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Das Wichtigste in Kürze

Der COP einer Wärmepumpe gibt an, wie viel Wärme das Gerät aus einer Kilowattstunde Strom macht. Ein COP von 4 bedeutet: 1 kWh Strom wird zu 4 kWh Wärme. Gemessen wird der Wert im Labor bei festen Temperaturen. Was im eigenen Haus zählt, ist die Jahresarbeitszahl.

  • Formel: COP = abgegebene Heizleistung in kW ÷ aufgenommene elektrische Leistung in kW
  • Praxiswerte: Luft/Wasser-Wärmepumpen erreichten in Bestandsgebäuden im Schnitt eine Jahresarbeitszahl von 3,4, Erdreich-Wärmepumpen von 4,3 (Fraunhofer ISE, 2025)
  • Effizienteste Wärmepumpe: Im Feldtest lagen Erdreich-Wärmepumpen vorn, die beste erreichte 5,4
  • Temperatur: Je kleiner der Abstand zwischen Wärmequelle und Vorlauf, desto höher der COP
  • Mindestwert: Die EU verlangt seit dem 26. September 2017 eine jahreszeitbedingte Effizienz von 110 Prozent, bei Niedertemperatur-Wärmepumpen 125 Prozent
  • Kosten: Für 15.000 kWh Wärme kostet der Strom bei Jahresarbeitszahl 3,4 rund 1.675 €, bei 4,3 rund 1.325 € (37,97 Cent je kWh, 1. Halbjahr 2026)

Was bedeutet COP bei einer Wärmepumpe?

COP steht für Coefficient of Performance, auf Deutsch Leistungszahl. Der COP einer Wärmepumpe ist das Verhältnis von abgegebener Heizleistung zu aufgenommener elektrischer Leistung. Bei einem COP von 4 liefert das Gerät viermal so viel Wärme, wie es Strom verbraucht. Die übrigen drei Teile stammen aus Luft, Erdreich oder Grundwasser.

Die Zahl hat keine Einheit, weil Kilowatt durch Kilowatt geteilt werden. Sie gilt immer nur für einen bestimmten Betriebspunkt, also für eine feste Temperatur der Wärmequelle und eine feste Temperatur des Heizwassers. Ändert sich eine der beiden, ändert sich der COP. Deshalb steht im Datenblatt nie ein einzelner Wert, sondern mehrere.

Strom1 kWhaus dem Netz oder vom Dach
Umweltwärme3 kWhaus Luft, Erdreich oder Wasser
Heizwärme4 kWhfür Heizung und Warmwasser
COP 4 = 4 kWh Wärme aus 1 kWh Strom
Rechenbeispiel für einen COP von 4. Die Umweltwärme kostet nichts, bezahlt wird nur der Strom.

Die EU-Verordnung für Heizgeräte nennt den Wert Nenn-Leistungszahl und legt fest, unter welchen Bedingungen er gemessen wird. Das macht Geräte verschiedener Hersteller vergleichbar. Wie die einzelnen Bauarten arbeiten, erklärt der Beitrag zu den Wärmepumpen-Arten.

COP Wärmepumpe berechnen: Formel und Rechner

Den COP berechnen Sie, indem Sie die Heizleistung der Wärmepumpe durch ihre elektrische Leistungsaufnahme teilen. Beide Werte stehen im Datenblatt für denselben Betriebspunkt. Ein Gerät mit 8 kW Heizleistung und 2 kW Leistungsaufnahme hat einen COP von 4. Für ein ganzes Jahr rechnen Sie mit Kilowattstunden statt Kilowatt und erhalten die Jahresarbeitszahl.

