Dachhaken sind spezielle Befestigungselemente, die Solarmodule auf Schrägdächern mit der Dachkonstruktion verbinden. Sie werden direkt auf den Dachsparren verschraubt und tragen über Montageschienen das gesamte Gewicht der Photovoltaikanlage. Das bevorzugte Material ist Edelstahl V2A (Typ 1.4301) im Binnenland; in Küstennähe wird V4A empfohlen. Die ZVDH-Fachregel (Stand 2024) bestätigt Dachhaken grundsätzlich als Stand der Technik, sofern Montage und Abdichtung fachgerecht erfolgen. PV-Montagearbeiten sind in der Regel dem Dachdecker- bzw. Elektrotechnikerhandwerk (Anlage A HwO) zugeordnet. Typische Herstellerangaben empfehlen einen Abstand von ca. 5–6 mm zwischen Hakenbügel und Ziegel, um Druckspannungen zu vermeiden. Als grobe Faustregel gelten 4 bis 6 Dachhaken pro Modul – die exakte Anzahl ergibt sich aus der Statikberechnung (Wind-/Schneelastzone, Modulgröße).
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Was ist ein Dachhaken?
Ein Dachhaken ist das Bindeglied zwischen Dach und Solaranlage. Dieses speziell konstruierte Befestigungselement wird direkt auf den Dachsparren verschraubt und ragt durch die Dacheindeckung nach außen. Dort nimmt es die Montageschienen der Unterkonstruktion auf, an denen die Solarmodule befestigt werden.
Die korrekte Installation entscheidet über Sicherheit und Lebensdauer. Ein schlecht montierter Dachhaken gefährdet nicht nur die Photovoltaikanlage, sondern kann auch die Dichtigkeit des Dachs beeinträchtigen. Deshalb kommt es auf Materialwahl, Positionierung und fachgerechte Ausführung an.
Mehrere Faktoren beeinflussen die Auswahl des richtigen Dachhakens: das Dachmaterial, die zu tragende Last (Wind- und Schneelastzone), der Neigungswinkel des Dachs und die lokalen Wetterbedingungen. Wer diese Punkte sorgfältig berücksichtigt, schützt sein Dach und maximiert die Leistung der Anlage.
Materialien: Edelstahl, Aluminium oder verzinkter Stahl?
Edelstahl V2A (Typ 1.4301) ist der Standard im Binnenland. Dieses Material vereint Korrosionsbeständigkeit, Zähigkeit, Elastizität und gute Schweißeigenschaften – ideal für den dauerhaften Außeneinsatz. In salzhaltiger Umgebung (Küstennähe, Inseln) empfiehlt sich der höherwertige Typ V4A (1.4401 oder 1.4571) mit verbesserter Chloridbeständigkeit.
Verzinkter Stahl ist die kostengünstige Alternative. Er bietet hohe Festigkeit und eine gewisse Rostbeständigkeit, kann bei beschädigter Zinkschicht aber schneller korrodieren als Edelstahl.
Aluminium punktet mit geringem Gewicht. Es ist korrosionsbeständig und leicht zu verarbeiten, hat aber eine geringere Belastungstoleranz als Stahl. Für die Montageschienen der Montagesysteme ist Aluminium Standard – für die Dachhaken selbst weniger verbreitet.
Einige Hersteller verwenden den kostengünstigeren Edelstahl Typ 1.4016. Dieser ist schwieriger zu bearbeiten und weniger für den Außeneinsatz geeignet als V2A. Achten Sie beim Kauf auf die genaue Materialbezeichnung.
| Material | Korrosionsschutz | Tragfähigkeit | Gewicht | Preis pro Stück | Empfehlung |
|---|---|---|---|---|---|
| Edelstahl V2A (1.4301) | Sehr hoch | Sehr hoch | Mittel | 8–15 € | Standard Binnenland |
| Edelstahl V4A (1.4401) | Hervorragend | Sehr hoch | Mittel | 12–20 € | Küstennähe / Salzluft |
| Verzinkter Stahl | Mittel | Hoch | Hoch | 5–10 € | Budget-Option |
| Aluminium | Hoch | Mittel | Gering | 6–12 € | Nur bei geringer Last |
| Edelstahl 1.4016 | Gering | Mittel | Mittel | 5–8 € | Nicht empfohlen |
Welche Dachhaken-Typen gibt es?
Verstellbare Dachhaken lassen sich in der Höhe anpassen und gleichen unterschiedliche Sparrenhöhen oder Dachneigungen aus. Sie sind die flexibelste Lösung und eignen sich für die meisten Aufdach-Solaranlagen.
