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Indach Solarmodule Kosten, Hersteller 2026 (einfach erklärt!)

Das Wichtigste in Kürze

Indach Solarmodule sind Solarmodule, die an Stelle der Dachziegel in der Dachfläche liegen und zugleich das Dach dicht halten. Sie lohnen sich vor allem, wenn das Dach ohnehin neu gedeckt wird, weil dann ein Teil der Eindeckung entfällt.

  • Bauformen: Einlegesysteme mit Standardmodulen, eigene Indach-Module und kleinteilige Solardachziegel; PV-Platten und PV-Ziegel für Steildächer sind laut Fraunhofer ISE (Fassung vom 20.08.2026) kommerziell verfügbar und zugelassen
  • Kosten: eine unabhängig belegte Euro-Spanne für Indach gibt es nicht; die echten Kosten ergeben sich aus der Differenz zweier Angebote (Dach mit und ohne Photovoltaik), der Rechner unten macht das in einer Minute
  • Baurecht: mechanisch gehaltene Glasmodule bis 2,0 m² auf Dächern bis 75 Grad brauchen laut DIBt keinen eigenen Verwendbarkeitsnachweis für die Standsicherheit
  • Wärme: kristalline Module verlieren laut PVGIS rund 0,3 bis 0,47 Prozent Leistung je Grad über 25 Grad Celsius; weniger Luft hinter dem Modul heißt etwas weniger Ertrag
  • Vergütung 2026: 7,70 ct/kWh bis 10 kW bei Teileinspeisung für Inbetriebnahmen vom 1. August bis 31. Dezember 2026 (Bundesnetzagentur), gleich viel wie bei Aufdach

Was sind Indach Solarmodule?

Indach Solarmodule sind Photovoltaikmodule, die nicht auf Schienen über den Ziegeln sitzen, sondern an deren Stelle in der Dachfläche liegen. Sie erzeugen Strom und bilden gleichzeitig die wasserführende Dachhaut. Dadurch entsteht eine flächenbündige Optik ohne sichtbare Gestelle, und ein Teil der Ziegel muss gar nicht erst gekauft und verlegt werden.

Fachleute sprechen auch von dachintegrierter oder gebäudeintegrierter Photovoltaik, abgekürzt BIPV für „Building Integrated Photovoltaics“. Verbreitet ist die Bauform trotz zugelassener Produkte wenig: Laut Fraunhofer ISE beschränkt sich die Nutzung von Photovoltaik auf Gebäuden ganz überwiegend auf Aufdachanlagen. Wie eine Indach-Anlage im Dachaufbau aufgebaut ist und welche Bau- und Brandschutzregeln gelten, erklärt unser Beitrag zur dachintegrierten Photovoltaik. Hier geht es um die Module selbst: welche es gibt, wer sie anbietet, was sie kosten und worauf Sie beim Kauf achten.

Welche Solarmodule eignen sich für Indach?

Für Indach eignen sich drei Arten von Solarmodulen: Standardmodule, die in ein Einlegesystem aus Wannen oder Profilen gesetzt werden, eigens für die Dachintegration gebaute Indach-Module, die sich wie Schindeln überlappen, und kleinteilige Solardachziegel. Welche Variante passt, hängt von Dachgröße, Optik und Budget ab, nicht vom Wirkungsgrad allein.

Schema: links Standardmodule in einem Einlegesystem, Mitte überlappende Indach-Module, rechts Solardachziegel zwischen normalen Ziegeln. 1 Einlegesystem Standardmodule in Wannen 2 Indach-Modul rahmenlos, überlappend 3 Solardachziegel ersetzen einzelne Ziegel
Drei Bauformen für Indach Solarmodule, schematisch und ohne Maßstab (eigene Darstellung Solar.red).

Das Einlegesystem ist die häufigste Lösung. Unter die Module kommt eine Wanne oder ein Profilsystem, das Regenwasser ableitet, darauf liegen gewöhnliche gerahmte oder rahmenlose Module. Der Vorteil: Sie können zwischen vielen Modulen wählen und später ein defektes Modul eher durch ein vergleichbares ersetzen.