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COP im Betriebspunkt
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Theoretische Obergrenze
-
Anteil an der Obergrenze
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Stromverbrauch pro Jahr
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Stromkosten pro Jahr
-
Ersparnis bei Jahresarbeitszahl + 0,5

Die theoretische Obergrenze ist der Carnot-Wert: Vorlauftemperatur in Kelvin geteilt durch den Abstand zwischen Vorlauf und Wärmequelle. Kein Gerät erreicht ihn. Vorbelegt sind die durchschnittliche Jahresarbeitszahl von Luft/Wasser-Wärmepumpen in Bestandsgebäuden laut Fraunhofer ISE (3,4) und der durchschnittliche Haushaltsstrompreis im 1. Halbjahr 2026 laut Statistischem Bundesamt (37,97 Cent je kWh). Alle Ergebnisse sind eigene Rechnungen ohne Anschaffungskosten.

Was bedeuten A2/W35 und A7/W55 beim COP?

Die Kürzel nennen den Betriebspunkt, für den ein COP gilt. Der erste Teil steht für die Wärmequelle und ihre Temperatur, der zweite für das Heizwasser. A2/W35 heißt: Außenluft mit 2 °C, Heizwasser mit 35 °C. A7/W55 heißt: Außenluft mit 7 °C, Heizwasser mit 55 °C. Ohne diese Angabe ist ein COP nicht vergleichbar.

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Kürzel der Betriebspunkte und Norm-Nennbedingungen für Wärmepumpen. Temperaturen der Nennbedingungen: Verordnung (EU) Nr. 813/2013, Anhang III Tabelle 3
KürzelWärmequelleTemperatur bei der NennmessungHeizwasser bei der Nennmessung
A (Air)Außenluft7 °C55 °C, bei Niedertemperatur-Geräten 35 °C
B (Brine)Sole aus dem Erdreich0 °C55 °C, bei Niedertemperatur-Geräten 35 °C
W (Water)Grundwasser10 °C55 °C, bei Niedertemperatur-Geräten 35 °C

Die 35 °C stehen für Flächenheizungen wie die Fußbodenheizung, die 55 °C für Heizkörper. Achten Sie beim Vergleich von Angeboten darauf, dass beide Geräte am selben Punkt verglichen werden. Ein COP von 5 bei A7/W35 ist kein besserer Wert als ein COP von 3,5 bei A2/W55. Er wurde nur unter leichteren Bedingungen gemessen.

Wie hängt der COP von Außentemperatur und Vorlauftemperatur ab?

Der COP einer Wärmepumpe sinkt, wenn es draußen kälter wird oder das Heizwasser heißer sein muss. Entscheidend ist der Abstand zwischen beiden Temperaturen, der Temperaturhub. Die Physik setzt dafür eine Obergrenze: Bei 2 °C Außenluft und 35 °C Vorlauf liegt sie bei 9,3, bei 55 °C Vorlauf nur noch bei 6,2.

Diese Obergrenze heißt Carnot-Wert. Sie berechnet sich aus der Vorlauftemperatur in Kelvin geteilt durch den Temperaturhub. Echte Geräte bleiben deutlich darunter, weil Verdichter, Wärmetauscher und Ventilator Verluste haben. Die Richtung stimmt aber für jedes Gerät: Wer den Vorlauf senkt, hebt den COP.

A7/W35Obergrenze 11,0
A2/W35Obergrenze 9,3
A-7/W35Obergrenze 7,3
A7/W55Obergrenze 6,8
A2/W55Obergrenze 6,2
A-7/W55Obergrenze 5,3
Theoretische Obergrenze des COP (Carnot-Wert) für sechs Betriebspunkte einer Luft/Wasser-Wärmepumpe. Grün: 35 °C Vorlauf, gold: 55 °C Vorlauf. Eigene Rechnung, reale Geräte liegen deutlich darunter.

Die Grafik zeigt zwei Dinge. Erstens: 20 Grad mehr Vorlauf kosten bei 2 °C Außentemperatur rund ein Drittel der möglichen Effizienz. Zweitens: Auch bei Frost bleibt die Obergrenze weit über 1. Eine Wärmepumpe arbeitet also auch im Winter, nur mit mehr Strom je Kilowattstunde Wärme.

