ 70 R290 Nein
iDM Terra AL 10 4,89 A++ 60–70 R410A Ja
Stiebel Eltron WPL 15 ACS 4,8 A++ 65 R410A Ja
Dimplex LA 9S-TUR 4,8 A+++ 60 R410A Ja
Remeha Tensio C 4,5 A++ 65 R32 Ja
Remko HTS 90 5,09 A++ 63 R410A Ja
Brötje BLW NEO 4,5 A++ 62 R410A Ja

COP-Werte nach EN 14511 bei A7/W35. Einige Hersteller geben den COP im optimalen Teillastbetrieb an, andere bei Nennleistung – die Werte sind daher nicht immer 1:1 vergleichbar. Alle 19 Modelle wurden gegen aktuelle Herstellerdatenblätter gegengeprüft (März 2026). Sortierung nach COP absteigend. Für verbindliche Angaben wenden Sie sich an den jeweiligen Hersteller oder Fachbetrieb.

Welche Testkriterien wurden bewertet?

Sieben Kriterien bilden die Basis des Vergleichs. Die Bewertung stützt sich auf offizielle Herstellerdaten, EU-Energielabels und die Anforderungen der aktuellen Förderprogramme.

COP
Effizienz bei A7/W35
dB(A)
Betriebsgeräusche
°C
Max. Vorlauftemperatur
A+++
Energieeffizienzklasse

Heizleistung (kW): Gibt an, wie viel Wärmeenergie das System pro Stunde abgibt. Die richtige Dimensionierung ist entscheidend – eine überdimensionierte Pumpe taktet zu häufig, eine zu kleine kann den Bedarf nicht decken.

Coefficient of Performance (COP): Misst das Verhältnis von erzeugter Wärme zu eingesetztem Strom unter Normbedingungen. Ein COP von 5,0 bedeutet: Aus 1 kWh Strom werden 5 kWh Wärme. Für die reale Effizienz über eine komplette Heizperiode ist die Jahresarbeitszahl (JAZ) relevanter.

Energieeffizienzklasse: Reicht von A+++ (höchste Effizienz) bis D. Im Vergleichsfeld erreichen neun verifizierte Modelle die Bestnote A+++ bei 35 °C – Alpha Innotec, Bosch, Buderus, Dimplex, Mitsubishi, Samsung, Vaillant, Weishaupt und Wolf.

Betriebsgeräusche: Gemessen in dB(A), je nach Modell am Innen- oder Außengerät. Die Spanne reicht lt. Herstellerangaben von 24 dB(A) (iDM) bis 59 dB(A) (Daikin Außeneinheit). Nach TA Lärm gelten nachts je nach Gebietsart unterschiedliche Richtwerte (35–40 dB(A)) – eine Schallschutzhaube kann bei grenzwertigen Aufstellsituationen helfen.

Maximale Vorlauftemperatur: Bestimmt, ob die Wärmepumpe auch mit bestehenden Heizkörpern effizient arbeitet. Wer eine Fußbodenheizung nachrüsten kann, braucht nur 30–35 °C – das steigert den COP deutlich.

Kühlungsfähigkeit: Fast alle 19 Modelle unterstützen eine Kühlfunktion – mit Ausnahme reiner Heizausführungen wie der Novelan LWD 70A (nur mit „RX"-Variante kühlbar). Die Verfügbarkeit hängt von der konkreten Systemkonfiguration ab (Innenmodul, Regler, Verteilsystem). Passive Kühlung über Fußbodenheizung ist energiesparend, aktive Kühlung über Gebläsekonvektoren leistungsstärker.

Kältemittel: Entscheidend für Umweltverträglichkeit und Zukunftssicherheit. Im Testfeld kommen drei Kältemittel zum Einsatz: R290 (Propan), R32 und R410A.

COP & SCOP: Wie effizient arbeitet die Wärmepumpe?

Der COP ist der wichtigste Effizienzwert auf dem Datenblatt. Er wird unter standardisierten Bedingungen gemessen: A7/W35 bedeutet 7 °C Außenlufttemperatur und 35 °C Vorlauftemperatur. Je höher der COP, desto weniger Strom verbraucht die Wärmepumpe für die gleiche Heizleistung.

Der SCOP (Seasonal COP) bildet die Praxis besser ab. Er rechnet schwankende Außentemperaturen über eine gesamte Heizperiode ein und ist damit aussagekräftiger als der COP unter Laborbedingungen. Die EU-Energieeffizienzklasse basiert auf dem SCOP.

