Von D. Volbracht
Das Wichtigste in Kürze
Photovoltaik Leads sind Anfragen von Hauseigentümern oder Firmen, die ein Angebot für eine Solaranlage wünschen und der Kontaktaufnahme durch einen Fachbetrieb zugestimmt haben. Solar.red vermittelt solche Anfragen seit vielen Jahren gemeinsam mit dem Lead-Netzwerk DAA an Solarteure und Fachbetriebe. Ob sich ein Lead rechnet, entscheiden Abschlussquote und Deckungsbeitrag, nicht der Preis allein.
- Rechtsrahmen: Telefonwerbung gegenüber Verbrauchern braucht nach § 7 UWG eine vorherige ausdrückliche Einwilligung, die nach § 7a UWG fünf Jahre nachweisbar sein muss.
- Markt 2025: laut Bundesnetzagentur 16,4 Gigawatt neue Solarleistung, knapp die Hälfte davon auf Gebäuden.
- Markt 2026: von Januar bis August 2026 netto 11.252 Megawatt Zubau, insgesamt 129.258 Megawatt in rund 6,3 Millionen Einheiten (Marktstammdatenregister, Stand 14.09.2026).
- Faustformel: Höchster Leadpreis ohne Verlust = Deckungsbeitrag pro Auftrag × Abschlussquote.
Was sind Photovoltaik Leads?
Photovoltaik Leads sind Kontaktdaten von Menschen oder Unternehmen, die aktiv ein Angebot für eine Photovoltaikanlage angefragt haben, meist über ein Online-Formular. Entscheidend ist die Einwilligung: Der Interessent hat zugestimmt, dass ein Fachbetrieb ihn anruft oder anschreibt. Ohne diese Zustimmung ist ein Datensatz für die Werbung per Telefon oder E-Mail kaum nutzbar.
Ein Lead ist damit kein Auftrag, sondern ein Gesprächsanlass. Der Fachbetrieb muss Dach, Verbrauch und Budget im Gespräch klären, ein Angebot erstellen und den Interessenten überzeugen. Wer die Grundlagen für das Beratungsgespräch auffrischen will, findet sie im Ratgeber zur Photovoltaikanlage und im Photovoltaik-Lexikon.
Üblich ist die Unterscheidung nach Qualifizierung. Ein Rohlead enthält nur die Formulardaten. Ein vorqualifizierter Lead wurde vom Anbieter zusätzlich geprüft, etwa ob der Interessent Eigentümer ist. Exklusive Leads gehen an einen Betrieb, geteilte Leads an mehrere. Was ein Anbieter genau liefert, steht in seinen Vertragsbedingungen und sollte vor dem Start schriftlich vorliegen.
Photovoltaik Leads kaufen: So läuft es über Solar.red
Photovoltaik Leads kaufen Sie bei Solar.red über das Anfrageformular auf dieser Seite. Solar.red arbeitet dafür seit vielen Jahren als Partner mit dem Lead-Netzwerk DAA zusammen, das Anfragen von Interessenten an Fachbetriebe weitergibt. Sie hinterlegen Ihr Unternehmen und Ihr Gebiet, die Konditionen erhalten Sie anschließend direkt vom Netzwerk, bevor Sie etwas bestellen.
- Formular ausfüllenFirma, Ansprechpartner und gewünschtes Liefergebiet angeben.
- Konditionen prüfenPreis, Menge, Laufzeit und Reklamationsregeln schriftlich ansehen.
- Leads erhaltenAnfragen aus Ihrem Gebiet kommen bei Ihnen an.
- Schnell meldenInteressenten zeitnah anrufen und einen Termin vereinbaren.
Wichtig für die Planung: Die Bedingungen legt der Netzwerkpartner fest, nicht Solar.red. Lassen Sie sich deshalb vor dem Start bestätigen, ob es eine Mindestabnahme oder eine feste Laufzeit gibt, wie die Leads geliefert werden und wann ein Lead reklamiert werden kann. So vergleichen Sie das Angebot mit Ihren eigenen Kosten für Werbung.
Was kosten Photovoltaik Leads?