COP bei 0 Grad und bei Minusgraden

Bei Frost kommt bei Luft/Wasser-Wärmepumpen ein weiterer Effekt dazu: Am Außengerät bildet sich Reif, der regelmäßig abgetaut werden muss. Das kostet Energie. Wie stark der COP sinkt, steht im Datenblatt. Die EU verlangt dort Angaben für minus 7 °C, plus 2 °C, plus 7 °C und plus 12 °C Außentemperatur. Vergleichen Sie vor allem die Werte bei minus 7 °C und plus 2 °C, denn in diesem Bereich läuft die Heizung am meisten.

COP im Sommer und bei Warmwasser

Im Sommer ist die Außenluft warm, der COP für die Heizung wäre hoch, nur wird dann kaum geheizt. Für Warmwasser braucht die Wärmepumpe dagegen das ganze Jahr hohe Temperaturen. Deshalb ist der COP bei der Warmwasserbereitung niedriger als beim Heizen mit Fußbodenheizung. Wer viel Warmwasser braucht, drückt damit die Jahresarbeitszahl.

COP, SCOP und Jahresarbeitszahl: Was ist der Unterschied?

Der COP ist eine Momentaufnahme im Labor, der SCOP ein genormter Jahreswert und die Jahresarbeitszahl der gemessene Wert im eigenen Haus. Alle drei sagen, wie viel Wärme aus einer Einheit Strom wird. Für die Stromrechnung zählt nur die Jahresarbeitszahl, kurz JAZ.

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COP, SCOP und Jahresarbeitszahl im Vergleich. SCOP-Angaben: Verordnung (EU) Nr. 813/2013, Anhang III
KennzahlWas sie misstWoher sie kommtWofür sie taugt
COPLeistung an einem festen BetriebspunktPrüfstandGeräte am selben Punkt vergleichen
SCOPHeizsaison im Durchschnittsklima mit 4.910 Stunden und Auslegung auf minus 10 °CRechnung aus PrüfstandswertenGeräte über ein Normjahr vergleichen, Grundlage des Energielabels
Jahresarbeitszahlerzeugte Wärme geteilt durch verbrauchten Strom über ein JahrWärmemengenzähler und Stromzähler im HausStromkosten berechnen, Anlage beurteilen

Der SCOP ist die jahreszeitbedingte Leistungszahl. Er gewichtet die COP-Werte bei verschiedenen Außentemperaturen danach, wie viele Stunden im Jahr diese Temperaturen vorkommen. Weil ein genormtes Klima zugrunde liegt, kann Ihr Haus besser oder schlechter abschneiden.

Die Jahresarbeitszahl enthält alles, was der Prüfstand nicht kennt: Ihre Heizkörper, Ihre Vorlauftemperatur, das Warmwasser, den Heizstab und die Einstellung der Anlage. Ablesen können Sie sie, wenn Wärmepumpe oder Heizraum einen Wärmemengenzähler haben. Viele Regelungen zeigen sie direkt an.

Welcher COP ist bei einer Wärmepumpe gut?

Als Maßstab taugt die Praxis: Das Fraunhofer ISE hat vier Jahre lang 77 Wärmepumpen in bestehenden Ein- bis Dreifamilienhäusern gemessen. Luft/Wasser-Wärmepumpen erreichten im Durchschnitt eine Jahresarbeitszahl von 3,4, Erdreich-Wärmepumpen von 4,3. Wer mit seiner Anlage darüber liegt, hat einen guten Wert.

3,4
Luft/Wasser, Durchschnitt
2,6 bis 4,9
Luft/Wasser, Bandbreite
4,3
Erdreich, Durchschnitt
3,6 bis 5,4
Erdreich, Bandbreite

Die Ergebnisse stammen aus der Presseinformation des Instituts vom 3. November 2025. Die Häuser wurden zwischen 1826 und 2001 gebaut. Einen Zusammenhang zwischen Baujahr und Effizienz fanden die Forscher nicht. Entscheidend war, wie die Anlage geplant und eingestellt wurde.