💡 Praxisregel zur Effizienz

Eine Wärmepumpe mit COP 5,0 bei A7/W35 erzeugt aus 1 kWh Strom rund 5 kWh Wärme. Bei -7 °C Außentemperatur sinkt der COP auf etwa 2,5–3,0 – das ist physikalisch normal und kein Defekt. Entscheidend ist die Jahresarbeitszahl (JAZ): Sie sollte bei Luft-Wasser-Wärmepumpen über 3,0 liegen, um wirtschaftlich zu arbeiten.

Die Effizienz-Spitzenreiter im Vergleich: Wolf CHA-Monoblock 10 (COP 5,72), Alpha Innotec Hybrox 8 (5,24), NIBE F2120-12 (5,12) und Daikin Altherma 3 H MT (5,1). Diese Modelle erreichen bei A7/W35 die höchsten COP-Werte im Vergleichsfeld.

Niedrige Vorlauftemperaturen steigern den COP erheblich. Wer mit 35 °C statt 55 °C Vorlauf heizt, kann den COP um 30–40 % verbessern. Deshalb lohnt sich bei bestehenden Heizsystemen ein hydraulischer Abgleich – oft reichen bereits optimierte Heizkörper und bessere Dämmung.

Kältemittel im Vergleich: R290 vs. R32 vs. R410A

Das Kältemittel bestimmt die Zukunftssicherheit Ihrer Wärmepumpe. Seit Januar 2025 greift die verschärfte EU-F-Gase-Verordnung, die fluorierte Kältemittel mit hohem Treibhauspotenzial (GWP) schrittweise vom Markt nimmt.

R290 (Propan) – GWP 3

Das klimafreundlichste Kältemittel im Testfeld. R290 hat ein Treibhauspotenzial von nur 3 und ist von der F-Gase-Verordnung nicht betroffen. 7 der 9 verifizierten Modelle setzen auf R290 – darunter Alpha Innotec, Buderus, Novelan, Vaillant, Wolf, Weishaupt und Panasonic. Nachteil: Propan ist entflammbar, weshalb die Füllmengen begrenzt sind und Mindestabstände bei der Aufstellung gelten.

R32 – GWP 675

Ein Kompromiss zwischen Effizienz und Umweltverträglichkeit. R32 wird lt. Herstellerangaben von Daikin, Mitsubishi, Samsung und Remeha eingesetzt. Mit GWP 675 liegt es deutlich unter R410A. Allerdings: Für Monoblock-Wärmepumpen unter 12 kW greift ab 2027 ebenfalls das Verbot von Kältemitteln mit GWP ≥ 150 – R32 fällt darunter. Für Split-Geräte und größere Leistungsklassen gelten gestaffelte Fristen bis 2035. Bestehende Anlagen dürfen weiterbetrieben werden. R32 ist damit eine Übergangstechnologie.

R410A – GWP 2.088

Von den Beschränkungen der F-Gase-Verordnung am stärksten betroffen. Für Monoblock- und Split-Wärmepumpen unter 12 kW greift ab 2027 ein Verbot von Kältemitteln mit GWP ≥ 150 – R410A fällt darunter. Weitere Leistungsklassen folgen gestaffelt bis 2035. Modelle wie NIBE F2120-12, Viessmann Vitocal 200-A sowie Brötje BLW NEO nutzen noch R410A. Bestehende Anlagen dürfen weiterbetrieben werden, aber Nachfüllungen werden teurer. Beim Neukauf sollten Sie R410A-Geräte meiden – und auf R290 oder R32 setzen.

ℹ️ Hinweis zu R410A-Modellen in der Tabelle

Einige Hersteller haben ihre Produktlinien inzwischen auf R290 oder R32 umgestellt. Die Angaben in der Tabelle beziehen sich auf die zuletzt publizierten Datenblätter. Prüfen Sie vor dem Kauf die aktuelle Kältemittel-Ausstattung direkt beim Hersteller oder Fachbetrieb.

Betriebsgeräusche: Welche Wärmepumpe ist am leisesten?

Die Lautstärke ist einer der häufigsten Streitpunkte bei Wärmepumpen. Nach TA Lärm gelten nachts unterschiedliche Immissionsrichtwerte an der Grundstücksgrenze: 35 dB(A) in reinen Wohngebieten, 40 dB(A) in allgemeinen Wohngebieten. Eine falsch platzierte Außeneinheit kann zu Nachbarschaftskonflikten führen.

Die niedrigsten Schalldruckpegel im Vergleich: iDM Terra AL 10 (24 dB(A) in 5 m), Panasonic Aquarea L-Serie (28 dB(A)) und Buderus Logatherm WLW186i (28,5 dB(A)). Beachten Sie: Hersteller geben teils den Schalldruckpegel (entfernungsabhängig), teils den normierten Schallleistungspegel (ErP-Label) an. Vergleichen Sie nur Werte mit identischem Messverfahren und Messabstand.

