Modellannahmen: pauschale Ertragswerte ohne Verschattung, Systemverluste und Degradation. Ergebnisse sind Richtwerte.
| PV-Jahresertrag | – |
| Eigenverbrauch | – |
| Netzeinspeisung | – |
| Ersparnis durch Eigenverbrauch | – |
| Einnahmen aus Einspeisung | – |
| Restlicher Netzbezug | – |
Warum einen Solarrechner nutzen?
Vor der Investition in eine Photovoltaikanlage stehen konkrete Zahlen. Ein Solarrechner liefert Ihnen diese Zahlen innerhalb von Minuten – ohne Vorkenntnisse, ohne Vor-Ort-Termin.
Drei entscheidende Kennzahlen erhalten Sie sofort: den Autarkiegrad (wie viel Prozent Ihres Stroms Sie selbst erzeugen), die jährliche Ersparnis in Euro und den Eigenverbrauchsanteil (wie viel des Solarstroms tatsächlich in Ihrem Haushalt ankommt).
Verschiedene Szenarien durchspielen spart Geld. Lohnt sich ein Speicher? Wie wirkt sich eine Wärmepumpe auf die optimale Anlagengröße aus? Was passiert, wenn Sie ein E-Auto laden? Der Rechner gibt auf jede dieser Fragen eine fundierte Antwort.
Die Ergebnisse sind eine belastbare Grundlage für Angebotsvergleiche. Wenn Sie wissen, dass Sie rund 10 kWp benötigen, können Sie gezielt Anbieter vergleichen und überdimensionierte Angebote sofort erkennen.
Anleitung: So bedienen Sie den PV-Rechner
Schritt 1: Standort und Dachausrichtung wählen
Die Region bestimmt Ihren Jahresertrag. Süddeutschland liefert mit rund 1.050 kWh/kWp die höchsten Erträge, Norddeutschland etwa 900 kWh/kWp. Der Unterschied beträgt bis zu 17 % – das schlägt sich direkt in Ihrer Ersparnis nieder.
Die Dachausrichtung beeinflusst den Ertragsfaktor. Ein Süddach erreicht 100 %, Südost oder Südwest noch 95 %. Ost-West-Anlagen liegen bei etwa 80 %, bieten dafür eine gleichmäßigere Tagesverteilung. Details finden Sie im Ratgeber zum optimalen Neigungswinkel.
Schritt 2: Jahresstromverbrauch eingeben
Schauen Sie auf Ihre letzte Jahresabrechnung. Dort steht der exakte Verbrauchswert in kWh. Falls die Rechnung nicht griffbereit ist, helfen Richtwerte: Ein 2-Personen-Haushalt verbraucht circa 2.500 kWh, eine vierköpfige Familie etwa 4.000 kWh.
Zusatzverbraucher per Toggle aktivieren. Eine Wärmepumpe addiert rund 4.000 kWh, ein Elektroauto etwa 2.500 kWh pro Jahr. Der Rechner addiert diese Werte automatisch und zeigt den Gesamtverbrauch an.
Schritt 3: Anlagenleistung festlegen
Pro 1.000 kWh Verbrauch planen Sie 1,5 kW ein. Eine Familie mit 4.000 kWh wählt also eine 6–8 kW Anlage. Mit Wärmepumpe und E-Auto empfehlen sich 10–15 kW. Spielen Sie verschiedene Werte durch – der Rechner aktualisiert die Ergebnisse nach jedem Klick auf „Berechnen".
Schritt 4: Preise prüfen und berechnen
Der voreingestellte Strompreis liegt bei 35 ct/kWh. Passen Sie den Wert an Ihren tatsächlichen Tarif an. Die aktuelle Einspeisevergütung beträgt 7,78 ct/kWh (Teileinspeisung, bis 10 kWp, gültig Februar–Juli 2026). Klicken Sie anschließend auf „Jetzt berechnen".