Mindestwerte und Energielabel der EU

Für neue Geräte schreibt die EU eine Mindesteffizienz vor. Seit dem 26. September 2017 müssen Wärmepumpen eine jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz von mindestens 110 Prozent erreichen, Niedertemperatur-Wärmepumpen 125 Prozent. Diese Größe ergibt sich aus dem SCOP geteilt durch 2,5, abzüglich kleiner Berichtigungen. Die 2,5 stehen für den Aufwand, Strom zu erzeugen.

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Energielabel für Wärmepumpen seit 26. September 2019 nach Verordnung (EU) Nr. 811/2013. SCOP-Werte: eigene Umrechnung mit dem Faktor 2,5 ohne Berichtigungen, tatsächlich etwas höher
KlasseEffizienz bei 55 °Centspricht SCOP ab rundEffizienz bei 35 °Centspricht SCOP ab rund
A+++ab 150 %3,75ab 175 %4,38
A++ab 125 %3,13ab 150 %3,75
A+ab 98 %2,45ab 123 %3,08
Mindestwert110 %2,75125 %3,13

Für die Praxis heißt das: Das Label A+++ ist bei Wärmepumpen kein Unterscheidungsmerkmal mehr, weil es schon ab einem SCOP von rund 3,75 bei 55 °C vergeben wird. Schauen Sie deshalb auf die Zahl hinter dem Label, also auf den SCOP oder die Prozentangabe im Produktdatenblatt.

Welche ist die effizienteste Wärmepumpe?

Die effizienteste Wärmepumpe im Feldtest des Fraunhofer ISE war eine Erdreich-Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl von 5,4. Im Durchschnitt lagen Erdreich-Wärmepumpen mit 4,3 klar vor Luft/Wasser-Wärmepumpen mit 3,4. Der Grund ist die Wärmequelle: Das Erdreich ist im Winter wärmer als die Außenluft, der Temperaturhub bleibt kleiner.

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Jahresarbeitszahlen nach Wärmequelle. Messwerte: Fraunhofer ISE, 77 Anlagen in Bestandsgebäuden, Presseinformation vom 3. November 2025. Temperatur der Nennmessung: Verordnung (EU) Nr. 813/2013
WärmepumpeWärmequelle bei der NennmessungJahresarbeitszahl im DurchschnittBeste AnlageAnlagen im Test
Luft/WasserAußenluft 7 °C3,44,961
Erdreich (Sole/Wasser)Sole 0 °C4,35,416
Grundwasser (Wasser/Wasser)Wasser 10 °Cnicht gemessennicht gemessen0

Grundwasser-Wärmepumpen waren im Feldtest nicht vertreten. Ihre Wärmequelle ist mit rund 10 °C das ganze Jahr über die wärmste der drei, was für einen hohen COP spricht. Belastbare Messwerte aus dieser Studie gibt es dafür aber nicht. Mehr zu den Bauarten steht in den Beiträgen zur Luft-Wasser-Wärmepumpe, zur Sole-Wasser-Wärmepumpe und zur Wasser-Wasser-Wärmepumpe.

Die effizienteste Luft-Wasser-Wärmepumpe finden

Welches Modell auf dem Markt den höchsten Wert hat, ändert sich mit jeder neuen Baureihe. Verlässlich vergleichen können Sie so: Nehmen Sie aus dem Produktdatenblatt den SCOP bei der Vorlauftemperatur, die Ihr Haus braucht. Für Heizkörper ist das der Wert bei 55 °C, für Fußbodenheizung der bei 35 °C. SCOP-Werte sind Herstellerangaben nach EU-Norm, keine Messungen im Haus.

