Von D. Volbracht
Das Wichtigste in Kürze
Eine Mini-Wärmepumpe ist keine eigene Geräteklasse, sondern ein Sammelbegriff für kleine Wärmepumpen. Sie heizt einzelne Räume, ein Gartenhaus oder einen Pool, aber kein ganzes Haus. Zum Heizen von Wohnräumen ist in der Regel ein Split-Klimagerät mit Heizfunktion gemeint, also eine kleine Luft-Luft-Wärmepumpe.
- Luft-Luft-Wärmepumpen eignen sich laut Verbraucherzentrale gut zum Nachrüsten, aber nur begrenzt als alleinige Heizung, und sie bereiten kein Warmwasser.
- Split-Geräte dürfen laut Umweltbundesamt nur durch sachkundiges Personal installiert werden, auch wenn sie im Baumarkt verkauft werden.
- Stromverbrauch als eigene Rechnung: 3.000 kWh Wärme brauchen bei Arbeitszahl 3 rund 1.000 kWh Strom, eine Elektroheizung braucht 3.000 kWh.
- Das gängige Kältemittel R-32 hat laut Umweltbundesamt ein Treibhauspotenzial von 675, Propan (R290) von 0,02.
- Die KfW fördert Wärmepumpen in bestehenden Wohngebäuden ab 300 Euro Investition, wenn die technischen Mindestanforderungen erfüllt sind.
Soll die Wärmepumpe mehr als einen Raum heizen, lohnt der Vergleich mit einer Anlage für das ganze Haus. Über das Formular erhalten Sie Angebote von Fachbetrieben aus Ihrer Region.
Was ist eine Mini-Wärmepumpe?
Eine Mini-Wärmepumpe ist eine Wärmepumpe mit kleiner Leistung, die nur einen Raum, ein kleines Gebäude, das Warmwasser oder einen Pool erwärmt. Der Begriff stammt aus dem Handel und ist nicht genormt. Dahinter stehen fünf verschiedene Bauarten, die nur das Prinzip gemeinsam haben: Ein Kältemittel nimmt Wärme aus der Luft auf, ein Verdichter bringt sie auf eine höhere Temperatur. Welche Bauart gemeint ist, entscheidet über Einbau, Kosten und Förderung.
| Bauart | Wofür | Einbau |
|---|---|---|
| Split-Gerät | einzelne Räume heizen und kühlen (Luft-Luft) | Fachbetrieb, Außengerät und Wanddurchbruch |
| Mobiles Gerät | Raum zeitweise heizen oder kühlen | steckerfertig, Abluftschlauch nach draußen |
| Kleine Luft-Wasser | Heizkörper oder Fußbodenheizung in sehr sparsamen Gebäuden | Fachbetrieb, Anschluss an den Heizkreis |
| Warmwasser | nur Trinkwasser erwärmen | Fachbetrieb, Speicher im Keller |
| Pool | Beckenwasser erwärmen | meist steckerfertig am Filterkreislauf |
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Wer nach einer Mini-Wärmepumpe zum Heizen sucht, landet fast immer beim Split-Gerät. Es besteht aus einem Innengerät an der Wand und einem Außengerät, beide sind über eine Kältemittelleitung verbunden. Technisch ist das eine Klimaanlage, die auch heizen kann. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz beschreibt es so: Viele Klimaanlagen arbeiten im Winter als Luft-Luft-Wärmepumpe und können eine alte Heizung bei passenden Bedingungen zumindest raumweise ersetzen. Mehr zur Technik steht im Ratgeber zur Luft-Luft-Wärmepumpe.
Mini-Wärmepumpe zum Heizen: Für Wohnung, Raum und Gartenhaus
Zum Heizen eignet sich eine Mini-Wärmepumpe dort, wo ein einzelner Raum oder ein kleines Gebäude warm werden soll und kein Wasserkreislauf vorhanden ist. Die Verbraucherzentrale nennt als größten Vorteil von Luft-Luft-Wärmepumpen die niedrigen Anschaffungskosten und hält sie für gut geeignet zum Nachrüsten in bestehenden Gebäuden. Ihr Hauptnachteil ist die begrenzte Eignung als alleinige Heizung im deutschen Klima. Bei sehr niedrigen Außentemperaturen arbeiten sie weniger effizient als Luft-Wasser-Wärmepumpen.