Ergebnisse richtig interpretieren
Autarkiegrad
Der Autarkiegrad zeigt, wie unabhängig Sie vom Stromnetz werden. Ein Wert von 70 % bedeutet: Sie beziehen nur noch 30 % Ihres Stroms vom Energieversorger. Ohne Speicher liegen typische Werte bei 30–40 %, mit Speicher bei 60–80 %. Einen vollständig autarken Betrieb zu erreichen, ist bei Wohngebäuden kaum wirtschaftlich – mehr dazu unter Autarkes Haus.
Jährliche Ersparnis
Die Ersparnis setzt sich aus zwei Komponenten zusammen. Der größere Anteil entsteht durch den Eigenverbrauch: Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart den vollen Strompreis (aktuell rund 35 ct). Der kleinere Anteil kommt aus der Einspeisevergütung für den überschüssigen Strom (7,78 ct/kWh).
Typische Werte für eine 10-kW-Anlage mit Speicher: 1.200–1.800 € jährliche Ersparnis, je nach Verbrauch und Standort. Die Amortisationszeit liegt damit bei 7–10 Jahren.
Eigenverbrauchsanteil
Der Eigenverbrauchsanteil zeigt, wie effizient Sie Ihren Solarstrom nutzen. Je höher der Wert, desto weniger Strom verschenken Sie zum niedrigen Einspeisesatz ins Netz. Ein Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauchsanteil erheblich – von typischerweise 25–35 % auf 50–70 %.
Optimale Anlagengröße bestimmen
Die richtige Dimensionierung entscheidet über die Wirtschaftlichkeit. Eine zu kleine Anlage verschenkt Potenzial, eine zu große produziert Überschüsse, die nur gering vergütet werden.
| Szenario | Verbrauch | Empfohlene Leistung | Mit Speicher |
|---|---|---|---|
| 2 Personen, Haushaltsstrom | 2.500 kWh | 4–5 kWp | 5–6 kWh |
| 4 Personen, Haushaltsstrom | 4.000 kWh | 6–8 kWp | 6–8 kWh |
| 4 Personen + Wärmepumpe | 8.000 kWh | 10–12 kWp | 8–10 kWh |
| 4 Personen + WP + E-Auto | 10.500 kWh | 12–15 kWp | 10–15 kWh |
Nutzen Sie die verfügbare Dachfläche möglichst voll aus. Dank der gesunkenen Modulpreise und der steuerlichen Vorteile (Anlagen bis 30 kWp sind einkommensteuerfrei) rechnet sich heute auch eine etwas größere Anlage, deren Überschüsse Sie einspeisen.
Die Montage beeinflusst den Ertrag. Ob Aufdach, Indach oder Flachdachaufständerung – jedes System hat eigene Ertragscharakteristiken. Einen Überblick bietet unsere Seite zur PV-Montage.
Wann lohnt sich ein Batteriespeicher?
Ein Speicher lohnt sich, wenn Sie tagsüber wenig Strom verbrauchen. Der Solarstrom entsteht zwischen 10 und 16 Uhr, die Spitzenlast liegt aber am Abend. Ohne Speicher fließt der Überschuss ins Netz – mit Speicher nutzen Sie ihn selbst.
✅ Speicher sinnvoll
- Berufstätige: Tagsüber kaum zu Hause, hoher Abendverbrauch
- Wärmepumpe: Speicher versorgt Abend-/Nachtbetrieb; tagsüber läuft die WP direkt mit PV-Strom
- E-Auto: Laden über Nacht aus dem Speicher
- Autarkie-Ziel über 60 %: Ohne Speicher kaum erreichbar
❌ Speicher weniger sinnvoll
- Hoher Tagesverbrauch: Eigenverbrauch bereits ohne Speicher hoch
- Knappe Investition: PV-Module bieten höheren ROI als Speicher
- Sehr kleine Anlagen: Unter 5 kWp ist der Überschuss gering
Typische Speichergrößen für Einfamilienhäuser liegen bei 5–10 kWh. Ein größerer Speicher erhöht den Autarkiegrad, der Grenznutzen nimmt aber ab 10 kWh deutlich ab. Alles zur Nachrüstung finden Sie unter PV-Speicher nachrüsten.