Die beste Luft/Wasser-Anlage im Feldtest kam auf 4,9, die schwächste auf 2,6. Dieser Abstand ist größer als der zwischen zwei guten Geräten im Datenblatt. Das effizienteste Modell nützt also wenig, wenn es zu groß gewählt oder falsch eingestellt ist. Einzelne Geräte mit ihren Herstellerangaben stellen wir im Wärmepumpen-Test gegenüber.

Effizienteste Wärmepumpe im Altbau und bei 55 Grad

Im Altbau entscheidet die Vorlauftemperatur. Das Fraunhofer ISE stellte fest, dass ausreichend große Heizkörper im Mittel mit ähnlich niedrigen Temperaturen betrieben werden können wie Flächenheizungen. Prüfen Sie deshalb zuerst, mit welcher Vorlauftemperatur Ihr Haus an kalten Tagen warm wird. Danach wählen Sie das Gerät mit dem besten SCOP bei 55 °C. Was dabei zu beachten ist, steht im Beitrag zur Wärmepumpe im Altbau.

Was ein besserer COP an Stromkosten spart

Die Stromkosten einer Wärmepumpe ergeben sich aus Wärmebedarf geteilt durch Jahresarbeitszahl mal Strompreis. Für 15.000 kWh Wärme und den durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von 37,97 Cent je kWh aus dem 1. Halbjahr 2026 sind das bei Jahresarbeitszahl 3,4 rund 1.675 € im Jahr. Bei 4,3 sind es rund 1.325 €.

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Stromverbrauch und Stromkosten einer Wärmepumpe für 15.000 kWh Wärme im Jahr nach Jahresarbeitszahl. Strompreis 37,97 Cent je kWh (Statistisches Bundesamt, 1. Halbjahr 2026), eigene Rechnung
JahresarbeitszahlEinordnung im FeldtestStromverbrauchStromkosten pro Jahr
2,6schwächste Luft/Wasser-Anlage5.769 kWh2.191 €
3,05.000 kWh1.899 €
3,4Durchschnitt Luft/Wasser4.412 kWh1.675 €
4,03.750 kWh1.424 €
4,3Durchschnitt Erdreich3.488 kWh1.325 €
4,9beste Luft/Wasser-Anlage3.061 kWh1.162 €
5,4beste Erdreich-Anlage2.778 kWh1.055 €

Zwischen der schwächsten und der besten Luft/Wasser-Anlage liegen bei gleichem Wärmebedarf rund 1.029 € im Jahr. Je niedriger die Jahresarbeitszahl, desto mehr bringt jede Verbesserung: Von 2,6 auf 3,0 spart rund 292 €, von 4,9 auf 5,4 nur noch rund 108 €. Alle laufenden Posten stehen im Beitrag zu den Betriebskosten der Wärmepumpe, den Vergleich mit Gas und Öl liefert Heizkosten berechnen.

COP der Wärmepumpe verbessern: fünf Schritte

Den COP verbessern Sie, indem Sie den Temperaturhub verkleinern und unnötige Laufzeiten vermeiden. Am Gerät selbst lässt sich nach dem Kauf wenig ändern, an der Anlage dagegen viel. Das Fraunhofer ISE fand im Feldtest vor allem drei Schwachstellen: zu groß gewählte Geräte, häufiges Ein- und Ausschalten und Warmwasserspeicher, die das Heizwasser unnötig aufheizen.

  1. Vorlauftemperatur senken: Stellen Sie die Heizkurve so niedrig ein, dass es an kalten Tagen gerade noch warm wird. Jedes Grad weniger verkleinert den Temperaturhub.
  2. Heizflächen prüfen: Große Heizkörper oder eine Fußbodenheizung kommen mit kühlerem Wasser aus. Einzelne zu kleine Heizkörper zu tauschen kann genügen. Mehr dazu im Beitrag Fußbodenheizung nachrüsten.
  3. Richtig auslegen lassen: Eine Heizlastberechnung verhindert ein zu großes Gerät, das ständig ein- und ausschaltet.
  4. Warmwasser nicht heißer als nötig: Hohe Speichertemperaturen kosten Effizienz. Lassen Sie die Einstellung vom Fachbetrieb prüfen, auch mit Blick auf die Hygiene.
  5. Jahresarbeitszahl ablesen: Notieren Sie Wärme und Strom einmal im Monat. So erkennen Sie, ob eine Änderung wirkt.