In der Wohnung ist das Split-Gerät eine Lösung für ein Zimmer, das mit der vorhandenen Heizung nicht warm wird, oder als Ersatz für eine Elektroheizung. Wer eine ganze Wohnung mit Gasetagenheizung umstellen will, braucht pro Raum ein Innengerät oder ein Gerät mit mehreren Innenteilen. Das treibt die Kosten, und das Warmwasser braucht trotzdem eine eigene Lösung. Wie der Umstieg im Mehrparteienhaus gelingt, steht im Ratgeber zur Wärmepumpe im Mehrfamilienhaus.
Im Gartenhaus, in der Werkstatt oder im Ferienhaus spielt das Split-Gerät seine Stärken aus: Es braucht keinen Heizungsraum, wird schnell warm und kühlt im Sommer. Entscheidend ist die Dämmung. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz nennt den Dämmstandard des Gebäudes als den Punkt, der über die Effizienz entscheidet. In einer ungedämmten Holzhütte läuft das Gerät an kalten Tagen ohne Pause und verbraucht entsprechend viel Strom.
Das spricht dafür
- niedrige Anschaffungskosten laut Verbraucherzentrale
- gut zum Nachrüsten, kein Wasserkreislauf nötig
- heizt und kühlt mit einem Gerät
- Filter für Staub und Pollen
Das spricht dagegen
- kein Warmwasser
- nur begrenzt als alleinige Heizung geeignet
- Luftstrom kann stören und Staub aufwirbeln
- Geräusche von Innen- und Außengerät
Die Liste der Nachteile stammt ebenfalls von der Verbraucherzentrale. Der gleichmäßige Luftstrom ist Geschmackssache, die Geräusche sind es nicht: Das Außengerät sollte nicht unter dem Schlafzimmerfenster hängen, weder unter dem eigenen noch unter dem des Nachbarn. Was bei engen Verhältnissen hilft, erklärt der Ratgeber zur Schallschutzhaube für die Wärmepumpe.
Mini-Wärmepumpe für Pool und Warmwasser: Was können die Geräte?
Eine Pool-Wärmepumpe erwärmt nur das Beckenwasser und wird dafür in den Filterkreislauf eingebunden. Sie läuft in der Badesaison, wenn die Außenluft warm ist, und arbeitet deshalb unter günstigen Bedingungen. Zum Heizen von Räumen ist sie nicht gebaut. Wer online nach einer Mini-Wärmepumpe sucht, findet sehr oft solche Poolgeräte. Ein Blick auf den Verwendungszweck in der Beschreibung schützt vor dem Fehlkauf.
Die Warmwasser-Wärmepumpe ist eine kleine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit eigenem Speicher. Sie wird laut Verbraucherzentrale mit einer bestehenden Heizung kombiniert und übernimmt nur das Trinkwasser. Der Vorteil: Die eigentliche Heizung kann in den warmen Monaten lange ausgeschaltet bleiben. Für alle, die ihre Gas- oder Ölheizung noch behalten, ist das ein erster Schritt mit überschaubarem Aufwand.
Kleine Luft-Wasser-Wärmepumpen für den Heizkreis sind die dritte Variante. Sie versorgen Heizkörper oder eine Fußbodenheizung und passen nur zu Gebäuden mit sehr geringem Wärmebedarf. Zum Vergleich: In 160 Angeboten für Ein- und Zweifamilienhäuser, die die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ausgewertet hat, begann die kleinste Leistungsklasse bei 4 bis 6 kW. Welche Leistung Ihr Haus braucht, überschlagen Sie mit dem Wärmepumpen-Rechner.
Einbau: Wer darf eine Mini-Wärmepumpe installieren?
Ein Split-Gerät darf nur ein Fachbetrieb installieren. Das Umweltbundesamt schreibt, dass Split-Klimageräte nur durch sachkundiges Personal installiert werden dürfen und dass dies auch für Geräte gilt, die direkt an Verbraucher verkauft werden, etwa im Baumarkt. Der Grund ist das Kältemittel: Beim Verbinden von Innen- und Außengerät wird der Kältekreis geöffnet, und das Gas darf nicht entweichen.