Was Photovoltaik Leads kosten, hängt vom Anbieter, vom Gebiet, von der Qualifizierung und davon ab, ob ein Lead exklusiv oder an mehrere Betriebe geht. Eine amtliche Preisstatistik gibt es nicht. Seriös vergleichen lässt sich ein Angebot nur mit der eigenen Rechnung: Wie viel Deckungsbeitrag bringt ein Auftrag, und wie viele Leads braucht man für einen Auftrag?
Vier Punkte treiben den Preis. Exklusive Leads kosten mehr als geteilte, weil kein zweiter Betrieb denselben Kontakt anruft. Telefonisch geprüfte Leads kosten mehr als reine Formulardaten. In Regionen mit vielen Betrieben steigt der Preis, weil mehr Firmen um dieselben Anfragen werben. Und Gewerbeanfragen für große Dächer sind seltener als Anfragen für das Einfamilienhaus.
Ein günstiger Lead ist deshalb nicht automatisch ein guter Lead. Rechnen Sie immer in Kosten pro Auftrag: Leadpreis geteilt durch Abschlussquote. Bei 10 Prozent Abschlussquote kostet jeder Auftrag das Zehnfache des Leadpreises. Wie viel eine Anlage für den Kunden kostet, zeigt der Ratgeber Photovoltaik Kosten.
Lohnen sich gekaufte PV-Leads? Beispielrechnung mit Rechner
Gekaufte PV-Leads lohnen sich, wenn der Deckungsbeitrag aus den gewonnenen Aufträgen höher ist als die gesamten Leadkosten. Der höchste Leadpreis ohne Verlust ergibt sich aus Deckungsbeitrag pro Auftrag mal Abschlussquote. Bei 3.000 Euro Deckungsbeitrag und 10 Prozent Abschlussquote liegt diese Grenze in der folgenden Beispielrechnung bei 300 Euro pro Lead.
Die Werte sind frei gewählte Beispielwerte, keine Preise eines Anbieters und keine Erfahrungswerte. Angenommen werden 20 Leads zu je 60 Euro, eine Abschlussquote von 10 Prozent und ein Deckungsbeitrag von 3.000 Euro pro Auftrag, also Auftragswert minus Material, Montage und direkte Kosten.
- Leadkosten: 20 × 60 Euro = 1.200 Euro
- Aufträge: 20 × 10 Prozent = 2 Aufträge
- Kosten pro Auftrag: 1.200 Euro ÷ 2 = 600 Euro
- Deckungsbeitrag: 2 × 3.000 Euro = 6.000 Euro
- Ergebnis nach Leadkosten: 6.000 Euro minus 1.200 Euro = 4.800 Euro, das sind 400 Prozent Rendite auf die Leadkosten
- Höchster Leadpreis ohne Verlust: 3.000 Euro × 10 Prozent = 300 Euro
Rechner: Lohnen sich Ihre PV-Leads?
Tragen Sie Ihre eigenen Werte ein. Voreingestellt sind die neutralen Beispielwerte von oben.
2 Aufträge erwartet. Die Leads bringen 400 Prozent Rendite auf die Leadkosten.
Vereinfachte Beispielrechnung ohne eigene Vertriebszeit, Stornos und Reklamationen. Sie ersetzt keine Kalkulation Ihres Betriebs.
Für die Abschlussquote zählt Ihre eigene Erfahrung. Messen Sie sie getrennt nach Lead-Quelle und nach den ersten 20 bis 30 Leads neu. Für Gewerbekunden lohnt ein Blick in den Solarrechner für Gewerbe, mit dem Sie die Anlage für das Gespräch schnell überschlagen.
Worauf sollten Fachbetriebe beim Kauf von PV-Leads achten?
Fachbetriebe sollten beim Kauf von PV-Leads vor allem auf eine nachweisbare Einwilligung des Interessenten, klare Angaben zu Exklusivität und Liefergebiet, faire Reklamationsregeln und eine überschaubare Bindung achten. Ein guter Anbieter legt offen, wie seine Leads entstehen, welche Daten enthalten sind und wie Sie den Nachweis der Einwilligung im Streitfall bekommen.