Eigene Indach-Module sind für die Dachintegration gebaut, oft rahmenlos und so geformt, dass sie sich wie Schindeln überlappen. Sie wirken besonders ruhig, binden Sie aber an einen Hersteller. Ist das Produkt in zwanzig Jahren nicht mehr lieferbar, wird ein Tausch schwierig.

Solardachziegel ersetzen einzelne Ziegel und erhalten die Struktur eines Ziegeldachs. Sie kommen vor allem bei Gestaltungsauflagen in Frage. Jedes Element braucht eine eigene Steckverbindung; das Fraunhofer ISE nennt Fehler bei Verkabelung und Anschlüssen als häufigsten Ausgangspunkt von Bränden an Solaranlagen. Mehr dazu im Beitrag zu Solardachziegeln.

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Bauformen für Indach Solarmodule im Vergleich (qualitative Einordnung von Solar.red, keine Messwerte)
MerkmalEinlegesystemIndach-ModulSolardachziegel
Modulauswahlgroß, Standardformatenur Herstellerproduktnur Herstellerprodukt
Steckverbindungenwenigewenigeviele
Optikgeschlossene Flächesehr ruhig, schindelartigZiegelstruktur bleibt
Späterer Tauschmeist einfacheran Hersteller gebundenan Hersteller gebunden
Typischer EinsatzNeubau, DachsanierungArchitektur, NeubauDenkmal, Teilflächen

Indach Solarmodule: Hersteller und Systeme

Indach Solarmodule und Indach-Montagesysteme bieten sowohl Dachhersteller als auch Photovoltaikhersteller an. Dachhersteller liefern Systeme, die zu ihren eigenen Ziegeln passen, PV-Hersteller eigene Indach-Module, und Montagehersteller Einlegesysteme für Standardmodule. Welches Produkt passt, entscheidet vor allem, ob Ihr Dachdecker das System kennt und freigegebene Nachweise vorlegen kann.

Die folgende Übersicht nennt Beispiele, die bei der Recherche im Oktober 2026 in den Suchergebnissen mit eigenen Indach-Produkten auftauchten. Alle Produktangaben stammen von den Herstellern selbst und haben damit ein Eigeninteresse. Solar.red hat die Systeme nicht geprüft und steht mit keinem Anbieter in Verbindung.

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Beispiele für Anbieter von Indach-Lösungen (Herstellerangaben, recherchiert im Oktober 2026, keine Rangfolge)
AnbieterArtLösung laut Hersteller
BMI (Marke Braas)DachherstellerIndach-System „PV Indax“ für gängige Dachpfannen
TritecMontagesystemEinlegesystem „TRI-ROOF+“ für Standardmodule
PrefaDachherstellerSolardachplatte als gebäudeintegriertes Modul
SonnenstromfabrikModulherstellerGlas-Glas-Module der Serie „Integration“

Wer nach „Indach Solarmodule Braas“ sucht, meint meist das Indax-System, das die Module in das Ziegeldach einbindet. Wer farbig angepasste Module sucht, etwa in Rottönen für Tonziegel, findet Hintergründe und Ertragsfragen im Beitrag zu farbigen Solarmodulen. Für deutsche Fertigung lohnt ein Blick auf die Übersicht deutsche Solarmodule.

Was kosten Indach Solarmodule?

Was Indach Solarmodule kosten, lässt sich nicht seriös pauschal beziffern, denn eine unabhängig belegte Euro-Spanne pro Quadratmeter oder Kilowatt-Peak gibt es nicht; Preisangaben im Netz stammen fast immer von Anbietern. Belastbar wird der Preis erst durch zwei Angebote: neues Dach ohne Photovoltaik und dasselbe Dach mit Indach-Anlage. Die Differenz sind die echten Kosten der Photovoltaik.