Flache Dachhaken wurden speziell für dünne Dachmaterialien wie Schiefer oder Faserzementplatten entwickelt. Ihr niedriges Profil minimiert die Aufbauhöhe unter dem Ziegel.
Universal-Dachhaken passen zu einer Vielzahl von Ziegeltypen – von der Frankfurter Pfanne bis zum Biberschwanz. Sie bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für Standard-Installationen.
Klemm-Dachhaken für Metalldächer benötigen keine Schrauben in der Dachfläche. Sie klemmen direkt auf die Stehfalze von Blechdächern und ermöglichen eine Montage ohne Dachdurchdringung.
Ballastierte Systeme für Flachdächer nutzen Gewichte statt Dachhaken. Hier kommen keine klassischen Dachhaken zum Einsatz – die Module werden durch Betonsteine oder Kieswannen gehalten. Mehr dazu erfahren Sie im Artikel zu Photovoltaik auf dem Flachdach.
Dachträgerpfannen (Solarpfannen) ersetzen einzelne Dachziegel komplett und bieten einen integrierten Befestigungspunkt. Laut den neuen ZVDH-Fachregeln sind sie die bevorzugte Lösung unterhalb der Regeldachneigung.
ZVDH-Fachregel 2024 & handwerksrechtliche Einordnung
Die ZVDH-Fachregel (Stand 2024) schafft Klarheit bei der Dachhaken-Montage. Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks hat in Zusammenarbeit mit Dachziegel-Herstellern die „Fachregel für Dachdeckungen mit Dachziegeln und Dachsteinen" überarbeitet. Das Ergebnis: Dachhaken gelten grundsätzlich als anerkannter Stand der Technik, sofern Montage und Abdichtung fachgerecht ausgeführt werden.
Unterhalb der Regeldachneigung sind Zusatzmaßnahmen erforderlich. Hier empfiehlt der ZVDH sogenannte Dachträgerpfannen, die sich ohne handwerkliche Anpassung nahtlos in die Dacheindeckung einfügen. Blech-Ersatz-Ziegel können problematisch sein, wenn sie keinen formschlüssigen Anschluss bieten.
Das Bearbeiten (Flexen) von Ziegeln ist branchenübliche Praxis. Die Fachregeln beschreiben das Anpassen von Dachziegeln als Teil des handwerklichen Prozesses – vergleichbar mit dem Einbau von Dachfenstern. Wichtig ist dabei der korrekte Abstand des Hakenbügels zum darunterliegenden Ziegel (typischerweise ca. 5–6 mm laut Herstellerangaben).
PV-Montagearbeiten sind in der Regel dem Dachdecker- bzw. Elektrotechnikerhandwerk (Anlage A HwO) zugeordnet. Je nach Leistungsumfang kann eine Eintragung in die Handwerksrolle erforderlich sein. Der überarbeitete Abgrenzungsleitfaden von DHKT und DIHK (2025) stellt klar, dass auch ballastierte oder aufliegende Systeme dem zulassungspflichtigen Handwerk zuzuordnen sind. Ausnahme: Balkon-PV (Steckersolargeräte bis 2 kW). Mehr zu Installation & Wartung.
Gewährleistung vs. Garantie – ein wichtiger Unterschied. Wenn Ziegel für Dachhaken bearbeitet werden, kann die Hersteller-Garantie für den einzelnen Ziegel entfallen. Die gesetzliche Gewährleistung gegen den ausführenden Handwerker bleibt jedoch bestehen – denn dieser erstellt sein Werk gerade durch die Bearbeitung. Da die Lasten über die Dachhaken und nicht über die Ziegel abgeleitet werden, besteht laut Herstellern wie novotegra und K2 Systems kein technisches Risiko bei fachgerechter Montage.
Kann ich Dachhaken selbst montieren?
Technisch ist die Selbstmontage möglich – handwerksrechtlich bestehen Einschränkungen. Die Montage erfordert solides handwerkliches Verständnis und die richtigen Werkzeuge. Die elektrische Installation der Solarmodule und den Anschluss an den Wechselrichter darf ohnehin nur ein Elektriker vornehmen.
PV-Montagearbeiten sind dem Dachdecker- bzw. Elektrotechnikerhandwerk zugeordnet. Je nach Leistungsumfang kann eine Eintragung in die Handwerksrolle (Anlage A HwO) erforderlich sein. Wer ohne entsprechende Qualifikation montiert, riskiert Probleme mit der Versicherung und der Gewährleistung.