Welches Kältemittel im Gerät steckt, steht auf dem Typenschild. In Split-Geräten ist laut Umweltbundesamt R-32 verbreitet, mit einem Treibhauspotenzial von 675. Das heißt: Ein Kilogramm wirkt in der Atmosphäre so stark wie 675 Kilogramm Kohlendioxid. Das natürliche Kältemittel Propan (R290) kommt auf 0,02. Neue mobile Geräte arbeiten nach Angaben des Umweltbundesamts nur noch mit Propan.
Mobile Geräte mit Abluftschlauch brauchen keinen Fachbetrieb, weil ihr Kältekreis geschlossen bleibt. Sie haben nach Angaben des Umweltbundesamts kleinere Füllmengen, aber eine geringere Energieeffizienz als Split-Geräte. Führt der Schlauch durch ein gekipptes Fenster, strömt Außenluft nach, und ein Teil der Wirkung geht verloren. Als Dauerheizung sind sie deshalb keine gute Wahl.
- Mietwohnung: Zustimmung des Vermieters für Wanddurchbruch und Außengerät einholen.
- Eigentumswohnung: Die Fassade gehört der Gemeinschaft, die Verwaltung muss zustimmen.
- Online-Kauf: Vorher einen Fachbetrieb finden, der ein mitgebrachtes Gerät anschließt.
Kosten: Was eine Mini-Wärmepumpe in Anschaffung und Betrieb kostet
Für die Anschaffung einer Mini-Wärmepumpe gibt es keine unabhängige Preisauswertung. Die Preise im Handel reichen vom steckerfertigen Poolgerät bis zum Split-Gerät mit mehreren Innenteilen und lassen sich nicht auf eine seriöse Spanne bringen. Fest steht, was die Verbraucherzentrale schreibt: Luft-Luft-Wärmepumpen sind in der Anschaffung günstig, und jedes weitere Innengerät erhöht den Preis. Zum Gerät kommt beim Split-Gerät immer die Montage durch den Fachbetrieb.
Zur Einordnung hilft der Blick auf die große Lösung. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe für das ganze Haus kostete mit Einbau in einer Auswertung von 160 Angeboten durch die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz im Median 34.898 Euro vor Förderung. Ein Split-Gerät für einen Raum liegt weit darunter, ersetzt aber auch keine Heizung für das Haus und kein Warmwasser. Was die große Anlage im Einzelnen kostet, steht im Ratgeber Wärmepumpe: Kosten mit Einbau.
Die Stromkosten lassen sich dagegen genau rechnen. Der Stromverbrauch ist die benötigte Wärme geteilt durch die Arbeitszahl. Die Arbeitszahl sagt, wie viele Kilowattstunden Wärme das Gerät aus einer Kilowattstunde Strom macht. Eine Elektroheizung hat die Arbeitszahl 1. Für geförderte Wärmepumpen verlangt die Förderrichtlinie des Bundes eine berechnete Jahresarbeitszahl von mindestens 3,0.
Dieser Beitrag nennt bewusst keine Gerätepreise, weil es dafür keine unabhängige Quelle gibt. Händlerpreise sind Momentaufnahmen und gelten meist ohne Montage. Verbindlich ist das Angebot eines Fachbetriebs für Gerät und Einbau.
Rechner: Stromkosten der Mini-Wärmepumpe
Tragen Sie den Wärmebedarf des Raums, die Arbeitszahl aus dem Datenblatt und Ihren Strompreis ein. Die vorbelegten Werte sind Beispielwerte.
Eigene Rechnung von Solar.red: Stromverbrauch = Wärmebedarf geteilt durch Arbeitszahl. Die Elektroheizung ist mit der Arbeitszahl 1 gerechnet. Das Ergebnis ist eine Orientierung, die Arbeitszahl im Betrieb hängt von Dämmung und Außentemperatur ab.