Eine Einordnung liefert das Fraunhofer ISE (Fassung vom 20. August 2026). Bei Photovoltaikanlagen allgemein machen die Module nur noch rund ein Fünftel der Investitionskosten aus, den Rest tragen Montage, Elektrik und Planung. Genau dort liegt bei Indach der Mehraufwand: Dachdecker und Elektriker arbeiten zusammen, Einfassbleche und Dichtprofile kommen hinzu. Für integrierte Photovoltaik nennt das Institut deshalb „etwas höhere Stromgestehungskosten“ als für einfache Anlagen, die bei kleinen Dachanlagen 6 bis 14 Cent pro Kilowattstunde betragen.

Auf der anderen Seite steht die eingesparte Eindeckung. Je teurer die Ziegel und je größer die mit Modulen belegte Fläche, desto mehr Geld fließt in die Photovoltaik statt in ein Dach, das ohnehin bezahlt werden müsste. Bei Blech oder Bitumen spart die Integration dagegen wenig. Allgemeine Photovoltaikpreise erklärt die Seite zu den Photovoltaik-Kosten.

Rechner: Was kostet die Indach-PV wirklich?

Echte Kosten der Indach-Photovoltaik

Tragen Sie die Bruttobeträge aus Ihren Angeboten ein. Der Rechner zieht das Dach ohne Photovoltaik ab und vergleicht das Ergebnis mit einer Aufdach-Anlage gleicher Leistung.

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echte Kosten der Photovoltaik
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pro kWp
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Unterschied zu Aufdach

Die voreingestellten Zahlen sind frei gewählte Beispielwerte zur Bedienung, keine Marktpreise. Eigene Rechnung von Solar.red.

So lesen Sie das Ergebnis: Liegt der Unterschied zur Aufdach-Anlage nahe null oder darunter, zahlen Sie für die Integration kaum etwas drauf. Ist er hoch, kaufen Sie vor allem Optik. Beides kann richtig sein, aber Sie sollten es bewusst entscheiden.

Welche Nachteile haben Indach Solarmodule?

Indach Solarmodule haben drei wesentliche Nachteile: Sie lohnen sich fast nur bei Neubau oder Dachsanierung, sie werden je nach System wärmer und liefern dadurch etwas weniger Strom, und jeder spätere Modultausch oder eine Erweiterung greift in die Dachhaut ein. Dazu kommen zusätzliche Nachweise zu Standsicherheit und Brandschutz.

Zur Wärme: Das EU-Rechenmodell PVGIS der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU-Kommission setzt für Module auf oder in Gebäuden deutlich geringere Kühlwerte an als für frei aufgestellte Module. Mit diesen Kennwerten ergibt sich bei 800 W/m² Einstrahlung, 25 Grad Lufttemperatur und 1 m/s Wind eine Modultemperatur von rund 49 Grad frei aufgestellt und rund 60 Grad am Gebäude (eigene Rechnung Solar.red). Bei 0,3 bis 0,47 Prozent Verlust je Grad sind das in diesem Moment etwa 3 bis 5 Prozent weniger Leistung. Über das Jahr fällt der Verlust kleiner aus, weil Module nur an warmen, sonnigen Tagen so heiß werden. Systeme mit durchgehender Lüftung von Traufe bis First halten den Nachteil klein; mehr dazu im Beitrag zur Hinterlüftung und zum Temperaturkoeffizienten.

Vorteile

  • Flächenbündige Dachfläche ohne Gestelle
  • Module ersetzen einen Teil der Eindeckung
  • Möglich, wo Aufdach aus Gestaltungsgründen ausscheidet
  • Gleiche Einspeisevergütung wie Aufdach

Nachteile

  • Sinnvoll meist nur bei neuer Eindeckung
  • Je nach System etwas mehr Wärme, etwas weniger Ertrag
  • Tausch und Erweiterung öffnen die Dachhaut
  • Zusätzliche Nachweise zu Statik und Brandschutz

Worauf Sie beim Kauf von Indach Solarmodulen achten

Beim Kauf von Indach Solarmodulen zählen die Papiere mehr als der Wirkungsgrad. Prüfen Sie, ob für Modulgröße und Dach die nötigen Nachweise vorliegen, ob das System für Ihre Dachneigung freigegeben ist und wer für die Dichtheit haftet. Ein gutes Angebot nennt diese Punkte schriftlich, ohne dass Sie nachfragen müssen.