Einspeisevergütung 2026 im Überblick
Seit dem 1. Februar 2026 gelten neue Vergütungssätze. Die Einspeisevergütung sinkt halbjährlich um 1 % und wird für 20 Jahre ab Inbetriebnahme garantiert.
| Anlagengröße | Teileinspeisung | Volleinspeisung |
|---|---|---|
| Bis 10 kWp | 7,78 ct/kWh | 12,34 ct/kWh |
| 10–40 kWp | 6,73 ct/kWh | 10,35 ct/kWh |
| 40–100 kWp | 5,50 ct/kWh | 10,35 ct/kWh |
Die Bundesregierung plant, die feste Einspeisevergütung für neue PV-Anlagen unter 25 kWp ab 2027 durch marktorientierte Modelle zu ersetzen. Wer sich die 20-jährige Garantie sichern möchte, sollte die Inbetriebnahme bis Ende 2026 anstreben. Alle Details zur aktuellen Einspeisevergütung haben wir separat aufbereitet.
Bei Teileinspeisung zählt primär der Eigenverbrauch. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart Ihnen rund 35 ct – das ist mehr als das Vierfache der Einspeisevergütung. Deshalb maximieren Speicher und intelligentes Lastmanagement den wirtschaftlichen Nutzen. Wie die Netzeinspeisung technisch funktioniert und welcher Netzbetreiber zuständig ist, erklären die verlinkten Ratgeber.
Praxisbeispiele: Drei typische Szenarien
Familie mit 4.500 kWh Verbrauch
Ausgangslage: Vierköpfige Familie in Mitteldeutschland, Südausrichtung, 4.500 kWh Jahresverbrauch.
Konfiguration: 7 kWp PV-Anlage + 8 kWh Speicher. Strompreis 35 ct/kWh.
Ergebnis: Autarkiegrad ca. 68 %, jährliche Ersparnis ca. 1.200 €. Amortisation in rund 8–10 Jahren.
Paar mit Elektroauto
Ausgangslage: Zwei Personen in Süddeutschland, 2.500 kWh Haushaltsstrom + 2.500 kWh E-Auto = 5.000 kWh gesamt.
Konfiguration: 10 kWp PV-Anlage + 10 kWh Speicher. Smart-Home-Steuerung für optimales Laden.
Ergebnis: Autarkiegrad ca. 72 %, jährliche Ersparnis ca. 1.600 €. Amortisation in 7–9 Jahren.
Einfamilienhaus mit Wärmepumpe
Ausgangslage: Vier Personen, 4.500 kWh Haushaltsstrom + 4.000 kWh Wärmepumpe = 8.500 kWh gesamt. Ost-West-Dach.
Konfiguration: 12 kWp PV-Anlage + 10 kWh Speicher.
Ergebnis: Autarkiegrad ca. 58 %, jährliche Ersparnis ca. 1.900 €. Die Ost-West-Ausrichtung verteilt den Ertrag gleichmäßiger über den Tag und passt gut zum Wärmepumpen-Profil. Mehr zur Installation und Wartung erfahren Sie im Ratgeber.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie genau ist ein Solarrechner?
Ein Solarrechner liefert Richtwerte auf Basis empirischer Ertragsdaten und regionaler Globalstrahlung. Die Abweichung zum realen Ertrag liegt typischerweise bei 10–15 %, da lokale Verschattung, Wettervariationen und Anlagenalterung nicht vollständig abgebildet werden. Für eine verbindliche Ertragsprognose ist eine Vor-Ort-Analyse durch einen Fachbetrieb notwendig.
Welche Daten benötige ich für den PV-Rechner?
Sie benötigen Ihren jährlichen Stromverbrauch (steht auf der Jahresabrechnung), die gewünschte Anlagengröße in kWp, Ihren Standort in Deutschland, den aktuellen Strompreis und die aktuelle Einspeisevergütung. Optional können Sie Speicherkapazität und Dachausrichtung für präzisere Ergebnisse angeben.
Lohnt sich ein Batteriespeicher laut Solarrechner?
