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So funktioniert der PV-Ertragsrechner

Der Rechner verbindet Ihren Standort mit den technischen Daten Ihrer Anlage und berechnet daraus den voraussichtlichen Jahresertrag. Grundlage ist die lokale Globalstrahlung, die sich aus direkter und diffuser Strahlung zusammensetzt.

  1. Standort eingeben

    Geben Sie Ihre Postleitzahl oder Ihren Ort ein. Der Rechner ermittelt automatisch die geografischen Koordinaten und ruft die lokalen Sonneneinstrahlungsdaten ab.

  2. Anlagenleistung festlegen

    Tragen Sie die Nennleistung Ihrer geplanten oder bestehenden Anlage in Kilowatt-Peak (kWp) ein. Eine typische Hausanlage liegt 2026 zwischen 6 und 15 kWp.

  3. Dachausrichtung wählen

    Die Ausrichtung beeinflusst den Ertrag erheblich. Südausrichtung ist optimal, doch auch Ost-West-Dächer sind bei modernen Modulen wirtschaftlich attraktiv.

  4. Dachneigung angeben

    Wählen Sie den Neigungswinkel Ihres Daches. Bei Unsicherheit wählen Sie „Optimal" – der Rechner ermittelt dann den idealen Winkel für Ihren Standort.

  5. Strompreis eintragen

    Der aktuelle Strompreis ermöglicht die Berechnung des jährlichen Stromwerts. So sehen Sie direkt, wie viel Sie durch Eigenverbrauch oder Einspeisung einsparen können.

Was die Ergebnisse bedeuten

Nach der Berechnung erhalten Sie vier zentrale Kennzahlen. Diese ermöglichen eine erste wirtschaftliche Einschätzung Ihrer geplanten Anlage.

Tabelle seitlich scrollen
Ergebniskennzahlen des PV-Ertragsrechners
Kennzahl Bedeutung
Jahresertrag (kWh) Die Gesamtmenge an Strom, die Ihre Anlage voraussichtlich pro Jahr erzeugt.
Spezifischer Ertrag (kWh/kWp) Der Ertrag pro installiertem Kilowatt-Peak. In Deutschland liegen typische Werte zwischen 900 und 1.100 kWh/kWp.
CO₂-Ersparnis (t/Jahr) Die Menge an Kohlendioxid, die Sie durch Solarstrom statt Netzstrom einsparen.
Stromwert (€/Jahr) Der finanzielle Wert des erzeugten Stroms basierend auf dem eingegebenen Strompreis.
💡 Gut zu wissen

Der spezifische Ertrag ist der wichtigste Vergleichswert. Er ermöglicht es, Anlagen unterschiedlicher Größe direkt miteinander zu vergleichen – je höher der Wert, desto effizienter arbeitet die Anlage an diesem Standort.

Welche Faktoren beeinflussen den PV-Ertrag?

Der tatsächliche Ertrag einer Photovoltaikanlage hängt von mehreren Faktoren ab. Einige können Sie aktiv beeinflussen, andere sind standortbedingt gegeben.

Standort und Sonneneinstrahlung

Deutschland erhält je nach Region zwischen 900 und 1.200 kWh Sonneneinstrahlung pro Quadratmeter und Jahr. Der Süden – insbesondere Bayern und Baden-Württemberg – profitiert von höherer Einstrahlung als der Norden. Der Unterschied beträgt etwa 10–15 % im Jahresertrag.

Das Solarkataster Ihrer Kommune zeigt die Eignung Ihres Daches. Viele Städte und Gemeinden stellen diese Daten kostenlos zur Verfügung.

Ausrichtung und Neigung

Die optimale Ausrichtung ist exakt nach Süden mit einer Neigung von 30–35°. Abweichungen verringern den Ertrag, aber weniger als viele erwarten: Eine reine Ost- oder Westausrichtung erreicht noch etwa 80 % des Maximalertrags.

Auch Dächer mit ungünstigerer Ausrichtung können im Einzelfall wirtschaftlich sein. Ob sich ein Norddach eignet, muss standort- und dachspezifisch berechnet werden.

Verschattung

Verschattung durch Bäume, Schornsteine oder Nachbargebäude kann den Ertrag erheblich reduzieren. Bereits eine teilweise Verschattung eines einzelnen Moduls beeinträchtigt die Leistung der gesamten Modulreihe.

Leistungsoptimierer minimieren dieses Problem. Sie entkoppeln verschattete Module vom Rest der Anlage.

Modulqualität und Wirkungsgrad

Der Modulwirkungsgrad bestimmt, wie viel Sonnenergie in Strom umgewandelt wird. Moderne monokristalline Module erreichen 2026 Wirkungsgrade von 21–24 %.

Hochleistungsmodule mit TOPCon- oder Heterojunction-Technologie liegen am oberen Ende. Die ältere PERC-Technologie wird sukzessive abgelöst.