- Einwilligung: Der Anbieter kann auf Anfrage zeigen, wann und wie der Interessent zugestimmt hat, und die Zustimmung umfasst die Kontaktaufnahme durch Ihren Betrieb.
- Herkunft: Sie wissen, über welche Art von Formular oder Kampagne der Lead entstanden ist.
- Exklusivität: Schriftlich geregelt ist, an wie viele Betriebe ein Lead höchstens geht.
- Liefergebiet: Postleitzahlen oder Umkreis sind festgelegt und lassen sich ändern.
- Reklamation: Es ist klar, welche Leads (falsche Nummer, kein Eigentümer, Doppelung) Sie innerhalb welcher Frist zurückgeben können.
- Bindung: Mindestmenge, Laufzeit und Kündigungsfrist stehen im Vertrag, nicht nur auf der Webseite.
- Datenumfang: Der Lead enthält nur, was Sie für Beratung und Angebot brauchen.
Testen Sie einen neuen Anbieter mit einer kleinen Menge und werten Sie die Ergebnisse aus, bevor Sie größere Mengen bestellen. So sehen Sie nach wenigen Wochen, ob Erreichbarkeit und Abschlussquote zu Ihrer Kalkulation passen.
Welche Regeln gelten für Werbung mit PV-Leads?
Für Werbung mit PV-Leads gelten in Deutschland vor allem das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb und die Datenschutz-Grundverordnung. Ein Werbeanruf bei einem Verbraucher ist nach § 7 UWG nur mit dessen vorheriger ausdrücklicher Einwilligung erlaubt. Werbe-E-Mails brauchen ebenfalls eine vorherige ausdrückliche Einwilligung. Der Nachweis muss nach § 7a UWG fünf Jahre aufbewahrt werden.
UWG: Telefon und E-Mail
§ 7 Absatz 2 Nummer 1 UWG wertet Werbung mit einem Telefonanruf gegenüber einem Verbraucher ohne dessen vorherige ausdrückliche Einwilligung stets als unzumutbare Belästigung. Bei Gewerbekunden, im Gesetz "sonstige Marktteilnehmer", reicht eine zumindest mutmaßliche Einwilligung. Für Werbung per E-Mail verlangt § 7 Absatz 2 Nummer 2 UWG eine vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten, mit einer engen Ausnahme für eigene Bestandskunden nach Absatz 3.
§ 7a UWG verpflichtet das werbende Unternehmen, die Einwilligung des Verbrauchers in Telefonwerbung zum Zeitpunkt der Erteilung in angemessener Form zu dokumentieren. Der Nachweis ist ab Erteilung und nach jeder Verwendung fünf Jahre aufzubewahren und der Behörde auf Verlangen vorzulegen. Werbendes Unternehmen ist dabei der Betrieb, der anruft. Klären Sie deshalb mit dem Lead-Anbieter, wie Sie an diesen Nachweis kommen.
DSGVO: Einwilligung und Widerruf
Nach Artikel 4 Nummer 11 DSGVO ist eine Einwilligung eine freiwillige, für den bestimmten Fall, in informierter Weise und unmissverständlich abgegebene Willensbekundung. Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe a nennt sie als Rechtsgrundlage der Verarbeitung. Nach Artikel 7 Absatz 1 muss der Verantwortliche die Einwilligung nachweisen können. Artikel 7 Absatz 3 erlaubt den Widerruf jederzeit, und der Widerruf muss so einfach sein wie die Erteilung.
Meldet ein Interessent beim ersten Anruf, dass er keinen Kontakt mehr wünscht, behandeln Sie das als Widerruf: Kontakt beenden, sperren, nicht erneut anrufen. Dieser Abschnitt erklärt die Rechtslage im Oktober 2026 und ersetzt keine Rechtsberatung für Ihren Betrieb.
PV-Leads generieren oder kaufen?