Sicherheit auf dem Dach hat absolute Priorität. Arbeiten in der Höhe erfordern geeignete Schutzausrüstung: Sicherheitsgurte, Helm, rutschfeste Schuhe und idealerweise ein Auffanggerüst. Fühlen Sie sich unsicher, beauftragen Sie einen Fachbetrieb – die Mehrkosten stehen in keinem Verhältnis zu den Risiken.
Benötigte Werkzeuge
Sicherheitsausrüstung: Sicherheitshelm, Auffanggurt mit Sicherungsseil, rutschfeste Schuhe und ggf. ein Auffangnetz. Ohne vollständige Absturzsicherung sollten Sie kein Dach betreten.
Stabile Leiter oder Dachleiter: Eine nach DIN EN 131 geprüfte Anlegeleiter mit rutschfesten Füßen für den sicheren Aufstieg.
Akku-Bohrschrauber mit Bits: Zum Vorbohren der Löcher in den Dachsparren und zum Eindrehen der Stockschrauben (meist 10 × 80 mm oder 10 × 100 mm).
Schraubenschlüssel oder Ratsche: Zum festen Anziehen der Dachhaken-Verschraubung mit dem vorgeschriebenen Drehmoment.
Hammer und Meißel oder Winkelschleifer: Zum Bearbeiten der Dachziegel, damit der Hakenbügel sauber durch die Ziegeldeckung passt.
Maßband, Wasserwaage und Kreidelinie: Für die exakte Positionierung der Dachhaken entlang der Sparren. Die korrekte Ausrichtung ist entscheidend für die Hinterlüftung und Belastungsverteilung.
Arbeitshandschuhe und Schutzbrille: Beim Flexen von Ziegeln entsteht Staub und scharfe Kanten – schützen Sie Hände und Augen.
Schritt-für-Schritt: Dachhaken auf Ziegeldach montieren
Diese Anleitung gilt für klassische Ziegeldächer mit Frankfurter Pfanne, Harzer Pfanne oder ähnlichen Betondachsteinen. Bei dachintegrierten PV-Systemen oder Indach-Solarmodulen ist die Vorgehensweise grundlegend anders.
Schritt 1: Sicherheit & Vorbereitung
Komplette Absturzsicherung anlegen. Sicherungsseil an einem stabilen Punkt befestigen. Wetter prüfen: Kein Arbeiten bei Wind, Regen oder Frost. Alle Werkzeuge und Materialien griffbereit auf dem Dach positionieren.
Schritt 2: Sparrenposition ermitteln
Die genaue Lage der Dachsparren bestimmen. Am einfachsten geht das vom Dachboden aus – dort sind die Sparren sichtbar. Alternativ können Sie von außen klopfen (hohler Klang = Zwischenraum, fester Klang = Sparren) oder einen Balkenfinder verwenden. Die Sparrenposition mit Kreide auf den Ziegeln markieren.
Schritt 3: Ziegel entfernen
Den Ziegel an der vorgesehenen Stelle vorsichtig anheben und herausnehmen. Nutzen Sie einen Ziegelheber, um den darüberliegenden Ziegel leicht anzuheben. Entfernen Sie den Ziegel vollständig und legen Sie ihn sicher ab.
Schritt 4: Dachhaken positionieren
Den Dachhaken flach auf den freiliegenden Sparren legen. Die Hakenspitze zeigt in Richtung Dachfirst. Der Haken muss im unteren Drittel der Ziegelreihe sitzen und direkt auf dem Sparren aufliegen – nicht auf der Lattung.
Schritt 5: Dachhaken verschrauben
Mit dem Akkuschrauber und passenden Stockschrauben den Haken am Sparren befestigen. In der Regel werden zwei bis drei Schrauben (10 × 80 mm Edelstahl) pro Dachhaken verwendet. Das Drehmoment gemäß Herstellerangabe einhalten. Der Haken darf nach dem Verschrauben nicht wackeln.
Schritt 6: Ziegel anpassen & zurücksetzen
Den Ziegel so bearbeiten, dass der Hakenbügel passgenau durchgeführt wird. Mit Winkelschleifer oder Hammer und Meißel die nötige Aussparung schaffen. Anschließend den Ziegel wieder einsetzen. Entscheidend: Laut Herstellerangaben (z. B. novotegra, K2 Systems) sollte der Abstand zwischen Hakenbügel und Ziegeloberkante des darunterliegenden Ziegels ca. 5–6 mm betragen – so wird kein Druck auf den Ziegel ausgeübt. Prüfen Sie die exakte Vorgabe in der Montageanleitung Ihres Dachhaken-Systems.