Den Wärmebedarf kennen Sie, wenn der Raum bisher elektrisch beheizt wurde: Er entspricht dem Stromverbrauch der alten Heizung. Mit Strom vom eigenen Dach sinken die Kosten weiter, allerdings vor allem in der Übergangszeit und beim Kühlen im Sommer. Wie Solarstrom und Wärmepumpe zusammenspielen, erklärt der Ratgeber Photovoltaik und Wärmepumpe.
Förderung: Wann die KfW eine Mini-Wärmepumpe bezuschusst
Die KfW fördert über den Zuschuss 458 elektrisch angetriebene Wärmepumpen, wenn sie die technischen Mindestanforderungen erfüllen. Eine Untergrenze für die Leistung gibt es nicht, die Mindestinvestition beträgt 300 Euro brutto. Gefördert wird nur in bestehenden Wohngebäuden, deren Bauantrag mindestens fünf Jahre zurückliegt. Der Antrag muss vor Beginn der Arbeiten gestellt sein, und ein Fachunternehmen oder ein Energieeffizienz-Experte muss das Vorhaben begleiten und bestätigen.
Ob ein kleines Gerät durchkommt, entscheidet sich an den technischen Anforderungen. Für Luft-Luft-Wärmepumpen bis 12 kW verlangt die Förderrichtlinie eine hohe Mindesteffizienz und die Energieklasse A++ oder besser, dazu eine berechnete Jahresarbeitszahl von mindestens 3,0. Geräte, die Raumluft als Wärmequelle nutzen, sind ausgeschlossen. Lassen Sie sich vom Fachbetrieb vor dem Kauf schriftlich bestätigen, dass das Modell förderfähig ist.
Die Grundförderung beträgt 30 % der förderfähigen Kosten. Selbstnutzer bekommen beim Tausch einer funktionierenden Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung zusätzlich den Klimageschwindigkeitsbonus von derzeit 16 % und je nach Haushaltseinkommen einen Einkommensbonus. Pool-Wärmepumpen und steckerfertige mobile Geräte heizen kein Wohngebäude und sind damit kein Fall für diesen Zuschuss. Bei Eigenleistung fördert die KfW nur die Materialkosten.
Für ein einzelnes Split-Gerät im Arbeitszimmer lohnt der Aufwand des Antrags selten. Anders sieht es aus, wenn mehrere Geräte die Nachtspeicheröfen einer Wohnung ersetzen. Alle Boni, Einkommensgrenzen und den Ablauf erklärt der Ratgeber zur Wärmepumpen-Förderung.
Stichtage: Welche Termine zählen
Für kleine Geräte ist vor allem der Termin zum Kältemittel wichtig, weil viele Split-Geräte mit R-32 arbeiten.
| Termin | Was gilt | Herkunft |
|---|---|---|
| Vor Beginn der Arbeiten | Vertrag mit Förderbedingung schließen, dann Antrag stellen | KfW, Zuschuss 458 |
| 01.02.2027 | Klimageschwindigkeitsbonus sinkt auf 12 % | KfW, Zuschuss 458 |
| 01.07.2027 | Gefördert werden nur Geräte mit einheitlicher digitaler Schnittstelle | Förderrichtlinie BEG EM |
| 01.08.2027 | Klimageschwindigkeitsbonus sinkt auf 8 % | KfW, Zuschuss 458 |
| 01.01.2028 | Gefördert werden nur Geräte mit natürlichem Kältemittel | Förderrichtlinie BEG EM |
| 01.02.2028 | Klimageschwindigkeitsbonus sinkt auf 4 % | KfW, Zuschuss 458 |
| 01.08.2028 | Klimageschwindigkeitsbonus entfällt | KfW, Zuschuss 458 |
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Auswahl: Worauf sollte ich bei einer Mini-Wärmepumpe achten?
Bei der Auswahl kommt es auf vier Dinge an: die passende Leistung, die Effizienz bei Kälte, die Lautstärke und das Kältemittel. Die Leistung muss zum Raum passen. Ein zu großes Gerät schaltet ständig ein und aus, ein zu kleines läuft an kalten Tagen am Anschlag. Lassen Sie den Fachbetrieb die Heizlast des Raums berechnen, statt nach Quadratmetern aus dem Prospekt zu kaufen.