Der Heizstab spielte im Feldtest kaum eine Rolle: Bei Luft/Wasser-Wärmepumpen entfielen auf ihn nur 1,3 Prozent des Stromverbrauchs, bei Erdreich-Wärmepumpen nahezu nichts. Welche Größe zu Ihrem Haus passt, können Sie mit dem Wärmepumpen-Rechner abschätzen. Zuschüsse erklärt der Beitrag zur Wärmepumpen-Förderung.

Häufige Fragen

Was ist ein guter COP bei einer Wärmepumpe?

Ein guter Maßstab ist die Praxis: Im Feldtest des Fraunhofer ISE erreichten Luft/Wasser-Wärmepumpen in Bestandsgebäuden im Durchschnitt eine Jahresarbeitszahl von 3,4, Erdreich-Wärmepumpen von 4,3. Werte darüber sind gut. Beim COP im Datenblatt zählt immer der Betriebspunkt, zum Beispiel A2/W35, weil er je nach Temperatur stark schwankt.

Wie berechnet man den COP einer Wärmepumpe?

Der COP ist die abgegebene Heizleistung in Kilowatt geteilt durch die aufgenommene elektrische Leistung in Kilowatt. Eine Wärmepumpe mit 8 kW Heizleistung und 2 kW Leistungsaufnahme hat einen COP von 4. Beide Werte müssen für denselben Betriebspunkt gelten, also für dieselbe Quellen- und Vorlauftemperatur.

Was ist der Unterschied zwischen COP und Jahresarbeitszahl?

Der COP wird im Labor an einem festen Betriebspunkt gemessen und gilt nur für diesen Moment. Die Jahresarbeitszahl ist die über ein Jahr im eigenen Haus erzeugte Wärme geteilt durch den dafür verbrauchten Strom. Sie enthält Warmwasser, Heizstab und Einstellung der Anlage und ist deshalb die Zahl, die über die Stromkosten entscheidet.

Was bedeutet A2/W35 bei der Wärmepumpe?

A2/W35 beschreibt den Betriebspunkt, an dem ein COP gemessen wurde: Außenluft mit 2 °C als Wärmequelle und Heizwasser mit 35 °C Vorlauf. A steht für Air, also Luft, W für Water, also Wasser. Bei Erdreich-Wärmepumpen steht vorn ein B für Brine, also Sole, zum Beispiel B0/W35.

Wie hoch ist der COP einer Wärmepumpe bei 0 Grad?

Das hängt vom Gerät und von der Vorlauftemperatur ab und steht im Datenblatt. Die EU verlangt dort Angaben für minus 7, plus 2, plus 7 und plus 12 °C Außentemperatur. Sicher ist die Richtung: Je kälter die Außenluft und je heißer das Heizwasser, desto niedriger der COP. Bei Frost kostet zusätzlich das Abtauen Energie.

Welche ist die effizienteste Wärmepumpe?

Im Feldtest des Fraunhofer ISE mit 77 Anlagen in Bestandsgebäuden waren Erdreich-Wärmepumpen am effizientesten. Sie erreichten im Durchschnitt eine Jahresarbeitszahl von 4,3, die beste 5,4. Luft/Wasser-Wärmepumpen kamen im Schnitt auf 3,4, die beste auf 4,9. Grundwasser-Wärmepumpen wurden in dieser Studie nicht gemessen.