  • Standsicherheit: Ist ein Glasmodul größer als 2,0 m² oder das Dach steiler als 75 Grad, braucht es laut DIBt einen Verwendbarkeitsnachweis, etwa eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung.
  • Harte Bedachung: Für Module in der Dachfläche kann laut Merkblatt der Landesstelle für Bautechnik Baden-Württemberg ein Nachweis nach DIN 4102-9 oder DIN EN 13501-5 verlangt werden.
  • Mindestneigung: Jedes System legt seine Mindestneigung in der Verlegeanleitung fest; darunter ist die Regensicherheit nicht gewährleistet.
  • Gewicht: Das Modulgewicht steht im Datenblatt und gehört zusammen mit Schnee- und Windlast in die Statik des Dachs.
  • Blindmodule: Passende Blindelemente füllen Ränder und Kehlen, damit die Fläche einheitlich wirkt.
  • Haftung: Klären Sie vor Baubeginn schriftlich, wer bei einem Wasserschaden an einem Kabeldurchgang haftet: Dachdecker oder Elektriker.
  • Ersatzteile: Fragen Sie, wie lange Module und Bleche nachgeliefert werden.

Wie die Arbeiten auf dem Dach ablaufen und welche Gewerke beteiligt sind, zeigt der Beitrag zur Unterkonstruktion der PV-Anlage.

Lohnt sich eine Indach-PV-Anlage?

Eine Indach-PV-Anlage lohnt sich, wenn das Dach ohnehin neu gedeckt wird und die eingesparte Eindeckung einen großen Teil des Aufpreises trägt, oder wenn Gestaltungsauflagen eine Aufdach-Anlage verhindern. Bei einem intakten Dach ist eine Aufdach-Anlage fast immer günstiger, weil keine funktionierende Eindeckung entfernt werden muss.

Für die Wirtschaftlichkeit zählt außerdem, wie viel Strom Sie selbst verbrauchen. Eigenverbrauch ersetzt teuren Netzstrom, eingespeister Strom bringt nur die Vergütung. Eine Rechnung mit Ihren eigenen Werten liefert der Photovoltaik-Konfigurator. Den direkten Vergleich der Montagearten zeigt der Beitrag zur Aufdach-Solaranlage.

Einspeisevergütung 2026 für Indach-Anlagen

Indach-Anlagen bekommen 2026 dieselbe Einspeisevergütung wie Aufdach-Anlagen, weil das EEG 2023 Anlagen „auf, an oder in einem Gebäude“ gleich behandelt. Bei Inbetriebnahme vom 1. August bis 31. Dezember 2026 zahlt der Netzbetreiber laut Bundesnetzagentur 7,70 Cent pro Kilowattstunde bis 10 kW bei Teileinspeisung.

Tabelle seitlich scrollen
Einspeisevergütung für Anlagen an Gebäuden bei Inbetriebnahme vom 1. August bis 31. Dezember 2026 (Bundesnetzagentur, § 48 Abs. 2 und 2a EEG 2023)
Leistung bisTeileinspeisungVolleinspeisung
10 kW7,70 ct/kWh12,22 ct/kWh
40 kW6,66 ct/kWh10,24 ct/kWh
100 kW5,44 ct/kWh10,24 ct/kWh

Wichtig für Planungen ab 2027: Die Bundesnetzagentur weist darauf hin, dass das EEG 2023 nur bis zum 31. Dezember 2026 anwendbar ist und eine Nachfolgeregelung in der parlamentarischen Beratung steckt (Stand Oktober 2026). Welche Sätze danach gelten, ist noch nicht beschlossen. Laufende Entwicklungen erklären die Seiten zur Einspeisevergütung und zur PV-Anlage und Steuer; zur Leistungsbegrenzung ohne Steuerbox informiert der Beitrag zum Smart Meter für die PV-Anlage.