Für die Effizienz zählt der Wert über die ganze Heizsaison, der SCOP, und nicht der Bestwert bei mildem Wetter. Fragen Sie außerdem nach der Heizleistung bei Frost, denn sie sinkt mit der Außentemperatur. Bei der Lautstärke stehen im Datenblatt zwei Angaben: der Schallleistungspegel des Außengeräts und der Schalldruckpegel des Innengeräts. Vergleichen Sie nur gleiche Angaben miteinander.
- Zweck geklärt: Raum heizen, Warmwasser oder Pool
- Heizlast des Raums vom Fachbetrieb berechnet
- SCOP und Heizleistung bei Frost im Datenblatt geprüft
- Schallwerte für Innen- und Außengerät verglichen
- Kältemittel geprüft, für die Förderung auf den Stichtag achten
- Montage durch Fachbetrieb im Angebot enthalten
- Zustimmung von Vermieter oder Eigentümergemeinschaft liegt vor
Wer feststellt, dass er eigentlich zwei oder drei Räume heizen will, sollte neu rechnen. Mehrere Einzelgeräte summieren sich bei Preis, Lautstärke und Strom, und das Warmwasser bleibt ungelöst. Dann ist eine zentrale Anlage oft die bessere Wahl. Einen Überblick über alle Bauarten gibt der Ratgeber zu den Wärmepumpen-Arten, die Technik fürs ganze Haus erklärt der Ratgeber zur Luft-Wasser-Wärmepumpe.
Häufige Fragen zur Mini-Wärmepumpe
Kann ich mit einer Mini-Wärmepumpe heizen?
Ja, einzelne Räume, ein Gartenhaus oder ein kleines Ferienhaus lassen sich mit einem kleinen Split-Gerät heizen. Für ein ganzes Haus reicht die Leistung nicht. Laut Verbraucherzentrale eignen sich Luft-Luft-Wärmepumpen in Deutschland nur begrenzt als alleinige Heizung, und sie bereiten kein Warmwasser.
Was kostet eine Mini-Wärmepumpe?
Dafür gibt es keine unabhängige Preisauswertung. Die Verbraucherzentrale nennt die niedrigen Anschaffungskosten als größten Vorteil von Luft-Luft-Wärmepumpen und weist darauf hin, dass mehrere Innengeräte für mehrere Räume den Preis wieder erhöhen. Verlässlich ist nur ein Angebot vom Fachbetrieb mit Einbau.
Wie hoch ist der Stromverbrauch einer Mini-Wärmepumpe?
Der Stromverbrauch ist der Wärmebedarf geteilt durch die Arbeitszahl. Braucht ein Raum 3.000 kWh Wärme im Jahr, sind das bei einer Arbeitszahl von 3 rund 1.000 kWh Strom und bei 4 rund 750 kWh. Eine Elektroheizung braucht für dieselbe Wärme 3.000 kWh.
Wie viel kW hat die kleinste Wärmepumpe?
Eine feste Untergrenze gibt es nicht, Mini-Wärmepumpe ist ein Sammelbegriff und keine Geräteklasse. Zum Vergleich: In einer Auswertung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz begann die kleinste Leistungsklasse für Ein- und Zweifamilienhäuser bei 4 bis 6 kW. Geräte für einzelne Räume liegen darunter.
Darf ich eine Mini-Wärmepumpe selbst einbauen?
Ein Split-Gerät nicht. Laut Umweltbundesamt dürfen Split-Klimageräte nur durch sachkundiges Personal installiert werden, auch wenn sie im Baumarkt oder online verkauft werden. Steckerfertige mobile Geräte ohne Kältemittelleitung dürfen Sie selbst aufstellen, sie arbeiten aber weniger effizient.
Kann eine Mini-Wärmepumpe auch kühlen?
Ja, Split-Geräte sind technisch Klimaanlagen mit Heizfunktion und können im Sommer kühlen. Viele haben außerdem Filter für Staub und Pollen. Kleine Luft-Wasser-Wärmepumpen kühlen nur, wenn das Gerät und die Heizflächen dafür ausgelegt sind.
Gibt es Förderung für eine Mini-Wärmepumpe?