Schritt 7: Kontrolle
Jeden montierten Dachhaken auf festen Sitz prüfen. Ziegel müssen sauber aufliegen und die Wasserführung darf nicht beeinträchtigt sein. Mit der Wasserwaage die Flucht der Hakenreihen kontrollieren – die Montageschienen müssen später plan aufliegen.
Abstand & Anzahl pro Modul
Als grobe Faustregel gelten 4 bis 6 Dachhaken pro Solarmodul. Die exakte Anzahl wird statisch berechnet und hängt von der Modulgröße, der Windlastzone (1–4), der Schneelastzone (1–3) und der Gebäudehöhe ab. Moderne Großformat-Module (ab 2 m²) benötigen häufig 6 bis 8 Befestigungspunkte. Verlassen Sie sich nicht auf Faustregeln – lassen Sie die Statik berechnen.
Der Schienenabstand bestimmt die Hakenposition. Die Montageschienen werden parallel zur Traufe montiert. Der Abstand zwischen den Schienen richtet sich nach der Modulgröße. Jede Schiene benötigt alle 1,0 bis 1,5 Meter einen Dachhaken – je nach Statikvorgabe.
Jeder Dachhaken muss auf einem Sparren sitzen. Der übliche Sparrenabstand liegt bei 60 bis 80 cm. Passt das Raster der Dachhaken nicht exakt auf die Sparren, gibt es spezielle Verbinder oder Querträger, die das Raster ausgleichen.
Seriöse Montagesystem-Hersteller wie Schletter, K2 Systems oder novotegra liefern kostenlose Planungstools, die Dachhaken-Anzahl und -Position exakt berechnen – inklusive Wind- und Schneelastnachweis für Ihren Standort.
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Typische Fehler vermeiden
| Typischer Fehler | Richtige Vorgehensweise |
|---|---|
| Haken auf Lattung statt auf Sparren verschraubt | Dachhaken immer direkt auf den Dachsparren schrauben – nur dort ist ausreichend Tragkraft vorhanden. |
| Kein Abstand zwischen Hakenbügel und Ziegel | Mindestens 5–6 mm Abstand einhalten, damit kein Druck auf den Ziegel entsteht (Schnee- und Windlasten). |
| Falscher Dachhaken-Typ für den Ziegel | Dachhaken passend zum Ziegeltyp wählen: Frankfurter Pfanne, Biberschwanz und Betondachstein erfordern jeweils andere Hakenformen. |
| Ziegel beim Bearbeiten beschädigt | Sauber und vorsichtig mit Winkelschleifer und Diamantscheibe arbeiten. Schutzbrille tragen. Nur so viel Material wie nötig abtragen. |
| Sicherheitsausrüstung vergessen | Niemals ohne Auffanggurt, Helm und rutschfeste Schuhe auf dem Dach arbeiten. Absturzsicherung ist Pflicht. |
| Montage bei schlechtem Wetter | Kein Arbeiten bei Wind ab Stärke 5, Regen, Schnee oder Frost. Nasse Ziegel sind extrem rutschig. |
| Herstelleranweisungen ignoriert | Jeder Dachhaken hat eine Montageanleitung mit exakten Angaben zu Schraubenlänge, Drehmoment und Abständen – unbedingt befolgen. |
| Wasserführung der Ziegel unterbrochen | Nach der Montage prüfen, ob alle Ziegel korrekt sitzen und die Regenwasserableitung nicht blockiert ist. |
Vorteile & Nachteile der Selbstmontage
✅ Vorteile
- Kostenersparnis: Die Montagekosten für Dachhaken betragen ca. 150–300 € pro kWp – bei Eigenleistung fallen diese weg.
- Flexibler Zeitplan: Sie können in Ihrem eigenen Tempo arbeiten, ohne auf Handwerker-Termine warten zu müssen.
- Lerneffekt: Sie verstehen den Aufbau Ihrer Anlage und können kleinere Wartungsarbeiten selbst erledigen.
❌ Nachteile
- Unfallrisiko: Arbeiten auf dem Dach sind gefährlich – Abstürze sind die häufigste Unfallursache im Baubereich.
- Handwerksrecht: PV-Montage ist i. d. R. dem Dachdecker-/Elektrotechnikerhandwerk (Anlage A HwO) zugeordnet – bei Selbstmontage drohen Versicherungsprobleme.
- Keine Gewährleistung: Bei Fehlern haften Sie selbst – für Dachschäden und die PV-Anlage.
- Statikrisiko: Ohne professionelle Berechnung der Wind- und Schneelasten kann die Anlage unterdimensioniert sein.