PV-Leads selbst generieren lohnt sich für Betriebe, die Zeit und Budget für Website, Suchmaschinenoptimierung und Werbeanzeigen haben und langfristig planen. PV-Leads kaufen passt, wenn freie Kapazität schnell gefüllt werden soll, ein neues Gebiet getestet wird oder das eigene Marketing nicht genug Anfragen liefert. Viele Betriebe kombinieren beide Wege.
Tabelle seitlich scrollen
| Kriterium | Selbst generieren | Kaufen |
|---|---|---|
| Start | dauert Monate, bis Website und Anzeigen zuverlässig liefern | ab Beginn der Lieferung |
| Exklusivität | Anfragen gehören nur Ihnen | je nach Vertrag exklusiv oder geteilt |
| Steuerung | über Budget und Inhalte | über Menge und Liefergebiet |
| Einwilligung | organisieren und dokumentieren Sie selbst | liegt beim Anbieter, Nachweis vertraglich sichern |
| Markenwirkung | eigene Marke wird bekannter | gering |
Für das eigene Marketing helfen Inhalte, die Hausbesitzer wirklich suchen, etwa zur Einspeisevergütung, zur Wirtschaftlichkeit oder zum Speicher nachrüsten. Kostenlose PV-Leads gibt es in diesem Sinn nur aus eigener Arbeit: Empfehlungen zufriedener Kunden, ein gepflegtes Unternehmensprofil und eine gute Website.
Wie groß ist der Markt für Photovoltaik Leads 2026?
Der Markt für Photovoltaik Leads bleibt 2026 groß, weil weiter viele Anlagen gebaut werden. Laut Bundesnetzagentur kamen 2025 in Deutschland 16,4 Gigawatt Solarleistung hinzu, knapp die Hälfte auf Gebäuden. Von Januar bis August 2026 waren es nach dem Marktstammdatenregister netto 11.252 Megawatt. Ende August 2026 waren 129.258 Megawatt installiert.
Für Fachbetriebe heißt das: Die Nachfrage ist da, aber sie verteilt sich auf sehr viele kleine Anlagen. Im Marktstammdatenregister standen Ende August 2026 rund 6,3 Millionen Solar-Einheiten. Darunter sind laut Bundesnetzagentur allein 2025 rund 430.000 neu registrierte Steckersolargeräte, die in der Regel ohne Montagebetrieb auskommen und für den Lead-Kauf kaum eine Rolle spielen.
Wichtig für die Planung 2027: Eine Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes für die Zeit ab 2027 wird beraten und kann die Förderung neuer kleiner Anlagen ändern. Beschlossen ist sie im Oktober 2026 noch nicht. Was bekannt ist, fasst der Ratgeber zur Degression der Einspeisevergütung zusammen, welche Aufgaben die Behörde hat, erklärt der Beitrag zur Bundesnetzagentur.
Aus Leads Aufträge machen: Praxis für den Vertrieb
Aus Leads werden Aufträge, wenn der Betrieb schnell, vorbereitet und mit einem klaren Ablauf reagiert. Der Interessent hat die Anfrage meist an einem bestimmten Tag gestellt und erinnert sich an das Thema, aber nicht unbedingt an den Anbieter. Wer sich zuerst meldet und dabei kompetent wirkt, hat einen Vorsprung.
- Am selben Tag anrufen: Nennen Sie Ihren Namen, Ihren Betrieb und den Grund des Anrufs, also die Anfrage zur Solaranlage.
- Drei Fragen klären: Eigentum am Gebäude, ungefährer Stromverbrauch und gewünschter Zeitpunkt.
- Termin statt Preis am Telefon: Ein Vor-Ort-Termin oder ein Videotermin mit Dachbildern bringt mehr als eine schnelle Preisnennung.
- Mehrere Versuche einplanen: Rufen Sie zu unterschiedlichen Tageszeiten an und schicken Sie bei Einwilligung eine kurze E-Mail.
- Ergebnis festhalten: Erreicht, Termin, Angebot, Auftrag oder Absage. Nur so kennen Sie Ihre echte Abschlussquote.
Für das Angebot selbst hilft eine gute Vorbereitung. Mit dem Photovoltaik-Konfigurator sehen Sie, wie Kunden eine Anlage planen, und Gewerbekunden fragen häufig nach einem Batteriespeicher für Gewerbe.