Außengeräusche variieren stärker. Die Werte reichen von 49 dB(A) (NIBE, Dimplex) bis 59 dB(A) (Daikin, Vaillant). Entscheidend ist der Abstand zum Nachbargrundstück – der Schalldruckpegel nimmt mit doppeltem Abstand um etwa 6 dB(A) ab.

✅ Tipp: Lautstärke senken

Ein schalloptimierter Aufstellort (nicht in Ecken oder an schallharten Fassaden), eine Schallschutzhaube und Schwingungsdämpfer unter dem Gerät können die wahrgenommene Lautstärke um 5–10 dB(A) reduzieren. Das ist subjektiv eine Halbierung der empfundenen Lautstärke.

Wichtig: Schallleistung und Schalldruck sind nicht direkt vergleichbar. Der Schalldruck nimmt mit dem Abstand ab, die Schallleistung ist ein absoluter Wert an der Quelle. Ein seriöser Vergleich berücksichtigt immer dieselbe Messgröße, denselben Messabstand und dieselbe Norm (EN 12102).

Vorlauftemperatur und Heizsystem richtig abstimmen

Die Vorlauftemperatur entscheidet über Effizienz und Einsatzmöglichkeit. Je niedriger die benötigte Vorlauftemperatur, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Das Heizsystem bestimmt den Bedarf.

Fußbodenheizung: 30–35 °C Vorlauf – ideal für jede Wärmepumpe im Testfeld. Hier erreichen alle Modelle ihre besten COP-Werte.

Niedertemperatur-Heizkörper: 40–50 °C Vorlauf – noch gut machbar. Die meisten Modelle arbeiten in diesem Bereich effizient.

Konventionelle Radiatoren (Altbau): 55–70 °C Vorlauf – hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Modelle wie Buderus Logatherm WLW186i (bis 75 °C), Vaillant aroTHERM plus (75 °C) oder Wolf CHA-Monoblock (70 °C) schaffen auch hohe Vorlauftemperaturen – allerdings mit sinkendem COP.

Im Altbau lohnt sich ein schrittweiser Ansatz: Zuerst die Energieeffizienz des Gebäudes bewerten, dann gezielt dämmen und ggf. einzelne Heizkörper austauschen. So lässt sich die benötigte Vorlauftemperatur oft um 10–15 °C senken – das spart dauerhaft Betriebskosten.

ℹ️ Pflicht seit 2024: Steuerbarkeit nach § 14a EnWG

Neu installierte Wärmepumpen fallen grundsätzlich als steuerbare Verbrauchseinrichtung unter § 14a EnWG. Der Netzbetreiber darf die Leistungsaufnahme im Engpassfall auf mindestens 4,2 kW dimmen – im Gegenzug profitieren Sie von dauerhaft reduzierten Netzentgelten. Die konkret erforderliche Mess- und Steuerungstechnik (z. B. Smart-Meter-Gateway) hängt vom Messkonzept und Messstellenbetreiber ab. Die Regelung erleichtert die Nutzung dynamischer Stromtarife.

Vorteile und Nachteile im Überblick

✅ Vorteile

  • Hohe Förderung: Bis zu 70 % Zuschuss über die BEG – senkt die Investitionskosten erheblich.
  • Niedrige Betriebskosten: Eine JAZ von 3,5 bedeutet rund 800–1.200 € Heizkosten/Jahr für ein Einfamilienhaus.
  • Kühlung möglich: Fast alle getesteten Modelle unterstützen eine Kühlfunktion – je nach Systemkonfiguration passiv oder aktiv.
  • Zukunftssicher: Wärmepumpen erfüllen die GEG-Anforderungen und sind unabhängig von fossilen Brennstoffen.
  • PV-Kompatibel: In Kombination mit Photovoltaik lassen sich Betriebskosten weiter senken.
  • Reduzierte Netzentgelte: Über § 14a EnWG profitieren Betreiber von dauerhaft reduzierten Netzentgelten und können dynamische Stromtarife nutzen.

❌ Nachteile

  • Hohe Anschaffungskosten: Ohne Förderung liegen die Gesamtkosten inkl. Installation bei 25.000–45.000 €.
  • Effizienz sinkt bei Kälte: Bei -10 °C Außentemperatur kann der COP auf 2,0–2,5 fallen – Heizstab springt zu.
  • Lautstärke der Außeneinheit: Kann in dicht bebauten Gebieten problematisch sein – Planung ist Pflicht.
  • Altbau-Herausforderung: Hohe Vorlauftemperaturen und schlechte Dämmung reduzieren die Wirtschaftlichkeit.
  • Abhängigkeit vom Strompreis: Ohne eigene PV-Anlage sind Betriebskosten an den Strommarkt gekoppelt.