Was kosten Dachhaken?
Ein einzelner Dachhaken kostet als Richtwert zwischen 5 und 15 €, abhängig von Material und Typ. Edelstahl-V2A-Haken liegen am oberen Ende, verzinkte Standardhaken am unteren.
Für eine typische 10-kWp-Anlage benötigen Sie etwa 25 bis 40 Dachhaken. Das ergibt Materialkosten von ca. 200 bis 600 €. Die Gesamtkosten für die Unterkonstruktion inklusive Schienen und Klemmen liegen erfahrungsgemäß bei ca. 100 bis 150 € pro kWp – je nach System und Region.
Die Montagekosten durch einen Fachbetrieb betragen zusätzlich ca. 150 bis 250 € pro kWp (stark regionsabhängig). Bei einer 10-kWp-Anlage sind das 1.500 bis 2.500 € für die gesamte Dachmontage. Diese Kosten sind im Gesamtpreis einer schlüsselfertigen Photovoltaikanlage (ca. 1.100–1.500 €/kWp, Richtwert 2026) bereits enthalten.
| Position | Kosten (10 kWp) | Hinweis |
|---|---|---|
| Dachhaken (30 Stk.) | 200–450 € | Edelstahl V2A empfohlen |
| Montageschienen | 300–500 € | Aluminium-Profile |
| Klemmen & Verbinder | 150–250 € | Modul- und Endklemmen |
| Montagekosten Fachbetrieb | 1.500–2.500 € | Inkl. Arbeit & Anfahrt |
| Gesamt Unterkonstruktion | 2.150–3.700 € | Material + Montage |
Preise sind Richtwerte und können je nach Region, Hersteller und Dachart abweichen. Seit 2023 gilt der Nullsteuersatz (0 % MwSt.) für PV-Anlagen bis 30 kWp – auch auf Dachhaken und Montagesysteme.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich Dachhaken selbst montieren?
Welches Material ist für Dachhaken am besten?
Wie viele Dachhaken brauche ich pro Solarmodul?
Welcher Abstand muss zwischen Dachhaken und Ziegel eingehalten werden?
Darf ich Dachziegel für Dachhaken bearbeiten (flexen)?
Brauche ich 2026 ein Smart Meter für meine PV-Anlage?
Lohnt sich eine Solaranlage 2026 noch?
Fazit
Dachhaken sind das Fundament jeder Aufdach-Solaranlage. Die korrekte Montage entscheidet über Sicherheit, Dichtigkeit und Langlebigkeit Ihrer Photovoltaikanlage. Die überarbeitete ZVDH-Fachregel (2024) und die handwerksrechtliche Zuordnung zur Anlage A HwO schaffen klare Standards für Qualität und Sicherheit.
Setzen Sie auf Edelstahl V2A (bzw. V4A an der Küste), halten Sie den empfohlenen Abstand von ca. 5–6 mm ein und lassen Sie die Statik berechnen. Wer diese drei Grundregeln beachtet, hat die wichtigsten Weichen für eine erfolgreiche Installation gestellt. Die Beauftragung eines qualifizierten Fachbetriebs sichert Ihnen Gewährleistung, korrekten Versicherungsschutz und die Einhaltung aller geltenden Normen.
Die Investition in hochwertige Dachhaken zahlt sich aus. Bei Materialkosten von 200 bis 600 € für eine typische 10-kWp-Anlage ist die Unterkonstruktion ein vergleichsweise kleiner Posten – der aber über die gesamte Lebensdauer der PV-Anlage (ca. 25–30 Jahre) zuverlässig halten muss. Sparen Sie hier nicht am falschen Ende.
Nächster Schritt: Berechnen Sie Ihre Solaranlage mit dem Photovoltaik-Konfigurator und erhalten Sie kostenlose Angebote von qualifizierten Fachbetrieben in Ihrer Nähe.
Hinweis: Solar.red steht in keiner geschäftlichen Verbindung oder Kooperation mit novotegra, K2 Systems, Schletter oder anderen hier genannten Unternehmen. Alle Angaben zu Preisen und technischen Daten basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen und Herstellerangaben (Stand: Februar 2026). Preise sind Richtwerte ohne Installation und können je nach Händler und Region variieren. Die Informationen zu ZVDH-Fachregeln und Handwerksordnung dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine rechtliche Beratung. Für verbindliche Angebote und technische Beratung wenden Sie sich bitte an einen zertifizierten Fachbetrieb. Dieser Artikel dient ausschließlich der unabhängigen Information.
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