Häufige Fragen zu PV-Leads
Was sind PV-Leads?
PV-Leads sind Anfragen von Hauseigentümern oder Unternehmen, die ein Angebot für eine Photovoltaikanlage wünschen und der Kontaktaufnahme durch einen Fachbetrieb zugestimmt haben. Ein Lead enthält Kontaktdaten und Angaben zum Vorhaben, etwa zum Gebäude und zum Zeitrahmen. Er ist kein Auftrag, sondern ein Gesprächsanlass, aus dem der Betrieb mit Beratung und Angebot einen Kunden macht.
Was kostet ein Photovoltaik Lead?
Was ein Photovoltaik Lead kostet, legt jeder Anbieter selbst fest. Der Preis hängt von Gebiet, Qualifizierung, Exklusivität und Kundengruppe ab, eine amtliche Preisstatistik gibt es nicht. Entscheidend ist der Preis pro Auftrag: Leadpreis geteilt durch Abschlussquote. Bei Solar.red erhalten Sie die Konditionen des Netzwerkpartners nach dem Ausfüllen des Formulars, bevor Sie bestellen.
Was ist der Unterschied zwischen exklusiven und geteilten Leads?
Ein exklusiver Lead geht nur an einen Fachbetrieb, ein geteilter Lead an mehrere Betriebe gleichzeitig. Exklusive Leads kosten in der Regel mehr, weil kein Mitbewerber denselben Interessenten anruft. Bei geteilten Leads entscheidet oft die Geschwindigkeit. Wie oft ein Lead höchstens weitergegeben wird, sollte vor dem Kauf schriftlich im Vertrag des Anbieters stehen.
Darf ich einen gekauften Lead anrufen?
Einen gekauften Lead dürfen Sie nach § 7 UWG nur dann zu Werbezwecken anrufen, wenn der Verbraucher vorher ausdrücklich eingewilligt hat und die Einwilligung die Kontaktaufnahme durch Ihren Betrieb abdeckt. Nach § 7a UWG muss das werbende Unternehmen die Einwilligung dokumentieren und fünf Jahre aufbewahren. Klären Sie mit dem Anbieter, wie Sie den Nachweis erhalten.
Gibt es Photovoltaik Leads kostenlos?
Kostenlose Photovoltaik Leads entstehen nur aus eigener Arbeit, etwa durch Empfehlungen zufriedener Kunden, ein gepflegtes Unternehmensprofil, Fachvorträge oder eine Website mit hilfreichen Inhalten. Diese Wege kosten Zeit statt Geld und brauchen Monate, bis sie verlässlich Anfragen liefern. Manche Anbieter bieten zum Start Testleads an, die Bedingungen dafür stehen in ihrem jeweiligen Angebot.
Lohnt sich der Kauf von PV-Leads für kleine Betriebe?
Der Kauf von PV-Leads lohnt sich für kleine Betriebe, wenn freie Montagekapazität vorhanden ist und der Deckungsbeitrag pro Auftrag die Kosten pro Auftrag klar übersteigt. Wichtig sind eine kleine Startmenge, ein enges Liefergebiet und eine schnelle Reaktion. Messen Sie die Abschlussquote der ersten Leads und rechnen Sie mit dem Rechner auf dieser Seite nach.
Gibt es auch B2B-Leads für Photovoltaik im Gewerbe?
B2B-Leads für Photovoltaik stammen von Unternehmen, Landwirten oder Vermietern, die eine Anlage für Gewerbedach, Halle oder Mehrfamilienhaus planen. Solche Anfragen sind seltener, die Projekte aber größer. Für Werbeanrufe bei Gewerbekunden verlangt § 7 UWG eine zumindest mutmaßliche Einwilligung. Ob Gewerbeleads in Ihrem Gebiet lieferbar sind, klären Sie über das Formular.
Was ist ein D2D-Lead in der Photovoltaik?