Ein Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauch von typischerweise 30 % auf 60–80 % und steigert damit die jährliche Ersparnis erheblich. Bei Strompreisen über 30 ct/kWh und einem Speicher zwischen 5–10 kWh amortisiert sich die Investition in der Regel innerhalb von 8–12 Jahren. Mehr dazu unter PV-Speicher nachrüsten.
Was ist der Unterschied zwischen Autarkiegrad und Eigenverbrauchsanteil?
Der Autarkiegrad gibt an, welchen Anteil Ihres gesamten Strombedarfs Sie durch die PV-Anlage selbst decken. Der Eigenverbrauchsanteil beschreibt, wie viel Prozent des erzeugten Solarstroms Sie im Haushalt nutzen statt einzuspeisen. Beide Werte finden Sie in unserem PV-Lexikon erklärt.
Wie beeinflusst der Standort die Ergebnisse des Solarrechners?
Der Standort bestimmt die jährliche Globalstrahlung und damit den Ertrag pro kWp. In Süddeutschland liegen die Erträge bei etwa 1.050 kWh/kWp, in Mitteldeutschland bei 950 kWh/kWp und in Norddeutschland bei rund 900 kWh/kWp. Die Differenz zwischen Nord und Süd beträgt bis zu 17 %.
Welche Einspeisevergütung gilt aktuell?
Seit dem 1. Februar 2026 beträgt die Einspeisevergütung bei Teileinspeisung 7,78 ct/kWh für Anlagen bis 10 kWp. Bei Volleinspeisung sind es 12,34 ct/kWh. Ab August 2026 sinken die Sätze auf 7,71 ct/kWh bzw. 12,23 ct/kWh. Alle Details finden Sie auf der Seite zur Einspeisevergütung.
Kann ich den Solarrechner auch für Balkonkraftwerke nutzen?
Der Solarrechner ist primär für Dachanlagen ab 1 kWp konzipiert. Für Mini-Solaranlagen bis 800 W gelten andere Rahmenbedingungen. Nutzen Sie für diese Anlagen unseren Ratgeber zu Balkonkraftwerken.
Wie berechne ich die optimale Anlagengröße?
Als Faustregel gilt: Pro 1.000 kWh Jahresverbrauch planen Sie 1,5 kW Anlagenleistung ein. Mit Batteriespeicher erhöhen Sie auf 2 kW pro 1.000 kWh. Nutzen Sie den Solarrechner, um verschiedene Szenarien durchzuspielen, und lassen Sie sich anschließend von einem Fachbetrieb aus Ihrer Region beraten.
Fazit
Mit dem Solarrechner erhalten Sie in wenigen Minuten eine fundierte Einschätzung. Sie wissen danach, welche Anlagengröße zu Ihrem Verbrauch passt, ob ein Speicher sinnvoll ist und welche jährliche Ersparnis realistisch ist. Die Bedienung ist auch ohne Vorkenntnisse intuitiv.
Die aktuellen Rahmenbedingungen sprechen für eine zeitnahe Installation. Die Einspeisevergütung sinkt halbjährlich um 1 % und könnte ab 2027 für Neuanlagen unter 25 kWp komplett entfallen. Gleichzeitig profitieren Anlagen bis 30 kWp von der Steuerbefreiung, und Förderprogramme unterstützen die Investition zusätzlich.
Unsere Empfehlung: Holen Sie mindestens drei Angebote ein. Berechnen Sie vorab Ihren Bedarf mit unserem Solarrechner.
Hinweis: Solar.red steht in keiner geschäftlichen Verbindung oder Kooperation mit hier genannten Unternehmen. Alle Angaben zu Preisen, Vergütungssätzen und technischen Daten basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen und Herstellerangaben (Stand: März 2026). Die Berechnungen des Solarrechners sind Richtwerte – tatsächliche Erträge können je nach Standort, Verschattung und Wetterbedingungen abweichen. Für verbindliche Angebote und technische Beratung wenden Sie sich bitte an einen zertifizierten Fachbetrieb. Dieser Artikel dient ausschließlich der unabhängigen Information.
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