Die KfW fördert elektrisch angetriebene Wärmepumpen in bestehenden Wohngebäuden, wenn sie die technischen Mindestanforderungen erfüllen und ein Fachunternehmen den Einbau bestätigt. Die Mindestinvestition beträgt 300 Euro. Pool-Wärmepumpen und steckerfertige Geräte heizen kein Wohngebäude und sind damit kein Fall für diesen Zuschuss.
Welche Wärmepumpe passt bei wenig Platz?
Bei wenig Platz kommt ein Split-Gerät infrage: Das Innengerät hängt an der Wand, das Außengerät an der Fassade oder auf dem Balkon. Ein Heizungsraum, ein Speicher und Wasserleitungen sind nicht nötig. Für das ganze Haus gibt es kompakte Luft-Wasser-Wärmepumpen, deren Außengerät im Garten steht.
Eignet sich eine Mini-Wärmepumpe für die Mietwohnung?
Technisch ja, rechtlich nur mit Zustimmung. Für ein Split-Gerät muss die Außenwand durchbohrt und ein Außengerät montiert werden. Sprechen Sie deshalb vorher mit dem Vermieter, in einer Eigentümergemeinschaft mit der Verwaltung. Ohne Eingriff in die Wand geht nur ein mobiles Gerät.
Fazit: Für wen lohnt sich eine Mini-Wärmepumpe?
Eine Mini-Wärmepumpe lohnt sich für alle, die einen einzelnen Raum, ein Gartenhaus oder ein Ferienhaus heizen und bisher Strom direkt verheizen. Gegenüber dem Heizlüfter oder dem Nachtspeicherofen braucht ein Split-Gerät für dieselbe Wärme nur einen Bruchteil des Stroms, und im Sommer kühlt es obendrein.
Für das ganze Haus ist sie die falsche Wahl, weil Warmwasser und Leistung fehlen. Mein Tipp: Kaufen Sie das Gerät nicht im Karton aus dem Baumarkt, sondern mit Montage beim Fachbetrieb. Und wenn aus dem einen Raum im Kopf schon drei geworden sind, holen Sie zum Vergleich ein Angebot für eine richtige Wärmepumpe ein.
Was eine Wärmepumpe für das ganze Haus bei Ihnen kostet, zeigen Angebote von Fachbetrieben aus Ihrer Region.
Quellen und Methodik
Eignung und Nachteile kleiner Luft-Luft-Wärmepumpen stammen von der Verbraucherzentrale, die Angaben zu Einbau und Kältemitteln vom Umweltbundesamt, die Förderregeln aus dem Merkblatt der KfW und der Förderrichtlinie des Bundes, der Kaufpreis einer Anlage für das ganze Haus aus der Auswertung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Gerätepreise nennt der Beitrag nicht, weil es keine unabhängige Auswertung gibt. Grafik und Rechner sind eigene Rechnungen. Solar.red hat keine Geräte gemessen.
- Verbraucherzentrale: Wärmepumpen im Vergleich - Eignung, Vor- und Nachteile von Luft-Luft- und Warmwasser-Wärmepumpen
- Umweltbundesamt: Gebäudeklimatisierung - Installation von Split-Geräten, mobile Geräte, Kältemittel und Treibhauspotenzial
- KfW: Merkblatt Zuschuss 458, Heizungsförderung für Privatpersonen - Fördersätze, Mindestinvestition, Bestandsgebäude, Stichtage
- Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz: Zweiter Check von 160 Wärmepumpen-Angeboten - Kaufpreis und Leistungsklassen von Anlagen für das ganze Haus
- Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz: Energietipp Heizen mit der Klimaanlage - raumweiser Ersatz der Heizung, Dämmstandard, Luftstrom und Geräusche (veröffentlicht von der Verbandsgemeinde Asbach)
Hinweis: Dieser Beitrag dient der unabhängigen Information und ersetzt weder eine Energieberatung noch eine Rechtsberatung. Solar.red steht in keiner Verbindung zur Verbraucherzentrale, zum Umweltbundesamt oder zur KfW. Förderbedingungen können sich ändern, verbindlich sind die Angaben der KfW und das Angebot des Fachbetriebs. Über die Formulare auf dieser Seite werden Anfragen an Fachbetriebe vermittelt, dafür erhält Solar.red eine Vergütung.
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