D2D steht für Door to Door, also Haustürvertrieb. Gemeint sind Kontakte, die Vertriebsmitarbeiter direkt an der Haustür gewinnen, oft mit Terminvereinbarung vor Ort. D2D-Kontakte unterscheiden sich von Online-Leads, weil der Interessent die Anfrage nicht selbst gestartet hat. Für spätere Werbeanrufe oder E-Mails an diese Kontakte gilt ebenfalls die Einwilligungspflicht nach § 7 UWG.
Kann ich PV-Leads auch verkaufen?
Wer PV-Leads verkaufen will, braucht in aller Regel eine wirksame Einwilligung der Interessenten in die Weitergabe an Dritte. Nach Artikel 7 DSGVO muss diese Einwilligung nachweisbar sein, und Interessenten können sie jederzeit widerrufen. Für Werbeanrufe des Käufers braucht es zusätzlich eine Einwilligung nach § 7 UWG. Lassen Sie ein solches Modell vorher rechtlich prüfen.
Wie schnell sollte ich einen PV-Lead kontaktieren?
Einen PV-Lead sollten Sie möglichst am selben Tag kontaktieren, solange der Interessent das Thema noch präsent hat. Bei geteilten Leads verschafft die schnelle Reaktion oft den Vorsprung vor anderen Betrieben. Planen Sie mehrere Anrufversuche zu unterschiedlichen Tageszeiten ein und halten Sie jedes Ergebnis fest, damit Sie Ihre echte Abschlussquote kennen.
Fazit: Photovoltaik Leads rechnen sich mit der eigenen Kalkulation
Photovoltaik Leads sind ein schneller Weg zu neuen Gesprächen mit Hauseigentümern und Firmen, solange die Einwilligung nachweisbar ist und die eigene Rechnung aufgeht. Entscheidend sind Abschlussquote, Deckungsbeitrag und die Bedingungen des Anbieters. Der Markt ist mit 16,4 Gigawatt Zubau 2025 und 11.252 Megawatt von Januar bis August 2026 weiter groß.
Mein Tipp: Starten Sie mit einer kleinen Menge in Ihrem Kerngebiet, messen Sie jede Lead-Quelle getrennt und rechnen Sie mit dem Rechner oben nach. Über das Formular auf dieser Seite fragen Sie Photovoltaik Leads aus Ihrer Region an und erhalten die Konditionen, bevor Sie sich festlegen.
Quellen und Methodik
Die Rechtsaussagen stammen aus dem Gesetzestext von § 7 und § 7a UWG und aus der Datenschutz-Grundverordnung, die Marktzahlen aus der Pressemitteilung der Bundesnetzagentur vom 08.01.2026 und ihrer Statistik aus dem Marktstammdatenregister mit Stand 14.09.2026, jeweils abgerufen am 14.10.2026. Die Beispielrechnung und der Rechner sind eigene Rechnungen von Solar.red mit frei gewählten Beispielwerten.
- Gesetze im Internet: § 7 UWG Unzumutbare Belästigungen - Einwilligung bei Telefon- und E-Mail-Werbung
- Gesetze im Internet: § 7a UWG Einwilligung in Telefonwerbung - Dokumentation und fünf Jahre Aufbewahrung
- EUR-Lex: Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO) - Artikel 4 Nummer 11, Artikel 6 und Artikel 7 zur Einwilligung
- Bundesnetzagentur: Ausbau Erneuerbarer Energien 2025 - Solarzubau 2025 und installierte Leistung Ende 2025
- Bundesnetzagentur: Statistik zur Stromerzeugungsleistung aus dem Marktstammdatenregister, August 2026 - Monatswerte und Bestand 2026
Hinweis: Solar.red vermittelt Anfragen für Fachbetriebe in Zusammenarbeit mit dem Lead-Netzwerk DAA. Preise, Mengen, Laufzeiten und Reklamationsregeln legt der Netzwerkpartner fest, maßgeblich sind allein seine Vertragsbedingungen. Die Beispielrechnung beruht auf frei gewählten Werten und ist keine Zusage für Ergebnisse. Die Angaben zur Rechtslage ersetzen keine Rechtsberatung. Alle Angaben ohne Gewähr.
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