Häufige Fragen zu Indach Solarmodulen

Was kostet eine Indach Solaranlage?

Eine unabhängig belegte Euro-Spanne für Indach Solaranlagen gibt es nicht, Preisangaben im Netz stammen meist von Anbietern. Belastbar ist nur der Vergleich zweier Angebote: neues Dach ohne und mit Indach-Anlage. Die Differenz sind die echten Kosten der Photovoltaik. Das Fraunhofer ISE nennt für integrierte Photovoltaik etwas höhere Stromgestehungskosten als für einfache Anlagen.

Welche Nachteile hat eine Indach-PV-Anlage?

Eine Indach-PV-Anlage lohnt sich meist nur bei neuer Eindeckung, wird je nach System wärmer und liefert dadurch etwas weniger Strom. Laut PVGIS verlieren kristalline Module 0,3 bis 0,47 Prozent Leistung je Grad. Ein Modultausch oder eine Erweiterung öffnet die Dachhaut, und es braucht zusätzliche Nachweise zu Standsicherheit und Brandschutz.

Lohnt sich eine Indach-PV-Anlage?

Eine Indach-PV-Anlage lohnt sich vor allem bei Neubau oder Dachsanierung, weil die eingesparte Eindeckung einen Teil des Aufpreises trägt, und dort, wo Gestaltungsauflagen Aufdach verhindern. Bei einem intakten Dach ist Aufdach fast immer günstiger. Die Einspeisevergütung ist bei beiden Varianten gleich, 2026 bis 7,70 Cent pro Kilowattstunde bei Teileinspeisung.

Welche Solarmodule eignen sich für Indach?

Für Indach eignen sich Standardmodule in einem Einlegesystem aus Wannen oder Profilen, eigens gebaute Indach-Module, die sich wie Schindeln überlappen, und Solardachziegel. Einlegesysteme bieten die größte Modulauswahl und erleichtern einen späteren Tausch. Eigene Indach-Module und Solardachziegel wirken ruhiger, binden Sie aber an das Produkt eines Herstellers.

Welche Hersteller bieten Indach Solarmodule an?

Indach-Lösungen bieten Dachhersteller wie BMI mit der Marke Braas, Montagehersteller wie Tritec mit Einlegesystemen sowie Prefa mit einer Solardachplatte und die Sonnenstromfabrik mit Glas-Glas-Modulen an, Stand Oktober 2026. Alle Produktangaben stammen von den Herstellern. Entscheidend ist, dass Ihr Dachdecker das System kennt und die nötigen Nachweise für Standsicherheit und harte Bedachung vorlegen kann.

Gibt es Indach Solarmodule von Braas?

Ja, BMI bietet unter der Marke Braas das Indach-System „PV Indax“ an, das laut Hersteller Photovoltaikmodule in Dächer mit gängigen Dachpfannen integriert, Stand Oktober 2026. Ob das System zu Ihren Ziegeln, Ihrer Dachneigung und Ihrer gewünschten Modulgröße passt, klärt der Dachdecker anhand der Verlegeanleitung und der Freigaben des Herstellers.

Gibt es rote Indach Solarmodule?

Rot eingefärbte Module sind ein Nischenprodukt; ob ein Indach-System sie anbietet, steht in den Unterlagen des Herstellers. Interessant sind sie vor allem bei Gestaltungsauflagen oder in denkmalgeschützter Umgebung, wo sich Module optisch an Tonziegel anpassen sollen. Wie viel Leistung die Farbe kostet, steht im Datenblatt des jeweiligen Moduls; vergleichen Sie dort die Nennleistung mit der Standardvariante.

Braucht Indach-PV eine bauaufsichtliche Zulassung?

Nicht immer. Laut DIBt brauchen mechanisch gehaltene Glasmodule bis 2,0 m² auf Dächern bis 75 Grad Neigung keinen eigenen Verwendbarkeitsnachweis für die Standsicherheit. Größere Module brauchen eine Zulassung, ein Prüfzeugnis, eine Zustimmung im Einzelfall oder einen Glasbau-Nachweis. Für den Brandschutz kann zusätzlich ein Nachweis als harte Bedachung verlangt werden.