Förderung 2026: Was wird bezuschusst?

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) macht den Wärmepumpen-Umstieg finanziell attraktiv. Alle 19 Modelle im Vergleich können grundsätzlich die technischen Voraussetzungen für eine Förderung erfüllen – maßgeblich ist die konkrete Ausführung und die zum Antragszeitpunkt geltende Förderlogik. Die Beantragung läuft über die KfW.

Grundförderung: 30 % der förderfähigen Kosten – das steht jedem Eigentümer zu, der eine alte fossile Heizung durch eine Wärmepumpe ersetzt.

Effizienz-Bonus: 5 % – zusätzlich zur Grundförderung, wenn die Wärmepumpe ein natürliches Kältemittel (z. B. R290) nutzt oder Wasser, Erdreich bzw. Abwasser als Wärmequelle verwendet.

Klimageschwindigkeitsbonus: bis zu 20 % – wenn Sie eine funktionstüchtige Öl-, Gas- oder Kohleheizung ersetzen, die älter als 20 Jahre ist, oder eine Gasetagenheizung/Nachtspeicherheizung austauschen.

Einkommensbonus: 30 % – für Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen unter 40.000 €.

Maximale Förderhöhe: 70 % der förderfähigen Kosten (gedeckelt auf 30.000 € für die erste Wohneinheit). Details zur Antragstellung finden Sie im Ratgeber Wärmepumpen-Förderung.

💡 Natürliches Kältemittel = Effizienz-Bonus

Wärmepumpen mit R290 (Propan) oder anderen natürlichen Kältemitteln qualifizieren sich für den 5 %-Effizienz-Bonus zusätzlich zur Grundförderung. Der Klimageschwindigkeitsbonus folgt anderen Voraussetzungen (Austausch alter fossiler Heizungen). Prüfen Sie vor der Antragstellung, ob Ihr gewähltes Modell die aktuellen BEG-Anforderungen erfüllt – die KfW-Förderübersicht hilft bei der Orientierung. Alternativ können Sie eine Finanzierung oder ein Leasing-Modell prüfen.

Die 5 häufigsten Fehler bei der Wärmepumpen-Wahl

1. Überdimensionierung der Heizleistung. Ein häufiger Fehler: Die Wärmepumpe wird nach der alten Gasheizung dimensioniert, statt nach dem tatsächlichen Wärmebedarf. Eine zu große Pumpe taktet häufig, verschleißt schneller und arbeitet ineffizient. Lassen Sie eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durchführen.

2. Kein hydraulischer Abgleich. Ohne Abgleich fließt zu viel Wasser durch die nächstgelegenen und zu wenig durch die entferntesten Heizkörper. Das erzwingt höhere Vorlauftemperaturen und senkt den COP. Der Abgleich ist bei Förderung ohnehin Pflicht.

3. Falsches Kältemittel gewählt. Wer 2026 noch ein R410A-Gerät kauft, riskiert steigende Servicekosten durch knapper werdendes Kältemittel – ab 2027 greifen für viele Wärmepumpen-Kategorien Verbote. Setzen Sie auf R290 oder zumindest R32.

4. Aufstellort nicht geplant. Die Außeneinheit braucht ausreichend Luftzufuhr, Mindestabstände zur Grundstücksgrenze und einen Untergrund, der Vibrationen dämpft. Wer das ignoriert, bekommt Probleme mit Lautstärke und Effizienz.

5. Nur ein einziges Angebot eingeholt. Die Preisunterschiede zwischen Fachbetrieben sind erheblich – bis zu 30 % Differenz für identische Leistung. Vergleichen Sie mindestens drei Angebote von regionalen Installateuren.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Im aktuellen Vergleich erreicht die Wolf CHA-Monoblock 10 mit einem COP von 5,72 (A7/W35 nach EN 14511) den höchsten Wert. Auch die Alpha Innotec Hybrox 8 (COP 5,24) und die NIBE F2120-12 (COP 5,12) liegen deutlich über dem Durchschnitt. COP-Werte sind modellabhängig und sollten im aktuellen Herstellerdatenblatt geprüft werden. Im realen Betrieb beeinflusst die Jahresarbeitszahl (JAZ) die tatsächliche Effizienz stärker.