Welche ist die effizienteste Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Das wechselt mit jeder neuen Baureihe. Vergleichen Sie den SCOP im Produktdatenblatt bei der Vorlauftemperatur, die Ihr Haus braucht: 55 °C für Heizkörper, 35 °C für Fußbodenheizung. Im Feldtest des Fraunhofer ISE lag die beste Luft/Wasser-Anlage bei einer Jahresarbeitszahl von 4,9, die schwächste bei 2,6. Planung und Einstellung wiegen also schwerer als das Modell.

Ist ein COP unter 3 schlecht?

An einem harten Betriebspunkt wie minus 7 °C Außentemperatur und 55 °C Vorlauf ist ein COP unter 3 normal. Als Jahreswert ist er schwach: Die schwächste Luft/Wasser-Anlage im Feldtest des Fraunhofer ISE kam auf 2,6. Für 15.000 kWh Wärme kostet das beim Strompreis von 37,97 Cent je kWh rund 2.191 € im Jahr.

Wie viel Stromkosten spart ein höherer COP?

Für 15.000 kWh Wärme im Jahr kostet der Strom bei einer Jahresarbeitszahl von 3,4 rund 1.675 €, bei 4,3 rund 1.325 €. Der Unterschied beträgt rund 350 € im Jahr. Gerechnet ist mit dem durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von 37,97 Cent je kWh aus dem 1. Halbjahr 2026 laut Statistischem Bundesamt.

Fazit: Wie wichtig ist der COP beim Kauf einer Wärmepumpe?

Der COP ist ein guter Wegweiser, aber kein Kaufargument für sich allein. Er zeigt, was ein Gerät unter Laborbedingungen leistet. Vergleichen Sie Angebote deshalb immer am selben Betriebspunkt oder gleich über den SCOP bei Ihrer Vorlauftemperatur.

Mein Tipp: Fragen Sie den Fachbetrieb nach der Jahresarbeitszahl, die er für Ihr Haus erwartet, und lassen Sie sich die Heizlastberechnung zeigen. Im Feldtest lagen zwischen der besten und der schwächsten Luft/Wasser-Anlage mehr als 1.000 € Stromkosten im Jahr. Dieser Unterschied entsteht bei Planung und Einstellung, nicht im Datenblatt. Holen Sie mehrere Angebote ein und vergleichen Sie genau diesen Punkt.

Quellen und Methodik

Begriffe, Prüfbedingungen, Mindestwerte und Energieklassen stammen aus den EU-Verordnungen 813/2013 und 811/2013, die Jahresarbeitszahlen aus einer Feldmessung des Fraunhofer ISE, der Strompreis vom Statistischen Bundesamt. Carnot-Werte, die Umrechnung der Effizienz in SCOP und alle Stromkosten sind eigene Rechnungen von Solar.red. Solar.red hat keine Geräte gemessen.

  1. Verordnung (EU) Nr. 813/2013 der Kommission: Ökodesign-Anforderungen an Raumheizgeräte und Kombiheizgeräte - Nenn-Leistungszahl, SCOP, Norm-Nennbedingungen, Bezugsheizperiode, Mindesteffizienz
  2. Delegierte Verordnung (EU) Nr. 811/2013 der Kommission: Energieverbrauchskennzeichnung von Raumheizgeräten - Energieeffizienzklassen A+++ bis D
  3. Fraunhofer ISE: Wärmepumpen heizen auch im Altbau klimafreundlich, Presseinformation vom 3. November 2025 - Jahresarbeitszahlen von 77 Wärmepumpen, Heizstab-Anteil, Schwachstellen
  4. Statistisches Bundesamt: Strom- und Gaspreise für Haushalte im 1. Halbjahr 2026 gesunken, Pressemitteilung Nr. 345 vom 30. September 2026 - Strompreis 37,97 Cent je kWh

Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine Energieberatung und keine Heizlastberechnung. COP- und SCOP-Werte in Datenblättern sind Herstellerangaben nach EU-Norm. Strompreise sind Durchschnittswerte und ändern sich, Ihr Tarif kann abweichen. Der Rechner liefert eine Orientierung. Alle Angaben ohne Gewähr.

© Solar.red