Welche Dachneigung brauchen Indach Solarmodule?

Die Mindestneigung für Indach Solarmodule legt jeder Systemhersteller in seiner Verlegeanleitung fest, weil das Wasser über Wannen und Überlappungen abfließen muss. Diese Angabe darf nicht unterschritten werden. Auf Flachdächern ist Indach nicht vorgesehen. Baurechtlich gilt zusätzlich: Glasmodule bis 2,0 m² sind laut DIBt nur bis 75 Grad Neigung nachweisfrei.

Wie viel Ertrag verliert man mit Indach Solarmodulen?

Wie viel Ertrag Indach Solarmodule verlieren, hängt vom Luftraum hinter den Modulen ab. Mit den PVGIS-Kennwerten ergibt sich im Beispiel bei 800 W/m² rund 60 statt 49 Grad Modultemperatur, momentan also etwa 3 bis 5 Prozent weniger Leistung (eigene Rechnung Solar.red). Über das Jahr fällt der Verlust kleiner aus, weil es nur an warmen Sonnentagen so heiß wird.

Fazit: Lohnen sich Indach Solarmodule?

Ja, wenn Ihr Dach sowieso neu wird. Dann ersetzen Indach Solarmodule Material, statt zusätzlich aufzutragen, und Sie bekommen eine ruhige Dachfläche bei gleicher Einspeisevergütung wie Aufdach. Bei einem intakten Dach zahlen Sie dagegen vor allem für Optik.

Mein Tipp: Holen Sie zwei Angebote für dasselbe Dach ein, einmal mit und einmal ohne Photovoltaik, und rechnen Sie die Differenz mit dem Rechner oben gegen eine Aufdach-Anlage. Lassen Sie sich außerdem die Nachweise zu Standsicherheit, harter Bedachung und Mindestneigung zeigen, bevor Sie unterschreiben. Wer das macht, kauft Indach mit offenen Augen und ohne böse Überraschung beim Dachdecker.

Quellen und Methodik

Die Angaben zu Produkten, Kosten und Brandursachen stammen aus der Faktensammlung des Fraunhofer ISE in der Fassung vom 20. August 2026, die baurechtlichen Angaben aus der Meldung des DIBt vom 27. Oktober 2023 und dem Merkblatt der Landesstelle für Bautechnik Baden-Württemberg von Juli 2023, die Vergütungssätze von der Bundesnetzagentur; alles abgerufen am 15. Oktober 2026. Die Herstellerübersicht beruht auf Herstellerangaben, die Temperaturwerte und der Rechner sind eigene Rechnungen von Solar.red mit den PVGIS-Kennwerten.

  1. Fraunhofer ISE: Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland - gebäudeintegrierte PV, Kostenanteile, Stromgestehungskosten, Brandursachen
  2. DIBt: Welche bauaufsichtlichen Bestimmungen gelten für PV-Module? - 2-Quadratmeter-Grenze, Verwendbarkeitsnachweise
  3. Landesstelle für Bautechnik Baden-Württemberg: Merkblatt Photovoltaikanlagen - harte Bedachung, Brandverhalten
  4. Europäische Kommission, JRC: PVGIS, Datenquellen und Rechenmethoden - Modultemperatur nach Montageart, Temperaturverhalten
  5. Bundesnetzagentur: EEG-Förderung und -Fördersätze - Einspeisevergütung ab 1. August 2026, Geltung des EEG 2023

Hinweis: Solar.red steht in keiner geschäftlichen Verbindung mit den genannten Herstellern oder Stellen. Produktangaben sind Herstellerangaben und können sich ändern. Bauordnungsrecht ist Ländersache; maßgeblich sind die Nachweise des gewählten Systems, die Bauordnung Ihres Bundeslands und der Stand zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme. Der Rechner verwendet frei gewählte Beispielwerte und ersetzt kein Angebot. Alle Angaben ohne Gewähr.

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