Der COP misst die Effizienz unter festen Laborbedingungen (z. B. A7/W35). Der SCOP bildet dagegen die Effizienz über eine gesamte Heizperiode ab und berücksichtigt schwankende Außentemperaturen. Für die Praxis ist der SCOP aussagekräftiger – die EU-Energieeffizienzklasse basiert auf ihm.

R290 (Propan) gilt derzeit als besonders zukunftsfähiges Kältemittel. Es hat ein Treibhauspotenzial (GWP) von nur 3 und fällt nicht unter die F-Gase-Verordnung. Für R410A (GWP 2.088) und R32 (GWP 675) gelten gestaffelte Verkaufsverbote je nach Geräteart und Leistungsklasse – für Monoblock-Wärmepumpen unter 12 kW ab 2027. Bestehende Anlagen dürfen weiterbetrieben werden.

Die Betriebsgeräusche variieren je nach Modell zwischen 24 und 59 dB(A). Innengeräusche liegen in der Regel zwischen 28 und 42 dB(A), Außengeräusche zwischen 49 und 59 dB(A). Zum Vergleich: Ein leises Gespräch liegt bei etwa 40 dB(A). Eine Schallschutzhaube kann die Außengeräusche um 5–10 dB(A) senken.

Alle 19 Modelle können grundsätzlich die Anforderungen der BEG-Förderung erfüllen – die Förderfähigkeit muss jedoch für die konkrete Ausführung geprüft werden. Der Fördersatz setzt sich zusammen aus: 30 % Grundförderung, 5 % Effizienz-Bonus (z. B. bei natürlichem Kältemittel), bis zu 20 % Klimageschwindigkeitsbonus und 30 % Einkommensbonus. Maximal sind bis zu 70 % möglich. Die Beantragung läuft über die KfW – Details finden Sie im Ratgeber Wärmepumpen-Förderung.

Fußbodenheizungen arbeiten bei 30–35 °C, Niedertemperatur-Heizkörper bei 40–50 °C und konventionelle Radiatoren bei 55–70 °C. Für optimale Effizienz sollte die Vorlauftemperatur so niedrig wie möglich sein. Ein hydraulischer Abgleich und ggf. der Tausch einzelner Heizkörper können die benötigte Vorlauftemperatur im Altbau um 10–15 °C senken.

Fazit: So finden Sie die richtige Wärmepumpe

Die „eine beste Wärmepumpe" gibt es nicht. Die Wahl hängt von Ihrem Gebäude, dem Heizsystem, dem Budget und den örtlichen Gegebenheiten ab. Was die Daten zeigen: Modelle mit R290-Kältemittel und COP über 4,8 bieten die beste Kombination aus Effizienz, Zukunftssicherheit und Förderfähigkeit.

Für Neubauten mit Fußbodenheizung: Wolf CHA-Monoblock 10, Alpha Innotec Hybrox 8 oder Vaillant aroTHERM plus – alle drei nutzen R290, erreichen Energieeffizienzklasse A+++ und COP-Werte über 4,8 bei A7/W35.

Für Altbauten mit Radiatoren: Bosch Compress 6800i AW (bis 75 °C Vorlauf), Buderus Logatherm WLW186i (75 °C) oder Vaillant aroTHERM plus (75 °C) – diese Modelle kommen auch mit höheren Vorlauftemperaturen klar und nutzen R290.

Für geräuschempfindliche Standorte: iDM Terra AL 10 (24 dB(A) Schalldruck in 5 m), Panasonic Aquarea (28 dB(A)) oder Wolf CHA-Monoblock (32–34 dB(A)).

Der wichtigste Schritt: Lassen Sie Ihren konkreten Wärmebedarf von einem erfahrenen Fachbetrieb berechnen. Holen Sie mindestens drei Angebote ein und prüfen Sie die Fördermöglichkeiten, bevor Sie unterschreiben.

Hinweis: Solar.red steht in keiner geschäftlichen Verbindung oder Kooperation mit den hier genannten Wärmepumpen-Herstellern. Alle Angaben zu technischen Daten basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen und Herstellerangaben (Stand: März 2026). COP-Werte, Lautstärkeangaben und Vorlauftemperaturen können je nach Betriebsbedingungen und Konfiguration abweichen. Angaben zur Förderung beziehen sich auf die BEG-Richtlinien zum Zeitpunkt der Veröffentlichung – aktuelle Konditionen bei der KfW prüfen. Für verbindliche Angebote und technische Beratung wenden Sie sich an einen zertifizierten Fachbetrieb. Dieser Artikel dient ausschließlich der unabhängigen Information. Alle Angaben ohne Gewähr!

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