Systemverluste

Kein System arbeitet verlustfrei. Der Rechner berücksichtigt standardmäßig rund 14 % Systemverluste. PVGIS arbeitet standardmäßig mit rund 14 % Gesamtverlusten – etwa durch Wechselrichter, Kabel, Temperatur und Verschmutzung. Langfristige Degradation kann den Ertrag über die Lebensdauer zusätzlich senken.

Wie genau sind die Berechnungen?

Der Rechner nutzt PVGIS (Photovoltaic Geographical Information System) der Europäischen Kommission. PVGIS nutzt langjährige satellitenbasierte und weitere meteorologische Datengrundlagen und gilt als Referenz für PV-Ertragsberechnungen in Europa.

Die Berechnung liefert eine belastbare Näherung für den Jahresertrag. Die tatsächlichen Werte können je nach Wetterjahr, lokaler Verschattung und Systemauslegung spürbar abweichen. Nicht berücksichtigt werden standortspezifische Faktoren wie Verschmutzung oder anlagenspezifische Eigenheiten.

✅ Tipp

Für eine detaillierte Planung empfehlen wir, mehrere Szenarien durchzurechnen und einen Fachbetrieb für eine Vor-Ort-Analyse zu beauftragen.

Häufige Fragen zum PV-Ertragsrechner

Wie viel Strom erzeugt eine 10-kWp-Anlage pro Jahr?

In Deutschland erzeugt eine 10-kWp-Anlage je nach Standort und Ausrichtung zwischen 9.000 und 11.000 kWh pro Jahr. Im Süden Deutschlands sind die Erträge etwa 10 % höher als im Norden. Mit optimaler Südausrichtung und 35° Neigung sind über 10.000 kWh realistisch.

Welche Dachausrichtung ist optimal für Photovoltaik?

Süd mit 30–35° Neigung liefert den höchsten Ertrag. Südost oder Südwest erreichen noch etwa 95 % davon. Reine Ost- oder Westdächer kommen auf 80–85 %, haben aber den Vorteil einer gleichmäßigeren Stromerzeugung über den Tag – ideal für hohen Eigenverbrauch.

Woher stammen die Daten für die Berechnung?

Die Berechnung basiert auf PVGIS, einer kostenlosen Datenbank der Europäischen Kommission. Sie nutzt langjährige satellitenbasierte Strahlungsdaten und wird fortlaufend gepflegt und weiterentwickelt.

Berücksichtigt der Rechner Verschattung?

Nein, lokale Verschattung durch Bäume, Gebäude oder Dachaufbauten wird nicht berücksichtigt. Der Rechner geht von einer unverschatteten Anlage aus. Für eine genaue Analyse mit Verschattungssimulation ist eine Vor-Ort-Begehung durch einen Fachbetrieb erforderlich.

Wie kann ich den Ertrag meiner Anlage maximieren?

Optimieren Sie Ausrichtung und Neigung, vermeiden Sie Verschattung, wählen Sie hochwertige Solarmodule und Wechselrichter, und sorgen Sie für regelmäßige Wartung und Reinigung.

Lohnt sich ein Batteriespeicher zusätzlich?

Ein Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauchsanteil typischerweise von 30 % auf 60–80 %. Ob sich das finanziell lohnt, hängt von Speichergröße, Strompreis und Verbrauchsprofil ab. Unser Speicher-Test hilft bei der Einschätzung.

Nächste Schritte nach der Berechnung

Sie kennen nun den erwarteten Ertrag Ihrer Anlage. Diese Zahl ist die Grundlage für alle weiteren Planungsschritte.

Prüfen Sie die Wirtschaftlichkeit Ihrer geplanten Anlage. Vergleichen Sie den Stromwert mit den Anschaffungskosten und berechnen Sie die Amortisationszeit. Die Amortisationszeit hängt wesentlich von Anschaffungskosten, Eigenverbrauch, Strompreis und Vergütung ab.

Informieren Sie sich über Fördermöglichkeiten. Die aktuelle Einspeisevergütung und zinsgünstige KfW-Kredite können die Wirtschaftlichkeit deutlich verbessern.

Überlegen Sie, ob ein Batteriespeicher sinnvoll ist. Er steigert den Eigenverbrauch und macht Sie unabhängiger vom Stromnetz.

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Fazit

Ein PV-Ertragsrechner gibt Ihnen eine belastbare Ersteinschätzung, wie viel Solarstrom Ihr Dach erzeugen kann. Mit den richtigen Eingaben zu Standort, Ausrichtung und Neigung erhalten Sie eine fundierte Prognose als Planungsgrundlage.

Für die endgültige Planung ist eine Vor-Ort-Analyse durch einen Fachbetrieb unerlässlich. Unsere Empfehlung: Holen Sie mindestens drei Angebote ein. Berechnen Sie vorab Ihren Bedarf mit unserem Solarrechner.

Hinweis: Alle Angaben zu Erträgen und technischen Daten basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen, PVGIS-Daten der Europäischen Kommission und Herstellerangaben (Stand: März 2026). Die tatsächlichen Erträge können je nach lokalen Bedingungen abweichen. Für verbindliche Angebote und technische Beratung wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Fachbetrieb. Dieser Artikel dient ausschließlich der unabhängigen Information.

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